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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.10.2023

Kurzweiliges Buch mit wichtigen Werte

Luftmaschentage
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Das Buchcover finde ich sehr passend zum Buch. Es zeigt die Unterteile zweier Menschen, die in einem Baum sitzen und häkeln. Es ist die Geschichte von Matea und Riccarda, die sich beide vor anderen verstecken ...

Das Buchcover finde ich sehr passend zum Buch. Es zeigt die Unterteile zweier Menschen, die in einem Baum sitzen und häkeln. Es ist die Geschichte von Matea und Riccarda, die sich beide vor anderen verstecken wollen. Die eine ist wahnsinnig schüchtern, die andere hat keine Angst, sich zu äußern. Doch sie verbirgt etwas. Durch das Häkeln entsteht eine Freundschaft, die dann zerbricht.

Das Buch, mit seinen 173 Seiten und seinem klaren und flüssigen Schreibstil, lässt sich schnell lesen.

Die Geschichte spricht einige Themen an, die für Jugendliche wichtig sind: Abgrenzung und Mobbing, Freundschaft und Vertrauen, Gewalt.

Die Altersempfehlung ist ab 11 Jahren, was mich auf den ersten Blick verblüfft hat. Ich musste aber leider anerkennen, dass Kinder in dem Alter schon anfangen, sich mit diesen Themen zu befassen.

Insgesamt: ein kurzweiliges Buch mit wichtigen Werten.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.09.2023

Bilderbuch für ältere Kinder

Jessi, die Raubhäsin (Klein, aber oho!)
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Jessi, die Raubhäsin, ist kein Kuscheltier. Obwohl sie auf der ersten Seite flauschig und süß aussieht, wird sie schnell zu einer bösen Häsin mit gerupftem Fell und eingerissenen Öhrchen. Weil sie nie wieder ...

Jessi, die Raubhäsin, ist kein Kuscheltier. Obwohl sie auf der ersten Seite flauschig und süß aussieht, wird sie schnell zu einer bösen Häsin mit gerupftem Fell und eingerissenen Öhrchen. Weil sie nie wieder selbst Beutetier sein will, wird sie zu einer Jägerin, bekämpft Fuchs, Eulen und Schlangen und rettet andere Tiere. Auch vor dem Jäger, in dessen Gewehrlauf sie blickt, hat sie keine Angst.

Als Erwachsene hat man manchmal das Gefühl, dass die Häsin rauer dargestellt wird, als man in einem Kinderbuch erwartet. Sie wirkt nicht immer sympathisch, was ich ganz okay finde, da es für Kinder auch wichtig ist, Figuren zu sehen, die ihre negativeren Gefühle widerspiegeln.

Deswegen ist dieses Buch meiner Meinung nach eher für ältere Kinder geeignet, die die dargestellten Situationen besser nachvollziehen können. Darüber hinaus sind das Vokabular relativ kompliziert für ein Kinderbuch.

Fazit: Ein Bilderbuch, auf das man auch später zugreifen kann.

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Veröffentlicht am 08.08.2023

Zeitreise Rätsel

Memora Castle oder Das Rätsel der vertauschten Zeit
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"Memora Castle und Das Rätsel der Vertauschten Zeit" ist eine unterhaltsame Fantasy-Abenteuer-Geschichte für Leser ab 10 Jahren.

Die Heldin Holly besucht ihre Tante Claire, die Hollys 12. Geburtstagsparty ...

"Memora Castle und Das Rätsel der Vertauschten Zeit" ist eine unterhaltsame Fantasy-Abenteuer-Geschichte für Leser ab 10 Jahren.

Die Heldin Holly besucht ihre Tante Claire, die Hollys 12. Geburtstagsparty organisieren sollte. Doch Tante Claire ist nicht da und niemand weiß genau wo sie ist. Steht ihr Verschwinden im Zusammenhang mit einem geheimnisvollen Erbe, nach dem alle suchen?

Das Cover ist schön gemalt, aus meiner Sicht im Stil der 1920er Jahre. Das passt gut zu der Geschichte aber ich bin mir nicht sicher ob es dem Geschmack der Zielgruppe entspricht.

Die Handlung ist interessant und spannend, mit Rätsel, Magie, Zeitreisen und Betrug. Der Schreibstil ist passend für die Zielgruppe und das Buch lässt sich gut lesen. Eine gute Zeitreise-Geschichte zu erzählen ist nicht einfach und dieses Buch enthält auch einige Ungereimtheiten. Da es sich hier aber um ein Kinderbuch handelt würde ich die Handlung nicht zu sehr unter die Lupe nehmen.

Das Buch versucht auch, eine schöne Botschaft zu vermitteln: es gibt gute und schlechte Erinnerungen und man sollte versuchen, sich mehr an das Gute zu erinnern. Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass die Botschaft besser in die Geschichte integriert wäre. Auch die Entscheidung, die Holly ganz am Ende treffen muss, fühlt sich überflüssig an und die Geschichte hätte auch davor enden können.

Insgesamt aber ein unterhaltsames Buch.

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Veröffentlicht am 29.03.2024

Informatives Sachbuch

Voll ungerecht!
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Das bunte Cover gibt den Eindruck, dass es um ein Geschichtenbuch handelt. Es ist stattdessen ein relativ ausführliches Sachbuch für Kinder ab acht Jahren. Im Buch wird das Konzept "Gerechtigkeit" gründlich ...

Das bunte Cover gibt den Eindruck, dass es um ein Geschichtenbuch handelt. Es ist stattdessen ein relativ ausführliches Sachbuch für Kinder ab acht Jahren. Im Buch wird das Konzept "Gerechtigkeit" gründlich in der Breite und Tiefe untersucht. Durch zahlreiche Fragen werden Kinder aufgefordert zu überlegen, was fair ist, und in welchen Umständen unsere normale Vorstellung von "fair" nicht optimal ist. Die unterschiedlichen Aspekte der Gerechtigkeit werden durch Ideen von bekannten Philosophen erläutert.


Das Buch bespricht ziemlich ernste Themen wie Gerechtigkeit auf der Arbeit, soziale Gerechtigkeit und welche Rolle Steuern dazu spielt, die Todesstrafe, usw. Manche Stellen sind recht trocken und ich glaube, dass auch Kinder im Zielalter Hilfe brauchen werden, um alles zu verstehen. Das Buch ist aber als Sachbuch total geeignet, besonders wenn man als Erwachsene die komplexen Konzepte erklären will. 

Veröffentlicht am 06.06.2025

Gut zum Lesen trainieren

Frag Ferdinand: Natur und Tiere
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"Frag Ferdinand" ist ein lustiges Kindercomicbuch mit Sachwissen über die Natur. 

Das Format ist für junge Leser gut geeignet. Die bunten Bilder und große Schrift machen das Buch besonders einladend. ...

"Frag Ferdinand" ist ein lustiges Kindercomicbuch mit Sachwissen über die Natur. 

Das Format ist für junge Leser gut geeignet. Die bunten Bilder und große Schrift machen das Buch besonders einladend. Mein Sohn liebt Comics und hat gleich angefangen zu lesen. 

Die Themen sind vielfältig. Jede "Geschichte" nimmt nur eine Doppelseite und wird schnell gelesen. Der Schreibstil ist humorvoll, und auch für Erwachsene gibt es viel zum Schmunzeln. 

Ich finde die Umsetzung aber verbesserungswürdig, insbesondere weil ein junges Publikum gezielt wird. 

Den Ferdinand kannten wir bisher nicht und wir wissen also nicht, aus welchem Kontext die Comics kommen. Einige Elemente wirken aber altmodisch und beinahe unangebracht. Den Chef, der Ferdinand immer wieder anschreit, finde ich sehr unangenehm. Auch die Behauptung, dass für Cowboys "Viehdiebe und Ureinwohner waren nur zwei der zahllosen täglichen Gefahren" ist historisch fragwürdig. 

Aber Hauptsache ist: Das Kind hat das Buch gelesen und genossen.