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Venice

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.08.2023

Ruhiger Roman

So weit der Fluss uns trägt
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Schon früh verliert Victoria Nash ihre Mutter, ihre Tante und den geliebten Cousin bei einem Unfall. Ganz selbstverständlich geht der Vater, Obstbauer seit Generationen, und der durch den Krieg versehrte ...

Schon früh verliert Victoria Nash ihre Mutter, ihre Tante und den geliebten Cousin bei einem Unfall. Ganz selbstverständlich geht der Vater, Obstbauer seit Generationen, und der durch den Krieg versehrte Onkel, davon aus, dass Victoria die Rolle der Mutter übernimmt. So kocht sie täglich für Vater und Onkel und oft genug für die Erntehelfer, pflückt dann noch Pfirsische und hilft an dem Verkaufsstand.

Bis zu einem kurzen Augenblick wo ein Fremder Junge die Straße entlangläuft und nach der Schlafstelle fragt. Dieser geht ihr nicht mehr aus dem Sinn vor allem als sie erfährt, dass der indigene Jungen überall nur Ablehnung erfährt. Als sie am Ende der heimlichen Liebesbeziehung schwanger wird, verläßt sie den Hof des Vaters und bringt in einer Berghütte ihr Kind zur Welt.

Der ganze Roman spielt im Mittleren Westen der USA zwsichen 1940 und 1970, eingebettet am Verlauf des Gunnison Rivers. Als später die Heimat von Victoria einem Stausee zum Opfer fallen soll, ist sie die erste die das Grundstück an den Staat verkauft was ihr ebenfalls eine starke Ablehnung der Dorfbevölkerung einbringt.

Der Schreibstil ist ruhig, und sehr lebendig. Die beschriebene Naturgewalt wie in Der Gesang der Flusskrebse habe ich vergeblich gesucht, dennoch hat mir das Buch sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 01.08.2023

Zur Schule mit Oma Bergmann

Nicht, dass noch einer sitzenbleibt! (Die Online-Omi 19)
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Als die Tochter ihres Neffen, Lisbeth, eingeschult wurde, wird Renate Bergmann mit den Misständen an den Schulen konfrontiert. Kurzerhand heuert sie als Aushilfslehrerin in der Grundschule an. Schließlich ...

Als die Tochter ihres Neffen, Lisbeth, eingeschult wurde, wird Renate Bergmann mit den Misständen an den Schulen konfrontiert. Kurzerhand heuert sie als Aushilfslehrerin in der Grundschule an. Schließlich ist sie schon mit 60 in Rente gegangen während man heute bis 67 arbeiten muss.

Außerdem sind die Grundlagen ja noch immer unverändert, so kompliziert kann das also mit den Kindern von heute nicht werden. Dabei wundert sie sich über die Probleme von heute, mit ausgefallenen Stunden wegen Lehrermangel durch Burn-out, überforderten Eltern die den Kindern zu Hause noch nicht einmal das wesentlichste beibringen.

Wie gewohnt ist es ein heiteres Buch mit lustigen Begebenheiten aber auch mit ernsten Hintergrund. Der Schreibstil gewohnt, frei nach Schnauze, in der Oma Bergmann eigenen Rechtschreibung.

Ich freue mich auf weitere Bücher aus dieser Reihe.

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Veröffentlicht am 30.07.2023

Eifelleben

Perlenbach
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1865 in der Eifel. Der junge Jacob Becker darf das erste mal mit seinem Vater, einem Textilfabrikanten von Montjoie nach Wollseifen fahren um dort Wolle zu kaufen. Er trifft dort auf den gleichaltrigen ...

1865 in der Eifel. Der junge Jacob Becker darf das erste mal mit seinem Vater, einem Textilfabrikanten von Montjoie nach Wollseifen fahren um dort Wolle zu kaufen. Er trifft dort auf den gleichaltrigen Wilhelm der ihn herumführt.

Im Winter holt Becker Wilhelm nach Montjoie als Gesellschaft für seinen kränklichen Sohn. Für den Bauernjungen eine große Sache. Gemeinsam mit Jacob und Arzttöchtern wird er von einem Privatlehrer unterrichtet. Die Kinder freunden sich an und schwören ewige Freundschaft.

Später erhält Wilhelm die Gelegenheit in der Textilfabrik eine Lehre zu machen während Jacob auf das Leben als Erbe der Textilfabrik vorbereitet wird. Luise, die Tochter des Arztes hat sich schon früh in den Kopf gesetzt Ärztin zu werden doch Ende des 19 Jahrhunderts für Frauen ein Unding.

In diesem Buch begleiten wir 3 Kinder auf dem Weg zum Erwachsenwerden die als Sinnbild für für die unterschiedlichen Lebensläufe in dieser Zeit stehen. Nachdem Wilhelm im Streit seine Zukunft verspielt und aus der Fabrik fliegt, muss er sich wieder als Bauer versuchen und findet darin am Ende sein Glück mit einer fleißigen Frau. Jacob, ein kränkliches Kind fühlt ist homosexuell orientiert. Im ausgehenden 19 Jahrhundert verboten und mit Gefängnisstrafe belegt. Er hat so gar keine Lust auf das Leben als Fabrikbesitzer. Luise, ein burchikoses Mädchen der es gegen alle Widrigkeiten gelingt in der Schweiz Studium und Ausbildung als Arzt zu abolvieren.

In ruhigen Sätzen schildert Anna-Maria Caspari das schwere Leben der Bewohner der Eifel. Auch ohne Vorkenntnisse des ersten Teils läßt sich dieser Roman wunderbar lesen und ich freue mich jetzt darauf den zeitlich anschließenden Teil, Ginsterhöhe, zu lesen.
Das Cover, mit 3 spielenden Kindern sowie einer historischen Dorfansicht ist passend.

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Veröffentlicht am 16.07.2023

Zauberhafter Kater

Cosmo Zauberkater (Bd. 1)
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Cosmo ist ein Straßenkater und mit seiner Freundin Ebba immer auf der Suche nach etwas essbarem. Doch während Ebba ohne Probleme in den Bäumen klettert, hat Cosmo Höhenangst.

Aywa ist ein junges Hexenmädchen ...

Cosmo ist ein Straßenkater und mit seiner Freundin Ebba immer auf der Suche nach etwas essbarem. Doch während Ebba ohne Probleme in den Bäumen klettert, hat Cosmo Höhenangst.

Aywa ist ein junges Hexenmädchen das sich vor der Prüfung zur Aufnahme in eine renommierte Zauberschule fürchtet. Während ihre Mutter eine bekannte Hexe in Wickfield ist, scheitert Aywa an den einfachsten Hexereien.

Doch Aywa schafft die Aufnahme auf wundersame Weise und bekommt als Tierkamerad Cosmo zugelost. Dieser hat seine Ausbildung als Tierkamerad ebenfalls bestanden und weiß nur, Besenfliegen mag er gar nicht. Die beiden retten den Ort vor dem Angriff der dunklen Seite und bringen die magische Kugel zurück.

Ein zauberhaftes Buch das stark an Harry Potter erinnert, hier jedoch auch für jüngere Leser geeignet. Aber auch Erwachsene erfreuen sich an der zauberhaften Geschichte und den lustigen Illustrationen.

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Veröffentlicht am 09.07.2023

Einfach nur normal sein

Genial normal
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Der 15-jährige Sam ist mit seinem normalen Leben in Stevenage absolut zufrieden. Er hat Freunde und spielt begeistert Fußball. Doch als die Eltern zu Geld kommen zieht die ganze Familie nach London und ...

Der 15-jährige Sam ist mit seinem normalen Leben in Stevenage absolut zufrieden. Er hat Freunde und spielt begeistert Fußball. Doch als die Eltern zu Geld kommen zieht die ganze Familie nach London und Sam wird mit seinen Geschwistern in die Nordlondoner Akademie für Begabte und Talentierte angemeldet.

Dort hat sein älterer Bruder endlich die Gelegenheit sein Musiktalent auszuleben und die jüngere Schwester ihr Zeichentalent. Nur Sam, der einfach normal sein will kann nichts beitragen, denn Fußball ist an der Schule verpönt.

Bis Sam bei einer Theateraufführung sein Talent findet ist es ein langer Weg der sehr unterhaltsam geschrieben ist. Dazu kommt noch die Mutter die mehr oder weniger erfolgreich eine neue Bestimmung sucht.
Witzig beschrieben ist auch der innere Dialog der beiden Gehirnhälften und einem anderen Körperteil.

Der Schreibstil ist für die Altersgruppe gerecht und sehr modern. Aber auch für Erwachsene ein netter Zeitvertreib.

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