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Veröffentlicht am 26.08.2023

Geschichte und Entwicklung des Frauenfußballs

Warum Frauen den besseren Fußball spielen
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In "Warum Frauen den besseren Fußball spielen" führen die ehemalige deutsche Fußballspielerin Nia Künzer und der Fußballkommentator Bernd Schmelzer die Geschichte des Frauenfußballs aus und stellen dessen ...

In "Warum Frauen den besseren Fußball spielen" führen die ehemalige deutsche Fußballspielerin Nia Künzer und der Fußballkommentator Bernd Schmelzer die Geschichte des Frauenfußballs aus und stellen dessen Entwicklungen und Aussichten für die kommenden Jahre dar. Die Ausführungen werden immer wieder in Relation mit dem Männerfußball gestellt und schnell wird klar, dass gerade in den Bereichen Infrastruktur, Gehalt und Selbstdarstellung deutliche Unterschiede bestehen. Zwischen Fakten, kurzen Steckbriefen und Anekdoten der Autorinnen wird die Frage, weshalb Frauen den besseren Fußball spielen, immer wieder angerissen, jedoch nicht klar und eindeutig beantwortet. Die Antowrt ist wohl einfach, dass es im Frauenfußball nicht so sehr um Geld und Show geht, sondern um das Können an sich. Gleichzeitig wird jedoch auch immer wieder betont, dass im Frauenfußball nicht so viel Geld im Spiel ist wie beim Männerfußball.

Der Schreibstil ist im Grunde sachlich, wird durch die Anekdoten jedoch immer wieder aufgelockert, sodass sich das Buch recht flott lesen lässt und ich es als kurzweilig einstufen würde. Ich habe einige sehr interessante Fakten gelesen, fand hier viele Zusammenhänge und Informationen bündig und sehr anschaulich dargestellt und habe das Buch gern gelesen.

Der Titel ist zwar etwas groß formuliert, da es tatsächlich eher um die Geschichte des Fußballs und den Vergleich zum Männerfußball geht, als um Indizien oder Faktoren, weshalb Frauen besseren Fußball spielen. Dass die Ausgangspositionen und die Möglichkeiten hier weit auseinander liegen, müsste jeder
jedem klar sein. Dennoch würde ich sagen, dass hier (Frauen)Fußballinteressierte auf jeden Fall gute Lesestunden haben!

Veröffentlicht am 23.08.2023

Queere Lovestory in einer Kochshow

Für jede Liebe ein Problem
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Frisch von ihrer Jugendliebe David geschieden, kündigt Dahlia Woodson ihren sicheren Job, in dem sie jedoch unglücklich ist, um sich endlich ihren Traum zu erfüllen: Sie nimmt an der TV-Kochshow "Chef's ...

Frisch von ihrer Jugendliebe David geschieden, kündigt Dahlia Woodson ihren sicheren Job, in dem sie jedoch unglücklich ist, um sich endlich ihren Traum zu erfüllen: Sie nimmt an der TV-Kochshow "Chef's Special" teil und möchte diese unbedingt gewinnen. Allerdings stolpert sie direkt zu Beginn und hat so einen holprigen Start in der Show, an den sich weitere Hürden und Herausforderungen anschließen.
Auch London Parker hat keinen leichten Start in der Show. Als erste nonbinäre Person in der Show muss sie sich beispielsweise mit Lizzy herumschlagen - einer anderen Kanditatin, die sich strikt weigert, Londons richtigen Pronomen zu verwenden. Allerdings kommen sich London und Dahlia während der Show immer näher und müssen herausfinden, ob eine Beziehung all dem Druck und der echten Welt standhalten könnte.

Ich finde es sehr wichtig, dass nonbinäre Personen in der Literatur stattfinden und queerness sowie die Verwendung nichtbinärer Pronomen immer sichtbarer und selbstverständlicher werden. Mit London hat Anita Kelly eine interessante Figur geschaffen. Dey kommt aus reichem Elternhaus und muss sich nicht nur mit einem konservativen Vater, sondern auch mit Hass und Feindlichkeit in der Show auseinandersetzen - von der Rezeption mal ganz abgesehen.
Der Schreibstil ist recht oberflächlich geblieben und ebenso leider auch die Figurenebene. Dabei haben sowohl Dahlia als auch London das Potential, Tiefe zu gewinnen, doch blieb diese Entwicklung für mich eher aus und beide recht blass und oberflächlich.
Auf Ebene der Lovestory fand ich die Betrachtungsweise, die Szenen der Annäherung und vor allem die Kommunikation gelungen und wünsche mir, dass Anita Kelly weitere Bücher schreibt.

Veröffentlicht am 22.08.2023

Sommerlicher Liebesroman

Sommertagsträume
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Elsa hat sich in den letzten Jahren in einer Almhütte vekrochen und das Tal partout vermieden, da es sie zu sehr an die Enttäuschung und Verletzung ihres Ex-Freundes erinnert. Die Sommer hat sie als Sennerin ...

Elsa hat sich in den letzten Jahren in einer Almhütte vekrochen und das Tal partout vermieden, da es sie zu sehr an die Enttäuschung und Verletzung ihres Ex-Freundes erinnert. Die Sommer hat sie als Sennerin auf der Alm verbracht und während der Winter konnte sie sich bis zum nächsten Frühjahr mit wenig Hilfe selbst versorgen. Für die Hochzeit ihrer besten Freundin Leni kehrt sie nach mehreren Jahren ins Tal zurück und trifft dort auf den Bäcker Martin, der ebenfalls eine große Leidenschaft für Brot, insbesondere seine Sauerteige hat. Nach diesem Ausflug ins Tal muss Elsa ihre Gefühle sortieren und ist mit der nächsten Herausforderung konfrontiert, als die Kühe im Frühjahr nicht auf die Alm geführt werden können. Sie muss sich eine andere Lösung einfallen lassen und nimmt das Angebot an, Martin und seiner Mutter in der Backstube zu helfen.

Lotte Römer kenne ich und mag ihren flüssigen, humorvollen und leichten Schreibstil sehr gern. Die "Liebe in den Bergen"-Reihe kannte ich noch nicht, aber die einzelnen Bücher sind ja in sich geschlossen und unabhängig voneinander lesbar.

Elsa mochte ich als Figur ganz gern, ebenso wie Martin. An einigen Stellen konnte ich ihr Handeln nicht ganz nachvollziehen und hätte mir mehr Kommunikation gewünscht, für den Plot hat Lotte Römers Vorgehen jedoch funktioniert. Die Einblicke in die Sennerei, das Brotbacken und die teils schrulligen Facetten der Bewohner*innen habe ich genossen und kann "Sommertagsträume" vor allem als Urlaubs- oder Sommerlektüre empfehlen, denn ich konnte mich sehr gut mit Elsa auf die Alm und in die Backstube zu Martin träumen.

Veröffentlicht am 22.08.2023

Fortführung in Port Grimaud

Die Unverbesserlichen - Die Revanche des Monsieur Lipaire (Die Unverbesserlichen 2)
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Das Autorenduo Volker Klüpfel und Michael Kobr nehmen die Leserinnen erneut mit an die Côte d'Azur in das Küstenstädtchen Port Grimaud, wo Monsieur Lipaire und seine Truppe sich vom ersten Fall erholen ...

Das Autorenduo Volker Klüpfel und Michael Kobr nehmen die Leserinnen erneut mit an die Côte d'Azur in das Küstenstädtchen Port Grimaud, wo Monsieur Lipaire und seine Truppe sich vom ersten Fall erholen und geradewegs auf einen neuen Fall zusteuert. Denn die Adelsfamilie Vicomte möchte das kleine Städtchen unter ihre Fittiche bringen, was die Unverbesserlichen - Guillaume Lipaire, Jacqueline, Karim, Paul, Delphin und Lizzy mit ihrem Hund zu verhindern versuchen.

Der zweite Band kann unabhängig vom ersten gelesen werden, allerdings bietet der erste Band "Die Unverbesserlichen. Der große Coup des Monsieur Lipaire" einen guten Einblick in die Figuren und in die Bewohner
innen von Port Grimaud, was für ein besseres Verständnis sowie die Einschätzung der einzelnen Charaktere sorgt. Der Plot hier ist wengier aufregend als im ersten Teil und konzentriert sich eher auf die Beziehungen untereinander und die Figurenentwicklung. Klüpfel und Kobr schreiben gewohnt schräg und schaffen erneut skurrile Situationen in Port Grimaud, die mich unterhalten haben.
Das Buch ließ sich flüssig lesen, kam mit ein bisschen Spannung daher, sorgte jedoch vor allem für unterhaltsame Lesestunden.

Veröffentlicht am 15.08.2023

Familiengeschichte um die Leica

Das Licht im Rücken
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Oskar Barnack entwickelt im Jahr 1914 im Zuge seiner Leidenschaft des Fotografierens einen kleinen handlichen Apparat, der in die Jackentasche passt und den man überallhin mitnehmen kann. Er ahnt noch ...

Oskar Barnack entwickelt im Jahr 1914 im Zuge seiner Leidenschaft des Fotografierens einen kleinen handlichen Apparat, der in die Jackentasche passt und den man überallhin mitnehmen kann. Er ahnt noch nicht, wie bahnbrechend diese Erfindung ist und welche weltweite Bekanntheit sie erreichen wird. Den Ernst Leitz wird die Leica in Produktion geben und verkaufen.

Sandra Lüpkes beginnt die Erzählung um den Sohn des Werkgründers, Ernst Leitz, der sich sämtlichen Gegenpositionen widersetzt und 1924 die Produktion der Leica beginnt. Diese wird zum Verkaufshit, sodass die Firma expandieren kann.
Die zweite Familie, um die es geht, ist eine fiktive jüdische Familie aus Wetzlar. Der Sohn Milan macht bei der Familie Leitz eine Ausbildung zum technischen Laufmann, seine Schwester Dana hilft dem Vater im Familienladen.
Als die Nazis an die Macht kommen, ändert sich für beide Familien das Leben schlagartig. Den Leitz-Werken droht die Enteignung, Elsie gerät durch ihren Widerstand in das Blickfeld der Gestapo und der Laden der Familie Gabriel wird geplündert.

Passend zum historischen Roman schreibt Sandra Lüpke ruhig, langsam und nimmt sich die Zeit, um die Figuren und ihre Lebensumstände einzuführen. Die Schilderungen der Entwicklungen sind interessant und anschaulich. Vor allem die Taten der Nazis wurden eindrücklich beschrieben, sodass die schrecklichen Veränderungen für die Familien und ihr persönliches Schicksal deutlich wurden. "Das Licht im Rücken" reiht sich gut in das Genre der historischen Romane ein, die auf historischen Fakten und umfangreichen Recherchen basieren.