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Veröffentlicht am 13.10.2024

Der weihnachtliche Funke sprang trotz Wunder nicht richtig über

Weihnachten in der Rosenholzvilla
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Wir reisen wieder mit Tabea Bach ins herrliche, winterliche Tessin. Diesmal ist Weihnachtsstimmung angesagt. Leider spielt das Wetter so gar nicht mit, seit Tagen regnet es in Strömen. Noch vor den Feiertagen ...

Wir reisen wieder mit Tabea Bach ins herrliche, winterliche Tessin. Diesmal ist Weihnachtsstimmung angesagt. Leider spielt das Wetter so gar nicht mit, seit Tagen regnet es in Strömen. Noch vor den Feiertagen begrüßt Elisa den ersten Gast in der zum Erholungsheim für internationale Musikerinnen umgebauten Rosenholzvilla. Es ist ausgerechnet ihr einstiger Konkurrent Adrien Dufois, der überraschend vor ihr steht. Trotz all der Aufregung plant Elisa eine große Weihnachtsfeier für Familie und Freunde. Um die Stimmung zu heben, fahren Elisa und Danilo mit Mimi in ein kleines Bergdorf zu einer Wahlfahrtskapelle. Doch der Ausflug läuft anders als erwartet ...

Der Schreibstil von Tabea Bach ist wie gewohnt fließend und bildhaft. Man ist als Leser
in sofort wieder vor Ort und kann sich gut in die Charaktere hineinversetzen. Sie sind authentisch und nahbar. Selbst Adrien öffnet sich und erzeugt Sympathien. Mimi mit ihrer aufgeweckten, lebhaften Art ist ein Sonnenschein. Elisa hat ein großes Herz, wie immer möchte sie es allen und jedem recht machen. Mehr lesen möchte ich gern über Elisas Eltern, Anna und Sven. Zur Freude aller steht mit dem Weihnachtsfest auch ein Überraschungsgast vor der Tür.

Da der Klimawandel auch vor dem Tessin nicht halt macht, hat Tabea Bach dramatisch Fiktion und Realität vereint und hat dessen Folgen in die Geschichte involviert. Wie gut, dass es manchmal Wunder gibt!

Tabea Bach nimmt uns in ihren Romanen nicht nur mit zu den schönsten Orten Europas, sie verbindet damit auch immer ein spannendes, interessantes Thema - wie hier den Bau der Campanulas - und bringt uns die Gepflogenheiten der jeweiligen Gegend nahe. Eine schöne, gefühlvolle Geschichte, bei der der weihnachtliche Funke aber trotz Plätzchen backen, Glockengeläut und liebevoll gestaltetem Cover nicht so ganz überspringen wollte. Teilweise wirkte es so, als sollte unbedingt ein Weihnachtsband erscheinen, der dann schnell konstruiert wurde. Ein Buch zwar nicht nur für Weihnachtsfans, dafür aber zum Liebhaberpreis, denn nach nur 144 Seiten folgt nur noch die Leseprobe zu Band 3 der Saga. 3,5 Sterne

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  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 15.09.2024

Unterhaltsame, vorhersehbare Story

Wacholderglück
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Durch ein schlimmes Kindheitserlebnis hält Daisy es an keinem Ort der Welt lange aus. Erst als ihr Großonkel Reg verstirbt und ihr ein historisches Bahnhofsgebäude hinterlässt, kehrt sie nach Ottercombe ...

Durch ein schlimmes Kindheitserlebnis hält Daisy es an keinem Ort der Welt lange aus. Erst als ihr Großonkel Reg verstirbt und ihr ein historisches Bahnhofsgebäude hinterlässt, kehrt sie nach Ottercombe Bay zurück. Um das Erbe antreten zu können, müsste Daisy jedoch ein Jahr lang in Ottercombe Bay sesshaft werden. Kann die unstete Daisy diese Bedingung erfüllen?

Bücher von Bella Osborne kannte ich bisher nicht. Eigentlich hat mich das schöne, idyllische Cover angesprochen. Die Geschichte, bei der es um Vertrauen, Freundschaft und Liebe geht, hat mich gut unterhalten, obwohl das Ende vorhersehbar war. Der Schreibstil ist flüssig und lebendig. Was soll Daisy mit einem alten, renovierungsbedürftigen Bahnhof anfangen? doch Onkel Reginald hat sich was dabei gedacht, das Erbe an eine Bedingung zu knüpfen. So ist Daisy quasi gezwungen, über ihre Zukunft nachzudenken und dich der Vergangenheit zu stellen, um den Tod ihrer Mutter aufzuarbeiten. Manchmal muss man eben zu seinem Glück gezwungen werden. Ihre alten Freunde Tamsyn, Max und Jason sowie Tante Coral unterstützen sie dabei nach Kräften.

Dass es auch Turbulenzen und unerwartete Verwicklungen gibt, besonders durch Max' Vater Pasco und Corals Hund Bugsy, lockert die Geschichte auf. Insgesamt sind die Charaktere gut gezeichnet, man kann sie mögen. Der titelgebende Wacholder ist mir aber, außer im Gin, etwas zu kurz gekommen. Das ist mir 3,5 Sterne wert!

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Veröffentlicht am 30.06.2023

Türkisch kochen mit Gelinggarantie

Meine Süperküche
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Das kompakte Kochbuch mit türkischen Rezepten hat knapp 200 Seiten, auf denen die vom TV bekannte Meltem Kaptan 60 Familienrezepte alltagstauglich präsentiert. Nach einem Vorwort folgen die Sparten Vorspeisen, ...

Das kompakte Kochbuch mit türkischen Rezepten hat knapp 200 Seiten, auf denen die vom TV bekannte Meltem Kaptan 60 Familienrezepte alltagstauglich präsentiert. Nach einem Vorwort folgen die Sparten Vorspeisen, Suppen und Eintöpfe, Hauptgerichte, Nachspeisen und die Register. Jedes Rezept ist - auch mit türkischem Namen - doppelseitig mit Zutaten, Anleitung und großem Foto dargestellt. Teilweise werden auch die Zubereitungsschritte abgebildet. Piktogramme zeigen die Einordnung nach vegan, vegetarisch und glutenfrei. Natürlich kommen auch Fleischliebhaber voll auf ihre Kosten. Zubereitungstipps von Mama Melek erleichtern das Kochen.

Einige Fotos von Meltem (der Hund hätte nicht sein müssen) und Mama Melek lockern den Rezeptband auf. Da ich bisher - außer mal einem "Döner Kebap" - wenige Berührungspunkte mit der türkischen Küche hatte, wollte ich mich durch dieses Buch inspirieren lassen. Ich wurde nicht enttäuscht. Die meisten Gerichte sind zwar sehr knoblauchlastig, was ich nicht so gerne mag, aber leicht und gelingsicher nachkochbar. Die Zutaten sollten in jedem gut sortierten Supermarkt zu erhalten sein.

Mir haben es besonders die vorgestellten Süßspeisen angetan, durchweg ein Gedicht. Wer gerne mal über seinen Tellerrand schauen und Neues ausprobieren möchte, ist mit diesem Kochbuch bestens bedient. 4 Sterne

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Veröffentlicht am 28.10.2022

Auszeit in Schottland

Wie ein Stern in dunkler Nacht
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Nach einer heimlichen Abtreibung und zwei späteren Fehlgeburten braucht die junge Ärztin Christiane dringend eine Auszeit. Ohne sich mit ihrem Partner Steffen auszusprechen, beantragt sie im Krankenhaus ...

Nach einer heimlichen Abtreibung und zwei späteren Fehlgeburten braucht die junge Ärztin Christiane dringend eine Auszeit. Ohne sich mit ihrem Partner Steffen auszusprechen, beantragt sie im Krankenhaus ein Sabbatjahr und fliegt kurzfristig nach Hannover nach Schottland. In der Ortschaft Tobermory übernimmt sie für 9 Monate die Praxisvertretung für ihre Studienkollegin Melina, die für "Ärzte ohne Grenzen" nach Afrika reist. Noch begegnen ihr die Bewohner etwas reserviert. Sowohl im Pub als auch in der Praxis trifft Christiane auf den introvertierten Pferdewirt Aidan, zu dem sie sich sofort hingezogen fühlt. Sie spürt, dass auch er einen Schicksalsschlag zu verarbeiten hat.

Die Autorin Violet Thomas/Ann-Kathrin Karschnik war mir bis dato nicht bekannt. Das blaue Cover mit dem Blumenkranz war sehr ansprechend, könnte aber für viele andere Bücher auch passen. Das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen, aber die Zeitsprünge sind irritierend. Durch die bildhafte Beschreibung erfährt man einiges über die schottische Lebensweise, die Bevölkerung und die idyllische Umgebung. Hat man zu Anfang der Story noch viel Mitgefühl und Sympathie mit der Protagonistin Christiane, lässt diese im Laufe der Geschichte etwas nach, da man ihr Verhalten öfter nicht nachvollziehen kann. Auch das Ende befriedigt mich nicht wirklich, sondern lässt mich nachdenklich zurück. Die Erwartung hier einen romantischen Wohlfühlroman serviert zu bekommen, wird nicht gänzlich erfüllt, daher vergebe ich 3,5 von 5 Punkten.

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Veröffentlicht am 31.10.2023

Urlaub, Sonne, Meer, Liebe und eine Mission in Portugal

Am Horizont wartet die Sonne
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Autorin Katrin befindet sich in einer Lebenskrise. Nach einer Affäre hat ihr Mann sie verlassen und ihr fehlen Ideen für ihr neues Buch. Beim Abholen ihrer Cousine Julia findet sie am Hamburger Flughafen ...

Autorin Katrin befindet sich in einer Lebenskrise. Nach einer Affäre hat ihr Mann sie verlassen und ihr fehlen Ideen für ihr neues Buch. Beim Abholen ihrer Cousine Julia findet sie am Hamburger Flughafen einen Brief, der von ihrer Bulldogge Murmel zerfleddert wurde. Sie kann die Adresse nur noch bruchstückhaft lesen. Er ist an einen Filipe in Marial, Portugal gerichtet. Für Katrin ein Wink des Schicksals, der ihr keine Ruhe lässt. Kurzentschlossen bucht sie einen Flug für Julia und sich, um den Adressaten zu suchen und den Brief zu übergeben. Sie finden sich auf der idyllischen Halbinsel Marial am Atlantischen Ozean wieder, mitten in einem Surferparadies.

Das neue Buch von Meike Werkmeister erzeugt Urlaubsgefühle beim Leser. Sommer, Sonne, Meer und die Leichtigkeit des Seins beflügeln das Fernweh. Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft, die Beschreibungen von Land und Leuten anschaulich. Mit den Charakteren von Katrin und Julia kann ich mich jedoch nicht so gut anfreunden. Wie kann ich überstürzt und unüberlegt in ein fremdes Land reisen, ohne Sprachkenntnisse, mich in die Angelegenheiten und Familiengeheimnisse fremder Leute einmischen, auf Unbekannte einlassen, die Liebe meines Lebens kennenlernen und das alles in vierzehn Tagen. Immerhin sind Katrin und Julia 36 und 41 Jahre alt. Außerdem mag ich nicht, wenn Hunde so sehr vermenschlicht werden oder als Kindersatz herhalten müssen.

Die Geschichte liest sich zwar gut und flott, geht meiner Meinung nach aber zu sehr an der Realität vorbei. Trotzdem eine annehmbare Lektüre für ein paar unterhaltsame Stunden. Dafür gebe ich 3 Sterne.

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