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Veröffentlicht am 16.10.2023

Wie weit reicht Freundschaft

Rattensommer
0

"Rattensommer" von Juliane Pickel ist ein Jugendbuch, dass sich auch von Erwachsenen sehr gut lesen lässt.
Lou und Sonny sind beste Freundinnen und verbringen sehr viel Zeit miteinander. Es ist ein heißer ...

"Rattensommer" von Juliane Pickel ist ein Jugendbuch, dass sich auch von Erwachsenen sehr gut lesen lässt.
Lou und Sonny sind beste Freundinnen und verbringen sehr viel Zeit miteinander. Es ist ein heißer Sommer, das ist hier so gut beschrieben, dass man fast die Luft über dem Asphalt flirren sieht. Lou ist ein wenig in Sonny verliebt, mit 15 ihre erste Liebe, aber die treiben andere Probleme um.
Der Mann, den sie für den Tod ihrer Mutter verantwortlich macht, ist zurück, raus aus dem Gefängnis und einfach wieder da. Sonny will da was unternehmen dagegen und Lou soll ihr helfen dabei. Aber Sonny verändert sich auch und Lou weiß irgendwann nicht mehr, was sie selbst wirklich will.
Die Geschichte erleben wir hier durch die Augen von Lou und lernen sie gut kennen und verstehen. Alle Gefühle und auch Gedanken sind gut beschrieben. Trotzdem blieben mir die Mädchen oftmals unverständlich und fremd.
Es werden hier so einige Themen aufgegriffen, vielleicht sind es auch zu viele für eine Geschichte. Es sind sehr schwierige und wichtige Themen dabei, wie Schuld und Sühne, der Tod, Freundschaft und Treue, Verantwortung und auch die Entwicklung in der Pubertät.
Trotz allem blieb das Buch auch bis zum Ende spannend.

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Veröffentlicht am 03.10.2023

Tunnel und Elbtunnel

Totenlichter
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"Totenlichter" von Aaron Sander ist schon der zweite Teil einer Reihe rund um den LKA-Ermittler Jan Nygård und die Polizeipsychologin Anna Wasmuth. Auch wenn man "Schmerzwinter" nicht gelesen hat, kommt ...

"Totenlichter" von Aaron Sander ist schon der zweite Teil einer Reihe rund um den LKA-Ermittler Jan Nygård und die Polizeipsychologin Anna Wasmuth. Auch wenn man "Schmerzwinter" nicht gelesen hat, kommt man sehr gut mit diesem Thriller zurecht, er ist in sich abgeschlossen.
Es gibt in der Kirche einen Selbstmord, schon bald stellt sich das in Frage und auch weitere Todesfälle werden von der Ursache her angezweifelt. Es dauert nicht lange bis eine Gemeinsamkeit zwischen den Todesopfern gefunden wird. Sie haben einen schweren Busunfall gerade so überlebt. Was wird jetzt aus den weiteren Überlebenden?
Das Buch schafft es, von Beginn an Spannung aufzubauen, schon weil man die Geschichte durch verschiedene Augen miterlebt.
Aber nicht nur diese Ermittlungen sind spannend, sondern auch das Privatleben der beiden Ermittler, in dem sich gerade auch sehr viel bewegt, auch ziemlich Erschreckendes.
Der Erzählstil ist gekonnt und souverän, stellenweise fast filmreif. Man bekommt einige Verdächtige präsentiert und es bleibt lange offen, wer der Täter letztendlich ist.
Mir hat der Vorgänger ziemlich gut gefallen und das ist jetzt schwer zu toppen. Es ist ein guter Thriller, aber mir waren einige Szenen zu unglaubwürdig, wirkten gestellt und zurechtgebogen. Es wurde hier etwas Zuviel gewollt, was am Ende fast zu schnell abgeschlossen wurde. Ein lesenswertes Buch, dass an den Vorgänger nicht ganz heranreicht.

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Veröffentlicht am 03.10.2023

Habe keinen Bezug gefunden

Treacle Walker
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"Treacle Walker - Der Wanderheiler" von Alan Garner ist eine kleine Geschichte aus der Welt der Fantasy.
Joseph, ein Junge, schließt einen Handel mit einem fahrenden Händler ab, einem Lumpensammler. Dieser ...

"Treacle Walker - Der Wanderheiler" von Alan Garner ist eine kleine Geschichte aus der Welt der Fantasy.
Joseph, ein Junge, schließt einen Handel mit einem fahrenden Händler ab, einem Lumpensammler. Dieser tauscht Josephs alten Schlafanzug und den Knochen einer Lammschulter gegen ein leeres Töpfchen und einen Reibstein ein.
Nicht lange danach geschieht Seltsames im Leben von Joseph. Treacle Walker bringt Magie und Mythen in seinen Alltag. Die beiden bauen eine freundschaftliche Beziehung zueinander auf. Joseph hat ein schlechtes Auge, ein Auge, dass plötzlich dahinter blicken kann, mehr sieht, anderes sieht.
Dieses Buch fand ich vom Klappentext so faszinierend, dass ich es unbedingt lesen musste. Und dann ließ es mich doch sehr enttäuscht zurück. Ich mochte die Sprache, fast poetisch erzählend, mal ein anderer Schreibstil.
Für mich bleibt die Geschichte fremd, ich mochte die beiden Figuren, konnte aber handeln und Geschehen oftmals nicht nachvollziehen.
Das Buch ließ mich nach dem Ende auch nur mit Fragezeichen zurück, sehr schade, ich hatte auf eine fantasievolle Geschichte gehofft.

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Veröffentlicht am 13.09.2023

Hat mich nicht gefesselt

The Darkest Gold – Die Verräterin
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"The Darkest Gold-Die Verräterin" von Raven Kennedy ist der zweite Band einer Fantasy-Reihe. Ich habe mit diesem Band begonnen und dadurch auch etwas gebraucht in die Geschichte einzusteigen.
Die Protagonistin ...

"The Darkest Gold-Die Verräterin" von Raven Kennedy ist der zweite Band einer Fantasy-Reihe. Ich habe mit diesem Band begonnen und dadurch auch etwas gebraucht in die Geschichte einzusteigen.
Die Protagonistin bleibt mir etwas fremd und auch die anderen Charaktere sehe ich eher sehr zwiespältig.
Die Handlung gefällt mir, ein Märchen, aber doch recht düster, eine Gefangene, die sich im Käfig erst frei fühlt. Es hat so einiges, was mich anspricht. Vor allem die Neuerzählung von König Midas ist ein beeindruckendes Thema.
Der Schreibstil arbeitet mit wechselnden Perspektiven, das mag ich sehr, ist aber teils zu vulgär für meinen Lesegeschmack.
Die Geschichte zieht sich sehr, ich werde es bei diesem einen Band belassen, obwohl sich gerade gegen Ende sowas wie Spannung aufgebaut hat.
Vielleicht ist das hier aber auch meine Schuld und ich lese besser hier wirklich den ersten Band noch, um besser im Geschehen zu sein.

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Veröffentlicht am 03.09.2023

Für mich zu wenig greifbar

Weil da war etwas im Wasser
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"Weil da war etwas im Wasser" von Luca Kieser ist ein Buch, auf das ich mich sehr gefreut habe.
Der Roman erzählt von einem Riesenkalmar, einem monströsen Tintenfisch und das Besondere, er wird erzählt ...

"Weil da war etwas im Wasser" von Luca Kieser ist ein Buch, auf das ich mich sehr gefreut habe.
Der Roman erzählt von einem Riesenkalmar, einem monströsen Tintenfisch und das Besondere, er wird erzählt aus der Sicht des Kalmars. Das sehe ich als einen absolut genialen Ansatz.
Jeder der Tentakel hat seinen eigenen Namen und erzählt hier eine Geschichte, was heißt eine, es werden viele Geschichten erzählt, nacheinander, nebeneinander, übereinander. Irgendwann entstehen hier so viele Ebenen, dass ich mich als Lesende überfordert fühle.
Es sind sehr viele interessante und spannende Geschichten dabei, es geht um Autoren, um Filme, um Dinge, die ich kenne und liebe und mit viel Freude auch wiedererkenne. Und doch verliere ich immer wieder den Faden, den Anschluss auf diese Geschichte.
Irgendwann will ich aufgeben und lese doch weiter, in Erwartung des krönenden Abschluss des Ganzes, um zu sehen, wo es hinführt, was der Autor mir sagen will.
Ich bleibe ratlos und enttäuscht zurück. Ich wurde teilweise sehr gut unterhalten, auch der Schreibstil hat mir zugesagt und doch hat mich die Geschichte immer wieder verloren und bei mir bleiben zu viele Fragen offen.

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