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Viola

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.08.2023

Schönes Buch, das alles hat, was es braucht

Der Duft der Pfirsichblüte
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Dieses Buch habe ich wirklich gerne gelesen. Schon von Anfang an hat mich die Geschichte gefangen genommen und es hat Spaß gemacht, immer weiter zu lesen. Auch wenn das Verhältnis zwischen Mary und ihrer ...

Dieses Buch habe ich wirklich gerne gelesen. Schon von Anfang an hat mich die Geschichte gefangen genommen und es hat Spaß gemacht, immer weiter zu lesen. Auch wenn das Verhältnis zwischen Mary und ihrer Tochter Penelope nicht einfach ist, lieben sie einander dennoch. Durch eine gemeinsam Abtreibung werden sie zum Tode verurteilt und dann zur Deportation begnadigt. Nach langen Wochen auf einem Gefängnisschiff ist es dann soweit und sie müssen die gefährliche Reise nach Australien antreten. Monatelang werden sie wie Tiere oder noch schlechter behandelt und überleben eher durch Glück und auch in Sydney angekommen wird es nicht besser... Eine spannende Geschichte, deren Fortgang und Ende ich hier nicht beschreiben will. Lest das Buch selbst! :o)

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und sehr detailliert und anschaulich. Die Schilderungen sind plausibel und schlüssig und als Leser steigt man eigentlich sofort in die Geschichte ein. Zum Teil meint man sogar, den Dreck auf den Straßen Londons riechen und das allgegenwärtige Salz auf der Haut während der Reise spüren zu können. Die Geschichte, in der viele Menschen wie Sklaven behandelt wurden und sogenannte Verbrecher für die Gesellschaft wie tot waren, das Leben in Australien in seiner Wildheit, Gefährlichkeit und trotzdem auch Schönheit wird gut erzählt. Man meint fast eine Zeitreise zu erleben. Ein Lob an die Autorin! Mir ist erst am Ende aufgefallen, dass ich sie schon durch andere Bücher wie z.B. Freyas Töchter kenne. Irgendwann kam mir der Name dann doch bekannt vor.

Mir ist aufgefallen, dass die Zusammenfassung einen Fehler enthält. Die Adelige Rose stirbt bei der Abtreibung nicht! Sie kommt sogar später einmal auf das Gefängnisschiff... Sowas regt mich immer auf. Weil ich mich frage, ob weder der Autor noch der Lektor Interesse an einer korrekten Darstellung haben. Wobei es in diesem Fall noch nicht so ganz dramatisch ist.

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Veröffentlicht am 25.08.2023

Ein Buch wie ein Freund

Fast wie neu
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Das Buch war für mich wie ein guter Freund. Ich habe gerne mit ihm Zeit verbracht und habe mich immer gefreut, wenn ich Zeit hatte, es weiter zu lesen. Besonders gut haben mir auch die Zitat zum Entrümpeln ...

Das Buch war für mich wie ein guter Freund. Ich habe gerne mit ihm Zeit verbracht und habe mich immer gefreut, wenn ich Zeit hatte, es weiter zu lesen. Besonders gut haben mir auch die Zitat zum Entrümpeln gefallen, die manche Kapitel überschrieben haben. Ich freue mich auf das nächste Buch von Jill Smolinski. Ihre Bücher sind immer ein Genuss.

An diesem Buch hat mir eigentlich alles gefallen, es war rundum gut. Ein typischer Frauenroman, der alles hat, was er braucht. Die Hauptperson Lucy ist chaotisch, manchmal auch verzweifelt und verrückt, aber immer sympatisch und liebenswert. Für ihr wichtige Menschen tut sie alles und merkt erst am Ende, dass sie auch einmal was für sich tun muss. Sie hat aus der Not eine Tugend gemacht, all ihren Besitz veräußert und will nun anderen helfen, ihr Haus und ihr Leben ebenfalls zu entrümpeln. Das macht sie mit jeder Menge Charme und Witz. Ein schönes Buch, das graue Januarabende bunt macht.

Veröffentlicht am 01.08.2023

Ziemlich beeindruckend

Fürchte das Böse
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Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich die Kurzbeschreibung so interessant fand. Ich mag es nicht so gerne, in Reihen einzusteigen, wenn es schon Teil 4 oder mehr ist. Hier aber habe ich eine ...

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich die Kurzbeschreibung so interessant fand. Ich mag es nicht so gerne, in Reihen einzusteigen, wenn es schon Teil 4 oder mehr ist. Hier aber habe ich eine Ausnahme gemacht, weil mich der Plot so neugierig gemacht hat. Holly Wakefield ist eine absolut spannende Figur, vor allem jetzt, wo ich das Ende kenne, umso mehr.

Schon vom ersten Moment an ist das Buch spannend und packend – der Mörder erscheint sehr schnell und der Leser ist mittendrin. Kein langes Gerede oder Geschreibe, keine platten Beschreibungen oder Erläuterung, bäm und es geht los. Das sorgt für eine ziemliche Dynamik und ein flottes Tempo, das sich so durch das ganze Buch zieht. Manchmal hat man das Gefühl, mal stehen bleiben und durchatmen zu müssen. Und man würde auch Holly und ihrem Mitstreiter Bishop mal eine Pause gönnen. Der Killer aber tut dies nicht und gerade die Passagen, in denen es um ihn, seine Gedanken und Taten geht, sind ziemlich erschreckend und fesselnd. Einem Serienmörder in den Kopf zu schauen, das ist grausig. Umso mehr kann man mit Holly mitfühlen, die das alles am eigenen Leib erleben und erfahren muss.

Auch wenn man die Vorgängerbücher nicht kennt, wird man hier bestens unterhalten und ich hatte nicht das Gefühl, dass mir eine entscheidende Information gefehlt hätte.

Schade fand ich, dass die Sprecherin teilweise einfach nur übertrieben hat, z. B. beim piepsigen Sprechen von Frauenstimmen oder wenn es um Akzente geht, andererseits wirkte sie bisweilen so, als wäre sie gerne woanders und nicht im Sprecherstudio. Leider nicht mein Fall, zum Glück war die Geschichte spannend genug, dass ich trotzdem weiterhören wollte.

Veröffentlicht am 27.07.2023

Viel Lokalkolorit

Späte Rache im Luberon
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Nachdem ich damals voller Begeisterung das Vorgängerbuch "Die Toten vom Mont Ventoux" gelesen habe und Capitaine Malbec als Hauptfigur auch sehr mochte, war ich natürlich umso gespannter, wie es jetzt ...

Nachdem ich damals voller Begeisterung das Vorgängerbuch "Die Toten vom Mont Ventoux" gelesen habe und Capitaine Malbec als Hauptfigur auch sehr mochte, war ich natürlich umso gespannter, wie es jetzt weitergeht. Voller Vorfreude bin ich ins Buch gestartet und leider muss ich sagen, dass mir am Ende irgendwas gefehlt hat. Es war nicht mehr ganz so spritzig und spannend, es zog sich ein bisschen und auch der gute Capitaine Malbec konnte mich nicht mehr so überzeugen.

Die Geschichte als solche ist spannend und auch gut erzählt. Es gibt viele Verdächtige, die erst nach und nach ausgeschlossen werden können, sodass die Spannung erhalten bleibt. Auch die Location mitten in den Bergen, in der Einsamkeit des Luberon hat mir gut gefallen. Ein interessantes Setting, das ganz eigene Probleme aufwirft und besondere Dinge möglich oder eben auch unmöglich macht.

Der Titel sagt in meinem Augen schon zuviel, er verrät eigentlich schon die Lösung und das fand ich schade. Ohne diesen Titel wäre ich nicht mal in die Richtung der Lösung gekommen, so hatte ich schon länger so eine Ahnung.

Viel mehr gestört haben mich aber ein paar Aussagen und auch das verhalten von Capitaine Malbec. Er hat eine Freundin, die er aufgrund seiner Ermittlungen versetzen muss. Statt ihr aber vernünftig abzusagen und sich mit ihr auszusprechen, meldet er sich kaum bei ihr, verschiebt es immer wieder, ihr wenigstens eine Nachricht zu schreiben, und flirtet dann ungeniert mit einer anderen Frau. Das hat ihn für mich nicht gerade sympathischer gemacht, was sehr schade ist, weil ich ihn im Vorgängerbuch so mochte.

Und dann habe ich mich wirklich gefragt, ob es 2023 oder 2022, als das Buch erschienen ist, wirklich noch zeitgemäß ist, dass man schreibt, dass ein Mann sein Bett selbst beziehen kann, weil er es gewohnt ist, alleine zu leben. Sorry, aber auch in Partnerschaften wäre es schön, wenn Männer ihre Betten selbst beziehen ...

Leider hat das meinen Lesegenuss doch etwas beeinträchtigt und ich muss einen Punkt abziehen. Dennoch würde ich gerne eine Fortsetzung lesen - in der Hoffnung, dass Capitaine Malbec dann nicht nur seine dienstlichen Rätsel so gut löst, sondern auch privat etwas besonnener und ehrlicher agiert.

Gut gefallen hat mir das Lokalkolorit, das immer wieder gekonnt in Szene gesetzt wird. Das Flair macht Lust auf Urlaub, Lust auf das Buch und Frankreich.

Veröffentlicht am 29.06.2023

Viel Flair

Südlich von Porto lauert der Tod
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Da ich Portugal sehr mag und seit einem Urlaub vor vielen Jahren immer wieder gerne zurückkehren würde, hat mich dieser Krimi sehr neugierig gemacht. Krimis und Thriller sind meine Leidenschaft, wenn sie ...

Da ich Portugal sehr mag und seit einem Urlaub vor vielen Jahren immer wieder gerne zurückkehren würde, hat mich dieser Krimi sehr neugierig gemacht. Krimis und Thriller sind meine Leidenschaft, wenn sie dann auch noch Urlaubsflair verbreiten, ist das wie eine kleine Reise, ein kurzer Urlaub.

Bei diesem Buch ist man ganz schnell in Stimmung, schon von den ersten Seiten an ist man mittendrin und vor Ort in Portugal. Direkt am Meer, wie kann es besser sein?
Nachdem die Hauptfigur und ihre Familie kurz vorgestellt werden, geht es auch schon direkt los mit dem mysteriösen Todesfall. Warum verschwindet die Leiche der toten Frau und wie kann Ria helfen, die eigentlich nicht wieder ermitteln wollte?

Das Buch ist spannend und voller Flair, Lokalkolorit ist hier ganz wesentlich. Immer so dezent und doch zugleich präsent eingeflochten, dass es ganz natürlich wirkt und Spaß macht. An vielen Stellen habe ich Hunger bekommen und wäre auch zu gerne in die kleine Bäckerei gegangen oder hätte die portugisischen Tapas probiert.

Gut gefallen hat mir die Verwebung von Kriminalfall, Lokalkolorit und Familiengeschichte. Ein gelungener Erstling, von dem ich mir gut eine Serie vorstellen könnte!