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Veröffentlicht am 06.09.2023

Ein Kaleidoskop vom Leben und Sterben

Valentinstag
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Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: Hanser (21. August 2023)
ISBN-13: 978-3446277328
Originaltitel: Be Mine
Übersetzung: Frank Heibert
Preis: 28,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Ein ...

Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: Hanser (21. August 2023)
ISBN-13: 978-3446277328
Originaltitel: Be Mine
Übersetzung: Frank Heibert
Preis: 28,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Ein Kaleidoskop vom Leben und Sterben

Inhalt:
Nachdem er schon seine Ex-Frau und seinen damals neunjährigen Sohn Ralph zu Grabe tragen musste, ist der 74-jährige Frank Bascombe nun dabei, auch seinen zweiten Sohn, Paul, zu verlieren. Dieser leidet an einer aggressiven Form von ALS und seine verbleibende Lebenserwartung ist sehr gering. Frank und Paul standen sich nie besonders nahe, doch angesichts des Todes versucht Frank alles, um das Ruder noch einmal herumzureißen.

Meine Meinung:
Nachdem ich alle anderen Romane um den Protagonisten Frank Bascombe gelesen habe, musste ich natürlich auch den neuesten und wie ich denke letzten aus dieser Reihe lesen. Leider konnte mich dieses Buch nicht so begeistern wie manch andere aus dieser Serie.

Frank erschien mir hier als Protagonist nicht unbedingt sympathisch, er spricht oft schlecht über und mit seinem todkranken Sohn. Das hätte nicht sein müssen. Ich konnte ja manchmal nachvollziehen, warum er es tut, aber gefallen hat es mir nicht.

Die beiden machen eine Reise mit dem Wohnmobil zum Mount Rushmore - ziemlich unsinnig im Winter und mit ALS im fortgeschrittenen Stadium im Gepäck. Aber gerade darum geht es Frank, etwas Unsinniges zu tun und das gemeinsam. Dabei philosophieren sie über Gott und die Welt und natürlich über die Vereinigten Staaten. Es wird auf ziemlich viele Personen und Orte angespielt, die einem als Nicht-US-Amerikaner nicht unbedingt viel sagen. Dankenswerterweise gibt es am Ende des Buches ein Glossar des Übersetzers. Dieser hat auch in anderer Hinsicht Großes geleistet. Manche Wortneuschöpfungen des Autors waren sicher nicht leicht zu händeln, aber Frank Heibert hat diese Aufgabe wirklich gut gemeistert.

Eigentlich gut gemacht, hat der Roman doch ein paar ziemlich zähe Längen, wenn städtische Umgebungen oder nicht relevante Personen aufs Detaillierteste beschrieben werden und einfach so gar nichts passieren will. Frank ist ein allzu genauer Beobachter, dem auch die kleinste Kleinigkeit nicht entgeht, aber hier wäre weniger einfach mehr gewesen. Zuweilen tritt der Roman ordentlich auf der Stelle und ich musste mich zum Weiterlesen geradezu zwingen.

Die Frank-Bascombe-Serie:
1. Der Sportreporter
2. Unabhängigkeitstag
3. Die Lage des Landes
4. Frank
5. Valentinstag

★★★☆☆

Veröffentlicht am 24.08.2023

Zum ersten Mal von Poznanski enttäuscht

Oracle
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Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: Loewe (16. August 2023)
ISBN-13: 978-3743216587
Empfohlenes Alter: ab ca. 14 Jahren
Preis: 22,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Zum ersten Mal von Poznanski ...

Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: Loewe (16. August 2023)
ISBN-13: 978-3743216587
Empfohlenes Alter: ab ca. 14 Jahren
Preis: 22,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Zum ersten Mal von Poznanski enttäuscht

Inhalt:
Julian litt jahrelang unter Trugwahrnehmungen. Nebel, Schattenbalken und wabernde Wolken bedeckten teilweise die Körper seiner Mitmenschen und machten ihm Angst. In der Schule galt er deswegen als Freak und wurde gemobbt. Seit er in Therapie ist und entsprechende Medikamente bekommt, sind die „Marker“, wie er die Wahrnehmungen nennt, verschwunden und er kann endlich ein normales Leben führen. Doch als er nach Jahren seine Schulkameraden wieder trifft, erfährt er etwas Schockierendes: Diejenigen, bei denen er damals Marker gesehen hatte, wurden genau an den entsprechenden Stellen verletzt. Zufall? Oder sind die Marker eine Art Vision? Julian beschließt, dies herauszufinden.

Meine Meinung:
Der Roman wird vom Verlag als Thriller angepriesen - und damit war meine Enttäuschung vorprogrammiert, denn von Thrill fand ich keine Spur. Kein Nervenkitzel, keine atemberaubende Spannung, nur ein nicht uninteressanter Plot. Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass endlich etwas Großes passiert, aber da kam einfach nichts. Nur ganz am Schluss kommt so etwas wie leichte Spannung auf. Die ist dann aber auch ganz schnell wieder vorbei und das Buch endet, ohne dass wichtige Fragen beantwortet würden. Mystery halt, da muss man nichts erklären.

Gut gefallen hat mir der Schreibstil und die Charakterisierung der Personen. Ich konnte mir sowohl die Hauptfiguren als auch die Nebenfiguren bildlich vorstellen und auch gut auseinanderhalten, weil jede Person etwas Besonderes ist. Ein klein wenig öd fand ich nur den Protagonisten Julian, der über weite Strecken mit sich und seinen Zweifeln hadert, bis er dann mal in die Puschen kommt und agiert. Dann aber wächst er über sich hinaus, wie sich das für einen richtigen Helden gehört.

Bisher konnte Ursula Poznanski mich mit jedem ihrer Bücher - egal ob für Jugendliche oder Erwachsene - begeistern, doch dieses Mal konnte sie mich leider nicht erreichen.

★★★☆☆

Veröffentlicht am 15.08.2023

Hätte ich nicht gebraucht

Alterra: Der Herr des Nebels
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Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Knaur TB (2. November 2012)
ISBN-13: 978-3426512722
Empfohlenes Alter: ab ca. 14 Jahren
Originaltitel: Autre-Monde - Entropia Cycle 2
Übersetzung: Sonja Finck und Maximilian ...

Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Knaur TB (2. November 2012)
ISBN-13: 978-3426512722
Empfohlenes Alter: ab ca. 14 Jahren
Originaltitel: Autre-Monde - Entropia Cycle 2
Übersetzung: Sonja Finck und Maximilian Stadler

Hätte ich nicht gebraucht

Inhalt:
Nach dem Krieg zwischen den Zyniks und den Pans herrscht nun (ein labiler) Frieden. Matt, Tobias und Ambre sind in Eden untergekommen und unterstützen die dortige Gemeinschaft tatkräftig. Doch Matt zieht es wieder auf Wanderschaft, um neue Dinge zu erkunden. Natürlich begleiten ihn seine beiden Freunde und noch einige andere.

Meine Meinung:
Für mich hätte es der Autor gerne bei der Trilogie belassen können. Das Thema war für mich abgeschlossen. „Der Herr des Nebels“ eröffnet nun einen neuen Zyklus im selben Universum mit denselben Figuren. Es kommen zwar auch ein paar neue dazu, aber weitaus weniger als in den ersten drei Bänden. Auch die Gefahren sind nicht so neu, sondern ähneln doch dem bisher Erlebten. Insofern fand ich das Buch dann auch nicht so spannend und so interessant wie die Vorgängerbände.

Erst gegen Ende kommen noch ein paar Fragen auf, deren Antwort mich schon interessieren würden. Aber jetzt muss ich sagen, leider wurde die Reihe nicht weiter ins Deutsche übersetzt.

Die Reihe:
1. Die Gemeinschaft der Drei
2. Im Reich der Königin
3. Der Krieg der Kinder
4. Der Herr des Nebels

★★★☆☆

Veröffentlicht am 29.07.2023

Netter Versuch

Ingenium
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Broschiert: 432 Seiten
Verlag: Hoffmann und Campe (4. September 2023)
ISBN-13: 978-3455015669
Originaltitel: The Puzzle Master
Übersetzung: Jürgen Bürger und Kathrin Bielfeldt
Preis: 18,00 €
auch als E-Book ...

Broschiert: 432 Seiten
Verlag: Hoffmann und Campe (4. September 2023)
ISBN-13: 978-3455015669
Originaltitel: The Puzzle Master
Übersetzung: Jürgen Bürger und Kathrin Bielfeldt
Preis: 18,00 €
auch als E-Book erhältlich

Netter Versuch

Inhalt:
Mike Brink hat durch einen Sportunfall eine Inselbegabung erworben. Besonders der Zugang zu Zahlen, Mustern und Rätseln jeglicher Art fällt ihm leicht. Als eine Gefängnispsychologin ihn bittet, sich mit einer ihrer Patientinnen zu treffen, die ihren Freund ermordet haben soll, wird Mike neugierig, denn es geht um ein uraltes Rätsel. Bald schon wird ihm klar, dass sowohl er als auch die Gefangene Jess in großer Gefahr schweben.

Meine Meinung:
Ich liebe Rätsel, ich liebe Thriller und die Leseprobe zu diesem Buch konnte mich auch begeistern. Gute Voraussetzungen für ein spannendes Lesevergnügen. Doch leider kam es anders. Das ganze Buch konnte bei Weitem nicht halten, was die Leseprobe versprach. Die Story rund um eine Verschwörung und ein mystisches Rätsel erinnert ein bisschen an die Thriller von Dan Brown, bietet aber leider nicht deren Spannungsverlauf. Immer wenn es gerade spannend wird, kommen über zig Seiten Erläuterungen über zuvor Geschehenes in einem Tagebuch und in einem Brief, also „tell, don’t show“. Das fand ich ziemlich öde und bremste mich beim Lesen aus.

Auch blieben die Figuren ziemlich oberflächlich. Ich las zwar einiges über sie, erfuhr es aber nicht in meinem Inneren. Nicht einmal mit der Hauptfigur Mike konnte ich mich einigermaßen identifizieren, obwohl ich einiges mit ihm gemeinsam habe. Die Liebesgeschichte zwischen ihm und Jess konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen. Sie ist einfach da. Punkt.

Die Idee für das Buch finde ich nach wie vor ziemlich klasse. Die Rätsel haben mir auch gut gefallen und ich habe ein bisschen mitgeknobelt. Sprachlich ist der Roman auch voll in Ordnung, er lässt sich flüssig lesen, ist weder zu simpel noch zu kompliziert.

Fazit:
Interessante Story, stellenweise spannend, aber der große Wurf ist es nicht.

★★★☆☆

Veröffentlicht am 20.07.2023

13 Kurzgeschichten

Stories
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Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: dtv (16. März 2023)
ISBN-13: 978-3423283212
Übersetzung: Brigitte Jakobeit und Melanie Walz
Preis: 25,00 €
auch als E-Book erhältlich

13 Kurzgeschichten

„Stories“ ...

Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: dtv (16. März 2023)
ISBN-13: 978-3423283212
Übersetzung: Brigitte Jakobeit und Melanie Walz
Preis: 25,00 €
auch als E-Book erhältlich

13 Kurzgeschichten

„Stories“ beinhaltet 13 Kurzgeschichten aus Joy Williams’ Lebenswerk. Die ersten wurden bereits 1972 veröffentlicht, die letzte 2014. So ist es nicht verwunderlich, dass die 13 Stories sehr verschieden ausgefallen sind, schließlich hat die Autorin sich ja weiterentwickelt. Dabei will ich gar nicht mal sagen, dass mir die später entstandenen Geschichten besser gefallen hätten. Das ist ja auch gerade bei Kurzgeschichten sehr subjektiv. Tatsächlich konnte mich die erste Geschichte in dieser Zusammenstellung mit dem Titel „Liebe“ am meisten überzeugen, wobei „Liebe“ ein bereits 1972 veröffentlichtes Werk ist. Gut, dass dieses und nicht ein anderes an den Beginn des Buches gestellt wurde, denn bei einigen anderen hätte ich das Buch womöglich abgebrochen, weil sie mich so gar nicht erreichen konnten.

Die Stories bzw. die Figuren empfand ich zum Teil als skurril, surreal, überraschend, langweilig, absurd - alles bunt gemischt. Eine echte Leseempfehlung kann ich daher nicht aussprechen. Im Gegenteil, ich kann verstehen, warum man von der mittlerweile fast 80-jährigen Autorin bisher in Deutschland nichts veröffentlicht hat.

★★★☆☆