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Veröffentlicht am 21.03.2018

Eine Geschichte, die unter die Haut geht.

Mädchen in Scherben
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Charlotte ist gerade erst 17 Jahre alt, doch ihr Leben ist ein reiner Scherbenhaufen, genauso wie sie selbst. Nachdem sie ihre beste Freundin verloren hat, ihr Zuhause aufgeben musste und ein kranken Leben ...

Charlotte ist gerade erst 17 Jahre alt, doch ihr Leben ist ein reiner Scherbenhaufen, genauso wie sie selbst. Nachdem sie ihre beste Freundin verloren hat, ihr Zuhause aufgeben musste und ein kranken Leben geführt hat, sucht sie immer mehr die Flucht und Kontrolle im Ritzen. Doch eines Tages geht es zu weit. Eines Tages gibt es fast kein zurück.
Als Charlotte in einer Psychiatrie langsam wieder auf die Beine kommt, ist es erst der Anfang. Denn der Weg der vor ihr liegt ist lang. Lang und verdammt schwer. Doch sie will nicht mehr das Mädchen in Scherben sein. Sie will kämpfen und leben.

Die amerikanische Autorin Kathleen Glasgow hat mit „Mädchen in Scherben“ ihren ersten Jugendroman verfasst. In diesem Werk lässt sie die junge Charlotte einen schweren Weg bestreiten und weckt durch ihre emotionalen Erlebnisse das Interesse des Lesers.

Charlotte ist die Hauptfigur und der Dreh- und Angelpunkt der Handlung. Aus ihrer Sicht werden die Geschehnisse beschrieben, die regelrecht unter die Haut gehen.
Gerade zu Beginn ist vom Leser einiges an Geduld gefordert, denn genauso verwirrend wie Charlottes Gedanken, wird die Erzählung auch beschrieben. Alles ist ein wenig konfus, die Ereignisse aus Vergangenheit und Gegenwart brechen über ihr zusammen und sie muss erst einmal alles realisieren und katalogisieren. Doch nach und nach wird es verständlicher und logischer.
Charlotte ist zerbrochen und setzt sich langsam wieder zusammen. Dazu ist aber ein sehr anstrengender Weg notwendig, der hier ideal und authentisch beschrieben worden ist.

Die Handlung selbst ist hierbei gar nicht so wichtig, vielmehr sind es die vielen Kleinigkeiten, die Charlotte erlebt, die von Bedeutung sind. Die kleinen Treffen mit ihren Mitmenschen, die Freundschaften, die sie aufbaut und ihre mutigen Entscheidungen, die sie zu der Person formen, die sie letztendlich sein will. Ihr Schicksal ist von großer Bedeutung und bildet den roten Faden der Handlung.

Autorin Kathleen Glasgow hat die Fähigkeit, eine komplexe Geschichte mit vielen traumatischen Ereignissen lebendig und glaubwürdig erscheinen zu lassen. Dazu verwendet sie eine moderne und passende Ausdrucksweise, die für eine aufrichtige Kulisse sorgt. Alles hat Hand und Fuß und wirkt sehr gut recherchiert. Der Leser spürt, dass sich die Schriftstellerin viele Gedanken gemacht hat um ihrer Protagonistin ein Gesicht zu verleihen.

Eine Geschichte, die unter die Haut geht.

Mein persönliches Fazit:
Das ist in jedem Fall ein Werk, das mich noch lange beschäftigen wird, denn die Erlebnisse der jungen Charlie haben mich richtig ergriffen. Dennoch muss ich dem Werk einen Punkt abziehen, denn es viel mir nicht besonders leicht, einen guten Bezug zu der Protagonistin aufzubauen. Es viel mir auch sehr schwer, in die Handlung hineinzufinden, bis ich endlich einen leichten Lesefluss aufbauen konnte. Das hat mich zu Beginn schon ein wenig gebremst. Doch nach und nach hat mich die Erzählung immer mehr gefesselt, weshalb ich es zum Schluss kaum noch aus der Hand legen konnte. Charlie ist ein interessanter Charakter, die gezeigt hat, wie stark ein Mensch tatsächlich sein kann.
Ich bin in jedem Fall schon gespannt, welche Ideen die Autorin als nächstes aus dem Hut zaubern wird. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 13.11.2017

Nicht perfekt, doch dafür sehr unterhaltsam.

Lover to go
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Dylan geht es echt beschissen. Gerade erst hat sein Freund mit ihm Schluss gemacht und ist verschwunden. Damit kommt er überhaupt nicht klar. Auch auf der Arbeit spüren seine Kollegen, dass etwas nicht ...

Dylan geht es echt beschissen. Gerade erst hat sein Freund mit ihm Schluss gemacht und ist verschwunden. Damit kommt er überhaupt nicht klar. Auch auf der Arbeit spüren seine Kollegen, dass etwas nicht stimmt. Dabei muss er im Coffeeshop konzentriert arbeiten, denn das Publikum möchte den besten Kaffee haben. Alles geht schief, bis sein Chef Jeremy ihn aus heiterem Himmel küsst und mit einem Mal ist alles anders...

Mit dem Werk „Lover to go“ erweckt die Autorin Caitlin Daray den jungen Dylan und den smarten Jeremy zum Leben.

Ganz im Mittelpunkt dieser Liebesgeschichte stehen Dylan und Jeremy, deren Romanze für den roten Faden in der Handlung sorgt.

Dylan ist ein netter, leicht naiver Mann, der erst eine Beziehung hinter sich hat. Bisher hat er sich immer auf seinen Freund Daniel verlassen, doch nachdem dieser ihn verlassen hat, bricht für ihn eine Welt zusammen. Dylan schwebt kurz vor einem Nervenzusammenbruch und nur Jeremy scheint in der Lage zu sein, ihm zu helfen. Jeremy ist Dylans Chef und ebenfalls ein Sympathieträger. Er hat sein Leben im Griff und weiß, was er will. Doch manchmal ist auch er etwas schüchtern, weshalb es etwas dauert, bis es schließlich zwischen ihm und Dylan funkt.

Die Handlung ist gut durchdacht und lebendig wiedergegeben worden. Es fällt leicht, sich auf die Erlebnisse einzulassen und die beiden jungen Männer ins Herz zu schließen. Doch leider gibt es auch ein kleines Manko. Diese Geschichte ist einfach viel zu langatmig erzählt. Jeder einzelne Protagonist bekommt hier Raum, sich zu präsentieren und manche Ideen sind einfach zu intensiv dargestellt, weshalb es dann langweilig und uninteressant wird. Was schade ist, denn die eigentliche Erzählung um die Lovestory ist mitreißend und aufregend.

Caitlin Daray hat einen lebendigen Schreibstil, der sich mit vielen Details beschäftigt. Dadurch wird die Atmosphäre authentisch und die Kulisse bildlich. Zusätzlich hat sie ein paar heiße Erotikszenen eingefügt, die für leidenschaftliche Momente sorgen.

Nicht perfekt, doch dafür sehr unterhaltsam.

Mein persönliches Fazit:
Nun gut, ich kann dem Werk leider nicht die volle Punktzahl vergeben, dafür ist mir das Buch einfach viel zu langatmig erschienen. Natürlich benötigt eine Geschichte Raum und Platz, doch hier wurde gleich ein ganzes Schloss kreiert. Die Charaktere sind mir sofort ans Herz gewachsen und ich habe mit den beiden mitgelitten und gefiebert, weshalb ich mich auch durch die gesamte Geschichte gelesen habe. Doch alles hätte auch kürzer beschrieben werden können. Trotzdem hat es mit gut unterhalten und ich bin glücklich, diese Passage im Leben von Dylan und Jeremy miterlebt zu haben.

Veröffentlicht am 06.10.2017

Eine royale Liebesgeschichte…

Royal Wedding
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Sie ist fast 30 und noch immer Single. Besonders ihre Familie setz sie stark unter Druck. Doch Jenna will sich nicht aus der Ruhe bringen lassen und geht lieber ihren eigenen Weg. Spontan entschließt sie ...

Sie ist fast 30 und noch immer Single. Besonders ihre Familie setz sie stark unter Druck. Doch Jenna will sich nicht aus der Ruhe bringen lassen und geht lieber ihren eigenen Weg. Spontan entschließt sie sich, mittels einer Heiratsagentur eine Zeitungsanzeige aufzugeben um dort einen heiratswilligen Mann zu suchen, der perfekt zu ihr passt.
Phillip ist nicht weniger Verzweifelt. Auch er wird bald 30 und als Prinzensohn der Königin von Galen muss er sich noch vor diesem Ereignis vermählen. Dafür hat seine Mutter auch schon die richtige Frau gefunden. Doch Phillip möchte sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen und behauptet, als er Jennas Anzeige entdeckt, dass er schon längst verheiratet sei. Ob das gut gehen wird?

April Dawson ist vielen Lesern bereits durch ihre „Boss-Reihe“ bekannt. Für mich jedoch ist es das erste Buch der Autorin, weshalb ich noch vollkommen unvoreingenommen ans Lesen gegangen bin.

Ganz im Fokus stehen Prinz Phillip und die smarte Jenna, die so überhaupt nicht Prinzessin werden möchte. Also ja, das Grundkonzept des Buches weckt schon den Wunsch nach mehr und was soll ich sagen? Wer auf eine gesunde Mischung Romantik, eine Prise Erotik, viel Gefühl und noch mehr Kitsch steht, wird hier vollkommen auf seine Kosten kommen.

Doch zuvor werfen wir einen Blick auf die beiden Liebenden.
Jenna hat vor ein paar Jahren eine sehr schlechte Erfahrung gemacht. Ihr damalige Freund hat sie mit ihrer besten Freundin betrogen. Seither geht sie auf Nummer Sicher, lässt einfach keinen Mann mehr an sich heran. Doch plötzlich möchte sie wieder etwas Abenteuer in ihrem Leben haben, weshalb sie sich auf dieses Experiment „Ehemann“ einlässt.
Phillip ist nicht der typische Prinz, sondern vielmehr ein Rebell. Er rebelliert gegen alles und genießt sein Single-Dasein in vollen Zügen. Hätte seine Mutter ihn nicht so unter Druck gesetzt, hätte er vermutlich auf Jennas Anzeige nicht geantwortet. Doch so lernt er sie kennen und verliebt sich schließlich auch in sie.

Die Handlung spielt vor den Kulissen New Yorks und dem fantasievollen Inselstaat Galen, der sich im Atlantik befindet. Wie in der Geschichte „Plötzlich Prinzessin“ muss sich Jenna von einem Moment auf den anderen mit dem Gedanken anfreunden, dass sie nun königlich ist. Dabei geht es ihr mächtig gegen den Strich, denn eigentlich will sie nur Kuratorin im Kunstmuseum sein. Es liegt also viel Dramatik in der Luft, die für Spannung und Aufregung sorgt.

Da die Autorin einen herrlich bildlich und lebendig Erzählstil hat, fällt es dem Leser sehr leicht, sich auf die Erzählung einzulassen und sich ganz in die Situation einzufinden. Jennas Gefühle, aber auch Phillips Gedanken, werden durch ihre jeweiligen Erzählperspektiven hautnah vermittelt und lassen so die Erlebnisse noch realistischer und glaubwürdiger erscheinen.

Eine royale Liebesgeschichte…

Mein persönliches Fazit:
Nicht unbedingt perfekt, doch dafür äußerst amüsant, romantisch und liebenswert konnte ich die Handlung hier miterleben. Mich hat die Geschichte um Phillip und Jenna gut unterhalten und ich habe das Werk innerhalb weniger Stunden verschlungen. Die Erzählung selbst ist mir dann doch etwas zu kitschig erschienen, ein Klischee folgt auf dem nächsten, weshalb ich dem Buch leider nicht die volle Punktzahl geben kann. Doch für den leichten Lesegenuss, der mich für ein paar Stunden verzaubert hat, gibt es dennoch eine große Leseempfehlung, denn fürs Herz wird hier einiges geboten.

Veröffentlicht am 26.08.2017

Guter Roman, der für abwechslungsreiche Lesestunden sorgt!

The Contract - Sie dürfen den Chef jetzt küssen
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Richard VanRyan ist ein erfolgreicher Werbemann und ein riesiger Mistkerl. Für seine berufliche Laufbahn ist ihm nichts zu schade. Deshalb reagiert er auch sofort, als er bei einer künftigen Partnerschaft ...

Richard VanRyan ist ein erfolgreicher Werbemann und ein riesiger Mistkerl. Für seine berufliche Laufbahn ist ihm nichts zu schade. Deshalb reagiert er auch sofort, als er bei einer künftigen Partnerschaft in der Firma übergangen wird. Schnell wird er auf eine andere Werbeagentur aufmerksam, doch um dort arbeiten zu können, muss er einen kompletten Lebenswandel vollziehen. Da kommt ihm seine Assistentin gerade recht. Richard macht Katharine Elliott ein Angebot, das sie nicht abschlagen kann, denn die junge Frau braucht dringend Geld. Gegen vorgespielte Liebe kann sie nun die Pflege ihrer Adoptivmutter bezahlen. Was als guter Plan beginnt, bringt schnell die Gefühle aller durcheinander.

Die kanadische Autorin Melanie Moreland ist eine New-York-Times und USA-Today-Bestseller-Autorin. Mit "The Contract - Sie dürfen den Chef jetzt küssen" hat sie sich nun auch einen Namen bei uns gemacht. In ihrem ersten Werk, das beim LYX-Verlag erschienen ist, dreht sich alles um Richard und Katharine, die auf umständliche Art und Weise den Weg zur großen Liebe finden müssen.

Im Fokus stehen also Richard und Katharine, die aus der Ich-Perspektive die Geschichte präsentieren. Interessant ist es mitzuerleben, dass in diesem Buch Richard den Hauptanteil der Erzählung vorträgt, während Katharine eher nur kurze Passagen beiträgt. Dabei fällt schnell auf, dass Richard ein starker Charakter ist, Katharine aber eher eine graue Maus darstellt, die nur ganz langsam vom hässlichem Entlein zum wunderschönen Schwan mutiert.

Beide Charaktere sind sehr facettenreich und ausdrucksstark beschrieben. Sie sind authentische Protagonisten, die schnell das Herz des Lesers erreichen. Während Katharine sich früh in ihr Schicksal fügt und schnell weiß, was ihr Herz will, benötigt Richard deutlich länger. Er macht auch den größeren Wechsel in seiner Persönlichkeit durch. Er wird vom Tyrannen und Ekelpaket zu einem wahren Softie, der für seine Frau alles geben würde.

Der weitere Handlungsstrang ist eher ein Nebenprodukt des Geschehens, denn der Blickwinkel ist klar auf die Entwicklung der Charaktere gerichtet. Zwar gibt es einen logischen und nachvollziehbaren Background, doch das ist hier nicht so wichtig. Hier dreht sich halt alles um die große Liebe. Trotzdem macht es Freude, Katharine Tante Penny kennenzulernen, die an Alzheimer erkrankt ist, oder die neue Firmenetage von Gavins Werbung, die für Richard und Katharine schnell zur neuen Familie werden.

Guter Roman, der für abwechslungsreiche Lesestunden sorgt!

Mein persönliches Fazit:
Das Buch ist gut, dennoch war ich leider zwiegespalten von der Erzählung. Während mich der Anfang vollkommen begeistert und mitgerissen hat, ermüdete mich der Abschluss. Zu Beginn ist die Handlung dynamisch, aufregend und fesselnd. Richard ist ein riesiger Mistkerl, der überzeugend seine Rolle spielt. Doch nach der Hälfte des Buches verändert er sich und diese Wendung ist dann doch etwas zu radikal. Das Ende wirkt in die Länge gezogen und ich war glücklich, als ich es dann endlich zur Seite legen konnte.
Also alles in allem ein Buch, das zwar gut unterhält, doch irgendwie nicht unbedingt in Erinnerung bleiben wird. Von mir gibt es eine Leseempfehlung für alle Romantik-Fans, die auf herrische Typen und graue Mäuschen stehen.

Veröffentlicht am 26.05.2017

Ein gelungener Auftakt!

Dirty Thoughts. Jenna & Cal
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Als nach über zehn Jahren Cals Exfreundin Jenna vor ihm steht, traut er seinen Augen kaum. Nicht nur, dass sie ihn verlassen und in New York ein neues Leben begonnen hat, so gab es auch großen familiären ...

Als nach über zehn Jahren Cals Exfreundin Jenna vor ihm steht, traut er seinen Augen kaum. Nicht nur, dass sie ihn verlassen und in New York ein neues Leben begonnen hat, so gab es auch großen familiären Unmut zur damaligen Zeit. Doch egal, was vorgefallen ist, sie geht ihm einfach nicht aus dem Kopf. Dabei hat Cal sich ganz fest vorgenommen, nie mehr einen Menschen nah an sich heranzulassen. Musste er doch schon seit Kindesbeinen an die Vaterrolle für seine beiden jüngeren Geschwister übernehmen. Aber was passiert, wenn Jenna ihn nicht gehen lassen will? Gibt es für sie eine zweite Chance?

„Dirty Thoughts – Jenna & Cal“ ist der erste Teil der „Mechanics of Love – Reihe“ aus der Feder von Megan Erickson, die sich mit den Brüdern der Familie Peyton beschäftigt.

Nicht nur Cal und Jenna spielen in diesem Werk eine Rolle, die ganze Familie erhält Einzug und genug Platz, sich zu präsentieren. So lernt der Leser auch Cals Brüder Brent und Max, sowie den Halbbruder Asher kennen. Cals Vater Jack spielt eine entscheidende Rolle, genauso wie Jennas beste Freundin Delilah. Zusammen bilden sie ein gutes Ensemble, das für ordentlich Trubel sorgt.

Der Schreibstil von Megan Erickson ist angenehm und liest sich leicht und flüssig. Sie schafft es mühelos, innerhalb weniger Seiten den Protagonisten Leben einzuhauchen und sie zu Persönlichkeit heranreifen zu lassen. Es ist also einfach, sich die Charaktere und ihre Wesenszüge vorzustellen.

Auch die Handlung ist gut durchdacht und nachvollziehbar gestaltet worden. Schnell findet sich der Leser in der Geschichte zurecht und kann sich problemlos zurücklehnen und die Erzählung genießen. Dabei liegt zwar das Hauptaugenmerk auf der romantischen Beziehung zwischen Cal und Jenna, doch auch die Verarbeitung und Aufarbeitung von unterdrückten Gefühlen bildet eine starke Konstante innerhalb der Geschichte. Cal muss erst lernen, anderen zu vertrauen und seine Stur- und Verbohrtheit zu unterdrücken. Erst ganz langsam kann er erkennen, dass das Leben auch noch schöne Dinge für ihn parat hat.

Da die Beschreibungen alle bildlich und leidenschaftlich kreiert worden sind, kann der Leser sich schnell in die Erlebnisse hineinversetzen. Die Schriftstellerin nimmt auch kein Blatt vor den Mund und beschreibt gerade die Sex-Szenen sehr detailliert, vielleicht schon ein wenig zu genau. Manche Dinge möchte der Leser vielleicht doch lieber seiner Fantasie überlassen?

Ein gelungener Auftakt – meine Neugierde nach dem nächsten Band ist geweckt!

Mein persönliches Fazit:
Das Buch hat mich gut unterhalten. Es ist nicht alles perfekt, vor allem die zwischenmenschlichen Beziehungen wirken ab und an etwas gestellt, doch alles in allem ist es ein Roman, der sich leicht lesen und verschlingen lässt. Die Charaktere sind facettenreich und liebenswert gestaltet worden, die Handlung ist emotional und fesselnd und die dramatische Ader glaubwürdig in Szene gesetzt. Ich kann das Werk gerne weiterempfehlen und freue mich schon sehr auf den zweiten Teil der Reihe, der sich dann mit Cals Bruder Brent beschäftigt.