Die Dunkelheit des Regenbogens
Forever YoungDer Roman Forever Young: Die Zeit deines Lebens von Alexander C. Mersich ist etwas ganz Besonderes. Der Roman erzählt die Geschichte eines Jungen, der nach einem schweren Schicksalsschlag seine gewohnte ...
Der Roman Forever Young: Die Zeit deines Lebens von Alexander C. Mersich ist etwas ganz Besonderes. Der Roman erzählt die Geschichte eines Jungen, der nach einem schweren Schicksalsschlag seine gewohnte Umgebung verlässt und sich in einem Internat ganz neuen Herausforderungen stellen muss. Dabei lernt er ganz unterschiedliche Menschen kennen, die ihn alle auf ihre eigene Weise berühren. Doch wie soll er seine Gefühle einordnen und wird er sich selbst dabei selbst verlieren - oder sich selbst erst wieder finden?
Der Schreibstil war für mich persönlich zunächst etwas ungewohnt und ich habe ein paar Kapitel gebraucht, um reinzukommen. Die Kapitel sind indirekt in einer Art Tagebuchform ausgehend von der Hauptperson Chris geschrieben, wodurch kein "normaler" Erzählfluss entsteht. Doch diese Art des Schreibens passt perfekt zur Handlung und auch zum Protagonisten.
Der Spannungsbogen ist konstant ziemlich hoch gehalten, da immer etwas passiert und die Erzähldynamik einfach sehr hoch ist. Außerdem gibt es gewisse Wendungen, die ich persönlich so nicht vorhergesehen habe, die aber absolut Sinn ergeben. Auch das Ende ist nicht 0/8/15, sondern lässt Spieltraum für eine geplante Fortsetzung und auch für eigene Gedanken, die man sic als Leser vermutlich unweigerlich macht.
Insgesamt viel mehr als ein YA-Roman, bei dem die unterschiedlichsten Charaktere aufeinandertreffen und dennoch gut harmonieren und sich gegenseitig so viel geben, auch wenn es schwierig ist. Ein bisschen wie John Green, aber nochmal ganz anders.
Hier zum Abschluss noch mein Lieblingszitat:
"Ich will nicht mehr zusehen müssen, wie andere ihr Leben leben, während ich Angst davor habe, den ersten Schritt zu wagen. Ich will Fehler machen. Ich will leben, ich will lieben und ich will lachen. Wenn mir dadurch die Zeit schneller entrinnt, will ich wenigstens nicht bereuen müssen, nichts getan zu haben."