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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.07.2023

Humorvoll und dramatisch

Happy Place
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Unter dem Klappentext habe ich eine humorvolle Rachegeschichte erwartet. Allerdings lag ich mit meiner Vermutung komplett falsch und wurde positiv überrascht, denn es entpuppte sich als eine süße Liebesgeschichte, ...

Unter dem Klappentext habe ich eine humorvolle Rachegeschichte erwartet. Allerdings lag ich mit meiner Vermutung komplett falsch und wurde positiv überrascht, denn es entpuppte sich als eine süße Liebesgeschichte, bei denen beide Protagonisten wachsen und reifen mussten, um die Liebe zu verstehen und sehen zu können.

Inhaltlich geht es um 6 beste Freunde, vier Frauen und zwei Männer, 3 Paare insgesamt. Das heißt, dass es hier ein lesbisches Paar gibt, falls das Leserinnen stören sollte. Allzu in die Community wird der Faden aber nicht vertieft. Im Vordergrund steht Harriet, die in der ersten Person erzählt, mitsamt ihres Ex-Verlobten. Man erfährt, wie sie zusammenkamen, zusammengelebt haben und was zur Trennung geführt hat.

Der Roman ist dabei nicht chronologisch aufgebaut, sondern baut diese Komponenten kapitelweise in Zwischenschüben in den Roman ein. Dennoch ist der Roman sehr flüssig und einfach zu lesen. Da Harriet eine Gehirnchirurgin ist, ist ihr Vokabular hoch und ich musste eine Handvoll Begriffe nachschlagen und habe so meinen Wortschatz erweitern können.

Insgesamt gibt es sehr viele detailreiche Beschreibungen, die nicht unbedingt immer relevant waren und Textnachrichten wurden auch eingebaut. Beides mag ich persönlich nicht sehr. Dann kommt noch hinzu, dass es mit der Zeit in die Länge gezogen wirkte. Aber das war es dann auch schon mit der Kritik, sodass ich den Roman gern jeder Frau empfehlen kann, die einen leichten, humorvollen, aber gleichzeitig auch dramavollen Liebesroman lesen will.

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Veröffentlicht am 15.07.2023

Karibik mit deutschem Touch

Good Lime
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Wer würde nicht gern jedes Jahr den Urlaub an der Karibik verbringen? Leider gibt der Geldbeutel das meist nicht her, sodass man auf sich gestellt ist und die Karibik anhand dieses Kochbuchs sehr gut nach ...

Wer würde nicht gern jedes Jahr den Urlaub an der Karibik verbringen? Leider gibt der Geldbeutel das meist nicht her, sodass man auf sich gestellt ist und die Karibik anhand dieses Kochbuchs sehr gut nach Hause bringen kann.

Tonka stammt teilweise selbst aus der Karibik und hat hier 61 Rezepte zusammengestellt, die teilweise einen deutschen Touch bekommen haben, da er auch deutsche Wurzeln hat. Nach einer ausführlichen Einleitung, in dem er sein Leben vorstellt, kommt er zum Hauptteil. Welche Zutaten typischerweise in der karibischen Küche verwendet werden und wo man diese am besten erhält und wie man herausfindet, ob diese noch frisch sind und wie sie schmecken. Das finde ich ganz wichtig, denn ich zögere meist beim Einkauf von Obst und Gemüse, das ich nicht kenne, da ich nicht weiß, ob der Geschmack mir auch munden wird und wie ich es zubereiten kann. So kann man aber gezielt auf seine persönlichen Vorlieben eingehen. Zum Beispiel schreibt er, dass Karaille gummiartig sein sollte. Ich mag dabei noch nicht einmal Gummibärchen, sodass ich Rezepte mit dieser Zutat umgehe.

Ansonsten sind alle Rezepte, bis auf ein paar klassische deutsche Kuchen seiner Oma, authentisch karibisch. Man sollte daher Kochbananen, Maniok, Korinthen und Okra mögen. Die Rezepte sind, wenn man alle Zutaten findet und parat hat, recht schnell zubereitet und schmecken auch (dank unter anderem der Kokosnuss) wunderbar nach Urlaub. Daher empfehle ich das Kochbuch gern allen, die gern kulinarisch öfter Karibisch genießen wollen.

Einzige Kritikpunkt ist, dass er im 170 Seiten vollen Rezeptteil sehr ausführlich über einzelne Zutaten spricht. Da hätte er meiner Meinung nach auch gern mehr Rezepte einbauen können.

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Veröffentlicht am 15.07.2023

Süßer Liebesroman mit Tiefe

Wo die Sonne die Wellen berührt
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Nachdem ich letztes Jahr begeistert von "Liebe knistert wie Brausepulver" war, musste ich unbedingt den neuen Roman von Lene Hansen lesen. Diesmal ist der Roman nicht so locker flockig, sondern verspricht ...

Nachdem ich letztes Jahr begeistert von "Liebe knistert wie Brausepulver" war, musste ich unbedingt den neuen Roman von Lene Hansen lesen. Diesmal ist der Roman nicht so locker flockig, sondern verspricht mehr Tiefe, auf die ich mich erst einmal einlassen musste. Denn Hannah, eine Protagonistin, Anfang 30, hat frisch den Krebs besiegt, eine Scheidung hinter sich und ihre Firma verkaufen müssen, findet einfach keinen Lebensmut mehr, sodass ihre Eltern keinen Weg mehr sehen, als sie einfach mal an die Côte d’Azur zu schicken. Annie, die unbedingt Partnerin in ihrer Kanzlei werden will, soll Dubioses hierfür machen, hinter dem sie allerdings nicht steht, sodass sie spontan beschließt Urlaub an der Côte d’Azur zu machen. Henrik, der dritte im Bunde, der vor Jahren durch eine Idee seine eigene Firma mit seinem Bruder gegründet hat und anschließend eine Cousine zusätzlich als Partnerin eingestellt hat, wird nun von beiden hintergangen und aus der Firma geworfen. So zieht es auch ihn frustriert an die Côte d’Azur, wo er ein Haus seines Großvaters geerbt hat...

Am Anfang habe ich mich schwer getan, da mir die Themen zu belastend waren. Krebs, Arbeitslosigkeit... Aber sobald alle drei an der Côte d’Azur angekommen waren, war der Roman wie ein Urlaub für sie Seele. Sie sind ausdauernd shoppen und essen gegangen und hatten Spaß. Hansen schreibt, als wäre man ein Vierter der Gruppe, der direkt mit ihnen all das erlebt. Einfach wunderbar, wie hier die Freundschaften langsam entstehen und gemeinsam Probleme gelöst werden.

Daher empfehle ich den Roman jeder, die einen entspannten Urlaub braucht und gern mental einfach mal an die Côte d’Azur fliehen will.

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Veröffentlicht am 15.07.2023

Bitter und gesund

Bitterstoffe
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Ritter beginnt erst einmal mit einem wissenschaftlichen Hintergrund, den sie in der Einleitung näher erläutert. Sie hat hier mit Herzblut recherchiert und das liest man in jedem Wort mit. Außerdem erklärt ...

Ritter beginnt erst einmal mit einem wissenschaftlichen Hintergrund, den sie in der Einleitung näher erläutert. Sie hat hier mit Herzblut recherchiert und das liest man in jedem Wort mit. Außerdem erklärt sie all das für Laien sehr gut verständlich. Auch den historischen Hintergrund, der sehr interessant ist, einzubauen vergisst sie nicht. Zudem geht sie auch zur Nutzung als Heilungsmittel ein.

Anschließend folgt der Hauptteil, in dem sie auflistet, welche bitteren Kräuter, Gemüse- und Obstsorten es gibt. Danach folgt ein großer Rezeptteil. Beides ist leider wenig bebildert, sodass man hier selbst auf Recherche gehen muss.

Zum Schluss gibt sie auch Ratschläge, bei welchen Beschwerden man selbst lieber auf Bitterstoffe verzichten sollte und was gegen manch andere Beschwerden dagegen sehr gut mit Bitterstoffen zu helfen vermag.

Daher kann ich das Buch gern allen empfehlen, die der bitteren Note in Speisen und Getränken nicht abgeneigt sind und gern mehr Variationen in ihren Gerichten suchen. Hierfür eignet sich das Buch perfekt. Ich kannte zum Beispiel bisher Rucola und Salbei und habe hier viel mehr entdecken können.

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Veröffentlicht am 02.07.2023

Für Jugendliche mit Selbstwertproblemen

BeYOUtiful
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In 5 Kapiteln schreibt Janmohamed über verschiedene Themen der Schönheit. Sie geht dabei unter anderem auf Haare, Körper, Haut und das generelle heutige und frühere Weltbild, das sehr facettenreich ist, ...

In 5 Kapiteln schreibt Janmohamed über verschiedene Themen der Schönheit. Sie geht dabei unter anderem auf Haare, Körper, Haut und das generelle heutige und frühere Weltbild, das sehr facettenreich ist, ein. Ein Unterkapitel mit dem Thema innere Schönheit wäre eventuell noch ganz nett gewesen.

Janmohamed schreibt dabei immer kurze Abschnitte, sodass Teenager durch Titel gezielt ein für sie interessantes Thema finden und lesen können und nicht von einem wissenschaftlichen Roman geplättet werden. Sie geht auf Unterschiede ein, beleuchtet diese und versucht so Akzeptanz zu vermitteln und dabei auch das Selbstwertgefühl zu stärken.

Manche Punkte hätte ich mir etwas kritischer durchleuchtet gewünscht, wie zum Beispiel das Haare Färben, Tätowierungen oder auch Obesität. Auch die Erwähnung von Botox und Dermalfiller fand ich deplatziert. Daher würde ich dieses Buch erst raten, selbst durchzulesen und anschließend den Töchtern weiterzureichen und mit diesen dann bei eventuell aufkommenden Fragen oder weiterem Interesse an Diskussionspunkten kritischer zu sehen.

Auch verstehe ich nicht, warum eine Person mit langen Haaren auf dem Cover das Mädchen mit dem Afro nahezu umhüllt. Da hätte ich mir mehr Gleichberechtigung gewünscht. Außerdem kann ich auch mit dem Gendersternchen im Untertitel nichts beginnen, da das Buch offensichtlich nur Mädchen anspricht.

Ansonsten ist das Buch aber ein solides Werk, kompakt rund um das Thema Schönheit.

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