Zu spät?!
All My Golden MemoriesDer YA-Roman All my golden memories von Mounia Jayawanth bildet den Auftakt einer Dilogie, dessen Bände nicht unabhängig voneinander gelesen werden können (ich warne euch hier schonmal vor einem echt fiesen ...
Der YA-Roman All my golden memories von Mounia Jayawanth bildet den Auftakt einer Dilogie, dessen Bände nicht unabhängig voneinander gelesen werden können (ich warne euch hier schonmal vor einem echt fiesen Cliffhänger ;) ). Im Mittelpunkt stehen Ellis und Ryan, die gemeinsam im Hotel von Ryans Familie aufgewachsen sind, sich aber nach einem Streit Jahre nicht mehr gesehen haben. Was wird also geschehen, wenn sie wieder aufeinander treffen und werden sie ihre damalige Fehde beilegen können?!
Das Buch enthält Kapitel aus der Gegenwart von Ellis und Ryans Geschichte, welche aus Ellis Sichtweise verfasst sind und Kapitel aus ihrer Vergangenheit, die aus Ryans Perspektive erzählt werden. Durch diesen Aufbau erhält man als Leser Einblicke in beide Sichtweisen und kann Vieles besser nachvollziehen. Gleichzeitig weiß man aber direkt, an welcher Stelle der Handlung man sich gerade befindet, bzw. aus wessen Sicht die aktuelle Passage beschreiben ist.
Der Roman vereint die klassischen Themen einer YA-Geschichte mit einem Hauch Mystery und Detektivgeschichten, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Die Reflektiertheit der beiden Hauptpersonen finde ich unglaublich schön beschrieben und dadurch die Aufarbeitung ihrer Vergangenheit sehr gelungen und gleichzeitig amüsant geschrieben. Für meinen Geschmack kamen bei mir leider nicht so viele Gefühle an, wie ich mir das gewünscht hätte, weshalb ich letztendlich bei 4 Sternen bin. Die Geschichte ist aber in jedem Fall lesenswert!
Hier zum Abschluss noch meine Lieblingszitate:
"Wenn er mich so ansieht wie jetzt, vergesse ich alles um mich herum und plötzliche frage ich mich, welchen Zweck Stolz und Würde eigentlich haben. Wovor schützen sie einen, wenn man innerlich trotzdem zerbricht?"
"Meine Gedanken rasen, während ich die 61st Street runterlaufe und gar nicht weiß, wohin ich will. Einfach nur weg, weit weg, wo ich meine Gedanken wieder hören kann."
"Vielleicht träume ich das ja alles nur. Aber müsste mich der Schock dann nicht längst geweckt haben?"