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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.08.2023

Freundschaft mit einem Alien

Wer ist hier der Alien?
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Ganz überraschend verändert sich Junus‘ Leben, als ein Alien abstürzt und Junus ihn verstecken soll. Solo sieht ganz anders aus, und er hat vieles vergessen aus seinem vorherigen Leben. Doch nach und nach ...

Ganz überraschend verändert sich Junus‘ Leben, als ein Alien abstürzt und Junus ihn verstecken soll. Solo sieht ganz anders aus, und er hat vieles vergessen aus seinem vorherigen Leben. Doch nach und nach kommen die Erinnerungen, und als Junus erfährt, dass die Aliens die Erde angreifen wollen, weiß er sicher: Er wird die Welt retten.

Junus spielt am liebsten am Computer und ärgert seine Zwillingsschwester Ela. Als es in einer Gewitternacht einen Knall gibt und der Strom ausfällt, vermutet er, dass eine Drohne abgestürzt ist. Die will er finden und verticken – und stöbert stattdessen einen Außerirdischen auf, der ihn bittet, ihn zu verstecken. Die beiden freunden sich an und entdecken erst später, dass Solos Familie die Erde zerstören will. Kann eine Freundschaft unter diesen Umständen bestehen bleiben? Die Geschichte wendet sich an junge Leser ab ca. 10 Jahren und ist begleitet von vielen lustigen Illustrationen, die den Text auflockern. Die Themen Freundschaft und Klimaschutz sind dem Alltag angelehnt und nehmen die jungen Leser ernst mit ihren Anliegen. Man kann sich sehr gut einfühlen in Junus mit seiner nervigen Schwester, der nun plötzlich entscheiden muss, wie er mit dem Alien Solo umgeht und mit allem, was hinter dessen Auftauchen steht.

Diese spannende und humorvolle Geschichte über einen Jungen und seine Freundschaft mit einem Alien empfehle ich sehr gerne weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 18.08.2023

Gänsehaut pur

Die Verborgenen
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In das Haus von Sven und Franziska Hoffmann zieht ein Phlogger ein. Und während dieser sich an ihrem Essen bedient, stöbert er auch in ihren Schränken, Gegenstände verschwinden, fremde Fußspuren tauchen ...

In das Haus von Sven und Franziska Hoffmann zieht ein Phlogger ein. Und während dieser sich an ihrem Essen bedient, stöbert er auch in ihren Schränken, Gegenstände verschwinden, fremde Fußspuren tauchen im Keller auf… Die Eheleute haben sich gegenseitig im Verdacht. Dabei bröckelt die Fassade der makellosen Familie. Und da ist ja auch noch der Fall der verschwundenen jungen Frau aus dem Ort, was ist mit ihr passiert?

Es ist schon eine erschreckende Vorstellung, jemand Fremdes im Haus zu haben, von dem man nichts weiß. Diese Vorstellung allein treibt mir schon jede Menge Schauer über den Rücken. Doch der Phlogger im Haus der Hoffmanns hat noch ein Ziel vor Augen, und das ist auch nicht ganz ohne. Vor allem weil die Geheimnisse des Ehepaars Hoffmann und deren Tochter im Fadenkreuz des Phloggers auftauchen. Die Geschichte setzt sich aus mehreren Sichtweisen zusammen, denn die Familienmitglieder wie auch der Phlogger erzählen, was hier geschieht. Damit ist man als Leser mittendrin im Geschehen. Zudem hat der Autor Linus Geschke einige unvermutete Twists eingearbeitet, die dem Leser noch mehr Gänsehaut beschert. Der Thriller ist eher unblutig, dennoch gibt es hier Spannung vom Feinsten. Ich habe das Buch als Hörbuch genießen dürfen. Die Sprecher ergänzen sich und beschwören durch ihre Erzählweise genau das Gänsehautgefühl, das man sich von diesem Buch erwartet.

Sehr gerne empfehle ich das Buch bzw. das Hörbuch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 15.08.2023

Spannend, humorvoll, regt zum Nachdenken an

Blue Skies
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Die Apokalypse kündigt sich an: Während Kalifornien unter der Dürre stöhnt und immer wieder Brände die Natur bedrohen, wird Florida von Überschwemmungen heimgesucht. Ottilie nimmt die Vorschläge ihres ...

Die Apokalypse kündigt sich an: Während Kalifornien unter der Dürre stöhnt und immer wieder Brände die Natur bedrohen, wird Florida von Überschwemmungen heimgesucht. Ottilie nimmt die Vorschläge ihres Sohnes auf, der seit Jahren davor warnt, dass der Planet stirbt, sie stellt ihre Ernährung um und nimmt Insekten in ihren Speiseplan auf. Ihre Tochter Cat hingegen kümmert sich kaum um die Veränderungen in der Natur, sie hat sich als Haustier einen Tigerpython zugelegt, den sie sich gerne um die Schultern legt. Doch sehr bald verschwindet die Schlange aus dem Terrarium.

Es ist eine schleichende Veränderung, die man auch gerne mal ignorieren kann, wie es im Wesentlichen Cat macht. Sie bleibt in ihrem Haus wohnen, auch wenn der Regen so zugenommen hat, dass viele Häuser unbewohnbar werden und das Auto nicht mehr nahe am Haus geparkt werden kann. Doch die Warnzeichen mehren sich, auch wenn das Leben weiter geht. Das war für mich sehr eindrücklich, aber auch erschreckend, wie die Veränderungen erscheinen und dann im Alltag integriert werden. So sehr sich die Charaktere auch bemühen, auf die Veränderungen zu reagieren oder sie zu ignorieren, und auch wenn ich mit dem Schicksal der Figuren mitgefiebert habe, so richtig sympathisch waren sie mir nicht. Aber das sollten sie auch sicher nicht sein, es geht um das Thema Klimaveränderung, und das hat der Autor T.C. Boyle äußerst wirksam umgesetzt. Ich habe den Roman verschlungen, der Schreibstil ist auch äußerst gut lesbar. Das Buch regt auf jeden Fall zum Nachdenken an, das Thema ist gut aufgegriffen und umgesetzt ohne zu moralisieren.

Diese Geschichte ist humorvoll und gleichzeitig spannend geschrieben und gibt dem Thema Klimaveränderung einen würdigen Rahmen. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 10.08.2023

Humorvoller Fantasykrimi

Erkül Bwaroo bittet zum Tanz
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Der exzentrische Privatdetektiv Erkül Bwaroo wird von Königin Rosamunde zum Ball eingeladen. Es geht darum, dass sich unter den Gästen des Balls ein Mörder versteckt. Zwei Prinzessinnen wurden bereits ...

Der exzentrische Privatdetektiv Erkül Bwaroo wird von Königin Rosamunde zum Ball eingeladen. Es geht darum, dass sich unter den Gästen des Balls ein Mörder versteckt. Zwei Prinzessinnen wurden bereits vor dem Ball ermordet, nun soll der Täter vor seinem nächsten Mord gefasst werden. Mit Erkül Bwaroo reist auch Doktor Heystings zum Ball und gibt einen guten Assistenten ab.

Als Privatdetektiv hat sich der Niederelf Erkül Bwaroo bereits einen Namen gemacht, und darauf bildet er sich eine Menge ein. Das Buch ist Teil einer Reihe, ich durfte den Meisterdetektiv bereits kennenlernen und wusste um die Anleihen aus der Hercule-Poirot-Reihe von Agatha Christie wie auch um die fantastischen Anteile der Geschichte mit den Motiven aus Märchen, Sagen und Mythen. Ich finde diese Mischung sehr spannend und war also sehr gespannt auf die Ermittlungen dieses äußerst exzentrischen Detektivs, der so blasiert auftritt, dass er selbst eine Königin mal schnell in den Windschatten stellen will. Das gibt so einige Szenen, bei denen ich immer mal wieder leise vor mich grinsen musste oder auch mal laut auflachte. Die Figuren insgesamt sind äußerst gelungen, sie sind sehr individuell geraten und binden den märchenhaften Anteil der Geschichte gut in das Geschehen ein. Dabei habe ich auch immer wieder gerne den Krimianteil des Buches vergessen, weil mir persönlich das ganze Drumherum viel wichtiger war. Dadurch habe ich vermutlich zwar die Richtung der Auflösung geahnt, habe mich aber bestens von der Autorin aufs Glatteis führen lassen, so dass ich bis zum Schluss die Auflösung nur ansatzweise geahnt habe. Ein meisterliches Lesevergnügen also: Ich freue mich schon jetzt auf weitere Fälle mit diesem exzentrischen Elfendetektiv!

Sehr gerne empfehle ich diese humorvolle Mischung aus Märchen- und realer Welt sowie den Anlehnungen aus den Krimis von Agatha Christie weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 10.08.2023

Spannend, ergreifend, einfach klasse!

Alle Feuer der Hölle
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Der deutsche Handelskapitän Leonhard Mahler steuert die Karibikinsel Martinique an auf der Suche nach guten Zucker- und Rumgeschäften. Dort stehen Wahlen an. Eher unbemerkt tut sich eine tödliche Gefahr ...

Der deutsche Handelskapitän Leonhard Mahler steuert die Karibikinsel Martinique an auf der Suche nach guten Zucker- und Rumgeschäften. Dort stehen Wahlen an. Eher unbemerkt tut sich eine tödliche Gefahr auf: Der Mont Pelée stößt Asche und Rauch aus, eine Eruption steht bevor…

Das Buch ist eine lose Fortsetzung des Buches „Der Choral der Hölle“ vom selben Autor, André Milewski. Leonhard Mahler ist inzwischen etwas älter, doch an den Ausbruch des Vulkans Krakatau kann er sich noch gut erinnern, und so begreift er schneller als manch anderer die Gefahr, die von Mont Pelée ausgeht. Man kann das vorliegende Buch allerdings gut ohne weitere Vorkenntnisse lesen. Wie in all den anderen Romanen des Autors erkennt man die intensiven Recherchen, die hier zu einer spannenden Mischung aus realen Vorkommnissen und fiktionalen Erzählungen finden, so dass man als Leser gut in das Alltagsleben auf Martinique Anfang des 20. Jahrhunderts eintauchen kann. Man spürt die Gefahr, die vom Vulkan ausgeht, während die Bevölkerung sich oftmals damit arrangiert hatte. Manche der Ereignisse sind sehr bildhaft geschrieben, so dass ich immer mal wieder trocken schlucken musste. Ein Personenverzeichnis sowie ein Kapitel über die realen Ereignisse rund um den Vulkanausbruch ergänzen die Geschichte, die so spannend geraten ist, dass ich am Ende des Buches gerne noch nach weiteren Seiten gesucht hätte.

Dieser historische Roman über den Vulkanausbruch von Martinique ist so spannend und ergreifend geschrieben, dass ich ihn äußerst gerne weiter empfehle. Selbstverständlich vergebe ich die volle Anzahl von 5 Sternen!

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