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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.10.2023

Eine tolle Geschichte!

Das Gemälde
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Man muss nichts mit Pferden am Hut haben, um diese Geschichte zu mögen. Denn es geht um viel mehr, es ist ähnelt einer Schatzsuche, wobei der Leser durch drei verschiedene Zeiten geführt wird. Dabei werden ...


Man muss nichts mit Pferden am Hut haben, um diese Geschichte zu mögen. Denn es geht um viel mehr, es ist ähnelt einer Schatzsuche, wobei der Leser durch drei verschiedene Zeiten geführt wird. Dabei werden auch einige Themen angeschnitten, die ich nicht erwartet hätte. Besonders die Einsicht in die Sklaverei fand ich sehr interessant, es hat sich alles sehr real beschrieben angefühlt. Auch die Verbindungen zwischen dem damaligen Rassismus mit dem heutigen waren sehr anschaulich. Die Charaktere sind mir ans Herz gewachsen, auch die Geschichte des Pferdes hat es mir wirklich angetan.
Man merkt, dass die Autorin Geraldine Brooks sehr viel Zeit und Gefühl in die Recherche dieser Geschichte gesteckt hat. An keiner Stelle wirkte etwas auf mich unglaubwürdig, alles passte zusammen, was in drei Verschiedenen Zeiten garnicht einfach ist. Eine schöne Geschichte, die schön geschrieben ist und viele interessante Themen zusammenbringt.

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Veröffentlicht am 25.07.2023

Pure Schönheit

Der Trost der Schönheit
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Nachdem ich den unheimlich berührenden Prolog dieses Buches gelesen habe, stellte ich mir die Frage, was Schönheit für mich eigentlich bedeutet. Was macht Schönheit aus? Und auch wenn da jeder eine eigene ...

Nachdem ich den unheimlich berührenden Prolog dieses Buches gelesen habe, stellte ich mir die Frage, was Schönheit für mich eigentlich bedeutet. Was macht Schönheit aus? Und auch wenn da jeder eine eigene Antwort drauf finden muss, lehrte dieser Text mich, dass wir die schönen Momente und Dinge viel zu oft übersehen.

Gabriele von Arnim beschreibt in 'Der Trost von Schönheit' die Suche nach sich selbst und ihre ganz eigene Version von Schönheit. Dabei erzählt sie Geschichten aus ihrem Leben, erkundet verschiedene Ansichten des Lebens. Ich möchte nicht zu viel vorwegnehmen, aber: Sie sucht und findet Trost in der Schönheit, und mir als Leser damit ganz viel Trost geschenkt.

Ihr Schreibstil hat es mir wirklich angetan, er vermittelt eine gewisse Leichtigkeit des Lebens. Er fällt in die Definition von Schönheit. Und wenn ich das nächste mal an einem Fluss langfahre und schwimmen gehe, werde ich an Gabriele von Arnim und ihre Worte denken: "Und wissen, wie gut es mir geht. Wie unbeschreiblich gut in all dieser Schönheit."

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Veröffentlicht am 16.07.2023

Ein Ausflug in die eigene Kindheit...

Sylter Welle
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Selten lösen Bücher so viele Erinnerungen an meine eigenen Großeltern und auch meine eigene Kindheit an der Nordsee aus. Leßmann schreibt unheimlich smart und persönlich über die teilweise sehr banalen ...

Selten lösen Bücher so viele Erinnerungen an meine eigenen Großeltern und auch meine eigene Kindheit an der Nordsee aus. Leßmann schreibt unheimlich smart und persönlich über die teilweise sehr banalen Dinge - Brathähnchen, das Nicht-besitzen einer eigenen Kurkarte, Kleidung der Großeltern und das strikte Einhalten gewisser Rituale. Und genauso möchte man die Insel, den Campingurlaub und diese besonderen Sommer am liebsten für immer im Gedächtnis behalten.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen, locker und leicht und trotzdem irgendwie nordisch. Es werden auch tiefgründige Themen behandelt, wie zum Beispiel Verlust und Demenz, wodurch der Leser einen noch besseren Bezug zu den Charakteren bekommt, die ohnehin schon sehr sympathisch sind.
Das wundervolle Cover und auch der Titel des Buches (gleichnamig mit dem Schwimmbad auf Sylt, jedoch mit viel mehr Bedeutung) machen die Sache rund - eine Empfehlung für alle!

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Veröffentlicht am 09.06.2023

Eine totale Empfehlung!

Wo du mich findest
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Das Bild auf dem Cover spiegelt den Inhalt der Geschichte sehr gut wider. Die Protagonistin Sophie lässt sich fallen, treiben und auch die geschlossenen Augen spielen eine große Rolle. Verlust und Trauer ...

Das Bild auf dem Cover spiegelt den Inhalt der Geschichte sehr gut wider. Die Protagonistin Sophie lässt sich fallen, treiben und auch die geschlossenen Augen spielen eine große Rolle. Verlust und Trauer entfachen in ihr neue Ideen und Sophie beginnt einen neuen Lebensabschnitt, mit einem primären Ziel: Ihn kennenzulernen. Auf diesem Weg lernt sie aber vor allem sich selber kennen, diese Entwicklung hat mir als Leser besonders gut gefallen.
Während ich das Szenario (Sophie zieht ans Meer um den Mann aus ihren Träumen wieder zu treffen) normalerweise als sehr überstürzt wahrnehmen würde, lässt Anne Barns es total normal erscheinen. Sie lässt uns an Sophie's internen Gedankengängen teilhaben und somit erscheint alles ganz plausibel. Spätestens als Sophie sich die Frage: "Wie hatte ich es so weit kommen können, dass ich mich nach einem Mann sehnte, den ich nur aus meinen Träumen kannte?" stellte, war ich überzeugt davon sie zu mögen.
Eine schöne kurze Lektüre, die ich allen wärmstens empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 19.05.2023

Persönlich und wahnsinnig stark geschrieben.

Solange wir leben
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David Safier arbeitet die Geschichte seiner Familie auf, insbesondere die seiner Eltern. Der Autor erzählt zwei Perspektiven, was mir als Leser sehr gut gefallen hat, da es eine bestimmte Nähe zu den Protagonisten ...

David Safier arbeitet die Geschichte seiner Familie auf, insbesondere die seiner Eltern. Der Autor erzählt zwei Perspektiven, was mir als Leser sehr gut gefallen hat, da es eine bestimmte Nähe zu den Protagonisten bringt. Diese sind sehr authentisch beschrieben, man kann sich gut in ihre Gefühle hineinversetzen und so viele Gedankengänge nachvollziehen. Die Geschichte an sich ist keine neue, trotzdem hatte sie auf mich eine besondere Wirkung.
Der Satz 'Leben ist Leiden' ist sehr präsent, und trotzdem scheint es so, als könnten die kleinen Dinge im Leben das einen kurz vergessen lassen. Joschi und Waltraud haben beide schlimme Dinge erlebt und gesehen, haben vielen verloren und konnten trotzdem die Liebe füreinander aufbringen. Doch auch im gemeinsamen Leben gab es schwere Schicksalsschläge, die mich sehr nachdenklich gemacht haben.
Safier ist es gelungen dem Leser eine interessante und auch neue Perspektive auf Leid und Liebe zu geben, wobei er die Geschichte seiner Eltern wieder aufleben lässt. Ein besonderes Buch, bestimmt nicht für jeden etwas, aber definitiv empfehlenswert!

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