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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.08.2023

Das Weltraumabenteuer kann beginnen!

Der kleine Perry 1: Das Geheimnis des Wanderplaneten
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Zugegebenermaßen war ich als alter Perry Rhodan-Fan sehr skeptisch auf eine Geschichte mit Perry Rhodan als Kinderfigur und Mausbiber Gucky als einer Art Haustier. Aber auch neugierig. Auf den ersten Seiten ...

Zugegebenermaßen war ich als alter Perry Rhodan-Fan sehr skeptisch auf eine Geschichte mit Perry Rhodan als Kinderfigur und Mausbiber Gucky als einer Art Haustier. Aber auch neugierig. Auf den ersten Seiten traf dann Perry auf den schon erwachsenen Reginald Bull, was für mich erst befremdlich war. Aber nachdem ich den Comic-Band fertiggelesen hatte, musste ich mir eingestehen, dass die Autoren eine tolle und auch passende Lösung gefunden hatten, um dieses Dilemma aufzulösen, mehr verrate ich an dieser Stelle jedoch nicht.
Entstanden ist ein Comic, der Spaß macht. Die Illustrationen von Michael Vogt sind gelungen und das Weltraum-Abenteuer wurde gut in Szene gesetzt. Besonders die großformatigen Seiten laden zum genaueren Hingucken ein. Mausbiber Gucky hätte ein wenig größer sein können, denn in seinem Alter ist er als Ilt ja schon ausgewachsen und Bullys Gesicht wünschte ich mir etwas weniger kantig.
Die Geschichte selbst, deren Szenario von Olaf Brill erdacht wurde, hat mir insgesamt gut gefallen. Wenn Perry ohne Punkt und Komma und dabei zu schnell spricht, musste ich selbst schon genauer lesen. Text ohne Leerstellen könnte gerade für Kinder schwierig zu verstehen sein.
Eine eins-zu-eins-Umsetzung der Perry Rhodan-Reihe darf man nicht erwarten. Aber es erwartet den Leser ein schöner und gelungener Comic-Band, der Freude bereitet und Kindern einen einfachen Zugang zu dem Titelhelden bietet. Ältere Fans der Serie, wie ich, haben auch ihren Spaß dabei!

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Veröffentlicht am 27.08.2023

Alma spielt erneut mit und auch mit Risiko

Fräulein vom Amt – Spiel auf Leben und Tod
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Im dritten Band der Alma Täubner-Reihe findet 1925 in Baden-Baden ein Schachturnier statt, welches Unruhe in die Stadt bringt. Der tragische Tod von Gertrude, einer Cousine von einer Kollegin Almas, bringt ...

Im dritten Band der Alma Täubner-Reihe findet 1925 in Baden-Baden ein Schachturnier statt, welches Unruhe in die Stadt bringt. Der tragische Tod von Gertrude, einer Cousine von einer Kollegin Almas, bringt Alma dazu, sich in die Ermittlungen einzubringen. Denn sie glaubt nicht an einen Unfall oder Suizid.
Ich kenne auch die beiden Vorgängerbände und war schnell wieder mit den Protagonisten vertraut. Auch wenn man die Bücher unabhängig voneinander lesen kann, empfehle ich sie in der Reihenfolge zu lesen, denn es wird immer mal wieder Bezug darauf genommen.
Was mir besonders an der Reihe gefällt, sind neben dem interessanten Kriminalfall auch die gut recherchierten Einblicke in die Gesellschaft der damaligen Zeit. So hält der technische Fortschritt langsam Einzug in die Privathaushalte. Die Rolle der Frau in der Gesellschaft wird beleuchtet, Frauen mussten sich damals entweder für einen (schlechtbezahlten) Beruf oder für Familie entscheiden. Eine arbeitende Ehefrau war nur schwer vorstellbar. Politisch waren damals die Nationalsozialisten im Aufwind, auch dies ist Teil der Historie.
Gut gefallen mir auch die Dialoge und die Darstellung der Beziehungen der Protagonisten untereinander. Alles wirkt lebensnah und anschaulich. Ob eine junge Frau wie Alma zu der Zeit wirklich versucht hätte, eine Privatermittlerin zu geben, sei dahingestellt. Jedenfalls ist die Geschichte erneut gut erzählt, sie macht beim Lesen Spaß.
Mit dem Schluss war ich diesmal nicht ganz so zufrieden wie bei den Vorgängerbänden, hier hätte das Ende für mein Empfinden noch etwas besser ausgearbeitet werden können. Insgesamt fühlte ich mich gut unterhalten und würde auch einen weiteren Band der Reihe lesen wollen.

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Veröffentlicht am 23.08.2023

Inselflair und ein toter Politiker

Canaria Criminal
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Dies ist der zweite Band aus der Canaria-Reihe von Daniel Verano, den ersten Kriminalroman kannte ich nicht. Es war aber nicht schwierig in das Buch rein zu kommen.
Neben den eigentlichen Ermittlern Ana ...

Dies ist der zweite Band aus der Canaria-Reihe von Daniel Verano, den ersten Kriminalroman kannte ich nicht. Es war aber nicht schwierig in das Buch rein zu kommen.
Neben den eigentlichen Ermittlern Ana Montero und ihrem Kollegen Ruiz versucht der Journalist und Auswanderer Felix Faber auf eigene Faust einen Kriminalfall zu lösen. Der rechte Politiker Francisco Fraude kommt bei einem Fallschirmsprung ums Leben, der Fallschirm war manipuliert.
Neben der Krimihandlung nimmt auch das Privatleben Raum ein, ich fand es recht ausgewogen. Die sehr unterschiedlichen Charaktere - egal ob sympathisch oder nicht - sind durchweg gut beschrieben, Gran Canaria als Ort der Handlung wird ausreichend gewürdigt. Verdächtige gibt es reichlich, große Überraschungen in den Handlungssträngen bleiben jedoch aus und Kommissar Zufall spielt auch eine Rolle. Das Buch liest sich flüssig, einige spanische Ausdrücke werden eingeflochten und in einem Glossar am Ende auch erklärt. Die Karte der Insel finde ich auch gut, denn es geht während der Ermittlungen kreuz und quer über die Insel, so kann man sich gut orientieren. Ein unterhaltsames Buch zur Entspannung im Urlaub.

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Veröffentlicht am 23.08.2023

Familiengeheimnisse erwarten Dich

Memora Castle oder Das Rätsel der vertauschten Zeit
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Als Holly auf Memora Castle ankommt, wo sie ihren Geburtstag mit ihrer Patentante Claire feiern will, ist Claire verschwunden. Keiner der übrigen Bewohner des alten Herrenhauses hat dafür eine Erklärung. ...

Als Holly auf Memora Castle ankommt, wo sie ihren Geburtstag mit ihrer Patentante Claire feiern will, ist Claire verschwunden. Keiner der übrigen Bewohner des alten Herrenhauses hat dafür eine Erklärung. Unterstützt von ihrer Großcousine und deren Stiefbruder versucht Holly das rätselhafte Verschwinden aufzuklären und findet mit Hilfe von Kasimir, dem Memokuck, heraus, wie man in der Zeit reisen kann.
Das Buch liest sich vom Schreibstil her gut und die von Marikka Pfeiffer entwickelte Geschichte ist so spannend, dass man das Buch fast nicht aus der Hand legen kann. Kapitellänge und Schriftsatz sind für die angesprochene Altersgruppe gut geeignet. Die individuelle Charakterisierung der Personen in der Geschichte ist geglückt, die Bösen sind auch nicht zu böse: kindgerecht wird die Geschichte aufgelöst. An der ein oder anderen Stelle muss man aufpassen, dass man nicht den Faden verliert und noch weiß, in welchem Zeitrahmen man sich gerade bewegt. Auch ist mir der Schluss etwas zu schnell abgehandelt und ich hätte mehr Dialog mit dem Vater erwartet. Kleine Illustrationen sind passend im Buch verstreut. Schon allein das farbenfrohe Cover macht Lust, das Buch aus dem Regal zu nehmen. Und wenn man das dann macht, wird man beim Lesen nicht enttäuscht, es wird keine Seite langweilig. Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 20.08.2023

Nicht nur ein Krimi, auch geschichtlich interessant

Agentenfieber
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Kommissar Peter Kappe ermittelt im Berlin des Jahres 1982 in einem Fall, in dem DDR-Agenten und westdeutsche Agenten sich in nichts nachstehen. Eine Ost-Agentin verschwindet, ein Agent des BND wird ermordet. ...

Kommissar Peter Kappe ermittelt im Berlin des Jahres 1982 in einem Fall, in dem DDR-Agenten und westdeutsche Agenten sich in nichts nachstehen. Eine Ost-Agentin verschwindet, ein Agent des BND wird ermordet. Passend dazu wird in Berlin am Checkpoint-Charlie der 007-Film „Octopussy“ gedreht. Es gibt wieder viel zu ermitteln, Kappe, Landsberger und Rosi arbeiten mit den Bundesagenten gemeinsam. Kappes Eltern sind mit dabei und Landsberger spielt als Statist in dem James Bond-Film mit.
Dies ist mein zweites Buch aus der Krimireihe. Schon der Fall davor, der 1980 spielte, hat mich aufgrund der eingebundenen historischen Fakten interessiert. Auch dieser Fall hat mich nicht enttäuscht. Die Darstellung der Lebensumstände in Ost- und Westberlin ist gelungen. Eine gute Balance zwischen Krimi und Zeitgeschichte. Gut verflochten und ausgewogen, das Berlin Anfang der 80er wird präsent, so wie ich es damals selbst kennenlernte.
Die Protagonisten haben an Kontur gewonnen und der Kriminalfall ist gut ausgedacht. Wenn man sich die Welt heute anschaut, ist das Thema sehr aktuell. Der Krimischluss ist sehr spannend und eines 007-Themas würdig.
Insgesamt habe ich mich unterhalten gefühlt und konnte mir einige zeitgeschichtliche Hintergründe auch wieder ins Gedächtnis rufen. Gut finde ich am Ende auch die Hinweise zu Fakten und Vision. Empfehlenswert.

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