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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.09.2024

Hitze

Ewig Sommer
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Es brennt und die Gefahr kommt immer näher in dem kleinen Kurort Bad Heim. In Iris Hotel gibt es schon lange keine Gäste mehr, viel zu gefährlich ist die beängstigende Feuerbrunst.
Eines Tages stehen plötzlich ...

Es brennt und die Gefahr kommt immer näher in dem kleinen Kurort Bad Heim. In Iris Hotel gibt es schon lange keine Gäste mehr, viel zu gefährlich ist die beängstigende Feuerbrunst.
Eines Tages stehen plötzlich eine Frau und ihre kleine Tochter vor der Tür und bitten um Unterschlupf. Die geheimnisvolle Fremde wirft bei Iris viele Fragen auf und so ganz langsam näher die zwei sich an und die Wahrheit kommt ans Licht.
'Ewig Sommer' ist der Debütroman der Autorin Franziska Gänsler und ich habe eigentlich nur begeisterte Stimmen dazu gelesen.
Umso schwieriger fällt es mir Worte für meine Rezension zu finden.
Ich habe auf jeden Fall auch die Sogwirkung des Buches gespürt, war so gespannt was noch passieren wird und hatte es super schnell durch.
Nur habe sich mir die tieferen Bedeutungen nicht erschlossen. Klimawandel ja klar, das versteh ich und die Beschreibung der Hitze, des Feuers, diese Unentschlossenheit... bleib ich und bringe mich in Gefahr oder lass ich mein komplettes Leben zurück war sehr bildlich dargestellt.
Aber der Handlungsstrang um Dori hat sich mir nicht so ganz erschlossen und auch als Person blieb sie mir fremd und war mir sogar regelrecht unsympathisch.
Ich war mir zudem unsicher was ich von den Erzählungen über ihren Mann halten soll. Wer von beiden tut dem anderen Unrecht? Für mich nicht ersichtlich.
Die Bindung und Beziehung die sich zwischen Iris und Dori entwickelt hatte konnte ich auch nicht nachvollziehen und/ oder einordnen.
Baby fand ich ganz gut dargestellt und diese rohe, fast schon schmuddelige Art war recht erfrischend.
Ich glaube es war wohl nicht so ganz mein Buch und konnte mich deshalb auch nicht da abholen wo es viele andere Leser abgeholt hat.
Schade, aber es kann ja nicht immer passen 🤷🏼‍♀️.

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Veröffentlicht am 11.08.2024

Alles nicht so einfach

Welches Königreich
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Puh... das war keine einfache Lektüre, aber eine sehr eindringliche.
In 'Welches Königreich' von Fine Gråbøl wird der Alltag von 6 Menschen mit psychischen Erkrankungen erzählt.
Die Ich-Erzählerin die ...

Puh... das war keine einfache Lektüre, aber eine sehr eindringliche.
In 'Welches Königreich' von Fine Gråbøl wird der Alltag von 6 Menschen mit psychischen Erkrankungen erzählt.
Die Ich-Erzählerin die namenlos bleibt gibt uns hier auf sehr distanzierte und schnörkellose Art Einblicke in den Versuch der Resozialisierung einer betreuten Wohngemeinschaft nach stationären Aufenthalten in der Psychiatrie.
Gerade der recht emotionslos Schreibstil bringt diesen inneren Kampf und die Zerrissenheit Einzelner gut rüber und zeigt auf wie schwer ein einfaches Leben sein kann.
Durch die kurzen Abschnitte lässt sich dieser Roman sehr schnell und gut lesen, aber durch das schnelle 'durchkommen' geht, glaube ich, etwas der Botschaft verloren.
Im Ganzen war es dann doch nicht so meins und wird mir wohl nicht lange im Kopf bleiben.
Ich möchte immer gerne eine Verbindung zu den Protagonisten aufbauen, doch hier bleiben Sie einem sehr fremd.
Das könnte aber durchaus gewollt sein.
Wenn Euch der Klappentext und die Thematik anspricht, bildet Euch am Besten selber eine Meinung.

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Veröffentlicht am 18.02.2024

Schwere Kost

Sund
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Ich habe gerade 'Sund' von Laura Lichtblau beendet und bin etwas zwiegespalten in meiner Meinung dazu.
Ich fange erst einmal mit dem sehr schönen Cover an und wie wertig sich dieser, mit 134 Seiten recht ...

Ich habe gerade 'Sund' von Laura Lichtblau beendet und bin etwas zwiegespalten in meiner Meinung dazu.
Ich fange erst einmal mit dem sehr schönen Cover an und wie wertig sich dieser, mit 134 Seiten recht schmale Roman anfühlt.
Der Schreibstil ist sehr lyrisch und für mein empfinden kunstvoll geschrieben. Und das ist wohl auch der Knackpunkt...ich kann damit leider nicht viel anfangen. Ich habe im ganzen ersten Teil nicht wirklich verstanden was mir erzählt oder vermittelt werden soll. Auch das zwischen den Zeilen lesen fällt mir schwer. Wer oder was ist das Balg, warum wird da jemand Elch genannt und und und.
Der Teil um die Recherche nach dem Urgroßvater der Erzählerin war gut, sehr erschreckend und interessant. Er hat mich animiert einiges nachzulesen. Die Themen Euthanasie im nationalsozialistischen Kontext, Zwangssterilisierung, Frauen als Zuchtstuten, Menschenversuche und vieles mehr sollte nicht vergessen werden.
Aber wie schon erwähnt konnte mich die Erzählung drumherum leider nicht abholen.
Ich könnte darauf wetten das es viele Liebhaberinnen (das war auch interessant, es wurde alles in der weiblichen Form geschrieben und nur ein paar Ausnahmen gegendert) geben wird, die an so einem Roman Freude haben.
Mein Buch war es leider nicht.

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Veröffentlicht am 07.08.2023

Schreibblockade

Nichts in den Pflanzen
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Ich lass mich ja sehr schnell von gut gestalteten Cover einfangen und dieses gefällt mir richtig gut. Dieser Kontrast von rosa Farbgebung zur 'Schnapsleiche' ist ziemlich cool.
Aber so leid mir ...

Ich lass mich ja sehr schnell von gut gestalteten Cover einfangen und dieses gefällt mir richtig gut. Dieser Kontrast von rosa Farbgebung zur 'Schnapsleiche' ist ziemlich cool.
Aber so leid mir das tut, das Cover war tatsächlich mein einziges Highlight.
Es geht um eine junge Drehbuchautorin mit Schreibblockade, Existenzängsten, einer niedrigen Hemmschwelle gegenüber körperlicher Gewalt und einem ausschweifenden Lebensstil.
Vielleicht hab ich das Buch und die Story auch einfach nicht verstanden, aber ich fand die Protagonistin und das was Sie getan hat furchtbar und weiß eigentlich gar nicht wie ich das gelesene rezensieren soll.
Sehr gespannt bin ich auf weitere Meinungen zu diesem Debütroman und ich hoffe jemand kann mir das mit den Fliegen erklären?!
Vom Schreibstil macht es schon was her und ich denke manch anderen wird es gefallen.
Mich hat es leider gar nicht abgeholt.


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Veröffentlicht am 08.06.2023

Die Insel

Als das Böse kam
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Von diesem Thriller habe ich mir ehrlich gesagt eine ganze Menge mehr versprochen. Das Setting ist so genial und die Idee der Story auch. Nur an der Umsetzung hapert es.
Die Geschwister Juno und Boy leben ...

Von diesem Thriller habe ich mir ehrlich gesagt eine ganze Menge mehr versprochen. Das Setting ist so genial und die Idee der Story auch. Nur an der Umsetzung hapert es.
Die Geschwister Juno und Boy leben mit ihren Eltern von der Zivilisation abgeschnitten auf einer kleinen abgelegenen Insel. Außerhalb der Insel droht Gefahr in Form der Wächter die Junos Vater für etwas aus der Vergangenheit zu Rechenschaft ziehen wollen. Das auf jeden Fall wird den zwei Kindern erzählt um die Neugier auf die Welt außerhalb in Zaum zu halten.
Ich empfand 'Als das Böse kam' nicht als Thriller, sondern vielmehr als Jugendbuch. Es war zu keiner Zeit unheimlich und da es aus Sicht der naiven Juno erzählt wird, war die Sprache sehr kindlich.
Es ließ sich schnell lesen, aber eine Empfehlung kann ich leider nicht aussprechen.

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