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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.12.2017

spannend

Woman in Cabin 10
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Gleich zu Anfang die Frage von mir: Warum ein englischer Titel für die deutsche Übersetzung?

Laura 'Lo' Blacklock ist Reisejournalistin bei Velocity. Schon lange dabei, aber nicht sehr erfolgreich. Sie ...

Gleich zu Anfang die Frage von mir: Warum ein englischer Titel für die deutsche Übersetzung?

Laura 'Lo' Blacklock ist Reisejournalistin bei Velocity. Schon lange dabei, aber nicht sehr erfolgreich. Sie befindet sich seit langer Zeit in ärztlicher Behandlung um ihre Panikattacken in den Griff zu bekommen und es gelingt ihr mit stärkeren Tabletten ganz gut, leider trinkt sie auch oft viel zu viel Alkohol.
Als ihre Chefin schwanger ist, darf Lo an einer Jungfernfahrt eines exklusiven Kreuzfahrtschiffes teilnehmen, um einen Artikel darüber zu schreiben. Es ist ein sehr kleines Schiff mit nur zehn Passagierkabinen. Die anderen Teilnehmer sind größtenteils ebenfalls Reisejournalisten und Fotografen. Man kennt sich.
Da Lo noch kurz vor ihrer Abfahrt zu Hause einen Einbruch in ihre Wohnung erlebt hat, kann sie fast gar nicht mehr schlafen. Also spricht sie gleich am ersten Abend auf dem Schiff, dem Alkohol zu gut zu. Nachts wird sie durch einen Schrei aus ihren unruhigen Schlafversuchen geweckt und dann hört sie noch ein platschendes Geräusch.
Für sie ganz klar, da wurde jemand ermordet und über Bord gehievt. Blutspuren am Nebenbalkon erhärten ihre Vermutung.
Nur leider glaubt ihr niemand. Aber sie forscht weiter und spricht sogar mit dem Schiffeigner über ihren Verdacht. Und wer war überhaupt die Frau in Kabine 10, mit der sie, am ersten Tag, kurz gesprochen hatte? Niemand außer ihr hat sie gesehen und außerdem wurde diese Kabine gar nicht bezogen.
Bis sie wohl mit jemandem Falschen über ihre Verdächtigungen spricht. Da beginnt ihr Martyrium.
Dies ist der zweite Thriller der Autorin Ruth Ware. Gleich mit dem ersten Buch: im dunklen, dunklen Wald konnte sie einen Bestseller landen. Und mit Woman in Cabin 10 wird ihr das wohl wieder gelingen.
Das Buch ist 380 Seiten dick und es ist flüssig und spannend geschrieben, sodass ich es fast in einem Rutsch durchgelesen habe. Vielleicht hätte der Innenteil etwas gerafft und dafür der letzte Teil etwas ausführlicher sein können, aber mir hat es auch so sehr gut gefallen.
Ich bedanke mich bei Vorablesen und dem Deutschen Taschenbuch Verlag die mir das Taschenbuch zeitnah und kostenlos zur Verfügung gestellt haben.

Veröffentlicht am 04.11.2017

actionreich

Niemals
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Niemals von Andreas Pflüger ist der zweite Teil einer Reihe um die blinde Agentin Jenny Aaron. Diese hat früher der Abteilung, einer geheimen Organisation, angehört, mußte aber aufgrund ihrer Erblindung ...

Niemals von Andreas Pflüger ist der zweite Teil einer Reihe um die blinde Agentin Jenny Aaron. Diese hat früher der Abteilung, einer geheimen Organisation, angehört, mußte aber aufgrund ihrer Erblindung ihren Job aufgeben und ist zum BKA gewechselt.
Sie kämpft seit fünf Jahren mit sich und ihrem Körper darum, wieder 100%ig einsatzfähig zu sein. Nun trifft sie einen Arzt, der ihr Hoffnung macht, eventuell etwas von ihrer Sehfähigkeit wiederzuerlangen. Aber dafür muß sie ruhiger werden, und der Körper sollte nicht zu viel Adrenalin ausschütten.
Aber wie soll das gehen? Ihr Erzfeind hat ihr eine riesengroße Geldsumme hinterlassen. In einem Schließfach in Marrakesch. Sie weiß, daß es eine Falle ist, aber ihr Ehrgeiz packt sie, sodass sie und ihr bester Kollege und Freund Pavlik sich auf das Abenteuer einlassen.
Wie schon bei 'Endgültig' enthält der Thriller viel Action.
Der Schreibstil von Andreas Pflüger hebt sich deutlich von anderen Autoren ab. An manchen Stellen hätte er für mein Leseempfinden etwas flüssiger sein können.
Niemals ist zwar ein abgeschlossener Thriller, aber ich fand es doch sehr hilfreich, dass ich den ersten Teil (Endgültig ) kurz zuvor gelesen hatte. So kannte ich bereits den Schreibstil, mit den oft sehr kurzen Sätzen und konnte mich im zweiten Teil besser auf die Handlung konzentrieren.
Ich bedanke mich bei Vorablesen und dem Suhrkamp Verlag, die mir das Buch zeitnah und kostenlos zur Verfügung gestellt haben.

Veröffentlicht am 01.09.2017

super spannend

Das Porzellanmädchen
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Luna Moor wurde als Jugendliche entführt und mißbraucht. Ihre einzige Stütze damals war eine Porzellanpuppe mit zwei verschieden blaufarbenen Augen. Sie schafft es dem Entführer zu entkommen.

Zwölf Jahre ...

Luna Moor wurde als Jugendliche entführt und mißbraucht. Ihre einzige Stütze damals war eine Porzellanpuppe mit zwei verschieden blaufarbenen Augen. Sie schafft es dem Entführer zu entkommen.

Zwölf Jahre später ist sie eine erfolgreiche Autorin; sie schreibt Thriller und hat schon drei Stück veröffentlicht. Nun arbeit sie an ihrem vierten Werk. Sie hält geheim, worum es darin geht. Und das aus gutem Grund. Sie möchte ihre Vergangenheit aufarbeiten und den Täter von damals aus der Reserve locken. In Recherchen hat sie herausgefunden, wo das Haus, in welchem sie gefangen gehalten wurde, liegt und hat sich dort eingemietet. Ihre Freundin überredet sie für ein paar Tage auf deren 15-jährigen Sohn Leon aufzupassen. Also nimmt sie ihn mit in das Haus. Eigentlich gegen ihren Willen und ihre Überzeugung.
Sie schreibt fleissig an ihrem Roman und als Leser des Buches liest man sich nun durch zwei Ebenen:
Wie es weitergeht mit Luna und Leon in dem Haus und anderseits was Maria(übrigens der zweite Name von Luna)erlebt. Wie sie auf die Puppe stößt, welch Unglück sie bringt und immer schon gebracht hat, wer sie früher besessen hat und wo das Haus steht von ihrem früheren Martyrium. Die Besitzerin des Hauses wurde umgebracht. Maria gesteht die Tat.
War es wirklich nur Maria oder auch im wahren Leben Luna. Oder gab es einen anderen Täter?
Der flüssige Schreibstil und die Handlung, die einen manchmal die Ebene vergessen läßt, führt dazu, dass man den Thriller nicht aus der Hand legen kann, bis man endlich das Ende erreicht hat. Aber hat man es dann wirklich erreicht?
Ich habe die Nils Trojan Reihe immer mit Begeisterung gelesen, aber vermißt habe ich ihn in diesem Thriller nicht
Ich bedanke mich beim Goldmann Verlag und der Mayerschen Buchhandlung, die mir das SC Buch im Rahmen einer Leserunde zeitnah und kostenlos zur Verfügung gestellt haben.

Veröffentlicht am 28.04.2026

Spannend mit überraschendem Ende

Der Fjord
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Ich hatte bisher noch keinen Thriller der Autorin gelesen. Der flüssige Schreibstil von ihr und des Übersetzers und die interessante Story ließen mich das Buch fast nicht aus der Hand legen. Einen Blick ...

Ich hatte bisher noch keinen Thriller der Autorin gelesen. Der flüssige Schreibstil von ihr und des Übersetzers und die interessante Story ließen mich das Buch fast nicht aus der Hand legen. Einen Blick in die Welt der Reichen und Mächtigen - warum nicht?
Jedes Jahr veranstaltet die Familie Fowley in Norwegen eine Riesenparty, bei der Alkohol in Strömen fließt und Drogen auch zum guten Ton gehören.
Amelias Schwester Rose wurde im letzten Jahr zu dieser Party eingeladen und ist seit dieser Zeit verschwunden. Da die Polizei nichts unternimmt, bleibt die Suche nach Rose an Amelia hängen, nur wie bekommt sie eine Einladung zu der Party in diesem Jahr?
Sie krempelt ihr Leben um, nimmt eine falsche Identität an und angelt sich Ford Fowley. Nach fast einem Jahr des Zusammenlebens klappt es dann auch mit der Einladung.
Amelia begibt sich auf dem Fowley Anwesen sofort auf die Suche und stellt einige Nachforschungen an. Sie lernt auch die anderen Familienmitglieder kennen, wobei sie sich hauptsächlich mit ihren Verdächtigungen auf den 'Clanchef' Lawrence einschiesst.
Die Geschichte ist fast durchgängig spannend, zwischenzeitlich hat man Einblicke in das Partyleben, wobei sogar ein Todesfall die feierwütigen, ignoranten Gäste nicht abhält weiterzumachen.
Es hat wohl im Laufe der Jahre mehrere Todesfälle und Vermisste gegeben und auch Amelia begibt sich in Gefahr. Wer ist der Täter? Gibt es ein Schema? Warum werden keine Nachforschungen angestellt? Es wird immer rätselhafter. Meine Vermutungen und Verdächtigungen wechselten im Laufe des Buches doch einige Male und zum Schluss war ich über manche Lösungen überrascht.
Wenn es meine Lesezeit erlaubt, war es bestimmt nicht das letzte Buch von Sarah Goodwin, welches ich gelesen habe

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Veröffentlicht am 22.04.2026

Ungewohntes Setting für Jan de Fries

Seemannsgrab für Norderney
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Ich lese seit Jahren die Jan de Fries Krimi Reihe von Dirk Trost sehr gerne. Auf den 12. Band Seemannsgrab für Norderney habe ich mich sehr gefreut und schon gleich zu Anfang taucht die erste Leiche auf. ...

Ich lese seit Jahren die Jan de Fries Krimi Reihe von Dirk Trost sehr gerne. Auf den 12. Band Seemannsgrab für Norderney habe ich mich sehr gefreut und schon gleich zu Anfang taucht die erste Leiche auf. Ein Motorradfahrer liegt samt seiner Maschine in der Nordsee. Doro Oldenburg, die Leiterin der Mordkommission, findet eine Visitenkarte von Jan de Fries bei der Leiche. Dieser kannte den Toten aber nicht und kann sich den Besitz der Visitenkarte nicht erklären. Eigentlich ist er ja mit seinen beiden Freunden mit dem Schiff unterwegs, aber das Wetter schlägt Kapriolen und Jan lässt Motte bei den Freunden zurück und begibt sich nach Norderney, wo mittlerweile eine weitere Leiche aufgefunden wurde.
Auf Norderney ist eine Filmcrew bei Filmarbeiten, aber sie sind total unterbesetzt und Jan wird gleich als Komparse engagiert. Ohne, dass er es wollte. Leider gefiel mir das Setting und die ganze Handlung ab diesem Zeitpunkt nicht mehr besonders. Zum Schluss wird der Fall geklärt und es nimmt noch ein paar überraschende Wendungen. Aber mir ist leider nicht so viel davon in Erinnerung geblieben(es ist schon ein paar Monate her, dass ich das Buch gelesen habe). Es war für mich der schwächste Band der Reihe, trotzdem freue ich mich auf weitere Fälle.

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