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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.11.2017

Wer war Kallmann wirklich

Der Fall Kallmann
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Hakan Nesser ist ja für die meisten Krimifans kein Fremdwort und sein neuestes Buch hat es wieder mal in sich, obwohl man es nicht zu hundertprozent als einen Krimi betrachten kann.
In Schweden wird in ...

Hakan Nesser ist ja für die meisten Krimifans kein Fremdwort und sein neuestes Buch hat es wieder mal in sich, obwohl man es nicht zu hundertprozent als einen Krimi betrachten kann.
In Schweden wird in einem kleinen Ort ein Schüler ermordet, der einen rassisitischen Hintergrund hatte. Erst dann wird klar, dass auch der eigenartige Lehrer Eugen Kallmann in der Vergangenheit auch zu einem Mordopfer geworden ist, wobei die Polizei nicht detailreich recherchiert haben soll. Nun ist es an der Zeit dies zu korrigieren und ein neues Polizistenteam wird beauftragt, der Sache auf den Grund zu gehen. Das Schüler- und Lehrerumfeld ist verstört als herauskommt, das mindestens zwei Schüler im Fall Kallmann involviert sind. Mögliche Hintergründe für den Mord werden geschätzt und analysiert als das eigenbrödlerische, einsame Leben Kallmanns an die Oberfläche kommt.
Dieser Krimi verspricht keine spannungsbeladenen Szenen und aufgeregte Handlungen, sondern hat eine gewisse Tiefe und möchte eine andere Botschaft mitteilen. Es geht an erster Stelle um die Menschen als sie noch am Leben waren und weniger um deren Mord an sich.
Trotzdem liest sich das Buch sehr angenehm und erreicht somit seine Mission. Von mir gibt es hier gerne die volle Punktzahl.

Veröffentlicht am 19.10.2017

Spannend und gruselig, nicht nur für Jugendliche

Palast der Finsternis
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Will, Anouk, Lilly, Hayden und Jules nehmen an einer Expedition teil, um einen unterirdischen Palast zu erforschen. Der Adlige Marcuis Frédéric du Bessancourt soll ihn zu seinem eigenen Schutz erbaut haben, ...

Will, Anouk, Lilly, Hayden und Jules nehmen an einer Expedition teil, um einen unterirdischen Palast zu erforschen. Der Adlige Marcuis Frédéric du Bessancourt soll ihn zu seinem eigenen Schutz erbaut haben, in den Jahren der Revolution in Frankreich. Jedoch birgt dieser Palast weitaus mehr und schon befinden sich die fünf Jugendlichen in grosser Gefahr.
Das Buch beschreibt zwei Zeitebenen, einmal handelt es von der Jugendgruppe wie oben beschrieben und zum zweiten ist da noch die Familie Bessancourt, die im Jahr 1779 zu fliehen beschliesst.
Der Schreibstil von Stefan Bachmann ist so packend und mitreissend, das man das Buch nur schwer aus der Hand legen kann. Zudem sind die Beschreibungen so realistisch, dass man denkt man ist mittendrin. Grosses Kino, absolut empfehlenswert, nicht nur für Jugendliche.

Veröffentlicht am 18.09.2017

Yrsa ist mit dem zweiten Buch zu meiner Lieblingautorin gekrönnt worden!

SOG
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Bereits mit Dna hat es Yrsa Sigurdadóttir geschafft mich mit ihrem Schreibstil und dem einzigartigen Plott zu überzeugen. Dies hat sich auch in ihren aktuellen Thriller Sog nicht geändert. In Gegensatz, ...

Bereits mit Dna hat es Yrsa Sigurdadóttir geschafft mich mit ihrem Schreibstil und dem einzigartigen Plott zu überzeugen. Dies hat sich auch in ihren aktuellen Thriller Sog nicht geändert. In Gegensatz, auch hier konnte ich das Buch kaum aus den Händen lassen. Bei „Sog“ handelt es sich nämlich um den zweiten Fall für den sympatischen Kommissar Huldar.
Nach seiner Degradierung im Dienst beschäftigt er sich in diesem Fall mit einer Art Zeitkapsel, wo die Kinder in Island aufgeschrieben haben wie sie sich das Leben in zehn Jahren vorstellen. Eines der Kinder jedoch hat nach mysteriöser Art und Weise einige Personen aufgelistet, die in den folgenden Jahren ermordet wurden. Als Huldar beginnt Leichen aufzuspüren, fängt er an eine Verbindung zu der Nachricht aus der Zeitkapsel herzustellen.
Kinderpsychologin Freya und Huldars ehemalige Freundin ist als Ratgeberin wieder mit von der Partie.
Wer den ersten Band noch nicht gelesen hat kommt auch so gut in die Geschichte rein, da es sich um in sich abgeschlossene Fälle handelt. Man wird aber mit Sicherheit so begeistert sein von dem Buch dass der erste Band auch ohne Zweifel folgen wird. Somit empfehle ich die Reihenfolge doch zu behalten um die privaten Teile der Geschichte chronologisch richtig zu lesen.

Veröffentlicht am 26.08.2017

Teil drei der Ferrante Saga im gleichen, gelungenen Stil

Die Geschichte der getrennten Wege
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Endlich geht die Napolitanische Saga weiter und für jeden der den zweiten Band schon vor einiger Zeit gelesen hat, gibt es am Anfang noch eine kurze Personenbeschreibung, da in den Ferrante Büchern immer ...

Endlich geht die Napolitanische Saga weiter und für jeden der den zweiten Band schon vor einiger Zeit gelesen hat, gibt es am Anfang noch eine kurze Personenbeschreibung, da in den Ferrante Büchern immer so viele Namen vorkommen. Weiter geht es mit den mittlerweile Erwachsenen Freundinnen Lila und Elena, die beide ihre Schwierigkeiten zu meistern haben. Lila hat sich von ihrem reichen Mann getrennt und versucht nun ihren Lebensunterhalt als Arbeiterin in einer Wurstfabrik zu gewinnen unter schwierigen Konditionen. Deshalb ist sie auch im Vordergrund als die Gewerkschaften versuchen die unmenschlichen Arbeitsbedingungen zu verbessern. 
Elena ist durch ihr Buch erfolgreich, erntet jedoch in Neapel gute und schlechte Kritik. Sie wird im Laufe der Jahre heiraten und eine Familie gründen, was sie jedoch von ihrer Eifer des Schreibens entfernen wird. 
In dritten Buch der Saga merken wir, dass das Leben wie so oft seine sonnige und weniger sonnige Tage hat und so ergeht es auch den beiden Freundinnen. Ihre merkwürdige, teils liebevolle, teils voller Eifersucht beladene Freundschaft bleibt auch hier im gleichen Schema erhalten und jeder von uns mag natürlich jetzt gespannt sein auf den vierten und letzten Teil der Tetralogie.

Veröffentlicht am 26.08.2017

Weltgeschichte wunderbar anders erzählt

Ein Gentleman in Moskau
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Graf Alexander Rostov wird im Moskau der 20er Jahre verhaftet und zu einem lebenslangen Hausarrest in seinem geliebten Hotel Metropole verurteilt. Der immer charmante und optimistische Graf räumt ohne ...

Graf Alexander Rostov wird im Moskau der 20er Jahre verhaftet und zu einem lebenslangen Hausarrest in seinem geliebten Hotel Metropole verurteilt. Der immer charmante und optimistische Graf räumt ohne Widerstand seine geräumige Suite und zieht in ein Dienstbotenzimmer unter dem Dach des Hotels, von dem er durch das Fenster das Geschehen der Außenwelt beobachtet. Nie aus der Ruhe kommend, freundet er sich mit dem Personal des Hotels an und erfährt alle Geschehnisse dieser bewegten Epoche aus all den wichtigen Persönlichkeiten der damaligen Zeit, die zu ihm kommen und ihn besuchen, seien es Spione, Männer der Politik, Journalisten, Schauspieler. Somit wird kein Tag wie der andere. Jedoch nimmt sein Leben eine interessante Wendung als ihm die Obhut eines Mädchens gegeben wird und er sich durch sie weiterhin zum besseren wendet und vieles dazu lernt. 
Das besondere an diesem Buch ist der wunderbare Schreibstil des Autors, der uns in eine andere Welt eintauchen lässt aus die wir gar nicht wieder auftauchen möchten.