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Veröffentlicht am 15.07.2023

Ein zauberhaftes Bilderbuch voller Herzenswärme und mit wunderschönen Illustrationen

Der kleine Wal und der schönste Ort der Welt
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Wo ist es am schönsten auf der Welt? Das haben sich bestimmt schon viele von uns gefragt und im ersten Moment scheint es gar nicht so leicht darauf zu antworten. Die Erde ist schließlich groß und voller ...

Wo ist es am schönsten auf der Welt? Das haben sich bestimmt schon viele von uns gefragt und im ersten Moment scheint es gar nicht so leicht darauf zu antworten. Die Erde ist schließlich groß und voller herrlicher Plätze. Aber kommt es wirklich auf den Ort an? Kommt es nicht vielmehr darauf an, mit wem man irgendwo ist? Ist es nicht eigentlich immer genau dort am schönsten, wo man zusammen glücklich ist?

Auch den kleinen Wal in diesem Bilderbuch beschäftigt diese Frage eines Tages. Der große Wal ist schon viel herumgekommen und kennt die Antwort daher ganz bestimmt, doch anstatt sie einfach zu verraten, nimmt der große Wal den Kleinen auf eine abenteuerliche Reise durch den Ozean mit und zeigt ihm die verschiedensten Orte. Märchenhafte, spannende und wundersame Orte. Gemeinsam durchstreifen sie die Tiefe des Wassers, bestaunen farbenprächtige Korallenriffe und erkunden ein altes Schiffswrack und eine versunkene Stadt. Und als der Tag sich dem Ende zuneigt, tauchen sie zusammen auf und beobachten die Sonne beim Untergehen. Jedes Mal möchte der kleine Wal wissen, ob dies denn nun der schönste Platz auf Erden ist. Doch wie die Leserinnen und Zuhörerinnen, so ahnt vermutlich auch der kleine Wal die Antwort bereits, auch wenn es ihm noch nicht bewusst ist. Der große Wal verrät am Ende schließlich, wie die Lösung des großen Wal-Geheimnisses lautet, allerdings nur ganz leise, als der kleine Wal schon schläft: Der schönste Ort auf der ganzen Welt ist da, wo sie beide glücklich zusammen sind.

Erzählt wird diese zauberhafte und zum Nachdenken anregende Geschichte auf eine liebevolle und poetische Weise. Der Text von Kai Haferkamp ist tiefgründig, aber verständlich und altersgerecht und die wiederholte Frage des kleinen Wal wird den jungen Mitleser*innen garantiert eine Menge Spaß machen.Toll ist auch, dass nicht konkret gesagt wird, dass es sich um einen Baby-Wal mit Mama oder mit Papa handelt. Man kann die beiden Wale also so definieren, wie man möchte und wie es selbst für einen passt.
Die Botschaft der Erzählung ist für Kinder ab 3 Jahren bestimmt schon nachvollziehbar, allerdings sollte man schon geübt im Zuhören sein, da die Geschichte etwas umfangreicher ist und sich stellenweise recht viel Text auf den Seiten befindet. Aber auch schon den Kleineren wird es sicherlich sehr viel Freude bereiten, das Buch durchzublättern und die vielen farbenfrohen Bilder zu betrachten.

Die ausdrucksstarken und warmherzigen Illustrationen von Mareike Ammersken sind wirklich ein Traum und stecken voller Magie. Sie fangen den Zauber der Geschichte perfekt ein und laden zum Entdecken und Verweilen ein. Es wird von der ersten Seite an eine wunderbare Wohlfühlatmosphäre geschaffen, sodass man nur zu gerne in diese bunt schillernde Unterwasserwelt eintaucht und sie am liebsten gar nicht mehr verlassen möchte.

Fazit: Ein wundervolles Bilderbuch zum Träumen und Wohlfühlen.
„Der kleine Wal und der schönste Ort der Welt“ ist eine herzerwärmende und stimmungsvolle Geschichte über eine magische Reise und die Schönheit unserer Erde, über kindliche Neugier, das gemeinsame Entdecken und das größte Glück der Welt. Es verzaubert mit traumhaft schönen Illustrationen und einer tollen Botschaft und ist ein Buchschatz für alle, die das Meer und Wale lieben. Also ich bin begeistert, ich kann „Der kleine Wal und der schönste Ort der Welt“ nur empfehlen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 14.07.2023

Ein wunderschönes Debüt! Herzerwärmend, berührend, ehrlich und mitreißend.

Die Kunst zu fallen
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Als ich zum ersten Mal von „Die Kunst zu fallen“ hörte, konnten das Cover und der Titel meine Neugier sofort wecken. Da mich auch der Klappentext direkt ansprach, war mir schnell klar, dass ich das Buch ...

Als ich zum ersten Mal von „Die Kunst zu fallen“ hörte, konnten das Cover und der Titel meine Neugier sofort wecken. Da mich auch der Klappentext direkt ansprach, war mir schnell klar, dass ich das Buch lesen möchte.

Die 12-jährige Daphne soll die Sommerferien bei ihrem Vater in Oakland verbringen, da ihre Mutter, die Schauspielerin ist, für Dreharbeiten nach Prag reisen muss. In Daphne sträubt sich alles dagegen, Zeit mit ihrem unzuverlässigen Vater zu verbringen, den sie nun schon seit Jahren nicht mehr gesehen hat. Widerwillig fügt sie sich ihrem Schicksal. Dem Vater zeigt sie zunächst die kalte Schulter und ignoriert seine Versuche, seine Fehler aus der Vergangenheit wiedergutzumachen. Auch dem Skateboard schenkt sie anfangs keine Beachtung, obwohl sie eigentlich nichts lieber tun würde, als endlich wieder zu skaten. Aber das Skateboardfahren erinnert sie schmerzlich daran, wie ihr Vater (der selbst ein begeisterter Skateboardfahrer ist) sie damals an ihrem zehnten Geburtstag im Stich gelassen hat. Daphne wird aber schließlich doch noch schwach und begleitet ihren Vater in die Bowl. Dort lernt sie den Jungen Arlo kennen und zu ihrer Überraschung machen die Skate-Sessions mit ihm ihr sehr viel Spaß. Und als ihr Vater ihr verspricht, ihr den Ollie beizubringen und ihr der Trick schließlich gelingt, beginnt Daphne allmählich wieder an ihren Vater zu glauben. Aber kann sie ihm wirklich verzeihen?

Der Woow Books Verlag ist für mich schon längst ein Garant für außergewöhnliche und großartige Kinderbücher. Er wird seinem Namen in meinen Augen durchaus gerecht, die Geschichten von Woow Books bescheren einem wirklich immer ein echtes Wow-Gefühl. Und „Wie die Kunst zu fallen“ bildet da keine Ausnahme.
Meine Erwartungen waren nicht zu hoch geschraubt. In meinen Augen hat Sally Engelfried mit ihrem ersten Kinderroman ein ganz zauberhaftes und besonderes Debüt geschaffen, das nicht nur junge Leserinnen ab 10 Jahren zu fesseln und zu berühren vermag, sondern auch Erwachsene.

So bunt wie das Cover, so vielseitig ist auch der Inhalt. „Wie die Kunst zu fallen“ vereint gekonnt verschiedene und teils schwierige Themen wie Vertrauensbruch, Scheidung, Alkoholismus, Selbstfindung, Freundschaft und das Skateboard fahren. Es ist eine Geschichte über den Umgang mit Enttäuschung und einem alkoholkranken Elternteil und die Bedeutung von Vergebung; über den beschwerlichen Weg, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen und wieder aufzubauen und lernen zu verzeihen. Es geht darum, eine Leidenschaft wieder aufleben zu lassen und neue Freunde zu finden, kaputte Beziehungen zu reparieren und alte Wunden zu heilen.

Erzählt wird diese tiefgründige Geschichte durchgehend aus der Sicht von Daphne, die einem mit ihrer sympathischen Art schnell ans Herz wächst. Sie ist entschlossen und stark, aber auch verletzlich und unsicher. Es wird gleich zu Beginn deutlich, wie sehr es Daphne widerstrebt, den Sommer bei ihrem Vater zu verbringen, der sie schon so oft im Stich gelassen hat. Gleichzeitig ist da in ihr aber auch dieser Wunsch nach der Anerkennung und Aufmerksamkeit des Vaters, die Hoffnung, dass er sich geändert hat.

Als Leser
in erhält man einen tiefen Einblick in die Gefühlswelt unserer Hauptprotagonistin und kann ihr Verhalten und ihren inneren Zwiespalt nur zu gut nachempfinden. Daphnes Erzählungen lesen sich oft ergreifend und manchmal auch schmerzlich, zugleich aber auch unheimlich schön. Es ist hart zu sehen, wie sehr die Bemühungen des Vaters, seine Fehler aus der Vergangenheit wieder gutzumachen, zunächst von seiner Tochter abgewiesen werden und wie sehr er darum kämpft, einen neuen Job zu finden und weiterhin nüchtern zu bleiben.
Doch dann sind da auch die vielen hoffnungsvollen und rührenden Momente, die einem zum Lächeln bringen. Mir hat es das Herz erwärmt mitzuerleben, wie Daphne durch das Skateboarding wieder in Kontakt mit ihrem Vater kommt, langsam wieder Vertrauen zu ihm fasst und seine Probleme mit der Zeit zu verstehen beginnt. Wie er ihr neue coole Tricks beibringt und fest an sie glaubt, sie immer wieder ermutigt, nicht aufzugeben. Denn das Leben ist wie das Skaten: Man muss Misserfolge akzeptieren und weitermachen.

Das Thema Skateboardfahren wurde wirklich toll in die Handlung mit eingebunden. Fachliche Begriffe wie Ollie, Kickflip und Drop In fließen geschickt in die Handlung mit ein, sodass man nebenbei eine Menge über diese Sportart lernt. Auch wenn man sich nicht fürs Skaten interessiert, fühlt man sich an keiner Stelle gelangweilt und hat einfach nur großen Spaß beim Lesen.

Neben Daphne und ihrem Vater sind auch die weiteren Charaktere lebensecht gezeichnet und werden so liebevoll beschrieben, dass man sie einfach gernhaben muss. Der Nachbarsjunge Arlo zum Beispiel, in dem Daphne einen neuen guten Freund findet, oder ihre Großeltern, die sie in diesem Sommer endlich besser kennenlernen wird.

Auch das Ende ist wundervoll. Es passt einfach perfekt zur Geschichte und lässt einen mit einem glücklichen Gefühl zurück.

Fazit: Mit „Die Kunst zu fallen“ ist der US-amerikanischen Autorin Sally Engelfried ein wunderbarer kunstvoller Debütroman gelungen, den ich jedem nur ans Herz legen kann. „Die Kunst zu fallen“ erzählt eine herzerwärmende und inspirierende Coming-of-Age-Familiengeschichte über eine berührende Vater-Tochter-Beziehung, die Liebe fürs Skaten und Freundschaft, übers Hinfallen, Aufstehen und Weitermachen. Es ist ein ehrliches, mitreißendes und einzigartiges Buch und fasziniert nicht nur junge Leser*innen und Skateboard-Fans. Ich habe mit Daphne mitgefühlt und mitgefiebert und ihr begeistert zugejubelt. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 13.07.2023

Ein weiterer rundum gelungener Folgeband voller Spannung, Spaß und Action!

Woodwalkers – Die Rückkehr (Staffel 2, Band 3). Das Grollen der Löwin
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Da ich ein großer Woodwalkers-Fan bin und bisher jeden Band geliebt habe, habe ich mich auf den dritten Teil der zweiten Staffel tierisch gefreut. Ich war so gespannt, wie es mit Carag und Co. weitergehen ...

Da ich ein großer Woodwalkers-Fan bin und bisher jeden Band geliebt habe, habe ich mich auf den dritten Teil der zweiten Staffel tierisch gefreut. Ich war so gespannt, wie es mit Carag und Co. weitergehen wird!

Endlich ist es so weit: Der Gegenaustausch mit der namibischen Narawandu School findet statt. Carag und seine Mitschülerinnen freuen sich riesig auf ihr Wiedersehen mit ihren neuen Gestaltwandlerfreunden aus Afrika und das gemeinsame Sportturnier. Auch der mächtige Herr der Gestalten befindet sich unter den Gastschülerinnen. Ob er sich wohl endlich zu erkennen geben wird? Seine Hilfe wird dringend benötigt! Die fiese Löwen-Wandlerin Rebecca Youngblood verfolgt nach wie vor ihre gefährlichen Pläne und schreckt vor nichts zurück, um sie verwirklichen. Ob es Carag und seinen Freunden wohl gelingen wird, ihre Feinde zu stoppen?

Wie oben bereits erwähnt, handelt es sich hierbei um den dritten Teil der zweiten Woodwalkers-Staffel. Die Ereignisse aus den beiden Vorgängern sollten bekannt sein, damit man dem Geschehen problemlos folgen kann, und es empfiehlt sich in meinen Augen auch, die erste Staffel und die Seawalkers-Serie zu kennen. Man kann zwar durchaus mit Staffel 2 starten, allerdings machen die Bücher deutlich mehr Spaß, wenn man sie mit dem Vorwissen aus den davor erschienenen Bänden liest.

Anders als im vorherigen Band, in dem uns Katja Brandis größtenteils nach Afrika mitgenommen hat, entführt sie uns diesmal wieder in die Rocky Mountains. Für mich, als eingefleischter Fan, hat sich das Eintauchen in das Buch wie nach Hause kommen angefühlt. Es war einfach so schön, an die Clearwater High zurückzukehren und auf lauter liebgewonnene Gesichter zu treffen wie Carag und seine Freunde, seine Schwester Mia und die Lehrerinnen des Internats. Die altbekannten Gegenspielerinnen sind natürlich ebenfalls erneut mit von der Partie und da in diesem Band der Gegenaustausch mit der Narawandu School stattfindet, gibt es zudem auch noch ein Wiedersehen mit den namibischen Schülerinnen, die man in „Herr der Gestalten“ kennenlernen durfte. Insgesamt bekommt man es wieder mit einer ordentlichen Menge an Charakteren zu tun, sodass es dem ein oder anderen vielleicht ein wenig schwerfallen könnte, stets den Überblick zu behalten. Zum Glück befindet sich aber auch in diesem Band ein ausführliches Namensglossar hinten im Buch, was vor allem für Quereinsteiger sehr hilfreich sein könnte.

Mir haben die Figuren abermals sehr gut gefallen. Sie sind authentisch, divers und greifbar, jeder von ihnen ist auf seine Art und Weise liebenswert und einzigartig.
Einer meiner persönlichen Lieblinge ist und bleibt Pumajunge Carag, unser 14-jähriger Hauptprotagonist. Er ist einfach ein absoluter Sympathieträger und da seine Kapitel wie gewohnt in der Ich-Perspektive geschrieben sind, kann man sich in ihn besonders gut hineinversetzen. Der Großteil des Buches wird wie üblich aus seiner Sicht geschildert, es kommen im Verlauf aber auch viele andere Figuren als personale Erzähler
innen kurz zu Wort wie Wolfsmädchen Tikaani, die Erstklässlerin Kimberly und die Bösewichte Andrew Milling und Rebecca Youngblood.
Ich mochte die namentlich gekennzeichneten Sichtwechsel erneut sehr. Sie sorgen für eine gelungene Abwechslung und interessante Einblicke, sodass es durchweg spannend und unterhaltsam bleibt.

Langeweile kommt beim Lesen garantiert nicht auf. Katja Brandis versteht es einfach, uns Leser*innen von der ersten Seite an in den Bann zu ziehen und bis zum Schluss zu fesseln. Ihr locker-leichter Schreibstil reißt einen direkt mit und die Handlung kann von Beginn an mit einem hohen Spannungsbogen und zahlreichen Überraschungen aufwarten. Viele Herausforderungen, Gefahren und Geheimnisse erwarten Carag und seine Freunde. Wer ist nur der Herr der Gestalten und auf welcher Seite steht er? Wem kann man trauen und wem nicht? Was führt Rebecca Youngblood wohl diesmal im Schilde? Kann man sie, nachdem sie das geheime Buch in ihren Besitz gebracht hat, überhaupt noch aufhalten? Auch das Sportturnier lässt einen ordentlich mitfiebern und da der Humor und die Gefühle ebenfalls nicht zu kurz kommen, gibt es auch eine Menge zum Schmunzeln und fürs Herz. Katja Brandis hat einfach mal wieder ein wunderbares Woodwalkers-Abenteuer aufs Papier gebracht, das in sämtlichen Punkten überzeugen kann und einen voller Vorfreude auf den nächsten Band zurücklässt.

Neben Katja Brandis hat auch die Illustratorin Claudia Carls eine großartige Arbeit geleistet. Das Cover ist ein richtiger Hingucker und die vielen stimmungsvollen und detailreichen schwarz-weiß Zeichnungen setzen die Geschichte perfekt in Szene.

Fazit: Mit dem dritten Band der zweiten Woodwalkers-Staffel hat Katja Brandis ein weiteres tolles Tierfantasy-Abenteuer geschrieben, welches seinen Vorgängern in nichts nachsteht und große Lust auf mehr macht. Auch „Das Grollen der Löwin“ ist eine fesselnde und witzige Geschichte mit vielfältigen Charakteren, wunderschönen Illustrationen und jeder Menge rasanter Action und überraschenden Wendungen. Ein Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen mag. Ich habe auch diesen Band begeistert verschlungen und freue mich schon sehr auf mein nächsten Wiedersehen mit Carag und seinen Freunden. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 02.07.2023

Eine geniale Fortsetzung!

Dark Sigils – Wie die Dunkelheit befiehlt
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Mit dem Auftakt ihrer Dark-Sigils-Reihe hat mich Anna Benning im vergangenen Jahr vollkommen von den Socken gehauen. Auf die Fortsetzung habe ich mich daher riesig gefreut, ich war so gespannt wie es wohl ...

Mit dem Auftakt ihrer Dark-Sigils-Reihe hat mich Anna Benning im vergangenen Jahr vollkommen von den Socken gehauen. Auf die Fortsetzung habe ich mich daher riesig gefreut, ich war so gespannt wie es wohl mit Rayne, Adam und Co. weitergehen wird!

Die 17-jährige Rayne hat sich den Rebellen angeschlossen, um zusammen mit ihnen nach dem legendären achten Dark Sigil zu suchen. Denn nur so könnte sie frei und mit ihrer großen Liebe Adam, dem Mirrorlord, zusammen zu sein. Doch die Rebellen sind nicht die einzigen, die das verschollene Artefakt finden möchten. Ihre gefährliche Mission wird Rayne einiges abverlangen, mehr, als sie sich jemals hätte vorstellen können. Wo wird ihr Weg sie hinführen? Wem kann sie vertrauen? Wird ihre Suche erfolgreich sein? Und wie wird sie sich am Ende entscheiden?

Da ich den ersten Teil so geliebt habe und nun schon von mehreren gehört hatte, dass die Autorin ihre eigene hohe Messlatte noch einmal übertroffen hat, lagen meine Erwartungen enorm weit oben. Und was soll ich sagen, ich wurde nicht enttäuscht! Der zweite Band kann definitiv nicht nur mit einem traumhaften Cover glänzen – auch der Inhalt ist atemberaubend und magisch und begeistert von der ersten bis zur letzten Seite.

Zu Beginn des Buches gibt es erst einmal einen kleinen Rückblick auf die vorangegangenen Ereignisse, was den Wiedereinstieg sehr erleichtert. Trotz der kleinen Erinnerungsauffrischung habe ich aber leider dennoch ein bisschen gebraucht, bis ich komplett in der Geschichte drin war. Bei dieser Trilogie empfiehlt sich auf jeden Fall, die Bände kurz nach einander zu lesen, da das Worldbuilding äußerst komplex ist und wir es mit vielen Charakteren zu tun bekommen (ein Glossar mit ein paar mehr Erläuterungen über den Weltenbau und Personenvorstellungen hätte ich gar nicht so schlecht gefunden).
Zum Glück waren meine leichten Startschwierigkeiten aber schnell überwunden und nachdem ich einmal richtig angekommen war, gab es für mich kein Halten mehr.

Anna Benning versteht es einfach, uns Leserinnen in fantastische dystopische Welten zu entführen und durchweg an die Seiten zu fesseln. Ihr bildhafter und rasanter Schreibstil saugt einen tief ins Geschehen und die vor Action, Spannung und Emotionen strotzende Handlung lässt einen einfach nicht mehr los. Oft ist es ja so, dass Mittelbände wie ein Lückenfüller wirken. Das ist hier aber nicht der Fall. Wir erfahren mehr über die geheimnisvolle Mirror-Welt und das Magiesystem und werden an neue faszinierende Schauplätze mitgenommen, wir lernen vertraute Figuren noch besser kennen, dürfen aber auch die Bekanntschaft mit neuen Gesichtern machen. Langeweile sucht man auf den gut 500 Seiten vergebens. Es gibt eine Menge Ortswechsel und Kampfszenen, die das Lesen interessant und mitreißend gestalten und die vielen unerwarteten Wendungen, die einem geboten werden, lassen einen öfters regelrecht sprachlos dasitzen. Man mag das Buch wirklich nicht mehr aus der Hand legen und fiebert, zittert und kämpft mit den Charakteren mit.

Die Figuren wurden mal wieder großartig dargestellt. Sie sind authentisch und liebenswert gezeichnet, alle besitzen ihre Ecken und Kanten und schleichen sich sehr schnell in das Leserherz. Rayne, aus deren Sicht der Großteil des Buches in der Ich-Perspektive geschildert wird, hat mir auch diesmal auf Anhieb gefallen. Sie ist und bleibt eine Kämpferin und legt im Verlauf eine Entschlossenheit und Willensstärke zutage, für die man sie nur bewundern kann. Durch die gewählte Erzählform erhält man erneut anschauliche Einblicke in ihr Inneres und kann ihre Empfindungen und Gedankengänge und ihre Entwicklung wunderbar mitverfolgen.

Adam, dem Mirrolord, war ich bereits im Vorgänger direkt verfallen. Die Liebesbeziehung zwischen ihm und Rayne habe ich wieder richtig geliebt, aber auch das Zusammenspiel der weiteren Charaktere mochte ich sehr. Vor allem das Aufeinandertreffen der Sigil-Träger
innen fand ich toll, dieses hat es wahrlich in sich. Sehr cool fand ich aber auch die Schlagabtäusche zwischen Celine und Rayne und dass Raynes beste Freundin Lily ebenfalls einen relevanten Part in der Geschichte einnimmt, war ein kleines persönliches Highlight für mich. Die Freundschaft der beiden wird erneut wundervoll beschrieben.

Eine weitere wichtige Person ist Adams Mutter Leonore, die wir dank der Zeitsprünge näher kennenlernen dürfen. Es gibt neben Raynes Kapitel immer wieder kurze Einschübe, die von Leonores Kindheit berichten, sodass man ein Bild davon erhält, wie sich die Geschehnisse von damals auf die heutige Spiegelwelt ausgewirkt haben. Wie das alles miteinander zusammenhängt, zeigt sich jedoch erst am Schluss, wenn die Autorin die Handlungsstränge geschickt zusammenlaufen lässt.

Zum Ende hin wird das Tempo noch einmal ordentlich angezogen und die Sogwirkung verstärkt sich, es wird ergreifend und nervenaufreibend und gipfelt schließlich in einem aufregenden fulminanten Showdown. Man würde am liebsten sofort zum nächsten Band greifen und weiterlesen. Leider heißt es da aber noch ein Weilchen hibbeln und warten. Der finale Teil wird nämlich voraussichtlich erst im Frühjahr 2024 erscheinen.

Fazit: Mit dem zweiten Band ihrer Dark-Sigils-Trilogie beweist die deutsche Autorin Anna Benning erneut, was für ein großes Schreibtalent in ihr steckt und toppt noch einmal alles. „Dark Sigils – Wie die Dunkelheit befiehlt“ ist eine spannungs- und actiongeladene Fortsetzung voller Überraschungsmomente, genialer Plot-Twists und Magie; eine Story, die einen gefangen nimmt und von Anfang bis Ende in Atem hält. Fesselnd, emotional, unvorhersehbar. Ein absoluter Pageturner mit Suchtgarantie und Urban-Fantasy vom Feinsten. Für mich hat sich auch dieser Band als ein echtes Lesehighlight entpuppt, mir hat er sogar noch besser gefallen als der Vorgänger. Ich habe das Buch verschlungen und fiebere dem Finale nun ganz sehnsüchtig entgegen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 26.06.2023

Ein riesiger (Vor-) Lesespaß für Groß und Klein!

Sophie und der Riese
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Ich liebe die Bücher von Roald Dahl und bin zurzeit eifrig dabei, mir die neu übersetzen Ausgaben aus dem Penguin Junior Verlag zuzulegen. So musste ich natürlich auch „Sophie und der Riese“ unbedingt ...

Ich liebe die Bücher von Roald Dahl und bin zurzeit eifrig dabei, mir die neu übersetzen Ausgaben aus dem Penguin Junior Verlag zuzulegen. So musste ich natürlich auch „Sophie und der Riese“ unbedingt in meine Sammlung einziehen lassen.

Es ist Geisterstunde und während alle anderen Kinder im Schlafsaal des Waisenhauses schon seit Stunden friedlich schlafen, ist Sophie immer noch wach. Ob es vielleicht am Mond liegt, der so hell durch den Spalt des Vorhangs ins Zimmer scheint? Als Sophie zum Fenster schleicht, um die Gardinen zuzuziehen, entdeckt sie beim Hinausspähen eine große Gestalt auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Eine wirklich SEHR große, RIESENgroße Gestalt! Zitternd vor Angst versteckt sich das Mädchen unter der Bettdecke, aber es ist bereits zu spät. Die Gestalt hat gemerkt, dass Sophie sie entdeckt hat und raubt sie aus ihrem Bett. Ehe es sich Sophie versieht, befindet sie sich im Riesenland. Oje. Bestimmt wird sie jetzt verspeist. Ihr Entführer muss ein Riese sein und jeder weiß, dass diese Menschenfleisch über alles lieben. Doch Sophie hat Glück. Sie wurde von dem einzig guten Riesen im Riesenland entführt, der „Baumlange Freundliche GuRie“ oder kurz BFG. Im Gegensatz zu den anderen Riesen macht der BFG keine Jagd auf Menschen und würde sie auch niemals fressen. Er ernährt sich von scheußlichen Rozzgurken und pustet Kindern mit einer Trompete schöne Träume in die Schlafzimmer. Sophie wohnt fortan beim BFG. Als sie erfährt, dass jede Nacht Menschen auf der ganzen Welt in den Mägen der anderen Riesen landen, ist sie entsetzt. Das muss unbedingt ein Ende haben! Was können Sophie und der BFG nur dagegen tun? Ob ihnen vielleicht jemand dabei helfen kann? Zusammen schmieden die beiden einen Plan, um die bösen Riesen aufzuhalten.

Obwohl ich so ein großer Fan von Roald Dahl bin, muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich die Story von „Sophie und der Riese“ bislang nicht kannte. Mit der Neuauflage aus dem Penguin Junior Verlag habe ich sie nun aber endlich kennenlernen dürfen und wie nicht anders zu erwarten, hat mich auch dieses Werk aus der Feder des britischen Autors nicht enttäuscht.
Für mich war „Sophie und der Riese“ einfach ein echtes Roald Dahl-Buch, was heißt: Ein warmherziges, fesselndes und überaus witziges Abenteuer, welches vor Fantasie nur so sprüht und manchmal ziemlich verrückt und ein bisschen gruselig ist, das zugleich aber auch berührt und wertvolle Botschaften vermittelt. Ein zeitloser Klassiker, der Groß und Klein begeistert und für ein köstliches (Vor-) Leseerlebnis sorgt.

Was zunächst recht schaurig beginnt, entpuppt sich sehr bald als eine ganz besondere Freundschaftsgeschichte zwischen einem mutigen jungen Waisenmädchen und dem einzig guten und kleinsten Riesen im Riesenland. BFG, wie der Name von Sophies Entführer lautet, ist überhaupt nicht so wie es erst den Anschein hat. Wie Sophie so erkennt man auch als Leserin schnell, was für ein lieber Kerl der BFG ist. Man muss diesen freundlichen und kunterbunt daherredenden Riesen mit seinen ungewöhnlich großen Ohren einfach gernhaben, genauso wie Sophie, die sich mit ihrer charmanten und piffigen Art sofort in das Leserherz schleicht. Das liebevolle und unterhaltsame Zusammenspiel der beiden ist großartig, vor allem ihre Dialoge sind dank des Wortsalats des BFG das reinste Vergnügen.

Da Riesen keine Schule besuchen, hat der BFG nie gelernt, richtig zu sprechen und zu schreiben, sodass er sich seine eigenen Wörter kreiert hat. Trotz seines Kauderwelschs versteht man ihn aber irgendwie immer und amüsiert sich einfach nur prächtig über seine Sätze, die beispielsweise so lauten:

„Jeder Einzelige, bis auf mich. Drum würz dir auch schlibberschlabber koppeistergescheißert an den Kragen gehn, wenn dich einer von ihnen vor die Glupscher kriecht. Du würdst verschlingelt wie ein Hugelgupf, in ein Happs!“ (S. 38)

Hier auch mal ein großes Lob an den Übersetzer Ebi Naumann, der den Text mit seinen zahlreichen Sprachspielen so grandios ins Deutsche übertragen hat. Für diese ganzen Wortneuschöpfungen passende deutsche Wörter zu finden, stelle ich mir ganz schön knifflig vor. Eine ziemliche Herausforderung erwartet einen allerdings auch als Vorleser
in. Dieses Buch vorzulesen, ohne sich dabei die Zunge zu verknoten, ist gar nicht so leicht. Gleichzeitig macht es aber auch einen Riesenspaß.

„Sophie und der Riese“ wäre jedoch kein richtiger Dahl, wenn es stellenweise nicht auch ein wenig brutal und makaber zugehen würde. Aber keine Sorge, das Ganze bleibt stets kindgerecht und wird niemals zu heftig. Ein bisschen gruseln und ekeln tut man sich zwar manchmal schon, aber fürchten wird sich hier bestimmt niemand. Die Altersangabe vonseiten des Verlags halte ich für durchaus angemessen. Kindern ab 8 Jahren wird es garantiert sehr viel Freude bereiten, Sophie und den BFG auf ihrem Abenteuer zu begleiten, bei dem unter anderem eine Horde menschenfressender Riesen und die Queen wichtige Rollen spielen werden. Was genau die beiden aber alles erleben werden, werde ich hier nicht verraten, das gilt es schon selbst herauszufinden.

Illustriert wurde „Sophie und der Riese“ von niemand geringerem als Quentin Blake, dem Lieblingsillustrator des britischen Autors. Blakes unverwechselbarer humorvoller Zeichenstil passt mal wieder absolut perfekt zu Roald Dahls Text. Seine vielen farbenfrohen Bilder unterstreichen den Witz der Handlung und machen das Buch zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Fazit: „Sophie und der Riese“ ist eine lustige, fantasievolle und spannende Freundschaftsgeschichte voller Herz und Sprachwitz, gewürzt mit einer guten Portion schwarzem Humor - kongenial von Ebi Naumann übersetzt und ebenso kongenial von Quentin Blake illustriert. Ein wunderbarer Kinderbuchklassiker zum Schmunzeln, Lachen und Gruseln. Einfach ein typischer Roald Dahl und ein herrlicher Lausch- und Lesegenuss für Jung und Alt. Ich kann „Sophie und der Riese“ nur empfehlen, ich habe auch dieses Werk von Roald Dahl mit großer Begeisterung verschlingelt, äh, verschlungen. Von mir gibt es daher sehr gerne 5 von 5 Sternen!

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