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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.10.2023

Unterhaltsames Lesevergnügen

Schatten über Colonia – Ermittlungen am Rand des Römischen Reichs
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"Schatten über Colonia" hat meiner Meinung nach zwar ein ausbaufähiges Cover, aber der Inhalt ist dafür umso besser gelungen.

Es mag nicht alles historisch korrekt sein (was zu Beginn des Buches bei den ...

"Schatten über Colonia" hat meiner Meinung nach zwar ein ausbaufähiges Cover, aber der Inhalt ist dafür umso besser gelungen.

Es mag nicht alles historisch korrekt sein (was zu Beginn des Buches bei den Inhaltshinweisen und dem Hinweis zu den Dialogen auch erklärt wird), aber das tut der Geschichte keinen Abbruch. Das Genre des Buches ist "Historischer Roman" und genau das bekommen die Lesenden. Im Roman geht es sowohl um eine Überfallserie als auch darum, den Lesenden das Leben im Römischen Reich und dem damaligen Köln näherzubringen. Dies finde ich persönlich sehr gut umgesetzt.

Die Hauptfigur Lucretia und ihr Mitstreiter Quintus Tibur sind für mich, soweit ich das beurteilen kann, authentisch beschrieben. Was mir weiterhin gut gefiel, waren die Beschreibungen der germanischen Dörfer und der jeweiligen Unterschiede zwischen der römischen und der germanischen Gesellschaft.

Ich habe den Roman sehr gerne gelesen, auch wenn an manchen Stellen die Spannung fehlte. Dies wird meiner Meinung nach aber durch die interessanten Beschreibungen der damaligen Zeit wettgemacht. Wer einen historischen Roman mit Einsprengseln eines Krimis über die Zeit 87 nach Christus sucht, wird bei "Schatten über Colonia" fündig. Wer einen reinen Kriminalroman erwartet, der sich zügig lesen lässt, sollte eher zu einem anderen Buch greifen. Mir persönlich hat der Ausflug ins römisch geprägte Köln sehr viel Spaß gemacht.

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Veröffentlicht am 18.09.2023

Toller historischer Kriminalroman

Der Totengräber und der Mord in der Krypta (Die Totengräber-Serie 3)
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Ich habe bereits die vorherigen beiden Totengräber-Bände gelesen (was ich allen Neulingen der Reihe ebenso ans Herz lege) und bin auch vom dritten Teil sehr begeistert.

Der Autor schafft es erneut, das ...

Ich habe bereits die vorherigen beiden Totengräber-Bände gelesen (was ich allen Neulingen der Reihe ebenso ans Herz lege) und bin auch vom dritten Teil sehr begeistert.

Der Autor schafft es erneut, das Wien kurz vor Ende des 19. Jahrhunderts vor meinem inneren Auge erstehen zu lassen. Die Protagonist:innen sind wie immer trefflich und authentisch beschrieben, sodass mir das Lesen erneut wieder sehr viel Spaß gemacht hat. Zur Kurzweil trugen außerdem die angenehme Sprache des Romans sowie dessen Handlung bei. Auch diesmal gibt es wieder einen Hauch Übersinnliches zu bestaunen und zu rätseln, was stimmt und was nicht. Hinzu kommt mit Augustin Rothmayer eine wirklich spezielle Figur, die mir stets viel Freude bereitet. Ein wieder einmal rundum gelungener Kriminalroman, den ich jedem ans Herz lege, der/die gerne historische Kriminalroman liest.

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Veröffentlicht am 17.09.2023

Äußerst gelungenes Vorlesebuch

Sternenschweif, Magische Gute-Nacht Geschichten
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Ich habe das Vorlesebuch von Sternenschweif ausgewählt, weil mir das Cover sehr gut gefiel und der Klappentext auf schöne Geschichten hinwies. Dass meine beiden Nichten, fünf und drei Jahre alt, Einhörner ...

Ich habe das Vorlesebuch von Sternenschweif ausgewählt, weil mir das Cover sehr gut gefiel und der Klappentext auf schöne Geschichten hinwies. Dass meine beiden Nichten, fünf und drei Jahre alt, Einhörner richtig toll finden, war ein zusätzliches Argument zum Erwerb dieses Buchs. Es umfasst etwas mehr als 150 Seiten, die sich 14 Geschichten teilen, sodass eine Geschichte etwa mehr als zehn Seiten umfasst. Untermalt werden die Geschichten mit süßen Zeichnungen. Insgesamt ist das Buch sehr schön illustriert, sodass vor dem ersten Vorlesen auch erstmal alle Bilder angeschaut werden mussten.

Die Geschichten selbst sind nicht nur unterhaltsam, sondern auch lehrreich und vermitteln Wissen um verschiedene Tierarten, die im Wald leben. Da habe selbst ich noch etwas dazugelernt. Ein insgesamt äußerst gelungenes Vorlesebuch, das für größere Kinder ab 4/5 Jahren geeignet ist. Jüngere Kinder bringen meiner Meinung nach noch nicht genug Geduld für die etwas längeren Geschichten mit.

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Veröffentlicht am 02.09.2023

Erneut großartige Unterhaltung

Fräulein vom Amt – Spiel auf Leben und Tod
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Alma Täuber, das Fräulein vom Amt, hat mich schon in den ersten beiden Teilen sehr begeistert und auch der dritte Band "Spiel auf Leben und Tod" reiht sich hier nahtlos ein. Dies ist bei wenigen Reihen ...

Alma Täuber, das Fräulein vom Amt, hat mich schon in den ersten beiden Teilen sehr begeistert und auch der dritte Band "Spiel auf Leben und Tod" reiht sich hier nahtlos ein. Dies ist bei wenigen Reihen der Fall, daher: Hut ab, liebes Autorinnenduo!

Der aktuelle Fall für Alma Täuber ist nicht nur interessant und spannend, sondern auch wieder so konstruiert, dass ich bis zum Schluss nicht wusste, wer hinter den Taten steckte. Zudem schafften es die Autorinnen mal wieder, ein zeitgenössisches Ereignis in Baden-Baden aufzugreifen, sodass wieder eine schöne Hintergrundgeschichte mit dazu kam. Alma Täuber ist für mich, neben ihrer Freundin Emmi, eine wirklich gelungene Hauptfigur, in der ich mich teilweise wiederfinde. Resolut, selbstständig und klug, wunderbar!

Der Roman ist flüssig geschrieben und lässt sich daher schnell durchlesen. Das Lesevergnügen ist deshalb kurzweilig, aber dennoch großartig. Wer gerne historische Kriminalromane liest, die besondere Hauptfiguren haben, sollte sich das Fräulein vom Amt nach Hause holen (und natürlich in der richtigen Reihenfolge lesen).

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Veröffentlicht am 07.08.2023

Zeitgeschichte und Krimi hervorragend kombiniert

Fräulein Anna, Gerichtsmedizin (Die Gerichtsärztin 2)
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Ich habe bereits den ersten Band der Reihe von Petra Aicher um das Fräulein Anna aus der Münchner Gerichtsmedizin gelesen und muss zugeben, dass mir der zweite Teil noch besser gefällt als der erste.

"Die ...

Ich habe bereits den ersten Band der Reihe von Petra Aicher um das Fräulein Anna aus der Münchner Gerichtsmedizin gelesen und muss zugeben, dass mir der zweite Teil noch besser gefällt als der erste.

"Die Schwabinger Morde" spielen – wie der Titel schon verrät – im künstlerisch-alternativen Schwabing. Dessen Ambiente und Stimmungen zur damaligen Zeit (der Erste Weltkrieg hatte gerade begonnen) fängt die Autorin in ihrem Roman hervorragend ein. Doch nicht nur das. Durchweg alle Protagonist:innen in diesem Roman sind meiner Meinung nach authentisch und nachvollziehbar. Vor allem Fritz von Weynand und Anna Zech finde ich als Ermittlerpaar sehr gelungen. Sie ergänzen und gleichen sich gegenseitig sehr gut aus. Er ist eher etwas draufgängerisch, sie der ruhende Pol. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, den beiden bei ihren Ermittlungen durch Schwabing zu folgen.

Weiterhin ist die gesamte Krimihandlung schön konstruiert und ich konnte mir bis zur Auflösung keinen Reim auf die Geschehnisse machen. Vielen Dank, Frau Aicher, für die unterhaltsamen und kurzweiligen Stunden mit diesem Roman, den ich allen ans Herz lege, die historische Kriminalromane mögen.

Wer den ersten Teil der Reihe noch nicht gelesen hat, sollte dies schnell nachholen. Der zweite Teil lässt sich zwar auch ohne Vorkenntnisse genießen, aber mit dem Hintergrund aus dem ersten Teil ist er noch ein Stückchen besser.

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