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Veröffentlicht am 05.09.2023

Seichte Liebesgeschichte

Infinity Falling - Mess Me Up
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Das Cover und der Farbschnitt sind ein echtes Highlight.

Die Autorin entführt die Leser an ein Filmset einer großen Produktion und erzählt von Aven's Karriere, die schon in ihrer Kindheit begann. Die ...

Das Cover und der Farbschnitt sind ein echtes Highlight.

Die Autorin entführt die Leser an ein Filmset einer großen Produktion und erzählt von Aven's Karriere, die schon in ihrer Kindheit begann. Die neue Produktion bietet ihr die Chance, im Erwachsenenfilmgeschäft Fuß zu fassen. Doch plötzlich wird ihr Ex-Freund, Hayes, als ihr männlicher Gegenpart gecastet.
Die Geschichte der dystopischen Filmproduktion fand ich interessant und spannend. Auch die Einblicke in das Filmset haben mich angesprochen. Doch mit Ruhm und Erfolg kommen auch viele Probleme. Der Verlust der Privatsphäre, aufdringliche Fans und Stalker, Alkoholismus, Fake-Beziehungen und Eltern, die mehr daran denken, die Karriere ihrer Kinder zu managen, als für deren Wohl zu sorgen. Obwohl ich normalerweise viel Drama in Geschichten mag und die sensible Darstellung des Themas Essstörungen schätze, fand ich es manchmal etwas überladen mit oberflächlich angekratzten Problemen.

Die Geschichte an sich war spannend und interessant, aber der erste Teil war für meinen Geschmack etwas langatmig und überladen mit Problemen, bei denen ich nicht wirklich mit Aven und Hayes mitfühlen konnte. Im mittleren Teil konnte mich die Geschichte dann jedoch packen und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die intimen Momente zwischen Hayes und Aven sowie die Dreharbeiten waren fesselnd. Ich konnte die Verbindung zwischen den beiden gut nachempfinden und mitfühlen.

Leider hätte ich die Geschichte im letzten Drittel wieder jederzeit beiseitelegen können obwohl der Schreibstil der Autorin bildhaft, lebendig und leicht zu lesen ist. Ich hatte mich anhand der Leseprobe sehr auf das Buch gefreut und war ein wenig enttäuscht, dass mich die Geschichte nur in der Mitte des Buches richtig gepackt hat.

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Veröffentlicht am 22.09.2025

Kleinstadtflair mit ernsten Themen – gelungen, mit leichten Abstrichen

My Haunted Heart – Ich sehe dich
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Die Autorin hat mich direkt abgeholt und in das Leben von Flora und Sawyer mitgenommen. Besonders die erste Hälfte des Buches hat mich begeistert. Sawyer, der geheimnisvolle und düstere Fremde, der Flora ...

Die Autorin hat mich direkt abgeholt und in das Leben von Flora und Sawyer mitgenommen. Besonders die erste Hälfte des Buches hat mich begeistert. Sawyer, der geheimnisvolle und düstere Fremde, der Flora auf merkwürdige Weise schon sehr gut zu kennen scheint, und Flora, eine warmherzige, hilfsbereite junge Frau, die man sofort ins Herz schließt. Auch das Kleinstadtfeeling war sehr stimmungsvoll beschrieben. Dieses Gefühl von Gemeinschaft, in der jeder auf den anderen achtet, hat mir ausgesprochen gut gefallen. Sawyer hat wirklich ungeschickt versucht, Flora näherzukommen, aber das hat die Spannung aufrechterhalten, da man sich nicht sicher war, was er eigentlich wollte. Sehr süß fand ich, wie er sich mit Floras Kater angefreundet hat.

Nach und nach erfährt man mehr über Sawyers traumatische Vergangenheit, und die Autorin greift dabei viele wichtige und ernste Themen auf, was der Geschichte eine besondere Tiefe gibt. (Achtung Spoiler) Ab dem Moment, als Flora Sawyer in der alten Villa findet und die beiden beschließen, seine Schwester zu besuchen, fehlte mir jedoch stellenweise die Intensität. Einige Ereignisse wirkten eher wie abgehakte Stationen: der Familienbesuch, die Entscheidung für eine Therapie, die Gründung einer Stiftung, Hochzeit und Familiengründung. Nur die Aussprache zwischen Sawyer und der Mutter seines besten Freundes konnte mich an dieser Stelle noch einmal richtig emotional berühren. Irgendwie fehlte mir da einiges. Schön hätte ich es gefunden, die beiden auf ihrem weiteren Weg zu begleiten. Wird Sawyer nach den anfänglichen Schwierigkeiten doch noch in die Gemeinschaft aufgenommen? Wird vor allem Layla ihn akzeptieren? Eigentlich eine tiefgreifende Geschichte, die mich persönlich leider nicht an allen Stellen abgeholt hat.

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Veröffentlicht am 06.03.2025

Düstere Atmosphäre

Nightwood Academy 1 - Dark Romantasy Serie
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Zunächst einmal zur Optik des Buches: Sie ist wirklich ein Highlight. Das Cover und der Farbschnitt sind wunderschön und strahlen eine düstere, aber gleichzeitig spannende und leidenschaftliche Stimmung ...

Zunächst einmal zur Optik des Buches: Sie ist wirklich ein Highlight. Das Cover und der Farbschnitt sind wunderschön und strahlen eine düstere, aber gleichzeitig spannende und leidenschaftliche Stimmung aus. Auch das Lesezeichen ist ein echter Hingucker.

Abbys Mutter ist verstorben, und Abby möchte nun an der Academy studieren, an der ihre Mutter Lehrerin war. Sie ist der Meinung, dass die Umstände des Todes ihrer Mutter nicht geklärt sind, und möchte selbst Nachforschungen anstellen.

Das World Building und der Schreibstil der Autorin haben mir sehr gut gefallen. Die Seiten ließen sich flüssig lesen, und es war nicht schwer, der Story zu folgen. Besonders interessant fand ich das Academy-Feeling mit seinen verschiedenen Häusern, Wesen und deren Fähigkeiten.

Abby ist eine junge Frau Anfang 20, die zu Beginn der Geschichte einen sehr toughen und klaren Eindruck hinterlässt. Sie hat einige Verehrer, die ihr den Kopf verdrehen, aber zunehmend scheinen ihre Gedanken nur noch um die Jungs zu kreisen, während der Tod ihrer Mutter und ihre Recherche in den Hintergrund rückt.

Bis kurz vor Schluss empfand ich die Geschichte jedoch nicht besonders spicy, da zwischen den Protagonisten nicht viel mehr als ein Küsschen hier und da passiert. In der Zwischenzeit geschieht nicht allzu viel, erst zum Ende des Buches nimmt die Handlung wieder Fahrt auf und hinterlässt dann allerdings viele Fragezeichen.

Ich konnte Abby und ihre beste Freundin Maisi etwas näher kennenlernen, aber zu keinem der möglichen Verehrer konnte ich eine Bindung aufbauen oder eine besondere Chemie zwischen Abby und den Jungs spüren. Daher war die romantische Komponente der Geschichte für mich leider nicht vorhanden, und ich konnte das Buch auch gut beiseitelegen, da ich nicht wirklich mitgefiebert habe.

Mich hat vielmehr die Welt der Nightwood Academy, die Geheimnisse und die Wesen interessiert, sowie die Umstände des Todes von Abbys Mutter. Vielleicht liegt es auch daran, dass sich die eigentliche Geschichte über 20 Episoden erstreckt und im ersten Sammelband die ersten vier Episoden zusammengefasst sind. Ich bin auf jeden Fall neugierig, ob sich im Laufe der weiteren Geschichte noch mehr zwischen den einzelnen Personen entwickeln wird.

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