Manchmal kann man sich besser gegenseitig heilen, manchmal muss man sich aber auch erst selbst akzeptieren
Where Summer Stays (Festival-Serie 1)Levy und Charlie könnten auf den ersten Blick nicht verschiedener sein, doch was sie verbindet sind ihre Ängste. Dies Verbindung ist wahrscheinlich der Grund, warum sie sich nach ihrem ersten Treffen auf ...
Levy und Charlie könnten auf den ersten Blick nicht verschiedener sein, doch was sie verbindet sind ihre Ängste. Dies Verbindung ist wahrscheinlich der Grund, warum sie sich nach ihrem ersten Treffen auf einem Rockfestival noch aneinander erinnern. Dabei ist Charlie nur dort, damit sie von einem Klassikradiosender ein Volontariat bekommt. Das Problem ist, dass sie eigentlich zu viel Angst hat. Auch Levy merkt das schnell und beginnt Charlie zu unterstützen. Ohne es zu wollen kommen die beiden sich auf dem Festival näher. Doch ihre Probleme werden nicht weniger und das können sie, vor allem Levy, nicht vergessen.
Das Buch hat nicht nur für die Charaktere sondern auch für den Leser Höhen und Tiefen.
Besonders gut hat mir die Beziehung zwischen den beiden Hauptcharakteren gefallen. Sie war nicht toxisch, sondern es ging um eine Beziehung, bei der sie sich gegenseitig sehr wichtig sind und das auch, zumindest meistens gut zum Ausdruck bringen.
Das Einzige was mich bezüglich ihrer Beziehung gestört hat, war wie schnell es zwischen den beiden ging. Vor allem im Hinblick auf ihre psychischen Probleme haben sie sich gar keine Zeit gelassen, was mir untypisch vorkam.
Wie sie gegenseitig mit den Problemen des anderen umgehen hat mir wiederum sehr gut gefallen. Man hatte fast immer das Gefühl, dass sie Rücksicht aufeinander nehmen und sich verstehen.
Dass auch der Junge mal Probleme hat, hat mir auch gut gefallen.
Da ich es als Hörbuch gehört habe, kann ich außerdem sagen, dass ich sowohl die männliche als auch die weibliche Stimme sehr angenehm fand.
Insgesamt fand ich das Buch sehr gut. Nicht nur die Charaktere und ihre Hintergrundgeschichte sondern auch die Settings haben mir gut gefallen und waren meiner Meinung nach auch gut ausgearbeitet. Die Geschwindigkeit in der sich die Beziehung entwickelt ist meine einzige Kritik, denn wie bereits oben gesagt ging es mir etwas zu schnell.
Jedem der Festivals mag und der mit Angststörungen umgehen kann (lest die Triggerwarnings), kann ich dieses Buch nur ans Herz legen.