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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.04.2025

Spannender Fall, sympathische Protagonistin, keine Wünsche offen :D

Holly
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In "Holly" begleiten wir die gleichnamige Protagonistin bei ihrer Karriere als Ermittlerin nach den Ereignissen der Mr-Mercedes Trilogie. Auch dort mochte ich Holly mit ihren Eigenarten schon sehr gerne ...

In "Holly" begleiten wir die gleichnamige Protagonistin bei ihrer Karriere als Ermittlerin nach den Ereignissen der Mr-Mercedes Trilogie. Auch dort mochte ich Holly mit ihren Eigenarten schon sehr gerne und finde es auch hier toll wie King zeigt, dass auch Menschen, die vielleicht nicht der "Norm" entsprechen, ihren Platz im Leben finden können.
Ein bisschen hat mir die Dynamik gefehlt, die man bei Ermittler-Duos oft hat, und die auch bei Bill Hodges und Holly super funktioniert hat. Hier hätte ich mir gewünscht das Barbara oder Jerome mehr mitgemischt hätten.

Der Fall an sich war sehr außergewöhnlich und spannend, und hat mir so manchen Schauer auf dem Rücken beschert. Auch das Finale war sehr gut gemacht und wirkte nicht zu konstruiert.

Viele kritisieren bei diesem Werk, dass King Corona zu viel Platz einräumt und dem Leser seine persönliche politische Meinung aufs Aug drückt. Diese Kritik kann ich gut verstehen und auch für mich nahm die Pandemie einen etwas zu großen Platz in der Geschichte ein, hat dem Buch aber auch ein realistisches Setting verliehen. Die politischen Aussagen haben mich vermutlich deshalb nicht so sehr gestört, weil sie meiner eigenen Meinung sehr entsprechen, und King daher bei vielem nur zustimmen konnte.

Alles in allem aber ein toller Ermittler-Krimi auf dessen Fortsetzung wir ja vermutlich nicht mehr allzu lange warten müssen :)

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Veröffentlicht am 18.04.2025

Eine sehr tiefgründige Geschichte darüber, was es bedeutet Mensch zu sein

Aus Sternen und Staub
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In "Aus Sternen und Staub" begleiten wir Nate, dessen Leben bisher von vielen Rückschlägen geprägt war, und der sich einfach in seine verlassene Hütte am See zurückziehen will um Ruhe zu finden. Gefunden ...

In "Aus Sternen und Staub" begleiten wir Nate, dessen Leben bisher von vielen Rückschlägen geprägt war, und der sich einfach in seine verlassene Hütte am See zurückziehen will um Ruhe zu finden. Gefunden hat er dort viel, nur keine Ruhe. Ein flüchtiger Marine und ein sehr merkwürdiges kleines Mädchen haben nämlich genau diese Hütte auf der Flucht als Zuflucht auserwählt. Obwohl es sich für Nate zuerst so anfühlt als könnte alles nicht mehr schlimmer werden, findet er in diesen beiden Menschen bald alles, was er sein Leben lang gesucht hat. Es beginnt ein wilder Roadtrip, bei dem wir die 3 Protagonisten näher kennenlernen und mit ihnen gemeinsam ergründen worauf es im Leben wirklich ankommt!

Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen, und wird mir vor allem mit ihren einzigartigen Charakteren noch lange in Erinnerung bleiben. Die Liebesgeschichte hat nicht zu viel Platz eingenommen, hat für mein Gefühl aber zu lange gebraucht und ist dann zu schnell gegangen. Hier hätte ich mir einen etwas romantischeren Ansatz und nicht unbedingt so explizit beschriebene Szenen gewünscht. Vor allem eine Szene war für mich nicht sehr realistisch, weil man bei aller Leidenschaft doch nicht das kleine Mädchen vergisst das 10 Meter entfernt schläft.

Trotzdem hatte ich eine tolle Zeit beim Lesen und kann das Buch jedem weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 19.03.2025

Ein sehr tiefgründiges Werk über die vielen Facetten der Einsamkeit

Die Anatomie der Einsamkeit
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Louise Pelt verwebt in ihrem Roman die Geschichten dreier Frauen, die in unterschiedlichen Zeiten leben, und doch verbunden sind. Nicht nur durch ihre Verstrickung mit einem bestimmen Kompass, sondern ...

Louise Pelt verwebt in ihrem Roman die Geschichten dreier Frauen, die in unterschiedlichen Zeiten leben, und doch verbunden sind. Nicht nur durch ihre Verstrickung mit einem bestimmen Kompass, sondern auch durch das Gefühl der Einsamkeit. Ein Thema das wahrscheinlich so alt ist wie die Zeit selbst, und auch heute trotz der enormen Möglichkeiten zur Vernetzung mit der ganzen Welt, nichts an seiner Aktualität eingebüßt hat. Denn Einsamkeit bedeutet nicht nur allein zu sein. Das Buch zeigt das man auch umringt von Menschen die einen lieben einsam sein kann, dass man auch einsam sein kann wenn man alles im Leben erreicht zu haben scheint.
Dadurch regt das Buch sehr zum Nachdenken an und hat mich sehr gut unterhalten.

Einen halben Stern Abzug gibt es weil mir die Rolle, die der Kompass gespielt hat am Ende zu klein war, und Olive als Protagonisten öfter schwierig war. Ihre Handlungsweisen und Empfindungen waren für mich oft nicht nachvollziehbar und waren mir viel zu überdramatisch dargestellt, was die Geschichte meiner Meinung nach nicht gebraucht hätte.

Es wird allerdings definitiv nicht mein letztes Werk der Autorin sein, weil die Sprache unglaublich schön ist und die Geschichte noch lange nachhallen wird.

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Veröffentlicht am 24.07.2023

Eine Geschichte, die einem Hoffnung auf das Gute in den Menschen gibt!

Lied der Weite
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Ich wusste anfangs nicht wirklich was ich bei dieser Geschichte zu erwarten habe. Bekommen habe ich eine Erzählung mit ganz viel Herz, vielschichtigen Protagonisten und idyllischer Kleinstadtatmosphäre. ...

Ich wusste anfangs nicht wirklich was ich bei dieser Geschichte zu erwarten habe. Bekommen habe ich eine Erzählung mit ganz viel Herz, vielschichtigen Protagonisten und idyllischer Kleinstadtatmosphäre.
Besonders gut gefallen hat mir, dass kaum eine "Wertung" des Autors erkennbar war. Obwohl die Menschen hier auch teils schwerwiegende Fehler machen wirkt die Geschichte an keiner Stelle verurteilend, sondern zeigt, dass Fehler zum Leben dazugehören, und es darauf ankommt was man daraus macht!

Die beiden alten Viehzüchter Harold und Raymond haben es mir besonders angetan. Sie sind so bemüht das richtige zu tun, und machen sich keine Illusionen darüber, dass sie eigentlich keine Ahnung haben wie man mit Mädchen spricht und umgeht. Trotzdem sind sie entschlossen ihr bestes zu geben und nehmen jede Kritik dankbar an und versuchen sich zu bessern. Die beiden würde ich wirklich gerne kennenlernen und stelle mir gern vor, dass es solche Menschen auch in der realen Welt noch gibt!

An manchen Stellen hatte die Geschichte meiner Meinung nach ein paar Längen, was ihr aber im Gesamten kaum einen Abbruch tat.

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Veröffentlicht am 03.04.2023

Ein Roman, der nachhallt!

Dinge, die wir brennen sahen
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In "Dinge, die wir brennen sahen" erfahren wir die tragische Geschichte der jungen Esther, die eines Tages nicht von der Schule nach Hause kam. Esther und Ronnie sind beste Freundinnen, und trennen sich ...

In "Dinge, die wir brennen sahen" erfahren wir die tragische Geschichte der jungen Esther, die eines Tages nicht von der Schule nach Hause kam. Esther und Ronnie sind beste Freundinnen, und trennen sich jeden Tag am Heimweg von der Schule an derselben Stelle. So auch an einem besonders heißen Freitagnachmittag Ende November, mit dem Unterschied, dass Esther nie zu Hause ankommen wird.
Schnell wird die Polizei und auch die Bundesbehörde eingeschaltet, da es sich um einen Mythos handelt, dass vermisste Personen erst nach 24 Stunden gesucht werden. Vor allem bei Kindern und den Umständen von Esthers Verschwinden ist den Beamten klar, hier zählt jede Minute.
Sarah macht sich also mit ihrem Kollegen Smithy in die australische Kleinstadt Durton auf, um das Mädchen zu finden. Dort angekommen, erkennt Sarah aber bald, dass in dieser Kleinstadt mehr als das Verschwinden des Mädchens im argen liegt, und lang gehütete Geheimnisse kommen ans Licht.

FAZIT: Mir hat der Roman sehr gut gefallen, weil wir durch die Erzählung aus verschiedenen Perspektiven sehr gute Einblicke in das Leben in Durton und dessen Bewohner bekommen. Der Autorin gelingt es sehr gut zwischenmenschliche Beziehungen greifbar zu machen, und vor allem eine tolle Atmosphäre zu erzeugen. Man hat die Hitze und Trockenheit des australischen Sommers beim Lesen förmlich gespürt und konnte sich in die Gefühlslage der Protagonisten sehr gut hineinversetzen.

Ein besonderes Highlight, waren für mich die Kapitel aus der "Wir"-Perspektive. Diese Abschnitte waren aus der Sicht aller Kinder von Durton geschrieben, und haben mich an viele Szenen meiner eigenen Kindheit erinnert. Außerdem war die Sprache dieser Kapitel sehr poetisch und ich konnte mir viele Zitate makieren.

Einen kleinen Abzug gibt es von mir, da sich die Geschichte im Mittelteil meiner Meinung nach ein bisschen verliert. Hier fehlte mir ein roter Faden und ich wusste nicht genau wo die Autorin damit hinwollte. Am Ende konnte sie aber alle Fäden wieder zusammenführen, weshalb das auch wirklich nur Kritik auf hohem Niveau ist!

Große Leseempfehlung für alle Fans von Kleinstadtromanen mit etwas Spannung und "Von hier bis zum Anfang".

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