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Veröffentlicht am 29.09.2023

Interessante neue Reihe

Glutspur
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Katrine Engberg kenne ich von ihren vorigen Büchern, die mir sehr gut gefallen haben, und so wollte ich auch die neue Reihe gern lesen.
Die Hauptperson Liv Jensen war Ermittlerin in Nordjütland und dort ...

Katrine Engberg kenne ich von ihren vorigen Büchern, die mir sehr gut gefallen haben, und so wollte ich auch die neue Reihe gern lesen.
Die Hauptperson Liv Jensen war Ermittlerin in Nordjütland und dort ist etwas vorgefallen, was mit einem Kollegen zusammenhängt, aber man erfährt nicht viel darüber. Nach diesem Ereignis will sie zurück nach Kopenhagen in den Polizeidienst, muss sich aber erst einmal als Privatermittlerin durchschlagen, bis sie dort eine Chance bekommt. Ihr ehemaliger Chef vertraut ihr einen alten Fall an, der schon eingestellt wurde, und will sie damit ihre Fähigkeiten beweisen lassen. Vor drei Jahren wurde ein Journalist ermordet, seine Frau geriet unter Verdacht, aber es gab keine Beweise. Liv muss weit in die Vergangenheit zurück gehen, um einen Ansatz zu finden.
Mir haben besonders die interessant beschriebenen Personen gut gefallen. Nicht nur Liv ist ein vielschichtiger Mensch, auch die Nebenfiguren sind hervorragend gezeichnet und spannend. Immer wieder geht Engberg zurück in die Vergangenheit der Personen, sie alle haben ihr Päckchen zu tragen und kämpfen mit den Dämonen der vergangenen Jahre.
Das alles liest sich sehr spannend und flüssig und hat mich sehr beeindruckt. Ein guter Anfang für die neue Reihe!
Einen Punktabzug gibt es allerdings für die Übersetzung. Wurde die von ChatGPT gemacht? Immer wieder sind mir schiefe Bilder und falsch übersetzte Worte aufgefallen. Auf Seite 286 z.B. steht ".. schob sie fast zwei Stunden farbige Ikonen...", das waren aber sicher Icons und nicht griechische Kirchenbilder! Oder Seite 403: "...musste er an seine Freisprechung glauben...". Freisprechung gibt es für Handwerker, aber nicht im Knast, es muss sicher "Freilassung" oder "Freispruch" heißen. Solche Fehler gibt es an vielen Stellen. Da hat wohl niemand gegengelesen....

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Veröffentlicht am 18.09.2023

Spannende Weihnachtsgeschichte

Mord im Christmas Express
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Bei dreißig Grad einen Weihnachtskrimi zu lesen - das gibt echte Abkühlung, zumal der Zug in den schottischen Highlands in einen Schneesturm gerät und entgleist.
In dem Zug sitzen achtzehn Menschen, die ...

Bei dreißig Grad einen Weihnachtskrimi zu lesen - das gibt echte Abkühlung, zumal der Zug in den schottischen Highlands in einen Schneesturm gerät und entgleist.
In dem Zug sitzen achtzehn Menschen, die zu Weihnachten in ihre Heimat reisen wollen und dabei von dem Schnee aufgehalten werden. Das alles wäre kein Problem, wenn nicht auch eine bekannte Influencerin mit ihrem übergriffigen Freund dabei wäre und eben diese Frau plötzlich tot in ihrem Abteil läge. Zufällig ist auch Roz, eine Polizistin im Ruhestand, dabei und sie beginnt sofort zu ermitteln. Dabei sorgt sich Roz um ihre Tochter, die gerade ihr Kind zur Welt bringt, und möchte unbedingt bei ihr sein.
Ich fand das Buch sehr spannend. Es ist keine von den üblichen kitschigen Weihnachtsschmonzetten, in denen man schon nach zehn Seiten weiß, wer sich am Ende glücklich in den Armen liegt. Denn das Buch hält einige Überraschungen bereit und thematisiert Gewalt gegen Frauen sehr deutlich.
Ein ungewöhnliches Weihnachtsbuch, das nicht in die Kitschfalle tritt!
Auch das Cover mit dem eher dezenten Weihnachtsmotiv und der Reliefstruktur hat mir sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 10.09.2023

Gute leichte Unterhaltung

Die Erfindung des Lächelns
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Paris 1911. Der Louvre ist wie ein Selbstbedienungsladen. Die Wächter sind alt und verschlafen den größte Teil des Tages. Handwerker gehen ein und aus, die Türen sind häufig weit offen. Kein Wunder, dass ...

Paris 1911. Der Louvre ist wie ein Selbstbedienungsladen. Die Wächter sind alt und verschlafen den größte Teil des Tages. Handwerker gehen ein und aus, die Türen sind häufig weit offen. Kein Wunder, dass sich Langfinger immer wieder in den Depots bedienen und wertvolle Kunstwerke mitgehen lassen. Als aber eines Tages die berühmte "La Joconde", die Mona Lisa von Leonardo da Vinci, verschwindet, ist die Aufregung groß und schon bald wird der Direktor des Louvre abgesetzt. Inspektor Juhel Lenoir wird auf den Raub angesetzt, doch Kompetenzwirrwarr und unprofessionelle Arbeit machen die Suche schwierig.
Das Buch beruht auf echten Vorfällen und auch die Rollen, die Picasso, Apollinaire, Isadora Duncan und andere reale Personen spielen, lehnen sich eng an die Realität an. Dennoch hat Hillenbrand seine künstlerische Freiheit genutzt und einen ungewöhnlichen historischen Roman geschrieben. Manchmal geht es etwas zu sehr durcheinander und die Vorfälle verwirren, aber insgesamt habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Der Schreibstil ist leicht lesbar, die Beschreibungen der Belle Époque lebendig und farbig.
Das Buch ist eine gute Mischung aus Kriminalfall und historischem Roman, darunter leidet natürlich die Spannung etwas. Aber insgesamt eine gute und leichte Unterhaltung!

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Veröffentlicht am 03.09.2023

Grausam

Mit kalter Präzision
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Als die Frau eines renommierten Berliner Schönheitschirurgen ermordet aufgefunden wird, soll die Rechtsmedizinerin Dr. Sabine Yao vom BKA die Ermittlungen des LKA begleiten. Schon bald taucht der Verdacht ...

Als die Frau eines renommierten Berliner Schönheitschirurgen ermordet aufgefunden wird, soll die Rechtsmedizinerin Dr. Sabine Yao vom BKA die Ermittlungen des LKA begleiten. Schon bald taucht der Verdacht auf, dass der Ehemann mit der Tat zu tun haben könnte, doch er hat ein sicheres Alibi. Doch dann entdeckt Yao eine Möglichkeit, mit der sich der Arzt ein Alibi verschafft haben könnte und es tauchen noch mehr ungeklärte Todesfälle in seinem Umfeld auf. Eine gefährliche Jagd beginnt.
Michael Tsokos ist selbst ein bekannter Rechtsmediziner, der seine Erfahrungen auch in seinen Thrillern verwendet. Wie auch seine anderen Bücher ist auch dieses Buch sehr spannend bis zur letzten Seite. Die Figur der Sabine Yao hat mir gut gefallen, Tsokos hält bei ihr die Waage zwischen fachlicher Kenntnis und privaten Ereignissen und Problemen.
Allerdings darf man für die Bücher nicht allzu zart besaitet sein, denn es werden oft schwierige medizinische und rechtsmedizinische Erkenntnisse beschrieben, die manchmal recht grausam sein können.
Aber ansonsten sehr lesenswert!

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Veröffentlicht am 17.08.2023

Familiengeschichte

Sylter Welle
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Max wird von seinem Großvater Ludwig nur "Ambrosius" genannt, aus welchem Grund auch immer. Die beiden haben ein enges Verhältnis, sehen sich aber selten, weil Max in Berlin lebt. Nun besucht er seine ...

Max wird von seinem Großvater Ludwig nur "Ambrosius" genannt, aus welchem Grund auch immer. Die beiden haben ein enges Verhältnis, sehen sich aber selten, weil Max in Berlin lebt. Nun besucht er seine Großeltern für ein paar Tage in deren Urlaub auf Sylt und viele Erinnerungen aus der Kindheit kommen wieder ans Tageslicht.
Erinnerungen, die manchmal lustig, oft genug aber auch schmerzlich sind, an Menschen, die gestorben sind, an eine Eule, die eines Tages davonflog, an Essen und Musik, die zur Familie gehörten.
Das alles beschreibt Leßmann locker, aber auch eindringlich und manchmal todtraurig. Er schafft den Spagat zwischen leichter Urlaubserzählung und ernsthafter Auseinandersetzung mit dem Thema Familie, ihren Macken und Seltsamkeiten. Auch die Situation der alt werdenden Großeltern spielt eine wichtige Rolle. Leßmann findet eine ganz eigene Sprache für das Erlebte, die mir gut gefallen hat.
Ein schönes und sensibles Buch über die wichtigsten Menschen in unserem Leben, die uns immer beeinflussen, auch wenn wir weit weg sind.

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