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Veröffentlicht am 22.01.2025

Alle Bälle in der Luft

Mit dem Mut zur Liebe
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Als kleiner Junge hat Dieto die vernichtende Bombardierung von Dresden überlebt und nach dem Krieg Hunger und Not bei klirrender Kälte. Doch seine Familie hat, wie ein Wunder überlebt und in den folgenden ...

Als kleiner Junge hat Dieto die vernichtende Bombardierung von Dresden überlebt und nach dem Krieg Hunger und Not bei klirrender Kälte. Doch seine Familie hat, wie ein Wunder überlebt und in den folgenden Jahren immer zusammengehalten. Mit 12 Jahren sieht er die zwei Jahre ältere Johanna bei einem Auftritt mit ihrer Artistenfamilie. Sofort verliebt er sich unsterblich in Johanna. Um ihr nahe zu sein trainiert er ohne Unterlass und schafft es tatsächlich in seinen jungen Jahren Johannas Vater von sich zu überzeugen. Jahre später darf er als Artist in der DDR auftreten und die kommunistischen Bruderländer bereisen. Doch das reicht Dieto nicht. Er möchte mit seiner Johanna in Freiheit leben. Doch dafür kommt für sie nur die Flucht aus der DDR in Frage. Auf spektakuläre Art und Weise starten die beiden in ein neues traumhaftes Leben.
Ich mag die Romane nach wahren Begebenheiten von Hera Lind sehr gerne. Oft sind die Geschichten kaum auszuhalten. Unfassbare Schicksale werden in ihren Büchern geschildert. Diese Geschichte hier ist doch etwas anders geartet. Hier träumten zwei Menschen von einem besseren, freien Leben. Ihre Fluchtgeschichte ist einzigartig und hat mich doch einige Nerven gekostet. Die Geschichte ist spannend geschrieben, ohne Frage für mich ein Pageturner. Es ist wirklich unglaublich, was Menschen schaffen können, wenn sie einen nicht zu bändigenden Willen haben. Tief beeindruckend und inspirierend.

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Veröffentlicht am 16.12.2024

Wie die Mauer trennte

Damals waren wir frei
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Auf zwei Zeitebenen erleben wir eine Liebe getrennt durch die Mauer. In den 60er Jahren lernt Elly aus Ost-Berlin Uli kennen und verliebt sich unsterblich in ihn. Doch sie ist nicht frei, sondern verheiratet ...

Auf zwei Zeitebenen erleben wir eine Liebe getrennt durch die Mauer. In den 60er Jahren lernt Elly aus Ost-Berlin Uli kennen und verliebt sich unsterblich in ihn. Doch sie ist nicht frei, sondern verheiratet und hat bereits ein Kind. 20 Jahre später lernt die junge Mina den Westberliner Medizinstudenten Jan, im Tanzclub ihrer Familie in Prenzlauer Berg, kennen. Auch hier beginnt eine Liebe die schnell kompliziert wird, da die Mauer die beiden trennt. Für den Leser ist klar, wir befinden und gerade im Jahr 1988 und der Spuk wird bald vorbei sein. Doch das wissen die Protagonisten nicht und so ist ihre Verzweiflung und das Gefühl des Eingesperrt seins sehr präsent und von der Autorin auch gut beschrieben. Neben der erzählten Familiengeschichte erleben wir auch die bekannte Historie vor und um den Mauerfall. Die Ereignisse des Mauerfalls sind sehr berührend und treffend erzählt und haben mir die Tränen in die Augen getrieben. Insgesamt hatte das Buch für mich ein paar kleine Schwächen, der schöne und berührende Schreibstil hat mir jedoch sehr gut gefallen. Die Autorin hat genau den Nerv dieser Zeit getroffen und eine Liebesgeschichte erzählt, ohne kitschig zu werden. Und besonders fand ich die sehr liebenswert dargestellten Charaktere. Das Setting des Tanzclubs war genau das richtige für diese Story. Wirklich eine tolle Geschichte einer Liebe über die Grenzen hinweg. Bewegend und mit viel Liebe und Tempo erzählt.

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Veröffentlicht am 11.11.2024

Wer zuletzt lacht...

Über die Heiterkeit in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wichtig uns der Ernst des Lebens sein sollte
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Ist es legitim Witze zu machen und zu lachen, während die Welt um und vielleicht auch in uns vor Krieg, Krankheit und Gefahren nur so brummt? Mit dieser Frage beschäftigt sich Axel Hacke in diesem Buch. ...

Ist es legitim Witze zu machen und zu lachen, während die Welt um und vielleicht auch in uns vor Krieg, Krankheit und Gefahren nur so brummt? Mit dieser Frage beschäftigt sich Axel Hacke in diesem Buch. Mein erster Impuls war auch, dass es ja schlimm wäre, wenn wir nun nicht mehr fröhlich sein dürften. Aber wie behält man seine Heiterkeit, wenn einen die schwierigen Zeiten selbst betreffen oder jemandem der einem sehr nahesteht. Der Autor erzählt von einem sehr guten Freund, der an einer schweren Krankheit litt und auch an ihr starb. Dies sind sehr persönliche Momente, die jedoch auch aufzeigen, wie wichtig Humor und Lachen auch in schweren Zeiten sein kann. Das sich Angst besser aushalten lässt, wenn man ihr durch Heiterkeit in manchen Momenten den Schrecken nehmen kann. Dies sehen nicht alle Menschen so, wie Axel Hacke uns in Anekdoten berichtet. So gibt es eben auch unangebrachte Heiterkeit wie der Lachanfall von Armin Laschet beim Besuch des Überflutungsgebietes, der ihn wohl so manchen Wähler gekostet haben dürfte. Mich hat dieses Buch erheitert, aber auch nachdenklich gemacht. Ich fand es gut mich mit diesem Thema zu beschäftigen, auch wenn ich glaube, dass ohne Frage, der vollständige Verlust der Heiterkeit das Ende der Menschheit wäre.

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Veröffentlicht am 09.07.2023

Den bock zum Gärtner machen

Elbe Hafen Bulle
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Eigentlich könnte Gerd endlich seinen Ruhestand genießen, doch er kann einfach nicht aus seiner Haut. Einmal Bulle immer Bulle. Und da wird aus einer ehrenamtlichen Tätigkeit am Hafen doch mal schnell ...

Eigentlich könnte Gerd endlich seinen Ruhestand genießen, doch er kann einfach nicht aus seiner Haut. Einmal Bulle immer Bulle. Und da wird aus einer ehrenamtlichen Tätigkeit am Hafen doch mal schnell eine Ermittlung im Rauschgiftmilieu. Seine ehemaligen Kollegen nehmen ihm seine Einmischung jedoch nicht krumm. Ganz im Gegenteil, sie haben auch gleich Lunte gerochen und die Fährte aufgenommen. Gerds Frau ist jedoch wenig begeistert von seinem Tatendrang. Wollte sie sich doch zusammen mit Gerd um die kleine Emilia kümmern, dessen Vater im Gefängnis sitzt. Doch auch sie muss feststellen, Gerd kann einfach nicht anders. Besonders gut hat mir in diesem Kriminalroman gefallen, dass er ohne Leiche auskommt. Das hier ein Insider am Werk war kann man deutlich spüren. Wohl durchdachte Polizeieinsätze, passendes Vokabular und trotz allem nicht langweilig. Zwischenzeitlich hatte ich doch das Gefühl wie eine Praktikantin mit der Polizei zusammen auf Verbrecherjagd zu sein. Sehr gut hat mir auch das Setting gefallen. Hamburg ist einfach eine tolle Stadt. Ich war vor kurzer Zeit das erste Mal dort und ganz begeistert. Umso mehr habe ich mich gefreut die neu entdeckten Orte hier wiederzufinden. Was mir persönlich etwas gefehlt hat, war das Rätseln nach den Tätern, dass ich an Krimis so liebe. Dafür konnte ich interessante und liebenswerte Charaktere kennenlernen und würde mich sehr freuen noch weitere Fälle mit ihnen erleben zu dürfen.

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Veröffentlicht am 16.05.2023

Wenn der Morgen graut

Der Morgen (Art Mayer-Serie 1)
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Der Morgen beginnt mit einer Leiche. Und das mitten auf dem Großen Stern in Berlin. Es ist der erste Fall für die junge und ehrgeizige Kommissar-Anwärterin Nele Tschaikowski. Doch dann wird auf der entblößten ...

Der Morgen beginnt mit einer Leiche. Und das mitten auf dem Großen Stern in Berlin. Es ist der erste Fall für die junge und ehrgeizige Kommissar-Anwärterin Nele Tschaikowski. Doch dann wird auf der entblößten Frauenleiche die Adresse des Bundeskanzlers entdeckt, die dort mit Farbe auf ihren Bauch geschrieben steht. Eindeutig nichts für Anfänger. Und so wird der erfahrene Ermittler Artur Mayer hinzugezogen. Dem ist nicht ganz klar, wie es dazu kommt, denn eigentlich ist er bei der Polizeiführungsriege gerade in Ungnade gefallen. Für Spannung und Tempo sorgen die Perspektivwechsel. Neben dem winterlichen Berlin der Gegenwart wird uns auch eine Geschichte des sommerlichen Berlins der Vergangenheit erzählt. Hier steht eine Gruppe Jugendlicher im Fokus. Eine Clique und ein Junge der unbedingt dazugehören will. Schnell wird klar, dass es hier eine Verbindung gibt. Das Buch ist der Auftakt zur neuen Thrillerreihe von Marc Raabe. Nach der Babylon-Reihe war ich total gespannt auf das neue Buch. Die Figuren Nele und Artur gefallen mir sehr gut und scheinen sehr viel Potenzial für weitere Storys zu haben. Bis zur Mitte des Buches konnte ich kaum von Selbigem lassen, hab mitgerätselt und ermittelt. Für meinen Geschmack wurde es dann in der zweiten Hälfte etwas langsam und vollgepackt. Der Dramatik zum Ende hin tat das jedoch keinen Abbruch. Das Buch ist auf jeden Fall ein würdiger Babylon-Nachfolger.

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