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Veröffentlicht am 14.02.2018

Konnte mich leider nicht überzeugen

A Girls’ Night In – Audrey & Ich
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Darf ich vorstellen? – Libby…
…Libby Lomax!

In dieser, wie angekündigt, frischen, witzigen und absolut unterhaltsamen Lektüre haben wir es mit „ihr“ zu tun.

Seit Kindheitstagen steht sie im Schatten ...

Darf ich vorstellen? – Libby…
…Libby Lomax!

In dieser, wie angekündigt, frischen, witzigen und absolut unterhaltsamen Lektüre haben wir es mit „ihr“ zu tun.

Seit Kindheitstagen steht sie im Schatten ihrer jüngeren Schwester, da immer die die Castingrollen ergattert hat und sie lediglich mal Statist sein darf. Ihre Mutter, die das Ganze auch noch pusht und ihr Vater, der sie immer wieder versetzt, haben sie sehr geprägt.
Irgendwann hatte sie sich in ihr Schneckenhaus verzogen. Richtig verlassen kann sie sich nur auf ihren guten Freund Olli und dessen Schwester Nora.

Mit 28 Jahren erhält sie jedoch ihre erste Sprechrolle, auch wenn es sich dabei lediglich um einen einzigen Satz handelt und sie sich dafür in ein Warzen-Alien-Kostüm aus Latex zwängen muss, ist sie einigermaßen happy darüber.

Doch leider währt „das Glück“ nicht lange, denn Filmstar Dillon O’Hara bietet ihr eine Zigarette an. Libby raucht zwar gar nicht und trotzdem, wegen Imponiergehabe, tut sie einfach so. Schusselig wie sie ist, steckt sie sich selbst fast in Brand. Das teure Kostüm ist ruiniert und die Rolle gleich mit dahin.

Zu allem Überfluss hat sich ihre neue, eigene Wohnung auch noch als Reinfall herausgestellt, denn aus einer 1-Zimmerwohnung, mit fast 15 qm ist plötzlich eine 6 qm-Wohnung geworden, nur weil der Vermieter aus einer Wohnung zwei gemacht hat, mit gemeinsamen Bad.
Und als Olli nun noch mit einem riiiiiesengroßen, stinkenden Chesterfield Sofa aus der Requisite ankommt und damit die Wohnung voll ist, kann es eigentlich nicht schlimmer werden…

…bis am Abend, als Libby allein ist, plötzlich Audrey Hepburn auf ihrer Lehne sitzt.

Bis dahin klingt die Geschichte tatsächlich witzig, doch leider hat sie mich gar nicht unterhalten.

Ich konnte nicht mit der Protagonistin warm werden, aber auch mit vielen anderen Personen aus der Geschichte nicht. Lediglich Olli und der Sohn vom Vermieter waren mir sympathisch. Libbys Handlungen konnte ich oft nicht nachvollziehen, sodass ich manches Mal die Augen verdreht habe.

Das Ende war für mich leider auch nicht zufriedenstellend und lässt einen mit offenen Fragen zurück.

Obwohl die Cover aus der „A girls‘ night in–Reihe“ toll zusammen aussehen, glaube ich nicht, dass ich mich, an das neue Buch Marylin & ich, wagen werde.

Veröffentlicht am 04.02.2018

Leider enttäuscht

Träume, die ich uns stehle
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Such in Träumen niemals nach der Wahrheit…
…sie könnte die sein, die du nicht sehen möchtest.

Auf der psychiatrischen Abteilung eines Krankenhauses
Lara hat nach einem Unfall ihr Gedächtnis verloren. ...

Such in Träumen niemals nach der Wahrheit…
…sie könnte die sein, die du nicht sehen möchtest.

Auf der psychiatrischen Abteilung eines Krankenhauses
Lara hat nach einem Unfall ihr Gedächtnis verloren. Sie weiß nicht mal mehr, ob sie wirklich Lara heißt. In Sitzungen versucht sie ihre Lücken aufzuarbeiten. Zusätzlich hat sie das Problem, dass sie ständig das Bedürfnis hat zu reden, teilweise kommt es dann unkontrolliert und laut, über ihre Lippen.
Eines Tages, als ihr keiner zuhören möchte, irrt sie im Krankenhaus herum und schafft es zufällig auf die Intensivstation. Hier verspürt sie eine angenehme Stille, von der sie sich mehr und mehr angezogen fühlt, je mehr sie, auf einen in Koma liegenden Mann, zugeht. Als sie neben ihm steht, geht es ihr gut und sie fängt an, diesem fremden Mann, der ihr so vertraut vorkommt, ihre Geschichte zu erzählen.

Auf der Intensivstation eines Krankenhauses
Thomas liegt seit einem schweren Unfall in Koma, als eine junge Frau plötzlich vor ihm steht, die sich in seine Träume schleicht.
Wer ist diese Frau?
Kennen die zwei sich? Was ist mit beiden passiert?

Diese Fragen, die sich gleich zu Beginn der Geschichte auftun, machten dieses Buch von Anfang an spannend.

Der Schreistil ist einfach, aber trotzdem hat die Autorin es geschafft, eine gewisse Spannung in den Schreibstil zu legen, was sicherlich an den sehr kurzen, fast abgehackten Sätzen liegt. Anfänglich dachte ich sogar, ich lese einen Psychothriller.

Der Spannungsbogen baute sich sehr schnell auf und ich konnte kaum erwarten, endlich, wenigstens etwas über die Wahrheit zu erfahren. Anfänglich war dies noch ein positives Gefühl, doch leider, je mehr sich die Geschichte dem Ende hinzog, schlug dieses Gefühl ins Negative um, weil ich seitenzahlmäßig zwar vorankam, aber leider nicht in der Geschichte.

Ich dachte, das Ende muss gleich wirklich mit einem richtigen Knall kommen, dass mir diese Geschichte dann doch noch gefällt, aber leider konnte sie mich schlussendlich dann nicht überzeugen.

Irgendwie hatte ich die ganze Zeit eher ein negatives Gefühl, beim Lesen, bis auf den vielversprechenden Anfang.

Ich weiß, dass ich mit meiner Meinung eher die Ausnahme bilde und vielleicht hatte ich mir auch etwas anderes vorgestellt, darum möchte ich, dass jeder sich hier seine eigene Meinung bildet.

Der Vorgänger der Autorin hat mir jedenfalls wesentlich besser gefallen. Das war auch der Grund, warum ich diese Geschichte unbedingt lesen wollte.

Veröffentlicht am 08.01.2018

Schöne Grundidee, die mich aber, im weiteren Verlauf, immer mehr enttäuscht hat

Herrn Haiduks Laden der Wünsche
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Was würdet ihr tun, wenn ihr eine Lotto-Quittung finden würdet? Würdet ihr zur Lottoannahmestelle gehen und so tun, als seid ihr der Besitzer, in der Hoffnung auf einen Gewinn?

Aber was würdet ihr tun, ...

Was würdet ihr tun, wenn ihr eine Lotto-Quittung finden würdet? Würdet ihr zur Lottoannahmestelle gehen und so tun, als seid ihr der Besitzer, in der Hoffnung auf einen Gewinn?

Aber was würdet ihr tun, wenn ihr einen aufgehängten Zettel vorfindet, worauf steht, „Lotto-Quittung gefunden, bitte unter der Telefonnummer melden“?

Wahrscheinlich nicht viel, es sei denn, ihr wisst, dass der Jackpot von 13. Millionen Euro geknackt wurde und der Gewinner seit Wochen sich nicht meldet.

Genau darum geht es in dieser Geschichte.

Mitten in Berlin besitzt Herr Haiduk einen kleinen Tabakladen, wo man unter anderem auch Zeitschriften und andere Kleinigkeiten kaufen kann. Ebenso gibt es dort eine Lotto-Annahmestelle. Wie jeder andere Laden hat auch Herr Haiduk seine Stammkunden, darunter die französische Studentin Alma, die täglich vorbeischaut, sich still und heimlich in die Ecke verzieht und Zeitschriften durchstöbert, um am Ende eine mit nach Hause zu nehmen. Sie ist diejenige, die genau diese Lott-Quittung gefunden hat und in ihrer Naivität und Unwissenheit, um den geknackten Jackpot, überall Zettel aufhängt.

Lottoquittung gefunden!
Bitte sich zu melden, unter der Telefonnummer…

Herr Haiduk erkennt natürlich die Gefahr, in die Alma sich bringt und versucht zu helfen. Doch Alma ist fest entschlossen, den rechtmäßigen Gewinner zu finden und so helfen Herr Haiduk und ein Freund des Ladens ihr dabei. Doch wie soll das gehen? Hört bei Geld nicht oft die Freundschaft auf und was tut man nicht alles für 13 Millionen Euro?

Ich fand die Idee der Geschichte großartig. Das war auch der Grund, warum ich mich für dieses Buch entschieden habe. Auch die Tatsache, dass mir der Film „Frau Ella“, der ebenfalls von Florian Beckerhoff ist, so gut gefallen hat. Doch leider…

…ein starker Anfang ging einem langweiligen Mittelteil voran und auch das Ende hat mich nicht wirklich überzeugt.

Schade, war ich doch von der Idee und dem Anfang noch so überzeugt.

Veröffentlicht am 13.11.2017

Die Magie des Winters kam bei mir leider nicht an

Winterzauber. Eine Liebe am See
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Winterzauber, eine Liebe am See ist eine Geschichte, die wunderbar in die winterliche Adventszeit passt.

Die Kulisse ist dieses Mal das kleine Örtchen Langenargen, direkt am Bodensee.

Dort hat sich ...

Winterzauber, eine Liebe am See ist eine Geschichte, die wunderbar in die winterliche Adventszeit passt.

Die Kulisse ist dieses Mal das kleine Örtchen Langenargen, direkt am Bodensee.

Dort hat sich Kathie einen Traum erfüllt. Sie betreibt das Café „Rosenrot“, ihr ganzer Stolz. Nach einer gescheiterten Beziehung lenkt sie das wunderbar ab, bis eines Tages der Bruder ihrer besten Freundin Isabell zurück ins Örtchen zieht. Er hat das Café „Strandperle“ direkt gegenüber gekauft, wird somit zur Konkurrenz.

Das allein wäre schon schlimm genug, wären da nicht noch die ewigen Sticheleien von ihm, die Kathi schon von Kindheitstagen an kennt. Da war es nur gut, dass er damals ausgewandert ist. Nun aber ist er leider wieder da und mit ihm ein totales Chaos…

Die Geschichte beginnt, als Kathi ihr Café abends abschließen möchte und von einer Frau im roten Mantel angesprochen wird, ob sie im Tagungsraum des Cafés einen Märchenabend veranstalten könnte. Da Kathi schon ziemlich ausgebucht ist, versucht sie die Frau ein wenig abzuwimmeln. Doch die Frau bleibt hartnäckig und letztendlich sitzen beide wieder im Café und trinken Kaffee. Auch wenn Kathi diese Frau ein wenig merkwürdig findet, lässt Kathi sich von ihr die Zukunft aus dem Kaffeesatz lesen. – Kathi wird demnächst ihren Traumprinzen begegnen. Mit diesen letzten Worten war die Frau, auf mysteriöse Art, auch schon wieder verschwunden.

Jetzt glaubt man natürlich, nach dem Motto, was sich neckt das liebt sich, dass der Bruder Kathis Traumprinz wird. Ganz so einfach ist es aber doch nicht.

Im Gegenteil!

Ich fand die Geschichte leider ziemlich anstrengend. Das lag vor allem daran, dass Kathi als Charakter, auf mich, sehr zickig und nervig wirkte, aber auch an dem Schreibstil, den ich irgendwie laienhaft fand. Deswegen fing ich irgendwann an quer zu lesen und komischerweise ging einem dabei auch kaum etwas von der Geschichte verloren. Dann lag es noch am Nikolaus, worauf ich aber jetzt nicht näher eingehen möchte, da es zu Viel der Geschichte vorweg nehmen würde und zu guter Letzt an der Frau in rot.

Obwohl ich gerne Liebesgeschichten lese und auch gerne Weihnachtsgeschichten und obwohl es dann auch gerne mal etwas kitschig sein darf, war mir das einfach zu viel des Guten.
Der Winterzauber – die Magie des Winters, wie die Autorin in ihrem Buch so schön schreibt, dieser Funken ist leider bei mir nicht übergesprungen.

Da haben mich das wunderschöne Cover und der dazu gehörige Klappentext leider getäuscht.

Veröffentlicht am 02.09.2017

Zu viel Schicksal und für mich nicht immer nachvollziehbar

Die Endlichkeit des Augenblicks
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Wenn du zwei Menschen zur gleichen Zeit liebst, dann entscheide dich immer für den zweiten, denn er hätte niemals dein Herz erobert, wenn der erste der Richtige gewesen wäre.“(Johnny Depp)

Dieses Zitat ...

Wenn du zwei Menschen zur gleichen Zeit liebst, dann entscheide dich immer für den zweiten, denn er hätte niemals dein Herz erobert, wenn der erste der Richtige gewesen wäre.“(Johnny Depp)

Dieses Zitat von Johnny Depp ziert den Klappentext und verspricht schon eine Menge Gefühl. Wenn man sich dann noch den Inhalt durchliest, möchte man unbedingt wissen, für wen sie sich entscheidet.
Klappentext (kopiert)

Zitat von Johnny Depp…
…Was aber, wenn du beide zur gleichen Zeit kennenlernst? Was, wenn es zwei Menschen sind, die eine große Last mit sich tragen? Eine Last, die sie wie ein unsichtbares Band miteinander verbindet?
Wenn dein Herz dich zu beiden zieht, wen würdest du wählen? Denjenigen mit den körperlichen oder denjenigen mit den seelischen Wunden? Würdest du dich überhaupt entscheiden, wenn du wüsstest, welche endgültigen Konsequenzen deine Wahl mit sich bringt?
Eine Geschichte über vergebene Chancen. Eine Geschichte über das Trugbild des ersten Moments. Eine Geschichte über die Endlichkeit des Augenblicks.

Eigentlich kopiere ich keine Klappentexte, sondern versuche immer, mit meinen eigenen Worten den Inhalt wiederzugeben. In diesem Fall musste ich es tun, um zu verdeutlichen, warum ich von dieser Geschichte enttäuscht bin.

Was habe ich erwartet?

Zwei beste Freunde erleben etwas Schlimmes. Einen Unfall, wobei der eine im Rollstuhl landet, für immer, und der andere sich die Schuld dafür gibt. Die zwei lernen ein Mädchen kennen und verlieben sich in sie, doch sie fühlt sich mehr zu dem mit der Behinderung hingezogen, denn er ist trotz der Umstände glücklich und hat diese positive Ausstrahlung. Es wird wohl etwas passieren, sodass sie in dem anderen auch etwas sieht, was tief in ihm schlummert und deswegen verliebt sie sich auch in ihn. Ich dachte, mich wird diese Geschichte gefühlsmäßig richtig packen, weil man als Leser hin und her gerissen ist, zwischen den beiden Jungs.

Was habe ich bekommen?

Sehr kurze Kapitel, jeweils abwechselnd aus der Sicht der drei Protagonisten, sodass man kaum einen Zugang bekam. Es gab kaum Dialoge, die ich wichtig finde, damit man spürt, was man aneinander findet, auch wenn es lustige, Macho- oder Fremdschämsprüche sind. Ebenso traurige Dialoge, über das Erlebte. Diesen Zugang bekam ich leider zu gar keinen, da die Kapitel größtenteils nur ein paar Seiten lang waren und dann wechselte es auch schon wieder.

Außerdem hatte ich ein Problem damit, dass es mir Zuviel Schicksal war. Für mich hätte diese Dreierbeziehung durchaus als Geschichte gereicht, mit dem Showdown der am Ende kam, da bedarf es keine zusätzlichen Schicksale, die für die Geschichte nicht relevant sind. Das war mir Zuviel. (Dem Hund fehlte ein Bein, die eine Schwester ist Autist usw... )

Zu guter Letzt war mir die Protagonistin zu naiv, zu sprunghaft, mit ihren Gedanken und Äußerungen. Konnte die Handlungen der drei oftmals nicht nachvollziehen.

Alles in allem kann ich nur sagen, dass ich von diesem Buch enttäuscht bin, was vielleicht aber auch daran lag, dass die vorherige Danny Trilogie (Dem Horizont so nah) der Autorin, so schön war. Da hatte man tolle Dialoge, man hat mit den Protas gefühlt und mitgelitten.

Ich muss faires halber aber auch sagen, dass es ein paar schöne Momente in diesem Buch gab, aber ich war einfach nicht gefangen in der Geschichte und so fiel es mir schwer, das anzunehmen, obwohl ich mich als durchaus empathisch halte und auch nah am Wasser gebaut bin.

Ich denke diese Geschichte ist vielleicht mehr für die jüngere Generation ausgelegt, möchte aber keinen davon abhalten diese Geschichte zu lesen und sich selbst ein Bild davon zu machen. Dieses Buch hat sehr viele gute Kritiken bekommen und ich bilde mit meiner Meinung  eher die Ausnahme.

Darum, überzeugt euch lieber selbst!