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Veröffentlicht am 20.12.2023

Düster und brutal

Für den Wolf
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Ich habe schon viel von dem Buch gehört und war wahnsinnig gespannt darauf, es zu lesen. An dieser Stelle herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar (unbezahlte Werbung)!

Seit jeher wird dem Wolf, der ...

Ich habe schon viel von dem Buch gehört und war wahnsinnig gespannt darauf, es zu lesen. An dieser Stelle herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar (unbezahlte Werbung)!

Seit jeher wird dem Wolf, der im Wilden Wald lebt, die zweitgeborene Königstochter geopfert. Red ist diese Tochter und sehnt sich regelrecht danach, den Wilden Wald zu betreten. Ihre ältere Schwester Neve will ihr das verbieten, jedoch ohne Erfolg. In Red glüht eine gefährliche und unkontrollierbare Macht und als sie dem Wolf einen Tages gegenübersteht, ahnt Red nicht, dass sie dieses Monster lieben wird.

Ich habe erwartet, eine Märchenadaption von Rotkäppchen zu lesen und habe viel mehr als das bekommen! Irgendwie hat das Buch auch Vibes von „Die Schöne und das Biest“ und ist doch etwas ganz Eigenes geworden.

Die Story fand ich wirklich originell und überraschend.

Die düstere Atmosphäre und der spannende Schreibstil konnten mich direkt fesseln, ich konnte das Buch ab der Hälfte kaum noch zur Seite legen.

Nicht erwartet habe ich, dass die Geschichte so blutig, brutal und gruselig sein würde. Es passte gut in das gesamte Konstrukt. Die ganze Aufmachung des Buches passt zum Inhalt und der hat jedenfalls meine Erwartungen übertroffen.

Die Geschichte wird aus den Perspektiven der beiden Schwestern erzählt. Sie und die anderen Charaktere sind durchweg interessant und faszinierend.

Die Liebesgeschichte entwickelt sich langsam und wirkt authentisch auf mich. Fans von Enemies-to-Lovers-Tropes kommen hier definitiv auf ihre Kosten.

Einziger Kritikpunkt ist, dass ich teilweise Abschnitte doppelt lesen musste, um sie zu verstehen. Das kann an dem teils anstrengenden Schreibstil liegen oder schlicht an einer holprigen Übersetzung, das kann ich nicht beurteilen.

Am Ende überschlagen sich die Handlungen und ich kann es kaum erwarten den zweiten Band zu lesen!

Wer es düster mag, also extrem düster, dem kann ich „Für den Wolf“ sehr empfehlen! Ich habe es wirklich gerne gelesen und spreche mit 4/5 möglichen Sternen meine Leseempfehlung aus!

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Veröffentlicht am 20.12.2023

Fantasy vom Feinsten

Iron Flame – Flammengeküsst
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Auf fast 1.000 Seiten knüpft Yarros mit „Iron Flame“ nahtlos an „Fourth Wing“ an. Meine Erwartungen waren aufgrund des Hypes um die Reihe hoch und ich habe mich sehr darauf gefreut. ᵘⁿᵇᵉᶻᵃʰˡᵗᵉ ᵂᵉʳᵇᵘⁿᵍ, ...

Auf fast 1.000 Seiten knüpft Yarros mit „Iron Flame“ nahtlos an „Fourth Wing“ an. Meine Erwartungen waren aufgrund des Hypes um die Reihe hoch und ich habe mich sehr darauf gefreut. ᵘⁿᵇᵉᶻᵃʰˡᵗᵉ ᵂᵉʳᵇᵘⁿᵍ, ˢᵉˡᵇˢᵗ ᵍᵉᵏᵃᵘᶠᵗ

𝘍𝘢𝘴𝘵 𝘯𝘪𝘦𝘮𝘢𝘯𝘥 𝘩ä𝘵𝘵𝘦 𝘨𝘦𝘨𝘭𝘢𝘶𝘣𝘵, 𝘥𝘢𝘴𝘴 𝘝𝘪𝘰𝘭𝘦𝘵 𝘚𝘰𝘳𝘳𝘦𝘯𝘨𝘢𝘪𝘭 𝘥𝘢𝘴 𝘣𝘳𝘶𝘵𝘢𝘭𝘦 𝘦𝘳𝘴𝘵𝘦 𝘑𝘢𝘩𝘳 𝘢𝘮 𝘉𝘢𝘴𝘨𝘪𝘢𝘵𝘩 𝘞𝘢𝘳 𝘊𝘰𝘭𝘭𝘦𝘨𝘦 ü𝘣𝘦𝘳𝘭𝘦𝘣𝘦𝘯 𝘸ü𝘳𝘥𝘦. 𝘚𝘪𝘦 𝘮𝘶𝘴𝘴 𝘴𝘪𝘤𝘩 𝘫𝘦𝘵𝘻𝘵 𝘦𝘯𝘵𝘴𝘤𝘩𝘦𝘪𝘥𝘦𝘯, 𝘰𝘣 𝘴𝘪𝘦 𝘻𝘶𝘳ü𝘤𝘬𝘬𝘦𝘩𝘳𝘦𝘯 𝘸𝘪𝘭𝘭 𝘶𝘯𝘥 𝘰𝘣 𝘴𝘪𝘦 𝘟𝘢𝘥𝘦𝘯 𝘯𝘰𝘤𝘩 𝘵𝘳𝘢𝘶𝘦𝘯 𝘬𝘢𝘯𝘯. 𝘋𝘢𝘴 𝘳𝘪𝘤𝘩𝘵𝘪𝘨𝘦 𝘛𝘳𝘢𝘪𝘯𝘪𝘯𝘨 𝘣𝘦𝘨𝘪𝘯𝘯𝘵 𝘦𝘳𝘴𝘵 𝘫𝘦𝘵𝘻𝘵 𝘶𝘯𝘥 𝘪𝘴𝘵 𝘯𝘰𝘤𝘩 𝘣𝘳𝘶𝘵𝘢𝘭𝘦𝘳, 𝘻𝘦𝘳𝘮ü𝘳𝘣𝘦𝘯𝘥𝘦𝘳 𝘶𝘯𝘥 𝘴𝘤𝘩𝘮𝘦𝘳𝘻𝘩𝘢𝘧𝘵𝘦𝘳. 𝘋𝘦𝘳 𝘯𝘦𝘶𝘦 𝘝𝘪𝘻𝘦𝘬𝘰𝘮𝘮𝘢𝘯𝘥𝘦𝘶𝘳 𝘸𝘪𝘭𝘭 𝘴𝘪𝘦 𝘣𝘳𝘦𝘤𝘩𝘦𝘯 𝘶𝘯𝘥 𝘪𝘴𝘵 𝘪𝘩𝘳 𝘨𝘳öß𝘵𝘦𝘴 𝘗𝘳𝘰𝘣𝘭𝘦𝘮…

Ich kann bestätigen: Es wird dramatischer und brutaler als im ersten Buch. Auch die Protagonisten haben sich weiterentwickelt und die Schauplätze wechseln in Teil zwei. Trotzdem blieb für mich das Hype-Gefühl aus. Hätte ich das Buch nicht im Buddyread gelesen, wäre ich wohl nicht so schnell mit dem Lesen fertig gewesen. Es hat mich nicht so gefesselt.

Die Charaktere, auch die Nebencharaktere, sind interessant, vielschichtig und facettenreich. Die Beziehung rund um die Drachen fand ich großartig, besonders die Dialoge waren erfrischend.

Die Welt, die Yarros aufgebaut hat, fand ich wieder toll und das Buch ist mit dem Farbschnitt und dem aufwendig gestalteten Einband wieder ein optisches Highlight.

Im Vordergrund steht immer die Beziehung zwischen Violet und Xaden und Yarros scheut nicht vor detaillierten intimen Szenen zurück, was ich jetzt nicht unbedingt gebraucht hätte.

Ein Namensverzeichnis hätte ich gut gefunden, denn ich fand es anstrengend mir alle Namen und ihre Zugehörigkeit zu merken.

Weniger Seiten hätten der Geschichte jetzt auch keinen Abbruch getan, teils fiel es mir schwer weiterzulesen.

Alles in allem wurde ich mit „Iron Flame“ gut unterhalten. Aufgrund des Cliffhangers am Ende des Buches erwarte ich freudig die Fortsetzung und vergebe 4/5 Sternen.

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Veröffentlicht am 24.08.2023

Ein tolles Debüt!

sverweis (#Bezug!)
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Das Buch ist der erste Teil der sogenannten Formelsammlung-Trilogie. Der Titel und das außergewöhnliche Cover haben mich als Excel-User total neugierig gemacht und ich bedanke mich herzlich bei Heike ...


Das Buch ist der erste Teil der sogenannten Formelsammlung-Trilogie. Der Titel und das außergewöhnliche Cover haben mich als Excel-User total neugierig gemacht und ich bedanke mich herzlich bei Heike Söht für die Zusendung eines Rezensionsexemplars (unbezahlte Werbung).

Zugegebenermaßen habe ich bei dem Buch etwas anderes bekommen, als ich erwartet habe. Aber ich liebe Überraschungen und Bücher, die sich nicht in Kategorien stecken lassen - was man hier definitiv bekommt.

Auf zwei Zeitebenen wird die Geschichte von Kalea erzählt. Im Jahr 2019 ist sie erwachsen und durch und durch Karrierefrau. Ihre Welt besteht aus Arbeit, Zahlen und dann ausgerechnet aus zwei Männern, woraus eine Dreiecksgeschichte entsteht.

Die zweite Zeitebene spielt im Jahr 1997 und wird von Kaleas Mutter erzählt. Diese Abschnitte, in denen Kalea noch ein Kind war, sind mir richtig unter die Haut gegangen und ich hätte gerne noch mehr davon gelesen.

Den Schreibstil würde ich als modern und erfrischend bezeichnen, der zudem angenehm zu lesen war. Müsste ich es einordnen, würde ich es als eine Mischung aus den Genres Romance und Drama bezeichnen.

Irgendwie wurde ich jedoch nicht ganz warm mit der erwachsenen Kalea - zum einen hatte ich nach dem Titel und Klappentext eher einen Nerd erwartet, was sie nicht wirklich ist. Dazu spielt sich viel im Bürokontext ab, was für mich einfach kein romantisches Umfeld darstellt.

Das Ende erklärt Kaleas Verhalten, zudem endet der erste Teil mit einem Cliffhanger, wie es sich für eine mehrteilige Reihe gehört.

Fazit: Ein interessantes Debüt abseits des Mainstreams - ich bin gespannt auf die Fortsetzungen!

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Veröffentlicht am 13.08.2023

Nachhaltige Lovestory

Leih mir dein Herz für immer
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Leihen statt kaufen ist total im Trend und das hat die alleinerziehende Susanne zu ihrer Geschäftsidee gemacht: In der Altstadt Heidelbergs hat sie das „Borrowland“ eröffnet, in dem man sich von Regenschirm ...

Leihen statt kaufen ist total im Trend und das hat die alleinerziehende Susanne zu ihrer Geschäftsidee gemacht: In der Altstadt Heidelbergs hat sie das „Borrowland“ eröffnet, in dem man sich von Regenschirm bis Kinderwagen alle möglichen Gegenstände des täglichen Bedarfs ausleihen kann. Auch Micha hat ein ähnliches Geschäftsmodell etabliert, nur in viel größerem Rahmen. Als er Urlaub in Heidelberg macht, kreuzen sich ihre Wege. Sofort besteht eine besondere Verbindung zwischen Susanne und Micha und sie kommen sich näher.

Ich war noch nicht in Heidelberg, aber nachdem ich das Buch beendet hatte, fühlte es sich so an, als sei ich dort gewesen.

Dabei veknüpft Ellen Ertelt in ihrem Debüt gekonnt ernste und wichtige Themen wie Umweltschutz und Nachhaltigkeit mit einer romantischen Liebesgeschichte, was ich in der Form noch nicht gelesen habe.

Der Schreibstil sprüht vor Witz und Situationskomik und ist fast schon etwas überdreht. Das hatte eine mitreißende Wirkung auf mich und hat auf jeden Fall für gute Laune beim Lesen gesorgt.

Auch vor Klischees macht die Autorin nicht Halt, was ich eigentlich nicht mag, aber hier hat es irgendwie gepasst und mich nicht gestört.

Besonders gut hat mir gefallen, dass die beiden Protagonisten mitten im Leben stehen und durch die Erzählung aus wechselnder Perspektive konnte ich mich problemlos in beide hineinversetzen.

Alles in allem ist „Leih mir dein Herz für immer“ eine Story fürs Herz, mit liebenswerten Protagonisten, wichtigen Themen und traumhafter Kulisse. Wer romantische Komödien mag, sollte sich die Liebesgeschichte von Susanne und Micha nicht entgehen lassen!

Ich vergebe 4/5 Sternen und eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 13.08.2023

Lesegenuss

Kerl aus Koks
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Ich bin ja gewissermaßen ein Kind des Ruhrgebiets (wenn auch offiziell nicht dort geboren und heute nicht mehr dort wohnhaft, aber doch eine relevante Zeit meiner Kindheit dort aufgewachsen) und entsprechend ...

Ich bin ja gewissermaßen ein Kind des Ruhrgebiets (wenn auch offiziell nicht dort geboren und heute nicht mehr dort wohnhaft, aber doch eine relevante Zeit meiner Kindheit dort aufgewachsen) und entsprechend neugierig war ich auf das Buch von Michael Brandner. Der bekannte Schauspieler hat mit „Kerl aus Koks“ ein stark von seiner eigenen Biographie inspiriertes Werk vorgelegt, das mich im Sommerurlaub wunderbar unterhalten und in die Geschichte des Ruhrgebiets ab den 50er-Jahren gezogen hat.

Paul Brenner heißt der Protagonist, dessen Leben wir von der Kindheit in Bayern, über den abrupten Umzug nach Dortmund und dann bis ins 21. Jahrhundert begleiten. In welcher Beziehung Michael Brandner und Paul Brenner zueinander stehen, wird im Prolog und Epilog angedeutet und ist schon bei der Namenswahl augenfällig. Was an diesem Buch exakt (auto)biografisch ist und was nicht, bleibt zum Teil offen - was dem Leseerlebnis keinen Abbruch tut.

Es ist eine oft lockere, nicht selten jedoch auch ernste, mitreißende und bewegende Erzählung geworden, die die Atmosphäre des Ruhrpotts in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts authentisch transportiert. Paul Brenner führt ein abwechslungsreiches Leben und ich war erstaunt, wie viel „Leben“ bereits in dieses passte, bevor überhaupt die langjährige Fernseh-Schauspielkarriere (um die es praktisch nicht geht in der Geschichte) beginnt.

Laut Klappentext ist Michael Brandner ein „Allroundstümper mit Geschmack“, eine treffsichere Beschreibung, auch der Person Paul Brenner im Buch.

Ich habe es mit Genuss gelesen und vergebe 4/5 Sternen.

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