Ich backe unser Brot seit über 15 Jahren selbst und bin immer auf der Suche nach neuen Rezepten. Das besondere bei diesem Buch ist, dass die Brote alle auf Sauerteig basieren, also ohne Hefe auskommen, ...
Ich backe unser Brot seit über 15 Jahren selbst und bin immer auf der Suche nach neuen Rezepten. Das besondere bei diesem Buch ist, dass die Brote alle auf Sauerteig basieren, also ohne Hefe auskommen, und in einem gusseisernen Topf gebacken werden. Durch das Backen im Topf bekommen die Brote eine besonders schöne Krume und Kruste, da die Temperatur stabil und die Feuchtigkeit gleichmäßig bleiben.
Unterstützt durch aussagekräftige Fotos erklärt die Autorin, welche Gerätschaften benötigt werden, wie man Sauerteig selber züchtet, aufbewahrt und auffrischt und den Teig dann letztendlich zubereitet (Sauerteig ansetzen, Autolyse, Kneten, Teigruhe, Wirken und Falten). Dabei ist jeder Schritt sehr genau und verständlich erklärt. Außerdem geht sie auf die verschiedenen Mehl-und Salzsorten und ihre Besonderheiten ein.
Ich höre oft die Kritik, dass man (zu) viele verschiedene Mehle braucht, wenn man nicht immer das gleich Brot backen will. Aber da kann ich Euch beruhigen, man kann durchaus auch mal eins ersetzen, wenn man es nicht vorrätig hat (im Internet findet man passende Tabellen). Mit der Zeit hat man dann im Gefühl, ob man evtl. die Wasser- oder Salzmenge anpassen muss. Also ruhig mutig sein und ausprobieren.
Bei den Rezepten gefällt mir besonders die Abwechslung und Vielfältigkeit. Neben klassischen und Anfängerbroten (ich empfehle da das Weizen-Mais-Brot), gibt es aromatische Brote (Buttermilch-Bier-Brot), Brote mit Gemüse (Karotte mit Kreuzkümmel) und Fantasiebrote (Miso mit Sesam). Ergänzt werden sie durch je zwei „Brotzeit“-Doppelseiten mit passenden Rezepten für Brotbeläge, Aufstriche, Pasten etc.
Ich bin begeistert und finde das Buch wegen der wirklich sehr guten Schritt-für-Schritt-Anleitungen auch für Anfänger perfekt geeignet. Fortgeschrittene Bäcker werden sich über die neuen und ausgefallenen Rezepte freuen.
„Er würde das beschauliche Leben eines kleines Landpolizisten führen, ohne Stress und Hektik.“ (S. 12) Nach über 20 Jahren im internationalen Einsatz kehrt der Kripo-Beamte Lennart Ipsen in seine alte ...
„Er würde das beschauliche Leben eines kleines Landpolizisten führen, ohne Stress und Hektik.“ (S. 12) Nach über 20 Jahren im internationalen Einsatz kehrt der Kripo-Beamte Lennart Ipsen in seine alte Heimat zurück, die dänische Urlaubs- und Ostseeinsel Bornholm. Er wird der Leiter des polizeilichen Ermittlungsdienstes für personengefährdende Kriminalität im Polizeiposten der Inselhauptstadt Rønne, rechnet aber eher mit Verkehrsdelikten, Schlägereien oder Urlaubern, die sich beim Pilzesammeln verlaufen, als mit echten Kriminalfällen. Wahrscheinlich kann er mit seinen Kolleginnen Britta und Tao eine ruhige Kugel schieben und das Inselleben genießen, endlich mal runterkommen und seinen Burnout verarbeiten.
Doch es kommt anders. Noch bevor er seine Sachen ausgepackt und sämtliche Möbel aufgebaut hat, wird er zum Hof des Schweinebauer Kristensen gerufen, der zusammen mit einigen Schweinehälften heißgeräuchert in der Räucherkammer liegt. Bei ihren Ermittlungen stellen Lennart und sein Team schnell fest, dass der Tote ein echter Choleriker war und viele Feinde hatte, angefangen bei seinen direkten (deutschen) Nachbarn, die sich regelmäßig über den Schweinegeruch aufregten, über seine Ex-Frau, Tochter und Schwester bis hin zu seinen Kunden – er lag mit so ziemlich jedem im Clinch. Aber wer von ihnen würde ihn deswegen umbringen?!
Nachdem ich alle Bücher von Klüpfel und Kobr kenne war ich gespannt, wie sich Michael Kobr solo schlägt und ich muss sagen, er kann auch allein echt tolle Krimis schreiben.
Lennart (man duzt sich in Dänemark) ist bodenständig, frisch geschieden, aber nicht unglücklich, hat zwei Teenagertöchter, die mit ihrer Mutter in Rügen und somit gar nicht so weit weg wohnen, und einen Vater mit Gartentick. Außerdem ist er ein toller Vorgesetzter, der sich um das Arbeitsklima und seelische Gleichgewicht seiner Mitarbeiterinnen sorgt und weiß, wo seine Fehler und Schwächen liegen. Der Neuanfang in Bornholm fällt ihm leicht, dank des Falls arbeitet er sich gleich in die Besonderheiten der Insel und ihrer Bewohner ein. So hat seine Kollegin Britta noch einen Zweitjob, nachdem sie nach Möglichkeit ihre Dienste einteilt, und Tao bleibt lieber auf dem Revier und kümmert sich um den ganzen Technikkram und die Hintergrundrecherche, als zu Tatorten oder Befragungen zu fahren. Schwierigkeiten macht ihm nur sein Vorgänger, der sich nach wie vor in die Ermittlungen einmischt.
Ich mochte Lennart, Britta und Tao sofort und konnte mir Bornholm sehr gut vorstellen. Geschickt lässt Michael Kobr die landestypischen Spezialitäten und Delikatessen, Lennart ist einem guten Essen nie abgeneigt, und handwerklichen Erzeugnisse in die Handlung einfließen. Nur auf Geräuchertes habe ich nach dem, Lesen erst mal keinen Appetit mehr 😉.
Besonders interessant fand ich den historischen Hintergrund der Insel, die als Nato-Gebiet im kalten Krieg eine besondere Rolle spielte und damals wie heute gern von den Russen überflogen wurde, um zu provozieren.
Der Kriminalfall ist spannend und sorgt durch überraschende Wendungen dafür, dass man bis zum Ende miträtseln kann. Auch der typische Humor, den ich bei der Kluftinger-Reihe so mag, findet sich wieder.
Mein Fazit: Ein toller Reihenauftakt, der unbedingt nach weiteren Fällen auf Bornholm verlangt!
… ist das spurlose, freiwillige und dauerhafte Verschwinden von Personen. So eine abgängige Person soll Kommissar Jennerwein für einen multinationalen Konzern suchen, denn weder die bisherigen internen ...
… ist das spurlose, freiwillige und dauerhafte Verschwinden von Personen. So eine abgängige Person soll Kommissar Jennerwein für einen multinationalen Konzern suchen, denn weder die bisherigen internen noch polizeilichen Ermittlungen haben nach 6 Monaten eine Erklärung gefunden, wie der Qualitätsmanager Florian Rossi aus einer vollautomatischen, lückenlos überwachten Fertigungshalle verschwinden konnte.
„War das eine Sucht, an der er litt? Die Suche, hinter jeder Erscheinung die Verderbtheit und Abschüssigkeit der Welt zu wittern?“ (S. 20) Selbst im Urlaub kann Jennerwein nicht abschalten. Er beobachtet die anderen Gäste des Sporthotels und macht sich so seine Gedanken – ist das da nicht eine Buffetschmarotzerin? Und der Mann, der da eben völlig überarbeitet aus der Küche kommt, ist garantiert ein Springer! Nun, bei einer Vermutung liegt er zumindest zum Teil richtig, bei der anderen komplett falsch. So richtig füllen ihn die ganzen Sportanwendungen eben doch nicht aus und abschalten kann er auch nicht. Also lässt er sich anwerben, um nach Rossi zu suchen. Dabei wird er mit KI-Technik konfrontiert, von der wir noch nicht mal zu träumen wagen, bzw. die uns Albträume bescheren würde (ich sage nur körperlose medizinische Versorgung und Pflege) und die eigentlich nicht lügen oder einen Menschen töten kann – oder etwa doch?! Bei der ganzen Aufregung merkt er gar nicht, dass ihm ein Auftragskiller auf den Hals gehetzt wurde, der ihn auch aus persönlichen Gründen unbedingt zur Strecke bringen will.
„Kommissar Jennerwein darf nicht sterben“ ist schon der 15. Band der Reihe und hat mich wieder bis zum Ende gefesselt. Ich liebe die abgedrehten Fälle und dass sich Jörg Maurer immer neue, immer ungewöhnlichere Hintergründe einfallen lässt, die vielleicht sogar bald schon real werden könnten. Auch hier fängt es noch relativ harmlos mit einem Chatbot an, steigert sich über eine Augmented-Reality-Brille und einen Datenzug bis zu vollautomatischen Fabriken, in denen die Menschen nur noch dazu sind, um nach Fehlern zu suchen, die KIs nicht erkennen können – es ist eine skurrile, furchteinflößende Welt, die er da erschaffen hat.
Außerdem mag ich Maurers Humor. Alle ehemaligen Verbrecher, die Jennerwein und sein Team hinter Gitter gebracht haben, haben sich gegen ihn verschworen und DEN Auftragskiller engagiert, der nur leider nie so richtig zum Zug kommt, weil immer wieder irgendwas schiefgeht. Die Nerven aller Beteiligten liegen blank, gewinnt am Ende Jennerwein oder der Killer?
Als besonderes Schmankerl sind überall im Buch Hinweise auf Jennerweins Frau versteckt, der hat nämlich heimlich geheiratet, aber ihr Name wird nie genannt. Doch wer die Reihe kennt, kommt bestimmt hinter ihre Identität.
Mein Fazit: Streitende Gangster, ein verzweifelte Auftragskiller, eine zu allem entschlossene Stalkerin und ein Kommissar, der auch im Urlaub das Ermitteln nicht lassen kann – mehr braucht ein spannender und abwechslungsreicher Krimi nicht.
Nicole Schauer und Felix Bruch haben genau wie ihre Kollegen ein großes Problem: ihr Chef wurde in seinem Büro im Präsidium erschossen. Da das nur jemand von ihnen gewesen sein kann, übernimmt das BKA. ...
Nicole Schauer und Felix Bruch haben genau wie ihre Kollegen ein großes Problem: ihr Chef wurde in seinem Büro im Präsidium erschossen. Da das nur jemand von ihnen gewesen sein kann, übernimmt das BKA. Sie ermitteln stattdessen in einem anderen Fall. Eine 16jährige soll einem 62jährigen in dessen Haus in den Brustkorb geschossen haben. Verwirrend ist, dass die Tatverdächtige dort noch ganz friedlich auf der Couch sitzt und ihre Unschuld beteuert, und dass Bruch sie seit 4 Jahren kennt. Damals soll ihre Mutter ihren Vater nachts mit einem Hammer erschlagen haben, während das Mädchen daneben stand. Obwohl Mutter und Tochter deren Unschuld beteuerten, wurde die Mutter verurteilt. Weil Bruch damals involviert war, werden Schauer und er vom Dienst suspendiert. Das hält Nicole aber nicht davon ab, auf eigene Faust zu ermitteln, zumal eine Journalistin ihr immer neue Informationen zu dem alten Fall zuspielt und ihre Untersuchungen anheizt. Auch Bruch kommt nicht zur Ruhe. Er sucht ziel- und rastlos nach seiner Vergangenheit, die er tief in sich vergraben hatte. Ihm wurde eine Kiste mit Andenken zugespielt, die manchmal ganz kurz winzige Erinnerungen aufblitzen lassen. „Als die Kiste kam, war es, als hätte mir jemand ein Gift gespritzt, dass mich langsam aber sicher umbringen wird. Mir wurde klar, dass das Leben, das ich bis dahin führte, nicht echt war.“ (S. 23)
Schauer und Bruch haben sich inzwischen aneinander gewöhnt, einfache Charaktere sind ja beide nicht. Nicole kämpft trotz Therapie mit ihrem Gewaltpotential und Felix flüchtet in den Schutz seiner Medikamente. „Die Tabletten halfen ihm, doch sie schalteten alles ab, was ihn menschlich machte, sie machten aus ihm ein kaltes Etwas, umhüllt von einem Kokon, etwas, dass man niemandem zumuten konnte.“ (S. 24)
Die nicht genehmigten Ermittlungen zu dem Mord von vor 4 Jahren und der Verbindung zu ihrem aktuellen Fall bringen sie physisch und psychisch an ihre Grenzen. Bruch versucht zwar wieder, sich aus allem rauszuhalten, aber Nicole zwingt ihn, sie zu unterstützen. Sie nehmen sich noch einmal alle Beteiligten vor und kommen einigen Ungereimtheiten und verschwundenen Beweisen auf die Spur. Also weiten sie ihre Ermittlungen aus und stoßen auf immer neue Verdächtige und Motive – ich hatte da schon längst den Überblick verloren und auch Nicole weiß oft nicht weiter. „Sollten wir nicht kreischend im Kreis rennen oder versuchen, nach Südamerika zu fliehen?“ (S. 229)
Genauso düster wie die beiden Ermittler sind auch ihre Fälle. Sie ermitteln in verlassenen Häusern und unter gescheiterten Existenzen, hören Schritte oder im Dunklen Stimmen hinter sich, finden sich plötzlich in lebensbedrohlichen Situationen wieder. Das alles ist sehr beklemmend und angsteinflößend. Ich habe mich beim Lesen extrem gegruselt – und dann endet das Buch auch noch mit einem Paukenschlag! Wie fies kann ein Autor eigentlich sein?! Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt auf die Fortsetzung.
Außerdem will ich unbedingt mehr von Bruchs Vergangenheit wissen, die noch dramatischer und grausamer gewesen zu sein scheint, als bisher befürchtet.
5 Sterne für dieses Lesehighlight, das mir wieder mal den Schlaf geraubt hat.
„Gehen Sie nur schon rein. Bin sogleich zurück.“ (S. 20) Als Max Heller 1917 nach Monaten in Lazaretten endlich aus dem Krieg heimkehrt, erkennt ihn nicht mal seine eigene Mutter. Er ist 21, desillusioniert ...
„Gehen Sie nur schon rein. Bin sogleich zurück.“ (S. 20) Als Max Heller 1917 nach Monaten in Lazaretten endlich aus dem Krieg heimkehrt, erkennt ihn nicht mal seine eigene Mutter. Er ist 21, desillusioniert und perspektivlos und sieht sich mit den stillen Vorwürfen seines Vaters und seiner Mitmenschen konfrontiert, dass seine Verletzung am Fuß, die ihn sein ganzes Leben lang beeinträchtigen und Schmerzen bereiten wird, ja nicht so schlimm sei. „Sein Fuß sah aus, als wäre er ins Maul eines Löwen geraten. Ein Klumpen, der mehr Übel mit sich brachte als Nutzen.“ (S. 22) Dazu kommt ein nicht diagnostiziertes Trauma, weil er im Schützengraben verschüttet wurde. „… er war gefangen, als hätte man ihn in Beton eingegossen, eingeschlossen in eine tiefe Gruft, in der niemand ihn jemals finden würde, verschwunden, ausgelöscht, als hätte es ihn nie gegeben.“ (S. 7) Noch jahrelang wird er, zum Glück irgendwann seltener, nachts in seinen Albträumen gefangen schreien, bis ihn jemand weckt, und Keller o.ä. nur unter größten Schwierigkeiten betreten können. Manchmal fragt er sich, ob es nicht besser gewesen wäre, wenn er den Granatenangriff nicht überlebt hätte.
Doch jetzt ist er zurück in Dresden und braucht eine Zukunft. Der kleine Krämerladen seiner Eltern kann die zwei kaum ernähren, für ihn reicht es schon gar nicht. Seine Freunde sind tot oder vermisst, eine Arbeit findet er mit seinem Fuß nicht. Als ihm ein Lieferant seiner Eltern ein nicht ganz legales Angebot macht, schlägt er zu, verspricht es doch schnelles Geld und Unabhängigkeit. Aber lässt sich der Job auch mit seinem Gewissen vereinbaren?
Dann kehrt sein Freund Armin aus russischer Kriegsgefangenschaft heim. Endlich hat Max jemanden an seiner Seite, der das gleiche erlebt hat und ihn versteht. Zusammen versuchen sie, das Verpasste nachzuholen. Dazu gehören auch Frauenbekanntschaften. Doch als sich Max ausgerechnet in die Fabrikantentochter Karin verliebt, scheint ihre Beziehung wegen der Standesunterschiede undenkbar.
Außerdem trifft er sein Großvater Gustav Heller wieder, Geheimrat und Kriminalrat a.D., zu dem er über 10 Jahre keinen Kontakt mehr hatte und der Max jetzt unauffällig zu lenken versucht.
Frank Goldammer erzählt in „In Zeiten des Verbrechens“, wie Max und Karin zu den Menschen werden, die sie später in der Max-Heller-Krimireihe sind. Und ich muss zugegeben, dass mir an einer Stelle sogar die Tränen gekommen sind, weil dieser Teil der Geschichte so ergreifend war. Das Buch ist eine sehr gelungene Mischung aus Krimi und Roman, wobei sich die Genre innerhalb der Handlung abwechseln bzw. nacheinander passieren.
Max hat mit Anfang 20 schon genug Schreckliches für mehr als ein Leben erfahren und trägt schwer an der Schuld, die er im Krieg auf sich geladen hat. Er ist aufbrausend und wird schnell wütend, kann sich dann nicht bremsen. Aber er hat auch hohe moralische Werte, erträgt keine Ungerechtigkeit und sieht nicht weg, wenn jemand Hilfe braucht. Außerdem hat er einen Dickschädel, ist stur, neugierig und intelligent. Das bringt Kommissar Pohl dazu, ihm die Polizeiarbeit schmackhaft zu machen, zumal Max in eine paar Kriminalfälle stolpert und aktiv bei deren Lösung hilft. Besonders hat mir da die Referenz zum Einbruch im Grünen Gewölbe gefallen.
Karin ist seine perfekte Ergänzung. Sie ist forsch und direkt, mag klare und ehrliche Worte, während er oft rumeiert. Und sie hat keine Standesdünkel, sondern steht zu ihrer Liebe, stellt sich dafür sogar mutig gegen ihren Vater.
Wie immer hat Frank Goldammer auch das Setting hervorragend gewählt. Max lebt in einer unruhigen Zeit voller politischer und wirtschaftlicher Umbrüche, erlebt den Versailler Vertrag und die Hyperinflation. Das beeinflusst auch seine Lebenssituation. Mir hat gefallen, dass er schon damals politisch unabhängig bleibt und auf der Seite der kleinen Leute und Unschuldigen steht – Wahrheit und Gerechtigkeit schlägt Politik. „… der Mensch wird unschuldig, geboren, und oft sind es die Umstände, die ihn zu dem machen, was er dann ist. … Durch den Krieg zur Waise gemacht. Durch die Not zum Verbrecher geworden.“ (S. 236)
Besonders freue ich mich, in den Büchern durch meine Heimatstadt zu wandeln. Ich kenne jede der erwähnten Straße und habe sogar eine Vorstellung, in welchem Haus Max Eltern ihren Laden und die Wohnung hatten.