Von alten Göttern und neuen Gefahren
House of GodsGeschichten über Mythen und Götter haben mir schon immer gut gefallen und so war ich sehr gespannt auf diese Fantasy-Story. Ds Konzept fand ich auch super spannend und habe bisher nichts vergleichbares ...
Geschichten über Mythen und Götter haben mir schon immer gut gefallen und so war ich sehr gespannt auf diese Fantasy-Story. Ds Konzept fand ich auch super spannend und habe bisher nichts vergleichbares gelesen. Allerdings hatte ich bei einigen Verhaltensweisen der Figuren das Gefühl, sie nicht nachvollziehen zu können oder das mir entsprechendes Hintergrundwissen fehlte. Insgesamt also auf der Logikseite noch etwas ausbaufähig, aber ein solides Konstrukt mit Suchtpotential.
Zum Inhalt: ein verlockendes Angebot eines mysteriösen Instituts lockt Keira auf die Isle of Skye. Doch schon auf der Überfahrt nach Schottland stellt sie fest, dass irgendwas mit Aeternitas nicht stimmen kann, denn niemand scheint dieses Institut zu kennen. Und dann wird Keira eröffnet, dass sie Wirtin für eine uralte Seele, ein Relictum, ist. Und es ihre Aufgabe ist, dessen Identität herauszufinden. Andernfalls wird sie sterben.
Man startet quasi ohne großes Vorwissen in die Geschichte und erkundet gemeinsam mit den Figuren Aeternitas und ihre mystischen Erinnerungen. Die Ereignisse überschlagen sich recht schnell, wodurch zügig Spannung aufgebaut und auch konstant aufrecht erhalten wird. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass nicht alle Entscheidungen immer völlig wirken, sondern oft eher überstürzt und unkoordiniert. Dadurch wirkte für mich nicht immer alles unbedingt nachvollziehbar.
Was ich total gelungen fand, war die Atmosphäre im Buch, besonders wenn es etwas düstere wurde, dann waren auch ein gewisser Grusel-Faktor und Schockmomente vorhanden. Das hat auch dazu beigetragen, dass man unbedingt dranbleiben wollte.
Gegen Ende ging es mir alles ein bisschen zu schnell und auch wenn ich den Showdown an sich einen netten Kniff fand, war der mir etwas zu weichgespült im Vergleich zum vorangegangenen Verhalten der Figuren.
Fazit: durch die kurzen Kapitel und das zügige Tempo innerhalb des Handlungsverlaufs lässt sich die Geschichte angenehm und schnell lesen. Mir hat aber an einigen Stellen der rote Faden/Kontext gefehlt, um bestimmte Momente weniger willkürlich erscheinen zu lassen.