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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.08.2023

Spannend, atmosphärisch, geheimnisvoll. Ein wunderbarer Cozy Crime für Jung & Alt!

Auf der Suche nach Emily McCrae
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Bei einem Blick in die neue Vorschau des Knesebeck Verlags ist mir der Kinderroman „Auf der Suche nach Emily McCrae“ direkt ins Auge gesprungen. Cover und Klappentext ließen mein Herz augenblicklich höherschlagen, ...

Bei einem Blick in die neue Vorschau des Knesebeck Verlags ist mir der Kinderroman „Auf der Suche nach Emily McCrae“ direkt ins Auge gesprungen. Cover und Klappentext ließen mein Herz augenblicklich höherschlagen, sodass schnell klar war, dass ich das Buch lesen möchte.

Die 12-jährige Lily Hargan ist gerade erst mit ihrer Mutter in das verschlafene Küstenstädtchen Edge gezogen und überhaupt nicht glücklich darüber. Sie vermisst die Großstadt, wo es laut und trubelig ist und ständig etwas Aufregendes passiert. In Edge ist einfach nichts los, es ist öde und langweilig, die Stadt ist winzig klein und alle kennen einander. Doch dann entdeckt Lily auf einem ihrer Streifzüge ein geheimnisvolles Haus, von dem sie sich wie magisch angezogen fühlt. Es entpuppt sich als ein Museum, das einer Emily McCrae gewidmet ist. Lilys Neugier ist geweckt. Sie beginnt nachzuforschen und findet schnell heraus, dass Emily vor vielen Jahren spurlos verschwunden ist. Was ist nur geschehen? Wer war diese Emily, warum verschwand sie damals so plötzlich? Und wer ist für das versteckte Museum verantwortlich? Lily möchte das Rätsel um Emily unbedingt lösen. Zum Glück ist sie nicht länger auf sich alleine gestellt. In Sam und Jay findet sie gute neue Freunde, die wie sie mehr wissen wollen. Zu dem Zeitpunkt ahnen die Kinder noch nicht, in welche große Gefahr sie sich mit ihren Ermittlungen begeben. Es gibt nämlich eine Person, die unbedingt verhindern möchte, dass die Wahrheit ans Licht kommt...

Ein sehr stimmungsvolles Cover hat die Verena Körting da gezaubert. Es wirkt düster und geheimnisvoll und macht wie der Titel neugierig auf die Geschichte dahinter. Beides ist auf jeden Fall passend zum Inhalt gewählt und gibt einen guten Eindruck darauf, was einen im Buch erwartet. Ich war von der äußeren Gestaltung sofort ganz angetan und sie hat mir auch nicht zu viel versprochen: Mich hat die schottische Autorin Fiona Longmuir mit ihrem Kinderbuchdebüt auf ganzer Linie überzeugen können. „Auf der Suche nach Emily McCrae“ ist eine abwechslungsreiche und fesselnde Detektivgeschichte über ein rätselhaftes Verschwinden, eine abenteuerliche Spurensuche und Freundschaft. Ein atmosphärischer und nostalgisch anmutender Kinderkrimi, der nicht nur junge Leserinnen zu fesseln und begeistern vermag, sondern auch Erwachsene.

Als Leser
in wird man gleich zu Beginn in das beschauliche schottische Küstenstädtchen Edge mitgenommen, dem neuen Heimatort unserer 12-jährigen Hauptprotagonistin Lily. Mit Edge hat die Autorin den idealen Schauplatz für ein klassisches Mystery-Abenteuer erschaffen. Es gibt einen alten Leuchtturm, ein mysteriöses Haus, dunkle Höhlen...Die bildlichen Beschreibungen lassen alles im Kopf lebendig werden und schaffen eine tolle Atmosphäre, sodass man spielend leicht in das Geschehen eintauchen kann und sich direkt wohlfühlt. Ich habe mich sofort in das Setting verliebt (trotz Lilys anfänglicher schlechten Meinung über den Ort).

Auch die Charaktere sind wunderbar getroffen. Lily, Sam und Jay sind drei aufgeweckte, mutige und sympathische Kinder, die man als Leser*in schnell ins Herz schließt und mit denen sich die Zielgruppe sehr gut identifizieren kann.
Die vielen unterschiedlichen Nebenfiguren sind ebenfalls liebevoll gezeichnet und können nicht nur mit Authentizität glänzen, sondern auch mit Diversität. Die nette Bibliothekarin Ms Bright, Sams zwei Väter, Hund Costello - man muss sie einfach alle mögen.

Erzählt wird der Roman in dritter Person und aus zwei Perspektiven. Die eigentliche Geschichte ist in Lilys Sicht geschrieben, es gibt in der ersten Hälfte des Buches aber auch einige Kapitel, die uns in die Vergangenheit mitnehmen und verraten, wieso Emily damals verschwunden ist. Obwohl man dadurch mehr weiß als als unsere drei Protagonisten, fiebert und rätselt man dennoch mit ihnen mit und wird von den Wendungen immer wieder überrascht. Die beiden Erzählstränge wurden sehr geschickt aufeinander abgestimmt, sodass die Haupthandlung zu keiner Zeit langweilig wird und auch für Erwachsene durchweg interessant bleibt. Es macht einfach nur jede Menge Spaß, gemeinsam mit Lily, Sam und Jay die vielen Puzzleteile zu einem großen Ganzen zusammenzufügen und gleichzeitig mitzuverfolgen, wie sie im Verlauf zu einem unzertrennlichen Trio zusammenwachsen. Die Entwicklung ihrer Freundschaft wird wundervoll beschrieben, sehr einfühlsam und glaubhaft, und ergibt gemeinsam mit den detektivischen Ermittlungen ein stimmiges Zusammenspiel.

Das Ende ist recht abgeschlossen, lässt aber genügend Spielraum für einen Folgeband. Also ich würde mich sehr über ein Wiedersehen mit unserem pfiffigen Dreiergespann und Co. freuen.

Fazit: „Auf der Suche nach Emily McCrae“ ist ein spannender und unterhaltsamer Abenteuerroman vor maritimer britischer Kulisse, gepaart mit einer warmherzigen Freundschaftsgeschichte und einer aufregenden Schatzsuche. Ein richtig schöner Cozy Crime zum Mitraten und das perfekte Lesefutter für alle ab 10 Jahren, die gerne Geschichten voller Spannung und Geheimnisse lesen. Ein wirklich toller Kinderkrimi, mir hat er großen Spaß gemacht. Ich kann das Kinderbuchdebüt von Fiona Longmuir nur empfehlen und vergebe 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 20.08.2023

Ein zauberhaftes Bilderbuch zum Thema Liebe mit hinreißend schönen Illustrationen

Was ist Liebe, Minimia?
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Ich bin ein großer Fan von Rocio Bonilla und freue mich jedes Mal wie ein Schneekönig, wenn ein neues Buch von ihr erscheint. Mir war daher natürlich sofort klar, dass ich auch „Was ist Liebe, Minimia?“ ...

Ich bin ein großer Fan von Rocio Bonilla und freue mich jedes Mal wie ein Schneekönig, wenn ein neues Buch von ihr erscheint. Mir war daher natürlich sofort klar, dass ich auch „Was ist Liebe, Minimia?“ unbedingt kennenlernen muss.

Mit „Was ist Liebe, Minimia?“ legt die spanische Autorin und Illustratorin Rocio Bonilla ihr drittes Minimia-Bilderbuch vor und wie schon die beiden Vorgänger, so hat auch dieser Band mein Herz im Sturm erobert. Mit der kleinen Minimia hat die Rocio Bonilla einfach eine bezaubernde Heldin erschaffen, eine richtige Figur zum Liebhaben, die man nur zu gerne auf ihren Entdeckungsreisen begleitet.

Nachdem Minimia bereits nach der Farbe des Kusses und einem Mittel gegen Langeweile gesucht hat, begibt sich der aufgeweckte Wuschelkopf dieses Mal also auf die Spuren der Liebe. Alle reden ständig von ihr und natürlich hat auch Minimia schon viel von ihr gehört. Aber was genau ist diese rätselhafte Liebe eigentlich? Sie muss sehr stark und groß sein, schließlich sprechen die Erwachsenen immer davon, dass sie Berge versetzen kann. Gleichzeitig soll Liebe aber auch zart sein und in kleinen Dingen stecken. Wie passt das nur zusammen? In einem Lied heißt es, dass Liebe in der Luft liegt, und in einem anderen sogar, dass sie überall sein soll. Doch so sehr Minimia auch sucht, sie kann die Liebe einfach nicht finden. Wo versteckt sie sich nur? Irgendwann hat Minimia mal gehört, dass Liebe einfach da ist, wenn man etwas ganz unbedingt will. Kann sie sich etwa in ihre leckeren Spaghetti verlieben? Das mit der Liebe scheint wirklich ganz schön kompliziert zu sein. Man kann sie weder sehen, riechen noch anfassen, nicht einmal malen kann man sie. Wie also kann man überhaupt wissen, was diese Liebe ist?

Mit ihrer kindlichen Neugier und lebhaften Fantasie und in Begleitung von Hund Max geht Minimia diesem spannenden Rätsel nach und stellt sich dabei viele verschiedene Fragen. Es ist einfach nur herrlich, in ihre junge Gedankenwelt einzutauchen und ihre Überlegungen mitzuverfolgen. Mich haben Minimias Ideen öfters sehr zum Schmunzeln gebracht und bei ihrem Aha-Moment am Ende ist mir ganz warm ums Herz geworden. Minimia wird sich nämlich noch daran erinnern, was für ein gutes Gefühl sie hat, wenn sie andere umarmt oder Küsse verteilt und wie schön es ist, wenn sie sich um Dinge kümmert, die ihr wichtig sind und wenn alle nett und freundlich zueinander sind.

Minimia erkennt schließlich, dass Liebe überaus vielseitig ist und die ganze Welt voller Liebe steckt. Eine so tolle Botschaft, die auch schon die Kleinen verstehen. Rocio Bonilla ist es mal wieder gelungen, ein komplexes Thema kindgerecht und humorvoll zu vermitteln. Zum Vorlesen für Kinder ab 3 Jahren ist das Buch in meinen Augen sehr gut geeignet. Die Sätze sind kurz und einfach gehalten und die Wortwahl ist leicht verständlich. Text ist insgesamt nur wenig vorhanden, er sagt gemeinsam mit den ausdrucksstarken Bildern aber enorm viel aus und ergibt mit ihnen ein wunderbares Zusammenspiel.

Die unverwechselbaren farbenfrohen Illustrationen von Rocio Bonilla sind wie gewohnt einfach zauberhaft. Mal großformatig, mal in mehreren kleinen Zeichnungen pro Seite setzt Rocio Bonilla das Erzählte gekonnt in Szene. Ihre Bilder sprühen nur so vor Witz und unwiderstehlichem Charme, sodass es mal wieder das reinste Vergnügen ist, sie zu betrachten. Vor allem die kleine Minimia mit ihren großen Kulleraugen und verschiedenen Gesichtsausdrücken ist erneut herzallerliebst anzusehen.

Fazit: Mit dem dritten Minimia-Abenteuer hat Rocio Bonilla wieder einmal ein wichtiges Thema großartig aufgegriffen und spielerisch und liebevoll für Kinder ab 3 Jahren dargestellt. „Was ist Liebe, Minimia?“ ist eine herzerwärmende und lustige Geschichte mit ganz viel Liebe, wunderschönen Illustrationen und einer charmanten Protagonistin. Ein echter Bilderbuchschatz, den man einfach lieben muss. Text und Bild ergänzen sich mal wieder perfekt und machen das Buch zu einem gelungenen Gesamtpaket, das einem ein Lächeln ins Gesicht zaubert und in keinem Kinderzimmer fehlen sollte. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 14.08.2023

Ein echter Volltreffer!

Was Wanda will
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Zu den Büchern von der Lena Hach greife ich immer richtig gerne. Meine Neugier war daher sofort geweckt, als ich in der diesjährigen Herbstvorschau des Mixtvision Verlags ihren neuen Kinderroman „Was ...

Zu den Büchern von der Lena Hach greife ich immer richtig gerne. Meine Neugier war daher sofort geweckt, als ich in der diesjährigen Herbstvorschau des Mixtvision Verlags ihren neuen Kinderroman „Was Wanda will“ erspähte. Cover, Titel und Klappentext sprachen mich direkt an, sodass schnell klar war, dass ich das Buch lesen möchte.

Wanda will nur Eines: Sie will unbedingt einen ganz besonderen und sehr wertvollen Tennisball stehlen, der sich gut gesichert hinter den Glaswänden einer Vitrine in einer großen Stadtvilla befindet. Kein leichtes Unterfangen, aber was Wanda will, das bekommt Wanda auch. Der verbrecherische Coup ist bereits geplant, nur das richtige Team fehlt noch. Wanda begibt sich an ihrer neuen Schule auf die Suche nach Einzelgängerinnen und wird schnell fündig. Denn Wanda hat ein Gespür für Außenseiterinnen, auch wenn diese manchmal gar nicht so offensichtlich sind. Da wäre zum Beispiel der gewitzte Meister, der im Rollstuhl sitzt oder Kai, der eine echte Sportskanone ist. Insgesamt fünf Mitschülerinnen hat Wanda auserkoren, die alle außergewöhnliche Fähigkeiten besitzen und die gemeinsam mit ihr – Organisationstalent und Mastermind Wanda – ein perfektes Team ergeben. Nun kann eigentlich nichts mehr schiefgehen...Oder?

Bereits das Cover und der Titel machen einen sofort neugierig auf den Inhalt. Man beginnt sich unweigerlich zu fragen, welche Bedeutung die ganzen Kritzeleien wohl haben und wer diese Wanda ist und was sie will. Beides ist auf jeden Fall geschickt gewählt und in Kombi mit dem Klappentext sehr vielversprechend. Ich zumindest hatte hohe Erwartungen und was soll ich sagen, ich wurde nicht enttäuscht! Für mich hat sich auch dieses Werk von Lena Hach als ein echtes Highlight entpuppt. Ich bin super in das Buch gestartet und habe es mit dem größten Genuss in einem Zug verschlungen.

Aber von vorne. Als Leser
in erfährt man gleich zu Beginn, dass die Hauptprotagonistin Wanda etwas plant und alle an der Nase herumführen wird. Was aber hat sie vor? Und wieso spielt sie nicht mit offenen Karten? Das wissen wir ebenso wenig wie die anderen Figuren in diesem Buch. Das Herumrätseln wird also schon mit den ersten Zeilen gelungen weitergeführt, sodass man von Anfang an Feuer und Flamme für die Geschichte ist.
Geschrieben ist der Roman von einem allwissenden Erzähler, der nicht nur die Sicht von Wanda schildert, sondern im Verlauf auch ihre fünf Mitstreiterinnen zu Wort kommen lässt. Dabei wird schnell deutlich, dass jeder von ihnen ganz anders ist als zunächst gedacht.

Mit den Charakteren hat die Lena Hach mal wieder eine wahre Glanzleistung vollbracht. Wir bekommen es mit einer ziemlich bunten Truppe aus Schüler
innen zu tun, die mit wenigen Worten wunderbar treffend beschrieben werden. Sechs Jugendliche, die aus irgendwelchen Gründen Außenseiter sind und unterschiedlicher kaum sein könnten, die durch Wanda aber zusammengeführt werden und gemeinsam ein unschlagbares Team ergeben. Jeder von ihnen kann etwas, besitzt ein besonderes Talent, das bei Wandas Vorhaben hilfreich ist. Es ist einfach toll und auch höchst amüsant mitzuerleben wie diese ungewöhnliche Gruppe zueinanderfindet und lernt zusammenarbeiten und sich gegenseitig zu vertrauen. Wie zwischen diesen ungleichen Einzelkämpfern eine ungeahnte Verbundenheit und Freundschaft entsteht.
Sehr cool ist auch, wie man stückchenweise mehr über die Sechs erfährt und dabei immer wieder überrascht wird. Vor allem Wanda, die plötzlich da ist und kurz darauf wieder spurlos verschwindet, ist bis zum Schluss eine mysteriöse Figur. Ich hatte irgendwann eine Vermutung, was es in etwa mit ihr auf sich haben könnte, die sich am Ende auch bestätigt hat, allerdings hat dies in keinster Weise mein Lesevergnügen beeinträchtigt.

Handlungstechnisch hat mich das Buch auf jeden Fall gänzlich überzeugen können. Die Story ist clever aufgebaut und durchweg spannend und unterhaltsam. Und obwohl der Coup schon irgendwie sehr haarsträubend ist und auch ernste Themen angesprochen werden, kommt die Geschichte dennoch lebensnah und locker-leicht daher.
Ebenso großartig ist die Diversität, die auf eine natürliche und unaufdringliche Art und Weise vermittelt wird. So sitzt der Meister im Rollstuhl und ganz nebenbei wird kurz erwähnt, dass Wanda auf Mädchen steht.

Während man im ersten Teil Wandas waghalsigen Plan kennenlernt, geht es im zweiten um die Durchführung. Dass dabei, trotz guter Organisation, ordentlich was schiefgeht, ist klar, aber was genau und ob das Ganze dennoch gelingen wird, wird hier nicht verraten, das gilt es schon selbst herauszufinden. Man mag das Buch jedenfalls nicht mehr aus der Hand legen und fliegt dank des angenehmen Schreibstils und den vielen kurzen Kapiteln nur so durch die Seiten.

Ein weiterer Pluspunkt in diesem Buch ist die originelle Innengestaltung. Die Geschichte wird von vielen witzigen Skizzen von Antonia Christofori begleitet, die die Story perfekt ergänzen und das Lesen zu einem einzigartigen Erlebnis machen.

Fazit: Mit ihrem neuen Kinderkrimi hat die deutsche Autorin Lena Hach mal wieder einen echten Volltreffer gelandet! Was „Was Wanda will“ ist eine mitreißende und abwechslungsreiche Ganoven-Geschichte mit einem genial-verrückten Plan, unvergesslichen Charakteren und jeder Menge Spannung, Witz und Pfiff. Rasant und raffiniert erzählt, humorvoll aufgelockert mit Sketchnotes und alles gekonnt auf den Punkt gebracht. Das beste Lesefutter für alle ab 11 Jahren. Also ich bin begeistert, ich kann das Buch nur empfehlen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 11.08.2023

Eine warmherzige Gespenstergeschichte mit wichtigen Botschaften & wunderschönen Illustrationen

Das Gespenst will bleiben
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Da ich ein großer Fan von Gespenstergeschichten bin, war meine Neugier sofort geweckt als ich zum ersten Mal von „Das Gespenst will bleiben“ hörte. Sowohl das niedliche Cover als auch der Klappentext ...

Da ich ein großer Fan von Gespenstergeschichten bin, war meine Neugier sofort geweckt als ich zum ersten Mal von „Das Gespenst will bleiben“ hörte. Sowohl das niedliche Cover als auch der Klappentext haben mich direkt angesprochen und neugierig auf den Inhalt gemacht. Es war somit schnell klar, dass ich das Buch haben muss.

Levi zieht mit seiner Familie in ein neues Haus und ist begeistert. Er hat nun endlich ein eigenes Zimmer, es gibt ein zweites Klo, sodass er nicht mehr warten muss, bis sein Papa fertig geduscht hat, und im Garten ist genug Platz für ein richtiges Trampolin. Aber nicht nur das: In dem Haus wohnt schon jemand. Es fällt zunächst niemandem auf, doch dann begegnet Levi ihm: Einem echten Gespenst! Der Rest der Familie ist überhaupt nicht angetan von ihrem fremden Mitbewohner, auch Kater Herr Schnurre kann das Gespenst nicht leiden. Eigentlich ist das Gespenst total lieb und freundlich, nur leider eben auch anders. Es benutzt keine Türen, es geistert nachts herum, es versteckt Dinge...Levis Familie ist schnell klar, dass dieses blasse Wesen weg muss und tun alles Mögliche, damit es von alleine geht. Zunächst bitten sie es höflich darum zu gehen, danach machen sie ordentlich Krach, um es zu verscheuchen und schließlich versuchen sie sogar, es zu erschrecken. Doch ohne Erfolg. Dem Vater kommt schließlich eine neue Idee. Sie räumen die Sachen von dem Gespenst einfach vor das Haus, mit einem Schild, auf dem „Zu verschenken“ steht. Jetzt versteht das Gespenst, dass es wirklich unerwünscht ist und geht fort. Während sich Levis Familie freut, hat der Junge ein ziemlich schlechtes Gefühl. Er wird immer trauriger, nichts macht ihm mehr Spaß. Levi findet, dass sie das Gespenst nicht hätten vertreiben dürfen und sie sich bei ihm entschuldigen müssen. Als auch der Rest der Familie ihren Fehler erkennt, machen sie sich auf die Suche nach dem Gespenst. Ob sie es wohl wiederfinden werden?

Ein hinreißendes Bilderbuch über die Angst vor dem Unbekannten, Freundschaft, Güte und Akzeptanz hat die britische Autorin und Illustratorin Jess Rose da gezaubert. „Das Gespenst will bleiben“ ist definitiv viel mehr als nur eine süße Halloweengeschichte mit Geisterspuk und ohne Gruselfaktor. Es ist ein wunderbares und wertvolles Buch, das zu gemeinsamen Gesprächen anregt und einen das ganze Jahr hindurch begleiten kann. Es geht darum, anderen mit Freundlichkeit, Respekt und Verständnis zu begegnen, auch wenn sie anders sind; um das Einsehen und Wiedergutmachen seiner Fehler. Es zeigt, dass es sich lohnt, offen für Neues zu sein und Veränderungen zuzulassen, dass aus Fremden Freunde werden können und aus Freunden eine Familie. Zudem bietet es Stoff für Diskussionen: Was bedeutet Heimat? Warum machen uns unbekannte Dinge Angst? Wie fühlt es sich an, ausgeschlossen zu sein und wie dazugehören?

Zum Vorlesen ab 4 Jahren ist die Geschichte in meinen Augen sehr gut geeignet. Jess Rose behandelt dieses ernste Thema auf eine sehr sanfte Art und Weise. Die Sätze sind kurz und einfach gehalten und die Botschaften deutlich. Junge Kinder werden die Aussagen der Erzählung verstehen können und garantiert viel Freude dabei haben, dieser warmherzigen Gespenstergeschichte zu lauschen. Als Vorleserin sollte man sich nur besser darauf einstellen, dass in den jungen Zuhörerinnen sofort der Wunsch erwacht, selbst so einen geisterhaften Mitbewohner zu haben wie Levis Familie. Denn wie das Cover schon zeigt, ist das Gespenst in diesem Buch keineswegs unheimlich, sondern total nett und lustig. Man muss diese freundliche durchsichtige Kerlchen einfach ins Herz schließen und über seinen gelegentlichen Schabernack schmunzeln.

Auch Levi und seine Familie werden schließlich noch merken, dass das Gespenst ihnen nichts Böses möchte und lernen es zu lieben und zu akzeptieren. Es ist bewegend zu sehen, wie der kleine Levi erkennt, dass ihr Verhalten falsch war und wie er seine Familie davon überzeugt, den Geist – nachdem sie ihn weggejagt haben – suchen zu gehen und bei sich wohnen zu lassen. Levi ist einfach ein bezaubernder Junge und ein tolles Vorbild für die Zielgruppe.

Die vielen farbenfrohen und ausdrucksstarken Illustrationen von Jess Rose untermalen das Erzählte gekonnt. Sie sind mit viel Liebe zum Detail gezeichnet und verraten manchmal mehr als der Text. So erfährt man beispielsweise nur durch die Zeichnungen, dass die Familie einen Migrationshintergrund haben muss. Die Bilder passen einfach perfekt zur Geschichte und machen dieses Buch zu einem schaurig-schönen Erlebnis mit Halloweenstimmung.

Fazit: „Das Gespenst will bleiben“ von Jess Rose ist eine herzerwärmende, humorvolle und wunderschön illustrierte Vorlesegeschichte über Zugehörigkeit und Mitgefühl, das Überwinden von Vorurteilen und eine ungeahnte Familienzusammenführung. Ein einfühlsames und überhaupt nicht gruseliges Bilderbuch mit wichtigen Botschaften und einem liebenswerten Gespenst, das man einfach gernhaben muss. Also ich bin beGEISTert, ich kann „Das Gespenst will bleiben“ nur empfehlen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 09.08.2023

Lustig, mitreißend, lebensnah und warmherzig. Ein weiterer toller Folgeband!

Leo und Lucy 3: Chaos hoch drei
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Da mir die ersten beiden Bände der „Leo und Lucy“ – Reihe so viel Freude bereitet haben, war sofort klar, dass ich auch den dritten Band unbedingt lesen muss. Auf mein Wiedersehen mit Leo und Co. habe ...

Da mir die ersten beiden Bände der „Leo und Lucy“ – Reihe so viel Freude bereitet haben, war sofort klar, dass ich auch den dritten Band unbedingt lesen muss. Auf mein Wiedersehen mit Leo und Co. habe ich mich sehr gefreut!

In der Lille 15 geht es mal wieder rund. Das Büdchen auf dem Dachgarten soll wegen Baufälligkeit abgerissen werden! Für das L-Team steht natürlich sofort fest, dass sie das auf keinen Fall zulassen dürfen, es muss also schleunigst ein Büdchen-Rettungsplan her. Als wäre das nicht schon genug, taucht dann auch noch Leos Vater Jon Hovemann fünf Tage früher als vereinbart auf und das, wo Mama ausgerechnet jetzt Extraschichten im Blumenladen arbeiten muss. Leo und seine beiden Freunde müssen sich nun also auch noch um ein gutes Papa-Programm kümmern. Nur was zeigt man diesem Papa, der als Astronaut schon im Universum war und die Erde von oben gesehen hat? Als dann auch noch plötzlich Hausmeister Mo verschwindet, ist das Chaos wirklich perfekt. Leo, Lucy und Luis wären aber schließlich nicht das L-Team, wenn sie nicht auch für diese Probleme kreative Lösungen finden würden.

Wie oben bereits erwähnt, handelt es sich hierbei um den dritten Teil der „Leo und Lucy“ – Serie. In meinen Augen ist es nicht zwingend erforderlich, den ersten und zweiten Band zu kennen, sodass das Buch auch für Quereinsteiger geeignet ist. Da die Bücher aber aufeinander aufbauen, empfiehlt es sich, sie in der chronologischen Reihenfolge zu lesen.
Nachdem mir die beiden vorherigen Bände so gut gefallen haben, war ich sehr gespannt, wie es wohl mit dem L-Team weitergehen wird. Voller Vorfreude bin ich in das Buch gestartet und wurde abermals nicht enttäuscht. Auch der dritte Kinderroman von Rebecca Elbs kann in sämtlichen Punkten überzeugen und ist genauso herzlich, lebensnah und mitreißend wie die beiden Vorgänger.

Die deutsche Autorin greift auch diesmal viele wichtige und ernste Themen auf wie Behinderung, Legasthenie, Mobbing, Diversität, Familienprobleme und Eifersucht. Die Geschichte wirkt dabei aber in keinster Weise belehrend und ist niemals bedrückend oder traurig. Rebecca Elbs behandelt alles mit viel Empathie und Humor und ganz ohne erhobenen Zeigefinger, sodass man sich durchweg wohl beim Lesen fühlt und öfters breit am Schmunzeln ist. Vor allem die kindliche Erzählweise und die verschiedenen Charaktere tragen dazu bei, dass die Handlung nie an Leichtigkeit verliert und jede Menge Spaß macht.

Rebecca Elbs nimmt uns erneut in die Gefühls- und Gedankenwelt des 12-jährigen Leo mit und lässt ihn als Ich-Erzähler von den Ereignissen berichten. Seine Sprache ist wie gewohnt ehrlich und witzig, einfach genau so wie Kinder in dem Alter reden, und Leo selbst ist wieder liebenswert und freundlich gezeichnet und schleicht sich sofort in das Leserherz.
Auch Leos beste Freunde Lucy und Luis, mit denen er das L-Team bildet, sind so sympathisch und aufgeweckt wie man sie kennengelernt hat. Die Zielgruppe, sprich Mädchen und Jungen ab 9 Jahren, wird sich bestimmt sehr gut mit Leo, Lucy und Luis identifizieren können. Jeder der drei Kinder besitzt seine Stärken und Schwächen und hat mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Die drei lassen sich aber nicht unterkriegen, sie sind immer füreinander da und zeigen uns, dass man zusammen stark ist und sich Probleme gemeinsam viel leichter lösen lassen als alleine.

Die Nebencharaktere sind ebenfalls wieder großartig getroffen und auf ihre Art und Weise einzigartig. Neben ein paar neuen Gesichtern trifft man im Verlauf auf viele alte Bekannte wie Leos Mutter, deren neuer Freund Mo, die blöden Jungs aus dem Horror-Weg und Leos Astronauten-Vater. Letzterer spielt in diesem Band eine besonders große Rolle und wird Leos Welt gehörig durcheinanderwirbeln.

Langeweile kommt auf den gut 256 Seiten garantiert nicht auf. In der Lille 15 ist mal wieder ganz schön was los. Nicht nur der Besuch von Leos Vater sorgt für reichlich Aufregung, auch die Büdchen-Rettungsaktion und Mos plötzliches Verschwinden lassen einen ordentlich mitfiebern. Zu Beginn gilt es zudem noch einen kleinen Igel zu retten und dann wäre da auch noch die Skaterin Lotte, die Leo einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen möchte. Was genau wir aber alles mit unserem gewitzten Trio und den weiteren Figuren erleben werden, wird hier nicht verraten, das gilt es schon selbst herauszufinden.

Illustriert wurde auch dieser Band von Julia Christians. Ihre vielen schwarz-weiß Zeichnungen sind wie gewohnt mit viel Witz gezeichnet und unterstreichen die Geschichte rundum perfekt.

Fazit: Rebecca Elbs hat mit dem dritten Band ihrer „Leo und Lucy“ – Reihe ein weiteres gelungenes Kinderbuch geschrieben, welches seinen beiden Vorgängern in nichts nachsteht und große und kleine Leser*innen ab 9 Jahren fesselt, berührt und begeistert. Auch „Chaos hoch drei“ ist eine warmherzige, turbulente und lustige Geschichte über das aktuelle kindliche Alltagsleben im Hochhausviertel Köln-Chorweiler und vermittelt wichtige Botschaften und Werte. Authentisch und mit einem Augenzwinkern aus Kindersicht erzählt und wundervoll illustriert. Ein tolles Freundschaftsabenteuer, das wie das Leben ist: Aufregend, bunt und voller Überraschungen. Mir hat es wieder großen Spaß gemacht, das L-Team zu begleiten und ich hoffe sehr auf ein erneutes Wiedersehen mit Leo, Lucy und Co. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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