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Veröffentlicht am 10.11.2023

Drachenfortsetzung

Flowers & Bones, Band 1 - Tag der Seelen
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Angefangen beim wunderschönen Cover dieses Buches bis hin zum vielversprechenden Klappentext hatte ich an den neuen Roman von Sandra Grauer sehr hohe Erwartungen. Ich dachte, er würde Halloween und den ...

Angefangen beim wunderschönen Cover dieses Buches bis hin zum vielversprechenden Klappentext hatte ich an den neuen Roman von Sandra Grauer sehr hohe Erwartungen. Ich dachte, er würde Halloween und den Flair des Dia de los muertos vollumfassend auffangen, doch da habe ich mich getäuscht. Die Hauptfigur Valentina wohnte zu Beginn zwar in Mexiko, zog aber bereits nach einem Kapitel mit ihrer Familie nach Dublin in ein Setting jenseits des Dia de los Muertos und entpuppte sich auch erst im Verlauf des Romans als La Catrina. Entgegen dem Klappentext des Romans war die Haupthandlung überraschenderweise die Fortsetzung der Vorgängerdilogie der Autorin rund um die Drachen. Diese hatten sich in den Vorgängerromanen den Menschen gegenüber offenbart und hier setzte der neue Roman „Flower&Bones“ an. Es ging unentwegt um die Drachenoffenbarung und den Umgang der Menschen mit diesen. Grundsätzlich hätte mir dies als Fortsetzung der Drachendilogie nicht schlecht gefallen, auch mit Valentina/La Catrina als neuen Aspekt, leider gab der Klappentext dies aber so überhaupt nicht her und ich bin mit einer ganz anderen Haltung und Wünschen an diesen Roman gegangen. Dadurch war ich von den Drachen schnell genervt. Schade!

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Veröffentlicht am 03.09.2023

Falsche Erwartungen

Wir träumten vom Sommer
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Amrei kehrt 1972 nach München zurück, um ihr Studium zu beenden und als Hostess bei den Olympischen Spielen zu arbeiten. Vor 2 Jahren hatte sie die Stadt überstürzt verlassen, um zu sich selbst zu finden, ...

Amrei kehrt 1972 nach München zurück, um ihr Studium zu beenden und als Hostess bei den Olympischen Spielen zu arbeiten. Vor 2 Jahren hatte sie die Stadt überstürzt verlassen, um zu sich selbst zu finden, nachdem sie sich in zwei Männer verliebt hatte. Schon kurz nach ihrer Rückkehr trifft sie auf ihre alte Clique, denen auch ihre Verflossenen angehören: Der Künstler David und der Polizist Wastl. Erstaunlicherweise scheinen diese inzwischen miteinander befreundet zu sein und gemeinsam fiebern sie alle den kommenden Olympischen Spielen entgegen.

"Wir träumten vom Sommer" ist der erste Roman, den ich von der Autorin Heidi Rehn gelesen habe. Entgegen meiner Erwartungen ging es in diesem Roman vordergründig um die innere Zerrissenheit der Protagonistin Amrei, die sich in zwei Männer verliebt, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Eingebettet wurde das Liebes- Hin- und Her in das Gewand eines historischen Romans vor der Kulisse Münchens 1968 mit seinen Studentenprotesten und 1972 mit dem Attentat während der Olympischen Spiele. Ich hatte mir hierbei viele geschichtliche und politische Informationen und vielleicht sogar deren Aufarbeitung gewünscht. Leider bildeten sie jedoch nur grob den Rahmen, in dem der Liebesroman handelte. Für mich zog sich die Geschichte daher zu sehr dahin und ich war schnell genervt von der Hauptfigur, die sich nicht zwischen den beiden im Grunde ziemlich egoistischen Männern entscheiden kann. Einzig die Großtante von Amrei war für mich eine sehr herzige Figur mit Wiedererkennungswert, von der ich gerne mehr gelesen hätte. Mit großen Überraschungen konnte der Roman leider nicht aufwarten, auch der authentisch auf mich wirkende, aber betuliche Sprachstil, der der damaligen Zeit angepasst wurde, konnte mich nicht begeistern. Erst im letzten Viertel wurde es spannender rund um das Attentat, bei dem man um mehrere Figuren und deren Verbleib bangte. Insgesamt konnte der Roman mich aber leider nicht abholen und hätte meines Achtens durch Zusammenkürzen der Seitenanzahl deutlich dichter werden können.

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Veröffentlicht am 01.09.2023

Ohne Überraschungen

Die Legende des Phönix, Band 1 - Dunkelaura
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Eden lebt in San Francisco und hat soeben die Highschool beendet. Aufgrund fehlender Stipendien kann sie sich ein College leider nicht leisten und hat bisher keine Pläne für ihre Zukunft. Zudem muss sie ...

Eden lebt in San Francisco und hat soeben die Highschool beendet. Aufgrund fehlender Stipendien kann sie sich ein College leider nicht leisten und hat bisher keine Pläne für ihre Zukunft. Zudem muss sie sich um ihren Vater kümmern, der zunehmend verwirrter erscheint. Als sie nach einer Party Nachts von zwei Männern angegriffen wird, wird sie kurz vor knapp von 4 Fremden mit Lichtwaffen gerettet. Dass sie das Licht sehen kann, überrascht die Fremden sehr - offenbar scheint Eden eine Phönixkriegerin zu sein und mit dieser Information beginnt für sie ein großes Abenteuer.

"Die Legende des Phönix" ist Band 1 der neuen Reihe von Greta Milan. Das Konzept rund um die Phönixkrieger, die mit Lichtmagie gegen dunkle Wesen agieren, fand ich sehr spannend. Leider ist der Roman vom Konzept er der klassische Romantasy-Roman geworden, der keine Überraschungen birgt. Inhaltlich erschien mir das meiste vorhersehbar und erinnerte sehr an "Beyond Eternity" oder andere Romantasy-Reihen dieser Art, eben nur im Gewand der Phönixmagie. Das fand ich sehr bedauerlich. Dank des schönen Schreibstils der Autorin las sich der Roman aber gut weg und ich fühlte mich kurzweilig unterhalten.

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Veröffentlicht am 28.08.2023

Recht vorhersehbar

Die Davenports – Liebe und andere Vorfälle
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Inhalt: Die Davenports gehören zu den wenigen Schwarzen Familien, die zu Wohlstand und Ansehen gekommen sind. Sie leben in einem Anwesen mit Kristallleuchtern, Dienstboten und großen Festen. Nun werden ...

Inhalt: Die Davenports gehören zu den wenigen Schwarzen Familien, die zu Wohlstand und Ansehen gekommen sind. Sie leben in einem Anwesen mit Kristallleuchtern, Dienstboten und großen Festen. Nun werden Olivia und Helen, die beiden Davenport-Töchter, in die Gesellschaft eingeführt. Wie das Dienstmädchen Amy-Rose und die beste Freundin Ruby müssen sie ihren Weg finden. So unterschiedlich sie sind – von Olivia, die ihr Interesse an den politischen Ungerechtigkeiten ihrer Zeit entdeckt, bis zu Helen, der Automobile wichtiger sind als Partys, vom Dienstmädchen Amy-Rose, die ihr eigenes Geschäft eröffnen will, bis zur Träumerin Ruby, deren Familie finanziell ruiniert ist – im Reigen der unerwarteten Liebe treffen sie sich wieder.

Als großer Fan der Netflix-Serie ""Bridgerton" habe ich mich riesig auf diesen Roman gefreut. Er ist zwar unterhaltsam, niedlich und romantisch - leider aber doch sehr vorhersehbar. Die Handlung wartete leider mit kaum Überraschungen auf, von Beginn an wusste man über den Klappentext bereits alles, was es zu wissen gab. Das finde ich sehr schade, denn der Roman hat viel Potential, gerade historisch gesehen! Es hat mir gefallen, dass geschichtlich viele Dinge zur Sprache kamen - hier hätte ich mir fast noch mehr gewünscht! Insgesamt ein unterhaltsamer, etwas zu betulicher Roman für Zwischendurch!

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Veröffentlicht am 25.05.2023

Anstrengend

Straßenmusik
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Sie könnten nicht unterschiedlicher sein: Jonas ist extrem introvertiert und zurückhaltend, Chiara dagegen laut und schnell aufbrausend unterwegs. Als die beiden Twennies sich durch einen Zufall in Amsterdam ...

Sie könnten nicht unterschiedlicher sein: Jonas ist extrem introvertiert und zurückhaltend, Chiara dagegen laut und schnell aufbrausend unterwegs. Als die beiden Twennies sich durch einen Zufall in Amsterdam begegnen, beginnen sie, gemeinsam Straßenmusik zu machen. Während sie musikalisch perfekt zueinander passen, harmonieren sie jedoch im echten Leben kaum. Kann aus diesen zwei vollkommen gegensätzlichen Personen eine Einheit werden?

„Straßenmusik“ war der erste Roman, den ich vom Autor Markus Behr gelesen habe. Das wunderschöne Cover und der Klappentext haben mich neugierig gemacht auf den Roman über eine spezielle Freundschaft. In wechselnder Perspektive der Hauptfiguren, aber auch der Darstellung der Gedankenwelt der ein oder anderen Nebenfigur wird die Geschichte von Jonas und Chiara wiedergegeben. Hierbei empfand ich die Perspektivwechsel als sehr angenehm und faszinierend, weil hierdurch sehr gut herausgearbeitet wurde, wie die einzelnen Figuren die verschiedensten Situationen auf ihre eigene Art und Weise deuten. Der Lesefluss war stets angenehm, der Sprachstil war mir jedoch leider zu einfach gehalten. Grundsätzlich hätte ich mich über eine eloquentere und bildhaftere Sprache gefreut, zumal es sich inhaltlich um eine künstlerische, wenn auch musikalische und nicht literarische, Thematik geht. Ich finde aber, dass es dem Roman gut getan und mehr Substanz verliehen hätte.

Inhaltlich war der Werdegang von Jonas und Chiara grundsätzlich interessant. Leider empfand ich aber beide Figuren äußerst unsympathisch und es fiel mir schwer, mich in sie hineinzuversetzen. Während Chiara oft aggressiv und unverschämt war, nervte mich Jonas‘ verhaltene Art, der nicht in Gang kommt. Mit beiden Figuren hätte ich im echten Leben ungern zu tun. Ihre Aktionen und Reaktionen konnte ich daher nur bedingt nachvollziehen, was mir das Leseerlebnis erschwerte. Hinzu kam, dass die Geschichte eher vor sich hinplätscherte, nachdem Jonas und Chiara Amsterdam verlassen hatten. Das offene Ende wirkte auf mich wiederum versöhnlich und nahezu positiv, was mir gut gefallen hat. Insgesamt konnte mich der Roman aber nicht so recht erreichen und leider empfand ich beide Hauptfiguren und dadurch das Leseerlebnis doch als sehr anstrengend.

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