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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.07.2023

Ein klitzekleines Wortwunder!

Treacle Walker
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Alan Garner ist ein britischer Schriftsteller, der am 17. Oktober 1934 geboren wurde. Er ist vor allem für seine Kinder- und Jugendbücher bekannt, die in den Bereichen Fantasy und Abenteuer angesiedelt ...

Alan Garner ist ein britischer Schriftsteller, der am 17. Oktober 1934 geboren wurde. Er ist vor allem für seine Kinder- und Jugendbücher bekannt, die in den Bereichen Fantasy und Abenteuer angesiedelt sind. Seine Werke zeichnen sich durch eine Verbindung von realen Elementen mit mythologischen, folkloristischen und magischen Elementen aus. Seine Werke sind oft anspruchsvoll und tiefgründig und behandeln Themen wie Mythologie, Identität, Geschichte und die Verbindung zwischen Mensch und Natur.

Dies ist auch in "Treacle Walker" wiederzufinden.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich alles verstanden habe. Aber das spielt keine Rolle! Denn dieses kleine, aber feine Wunder der Worte ist immer wieder neu zu entdecken - perfekt für kurze Momente. Zwischen den vielen, oftmals wirren Worten, kann man immer wieder Neues entdecken und schmunzeln. Das Thema ist Wahrnehmung, Zeit, Realität, Perspektiven - oder auch nicht.

Die oftmals schlechten Rezensionen kann ich nur darauf zurückführen, dass beim Erwerb dieses Buch etwas anderes erwartet wurde. Dieses Buch ist kein Roman, kein Teil einer Trilogie oder ähnlichem. "Treacle Walker" ist ein Stück Fantasie, eine kleine Wunder-Geschichte.

Mein Abzug bezieht sich lediglich auf die Tatsache, dass in der Übersetzung ins Deutsche die Wortgewaltigkeit verloren gegangen ist.

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Veröffentlicht am 24.11.2025

Solides Finale mit kleinen Schwächen

Ember King
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Ich habe mich lange auf den Schlussband gefreut. Die Rückkehr in diese Welt hat mich sofort abgeholt. Der Stil bleibt angenehm und liest sich ohne Mühe. Trotzdem erreicht der dritte Teil nicht mehr die ...

Ich habe mich lange auf den Schlussband gefreut. Die Rückkehr in diese Welt hat mich sofort abgeholt. Der Stil bleibt angenehm und liest sich ohne Mühe. Trotzdem erreicht der dritte Teil nicht mehr die Kraft der ersten beiden Bände.

Cassims Entwicklung wirkt für mich zu stark eingebremst. Seine Erlebnisse nehmen ihm viel von dem weg, was ich an ihm mochte. Erst sehr spät gewinnt er einen Teil seiner früheren Stärke zurück. Yessa steht oft an seiner Seite, ihre Rolle bleibt für mich jedoch etwas einseitig. Einige Szenen wirken dadurch weniger lebendig als erwartet.

Trotz dieser Punkte bietet das Buch viele schöne Momente. Die Liebesgeschichte bekommt ein positives Ende. Die Atmosphäre trägt gut durch die Handlung. Ich hätte mir etwas mehr Spannung und Tiefe in der Mitte gewünscht.

Als Abschluss funktioniert der Band trotzdem. Er liefert ein rundes Ende und eignet sich gut für Leser:innen, die die Reihe beenden möchten. Ein angenehmes Leseerlebnis mit Luft nach oben. 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 15.09.2025

Spannend, aber mit kleinen Schwächen

Utopie Alpha
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Ich musste unbedingt wissen wollte, wie es mit Alexia und Jayden weitergeht. Auch diesmal war ich schnell gefesselt und habe das Buch in wenigen Stunden beendet. Die düstere Atmosphäre und die politischen ...

Ich musste unbedingt wissen wollte, wie es mit Alexia und Jayden weitergeht. Auch diesmal war ich schnell gefesselt und habe das Buch in wenigen Stunden beendet. Die düstere Atmosphäre und die politischen Machtspiele waren gut getroffen und haben mich wieder zum Nachdenken gebracht.

Besonders mochte ich die unbeholfenen Momente zwischen den beiden Hauptfiguren, die für etwas Leichtigkeit in der Geschichte sorgen. Auch die emotionale Seite kam stärker durch als im ersten Teil, was mir gefallen hat.

Allerdings hatte ich das Gefühl, dass manche Szenen zu schnell abgehandelt wurden. Gerade am Ende wäre etwas mehr Zeit für den Abschluss gut gewesen. So wirkte es stellenweise etwas gehetzt. Auch eine Beziehungskonstellation hat mich irritiert, da sie nicht ganz rund wirkte.

Trotz dieser Punkte habe ich das Lesen sehr genossen. Für mich ist es ein solides Buch mit einem gelungenen Ende. Deshalb vergebe ich 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 28.06.2025

Zwischen Tanz und Täuschung - zu wenig Fantasy für mich!

A Dance of Lies
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3,5 Sterne (aufgerundet: 4*)

Ich bin ein bisschen hin- und hergerissen von A Dance of Lies. Es gab Momente, in denen ich wirklich drin war, in der Welt, in Vasalies Kopf, im Netz aus Lügen und Machtspielchen. ...

3,5 Sterne (aufgerundet: 4*)

Ich bin ein bisschen hin- und hergerissen von A Dance of Lies. Es gab Momente, in denen ich wirklich drin war, in der Welt, in Vasalies Kopf, im Netz aus Lügen und Machtspielchen. Aber genauso oft wurde ich auch wieder rausgerissen. Und obwohl ich nicht bereue, es gelesen zu haben, hinterlässt es bei mir ein leicht enttäuschtes Gefühl. Gerade weil ich mir viel von der Darstellung chronischer Krankheit in einem Fantasy-Setting erhofft hatte und das leider nicht ganz aufgegangen ist.

Vasalie ist eigentlich eine spannende Figur: eine Tänzerin, gebrochen durch eine lange Zeit im Kerker, körperlich und seelisch gezeichnet. Ihre Reise von der Verzweiflung zurück zu einer Form von Selbstermächtigung war stellenweise berührend. Aber das, was als “Behinderung” eingeführt wurde, blieb für mich zu oberflächlich. Sie soll geschwächt sein, ja, doch sie tanzt, kämpft und spioniert oft, als hätten sie diese zwei Jahre kaum mitgenommen. Ich hätte mir da mehr Tiefe und Kontinuität gewünscht, vor allem, weil die Grundidee so wichtig und vielversprechend war.

Spannend fand ich dagegen den politischen Rahmen, die Versammlung mit ihren Intrigen, der Konkurrenz zwischen den Königsbrüdern, der unterschwelligen Spannung und all den kleinen Machtspielen. Auch die Mischung aus Tanz und Spionage hatte ihren Reiz. Was mir weniger gefallen hat, war die Vielzahl potenzieller Love Interests. Ich hatte das Gefühl, dass die Geschichte nicht so recht wusste, auf welche Richtung sie hinauswill, was nicht unbedingt schlecht sein muss, aber hier wirkte es eher wie unnötiges Drama als echte Entwicklung.

Der Schreibstil selbst war sehr durchwachsen. Teilweise sehr bildhaft und emotional, an anderen Stellen aber überladen und etwas zu bemüht poetisch. Gerade der Anfang zog sich für mich, während das Ende deutlich an Fahrt aufnahm und für einen gelungenen Cliffhanger sorgte.

Unterm Strich war A Dance of Lies ein lesenswertes Buch mit einigen starken Momenten, vor allem was Atmosphäre und Grundkonzept angeht. Aber ich habe nicht genug Verbindung zu den Figuren aufbauen können, und das Potenzial, besonders im Hinblick auf das Thema chronische Krankheit, wurde nicht ausgeschöpft. Wer gern in Intrigen abtaucht, langsame Romanzen und eine winzige Prise Fantasy ohne Magie mit politischer Note mag, wird hier sicher auf seine Kosten kommen. Für mich bleibt es ein solides, aber nicht überragendes Leseerlebnis.

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Veröffentlicht am 06.06.2025

Viel versprochen, etwas zu zahm, aber nicht ohne Reiz

I Am Fury
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Ich hatte große Hoffnungen für I Am Fury, und wurde leider etwas enttäuscht. Das Setting klang wie für mich gemacht: weibliche Wut, Djinn-Magie, eine moralisch fragwürdige Heldin, die sich an ihrem Ex ...

Ich hatte große Hoffnungen für I Am Fury, und wurde leider etwas enttäuscht. Das Setting klang wie für mich gemacht: weibliche Wut, Djinn-Magie, eine moralisch fragwürdige Heldin, die sich an ihrem Ex rächen will? Ja bitte. Aber je weiter ich gelesen habe, desto mehr habe ich gemerkt: Diese Geschichte wollte mutiger sein, als sie am Ende wirklich war.

Dania startet als wütende, gebrochene Figur, eine Frau, die für ein Verbrechen verurteilt wurde, das sie nicht begangen hat, und deren einziger Halt die Vorstellung von Rache ist. Doch kaum begegnet sie demjenigen wieder, der sie verraten hat, zerfließt ihre Entschlossenheit fast vollständig. Statt Kälte, Konfrontation oder wenigstens einem inneren Konflikt, der mich mitreißt, bekommen wir eine ziemlich zahme Romanze. Ihre Wut ist zwar ein zentraler Punkt der Geschichte, aber sie bleibt eher Behauptung als echtes Gefühl. Das fand ich schade, besonders bei einem Titel wie diesem.

Die Liebesgeschichte, enemies-to-lovers, mit Second Chance, hätte funktionieren können, wenn der Verrat nicht so extrem gewesen wäre. Ich konnte es einfach nicht nachvollziehen, warum sie ihn überhaupt wieder in ihr Herz lässt. Es fühlte sich für mich nicht verdient an. Die Option, einen neuen Love Interest einzuführen, hätte der Geschichte vielleicht mehr Tiefe und Spannung gegeben.

Was gut funktioniert hat: die Atmosphäre und das kulturell inspirierte Worldbuilding. Auch wenn ich mir gerade da etwas mehr Hintergrundwissen und Tiefe gewünscht hätte, war das Flair der Welt definitiv spürbar. Freundschaften (vor allem mit Noor) und der Umgang mit Identität und Schuld waren weitere interessante Aspekte, allerdings hat auch da das Gleichgewicht manchmal gefehlt. Noor fühlte sich oft wie ein Begleit-Tool statt wie ein echter Charakter.

Insgesamt: solide geschrieben, mit schönen Ansätzen, aber nicht ganz das, was ich mir erhofft hatte. Für Leser*innen, die Revenge-Stories mit Romantik und einem Schuss Magie mögen, könnte es dennoch funktionieren. Es war einfach nicht ganz mein Buch.

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