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Veröffentlicht am 07.05.2024

Ein überdurchschnittlicher Regionalkrimi und guter Auftakt zur neuen Reihe

Was der See birgt
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Mit "Was der See birgt" startet Lenz Koppelstäter eine neue Regionalkrimireihe um die junge Journalistin Gianna Pitti, ihre Chefin und ihren etwas verschrobenen adligen Onkel. Zunächst nimmt noch der Gardasee ...

Mit "Was der See birgt" startet Lenz Koppelstäter eine neue Regionalkrimireihe um die junge Journalistin Gianna Pitti, ihre Chefin und ihren etwas verschrobenen adligen Onkel. Zunächst nimmt noch der Gardasee wie bei den meisten Regionalkrimis viel Raum ein und der Fall entwickelt sich erst langsam. Dann nimmt die Story jedoch rasant Fahrt auf und es ergibt sich eine wohltuende Mischung aus Spannung, Lokalkolorit und Familiengeschichte, die mich immer mehr in ihren Bann gezogen hat. Man schließt die Protagonisten langsam ins Herz und rätselt bei den vielfältigen Handlungssträngen und durchaus dubiosen Charakteren mit und wir auf eine rasante Reise um den Gardasee mit einigen geschichtlichen Exkursen mitgenommen. Dadurch hat dieser Regionalkrimi mehr Tiefgang als die breite Masse dieses Genres und für mich ist er ein vielversprechender Auftakt zur neuen Reihe. Insgesamt ist der Roman etwas kurz geraten für die Fülle an Personen und Handlungssträngen. Dadurch wirkt der Showdown am Ende trotz aller Spannung etwas zu gehetzt - der Autor hätte sich hier etwas mehr Zeit nehmen können. Trotzdem freue ich mich auf die Fortsetzung und bin sehr gespannt, wie sich Gianna und ihre Mitstreiter weiterentwickeln werden.

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Veröffentlicht am 06.11.2023

Schöne Liebesgeschichte in historischem Kontext

Der Schatten eines Sommers
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Ein typischer Roman für Margit Steinborn, die hier nach bewährtem Muster eine Liebes- und Familiengeschichte geschickt in das historische Zeitgeschehen eingewebt hat. Die aus armen Verhältnissen stammende ...

Ein typischer Roman für Margit Steinborn, die hier nach bewährtem Muster eine Liebes- und Familiengeschichte geschickt in das historische Zeitgeschehen eingewebt hat. Die aus armen Verhältnissen stammende Isa und der Industriellensohn Henning erleben eine Liebesgeschichte mit Irrungen und Wirrungen im Schatten des Ersten Weltkrieges. Neben den gesellschaftlichen Verhältnissen im Berlin der ausklingenden Kaiserzeit werden Eindrücke vom Geschehen an der Front im Osten und Westen, wo sich das Blatt allmählich gegen Deutschland wendet, sowie die Armut und Nöte der Industriearbeiter, die zu dieser Zeit wenig Rechte und Absicherung haben, geschildert. Auch die politische Entwicklung nach Kriegsende wird noch kurz angerissen. Diese Darstellungen wirken sehr authentisch und man kann sich gut in die Zeit und die Protagonisten hineinversetzen. Obwohl die Hauptgeschichte insgesamt ziemlich vorhersehbar verläuft, ist das Buch für alle, die gerne Liebes- und Familiengeschichten in historischem Kontext lesen, zu empfehlen.

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Veröffentlicht am 26.09.2023

Anders, aber gut -. ein interessanter Justizkrimi mit sehr aktuellem Bezug

Pirlo - Gefährlicher Freispruch
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Da ich die Vorgängerbände nicht kannte, waren Toni Pirlo und Sophie Mahler ebenso neu für mich wie Pirlos besondere Art und äußerst unkonventionelles Vorgehen sowie seine Verstricktheit in das Clanmilieu. ...

Da ich die Vorgängerbände nicht kannte, waren Toni Pirlo und Sophie Mahler ebenso neu für mich wie Pirlos besondere Art und äußerst unkonventionelles Vorgehen sowie seine Verstricktheit in das Clanmilieu. Zunächst habe ich mir auch ziemlich schwer getan mich in die anfangs recht zähe Handlung hineinzufinden und mich mit Pirlos Art anzufreunden. Nach etwa einem Drittel, wo langsam klar wurde, dass es um weit mehr als die hirnrissige Tat eines nach Anerkennung strebenden Kleinkriminellen geht, hat mich die Handlung nach und nach in ihren Bann gezogen. Die vielen aktuellen Bezüge auf mit der Corona-Pandemie verbundene Missstände in Politik und Wirtschaft, die Ingo Bott in seiner eigenen erfrischenden und unterhaltsamen Art mit wohldosiertem feinem Humor schildert, machen die zweite Hälfte des Buches zu einem spannenden und unterhaltsamen Justizkrimi, der in einem fesselnden Showdown im Gerichtssaal endet. Mit ein paar Abstrichen wegen der zähen Anfangskapitel ein lesenswerter Roman mit besonderen eigenwilligen Charakteren, die sich von der Masse wohltuend abheben. Vielen Dank, dass ich dieses Buch lesen und rezensieren durfte.

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Veröffentlicht am 08.09.2023

Guter und spannender Krimi mit sympathischem Ermittlerduo - macht Lust auf mehr

Nach der Zeit
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Insgesamt ein guter, spannender Krimi, der mich von Anfang an gefesselt hat. Auch die beiden Ermittler fand ich sofort sympathisch (das Vorgängerbuch habe ich nicht gelesen und kannte die beiden daher ...

Insgesamt ein guter, spannender Krimi, der mich von Anfang an gefesselt hat. Auch die beiden Ermittler fand ich sofort sympathisch (das Vorgängerbuch habe ich nicht gelesen und kannte die beiden daher noch nicht, aber das macht überhaupt nichts - die Anspielungen auf ihren ersten gemeinsamen Fall machen höchsten neugierig dieses Buch auch noch zu lesen). Die letzten Kapitel wirken allerdings etwas gehetzt und knapp inklusive der rückwirkenden Schilderung der Morde und des Motivs. Das Motiv selbst erscheint mir leider etwas dünn und unglaubwürdig für die derart akribisch geplanten Morde. Dies hat am Ende das Lesevergnügen eines ansonsten sehr spannenden und angenehm zu lesenden Romans etwas getrübt - daher 1 Stern Abzug in der Gesamtbewertung. Trotzdem habe ich Lust auf weitere Geschichten um Jan und Hanna und hoffe, es gibt bald eine Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Nette nostalgische Zeitreise - auch für Wessis

Broiler, Wimpel, Westpaket
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Thorsten Harmsen nimmt den Leser in 55 kurzen Kapiteln mit auf eine kleine nostalgische Zeitreise, indem er auf jeweils wenigen Seiten mehr oder weniger alltägliche Begriffe aus seiner Kindheit in Ostberlin ...

Thorsten Harmsen nimmt den Leser in 55 kurzen Kapiteln mit auf eine kleine nostalgische Zeitreise, indem er auf jeweils wenigen Seiten mehr oder weniger alltägliche Begriffe aus seiner Kindheit in Ostberlin humorvoll in Anekdoten beschreibt. Ein paar davon sind tatsächlich sehr speziell mit dem Osten verbunden, aber die meisten waren mit als Wessi auch ein Begriff (wenn auch manchmal unter anderem Namen). Daher hat man auch wenn man nicht in der DDR aufgewachsen ist durchaus seinen Spaß mit dem Buch. Es ist eine leichte kurze Lektüre für zwischendurch, um vielleicht mal auf ein paar andere Gedanken zu kommen, mal kurz zu schmunzeln oder auch nostalgischen Gedanken nachzuhängen.

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