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Veröffentlicht am 01.09.2023

Ein Kurzurlaub auf Bornholm - und etwas Krimi gibt’s auch

Sonne über Gudhjem
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Da ich die Ostsee und ihre Inseln sehr mag, war ich gespannt auf die neue Reihe des bekannten Krimiautoren Michael Kobr, der ansonsten Teil des Autorenduos Klüpfel/Kobr ist. Die Bücher der beiden habe ...

Da ich die Ostsee und ihre Inseln sehr mag, war ich gespannt auf die neue Reihe des bekannten Krimiautoren Michael Kobr, der ansonsten Teil des Autorenduos Klüpfel/Kobr ist. Die Bücher der beiden habe ich bisher aber nicht gelesen und so konnte ich ganz unvoreingenommen an den Roman herangehen, den Kobr jetzt allein geschrieben hat.

Inspiriert von eigenen Reisen nach Bornholm soll auf der idyllischen dänischen Insel eine neue Ermittler“familie“ etabliert werden - und das macht Kobr wirklich gut. Es ist ein für einen Reihenstart typischer Neuanfang, diesmal des Mittvierzigers Lennart Ipsen, den es aus stressigen Polizeijobs im Bereich der EU nach einem Burn out auf die Insel verschlägt. Durch eine deutsche Ex-Frau und zwei Teenager-Töchter, die auf Rügen wohnen, ist sowohl deutsches als auch dänisches Flair zu spüren.

Großes Augenmerk legt der Autor in diesem ersten Fall darauf, dass die Hauptfiguren sowohl im Job als auch privat zusammenfinden. Neben Lennart spielen auch seine beiden Kolleginnen Britta und Tao sowie der bisherige Teamleiter Nygaard entscheidende Rollen. Der Annäherung der Charaktere wird im Roman viel Raum gegeben.

Was im Gegenzug natürlich bedeutet, dass hier der Kriminalfall nicht die ganz übergeordnete Rolle spielt. Zwar ist der Tod von Schweinebauer Kristensen in seiner Räucherkammer ein durchaus interessanter Fall, aber er ist eben nicht auf jeder Seite tragendes Thema. Etwa genau so viel Aufmerksamkeit wie der Fall selbst bekommen die Protagonisten und ihr privates Umfeld.

Und so ist „Sonne über Gudhjem“ eine Mischung aus Krimi und Urlaubsroman und weckt Sehnsucht nach der sonnigen Ostseeinsel. Gleichzeitig werden im Buch auch einige geschichtliche Aspekte angesprochen (die im Verlauf des Romans noch wichtig werden) und so lernt man als Leser auch noch einiges darüber, warum das kleine Inselchen gar nciht so unbedeutend ist wie es zunächst wirkt. Ein gelungener Reihenauftakt mit sympathischem Personal und Potential für weitere spannende Kriminalfälle.

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Veröffentlicht am 08.08.2023

Wieder ein toller Krimi aus dem deutsch-dänischen Grenzgebiet

Nordlicht - Tod in den Fluten
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Auch mit dem fünften Teil ihrer „Nordlicht“-Reihe um den dänischen Kommissar Rasmus Nyborg und die Flensburger Kommissarin Vibeke Boisen lässt die Autorin nicht nach, was Spannung und Plotdichte angeht. ...

Auch mit dem fünften Teil ihrer „Nordlicht“-Reihe um den dänischen Kommissar Rasmus Nyborg und die Flensburger Kommissarin Vibeke Boisen lässt die Autorin nicht nach, was Spannung und Plotdichte angeht. Wieder konnte ich miträtseln, wurde auf falsche Fährten gelockt und erlebte zum Schluss die Überraschung, dass nichts so war wie es am Anfang schien.

Mittlerweile sind Rasmus und Vibeke zu einem festen Bestandteil meines Lesejahres geworden, denn recht regelmäßig gibt es neue Fälle mit den beiden und auch ihre persönliche Geschichte und ihre Entwicklung als Buchcharakter habe ich schon lange begleitet. Sie sind mittlerweile wie Freunde, zu denen man immer wieder gern zurückkehrt und hört, wie es ihnen mit ihrem neuesten Fall ergangen ist…

Der Fall ist diesmal im Bankenmilieu angesiedelt und ich muss zugeben, dass ich zwar viel über Spekulations- und Kryptogeschäfte gelernt habe, aber manchmal auch an meine Grenzen kam, was das Verstehen der Strukturen angeht, die im Finanzsektor existieren. Ich merkte immer mal wieder: das ist nicht meine Welt und da würde ich im Zweifel immer die Finger davon lassen.

Trotzdem war es schon irgendwie faszinierend, wie man Stück für Stück hinter die Fassade des Opfers, einer jungen Bankerin, schauen konnte und welche Abgründe sich nach und nach offenbarten.

Gepaart mit der wunderbaren Erzählstimme von Vera Teltz, die vor allem die etwas spröde wirkende Vibeke ganz toll verkörpert, war dieser Krimi auch diesmal wieder ein absolut empfehlenswertes Hörerlebnis! Zu einem 5*-Highlight hat mir zwar das gewisse Etwas gefehlt (vielleicht war das mit den Banken eben auch einfach nicht so mein Metier), aber ich empfehle das Buch/Hörbuch dennoch von Herzen weiter.

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Veröffentlicht am 17.07.2023

Spannende Zeitgeschichte

München 72 - Der Tag, an dem die Spiele stillstanden.
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Viele Themen der frühen 1970er Jahre aus West und Ost greift PetraMattfeldt in München72 am Beispiel der Olympischen Spiele 1972 auf. So werden unter anderem der Leistungssport in der DDR, die internationalen ...

Viele Themen der frühen 1970er Jahre aus West und Ost greift

PetraMattfeldt in

München72 am Beispiel der Olympischen Spiele 1972 auf. So werden unter anderem der Leistungssport in der DDR, die internationalen Beziehungen im kalten Krieg und die nicht gerade optimale Sicherheitspolitik von Olympia 1972 thematisiert. Dass das alles auf 320 Seiten nicht allzu sehr in die Tiefe gehen kann, sollte klar sein.

Dennoch hätte ich mir neben dem Gesellschaftspanorama etwas mehr
Sport in der Geschichte gewünscht. Die hier relevanten Sportarten werden aber kaum näher beleuchtet, vielmehr steht das politische und gesellschaftliche Umfeld im Vordergrund.

Ein Roman, der den Ablauf und die Hintergründe des Attentats gegen die israelische Olympiamannschaft noch einmal aufarbeitet und in eine spannende Ost-West-Geschichte verpackt.

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Veröffentlicht am 17.07.2023

Unglaublich und erschreckend

Malas Katze
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Ich trau mich nicht eine Meinung zu diesem Buch zu haben. Es sind offenbar ungefilterte Lebenserinnerungen, die man nicht bewerten sollte. Von schrecklich bis unvorstellbar ist alles dabei und ich möchte ...

Ich trau mich nicht eine Meinung zu diesem Buch zu haben. Es sind offenbar ungefilterte Lebenserinnerungen, die man nicht bewerten sollte. Von schrecklich bis unvorstellbar ist alles dabei und ich möchte auch nicht einschätzen ob vielleicht Dinge dabei sind, die die Erinnerung gnädigerweise anders färbt als die Wirklichkeit war. Es ist auf jeden Fall ein unglaubliches Buch.

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Veröffentlicht am 17.07.2023

Die Hoffnung nie aufgeben

Die Bibliothek der Hoffnung
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Die Bibliothek Der Hoffnung gab es tatsächlich! Im Zweiten Weltkrieg wurde die noch nicht fertig gestellte U-Bahn-Station Bethnal Green als Luftschutzbunker verwendet und bot neben vielen Schlafplätzen ...

Die Bibliothek Der Hoffnung gab es tatsächlich! Im Zweiten Weltkrieg wurde die noch nicht fertig gestellte U-Bahn-Station Bethnal Green als Luftschutzbunker verwendet und bot neben vielen Schlafplätzen auch ein Theater und eine Bibliothek. Das Leben ging quasi unterirdisch weiter.

Diesen historisch belegten Ort macht Kate Thompson zum Schauplatz ihres Romans, der zeigt, dass auch in unmenschlichen Situationen Raum für Menschlichkeit ist.

Wer Unterhaltung mag, die mit historischen Fakten verknüpft ist, kommt mit diesem Roman voll auf seine Kosten!

Übersetzt von Anja Schünemann.

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