Sehr schönes Buch
Die Mission des GoldwäschersIn diesem wunderbaren Buch geht es zum einen um Eleonore und und ihren Vater Magnus von Auenstein, der Buchhändler ist. Sie haben ein Buch erstanden, genauer gesagt das Buch der Niebelungen, und es scheint, ...
In diesem wunderbaren Buch geht es zum einen um Eleonore und und ihren Vater Magnus von Auenstein, der Buchhändler ist. Sie haben ein Buch erstanden, genauer gesagt das Buch der Niebelungen, und es scheint, dass es eine Geheime Karte zum Schatz enthält. Diese Theorie können die Mönche im Kloster St. Gallen bestätigen. Es macht sich eine kleine Gruppe, bestehend aus Eleonore, ihrem Vater und einem Mönch, auf den Weg den Schatz zu bergen. Es kommt wie es kommen muss, sie haben Verfolger und stoßen so auf Goldwäscher Frieder und seine Freunde, die ihnen das Leben retten. Die Gruppe wächst und gemeinsam wollen sie den Schatz bergen.
Das Cover ist sehr gut gewählt. Es ist das Innere einer Kirche zusehen. Dazu die gelb-goldene Schrift. Man erkennt die Zweideutigkeit im Blick auf den Goldwäscher Frieder und den Nibelungen Schatz. Der schreibstil gefällt mir gut. Es wird aud der Sicht Eleonores, Frieders und manchmal die des Vaters Magnus von Auenstein erzählt. Man kann dem Wechsel gut folgen, da das ganze Kapitel immer aus Sicht einer Person geschrieben ist. Auch die Charaktere sind sehr gut dargestellt und wirken authentisch. Sehr gut hat mir die Darstellung des Mönches gefallen. Ich konnte mir den dicken Mönch, der ständig Wein trinkt sehr gut vorstellen. Es gibt nur einen Kritikpunkt hinsichtlich der Darstellung der Charaktere und zwar stört es mich schon etwas, dass auch hier die sexsuelle Neigung sehr modern ist. Passt irgendwie nicht zu dem historischen Roman.
Die Geschichte mit ihren Rätseln als Schatzkarte fand ich sehr gut. Auch, wie der Mönch bei einer Flasche Wein zur Nacht die Niebelungen Sage erzählt, ist sehr gelungen. So erklärt sich für jemanden, der die Sage nicht kennt, einiges von selbst und man muss jetzt nicht speziell googeln worum es in der Sage geht. Diese Einbindung der Sage, ohne dabei die eigentliche Geschichte zu vergessen oder in den Schatten zu drängen hat der Autor hervorragend hinbekommen. Auch der Auftritt eines speziellen Charakters, Johann Wolfgang Goethe, ist gelungen, obwohl ich am Anfang skeptisch war. Alles in allem ein sehr schönes und gutes Buch. Ich kann es nur empfehlen