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Veröffentlicht am 11.01.2025

Spannende Unterhaltung

The Twenty
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Zum Inhalt:
DCI Adam Bishop wird direkt aus seiner Lieblingskneipe zu einem Leichenfund beordert. Doch hier gibt es nicht nur eine Leiche, sondern gleich fünf. Auffällig ist, dass die Toten anscheinend ...

Zum Inhalt:
DCI Adam Bishop wird direkt aus seiner Lieblingskneipe zu einem Leichenfund beordert. Doch hier gibt es nicht nur eine Leiche, sondern gleich fünf. Auffällig ist, dass die Toten anscheinend durchnummeriert wurden. Zählt der Killer von zwanzig herunter? Es gilt schnell zu ermitteln, bevor es noch weitere Morde gibt. Dr. Romilly Cole fällt eine Verbindung zu einem dreißig Jahre zurückliegenden Fall auf, doch der Täter von damals sitzt im Gefängnis. Handelt es sich um einen Nachahmungstäter oder hat doch der Täter von einst seine Hände im Spiel?

Meine Meinung:
Das Cover hat das gewisse Etwas um Neugier zu erzeugen und Spannung zu versprechen und ich wurde nicht enttäuscht.
Der Start beginnt sofort mit dem Auffinden der Leichen. Zunächst geht es noch etwas gemächlich zu, doch das täuscht. Je mehr Seiten ich gelesen habe, umso mehr hat mich das Buch in seinen Bann gezogen und ich konnte es nicht aus der Hand legen. Für schwache Nerven ist die Story mit Sicherheit nichts.
Ausgeklügelt geht der Mörder vor und ist der Polizei immer zwei Schritte voraus, dabei spart die Autorin nicht mit überraschenden Wendungen. Die Protagonisten punkten durch ihre Ecken und Kanten, allerdings kann ich keinen Protagonisten benennen, der mich komplett für sich gewinnen konnte.
Erzählt wird in der Gegenwart und in Rückblenden, dabei wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und gewinnt somit immer mehr an Spannung, die zum Ende hin noch einmal kräftig anzieht.
Obwohl der 1. Teil, anscheinend noch nicht übersetzt sein soll, kommen mir jedoch die Rückblenden vor allem aus Romillys Vergangenheit mit ihrem Vater sehr bekannt vor. Sam Hollands Thriller hat mich gut unterhalten und ich bin sehr gespannt mit welchen Thrillern uns die Autorin weiterhin spannende Lesestunden beschert.

Fazit:
Für Thriller Fans, die starke Nerven haben, absolut lesenswert

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Veröffentlicht am 27.02.2024

Trügerische Hoffnung?

Wir werden jung sein
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Zum Inhalt:
Vier unterschiedliche Personen leiden an einer Herzkrankheit und nehmen an einer Studie der Charité als Probanden für ein neues Herzmedikament teil. Als die ehemalige Olympiasiegerin bei einem ...

Zum Inhalt:
Vier unterschiedliche Personen leiden an einer Herzkrankheit und nehmen an einer Studie der Charité als Probanden für ein neues Herzmedikament teil. Als die ehemalige Olympiasiegerin bei einem Wettschwimmen der ehemaligen Champions einen neuen Weltrekord aufstellt, verdächtigt man sie des Dopings. Untersuchungen zeigen, dass das neue Medikament Nebenwirkungen mit ungeahnten Folgen hat. Biologisch gesehen werden die Probanden gleich um mehrere Jahre jünger. So kommt es, dass Wenger, der schon auf dem Sterbebett lag, wieder kräftig in seinem Unternehmen mitmischt. Jenny wird nach Jahren vergeblichen Versuchen endlich schwanger, Jakob erlebt seine erste Liebe, doch verliert seine Libido und selbst Martin, der Erfinder des Medikaments fühlt sich nach einem Selbstversuch besser. Die Welt steht Kopf und für die Probanden ist nicht alles so rosig, wie es auf den ersten Blick scheint.

Meine Meinung:
Das Cover mit seiner dominanten roten Farbe und der Sanduhr, in der die Schwimmerin Verena zu sehen ist, ist schon ein Hingucker. Dies ist mein erster Roman des Autors Maxim Leo, obwohl ich schon einiges über seine Bücher gehört habe. Der Anfang war für mich etwas zäh, aber hier werden die einzelnen Personen vorgestellt. Doch ab dem Kapitel, in dem man feststellt, welche Nebenwirkung das Medikament hat, wird es immer interessanter und richtig spannend. Die Protagonisten sind sehr gut gewählt, es ist jedes Alter vertreten und so konnte auch die Auswirkungen des Verjüngens besser aufgezeigt werden. Richtig warm bin ich zwar mit keiner der Figuren geworden, aber dafür war die Geschichte rundum rund. Denn nun heißt es, wie hilft man den Probanden? Diskussionen über die Auswirkungen des Medikaments politisch, moralisch, ethisch und für die ganze Weltbevölkerung entstehen. Gleichzeitig wollen immer mehr Menschen dieses Medikament. Da passiert so einiges in dem Buch. Da kommt das Gehirn ganz schön ins Grübeln. Mit seinem flüssigen Schreibstil und einer Geschichte, die nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt, hat mich Maxim Leo überzeugt und mit Sicherheit werde ich mich gerne weiteren Büchern des Autors widmen.

Fazit:
Tolle Story, die nicht nur gut unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt.

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Veröffentlicht am 13.09.2023

Trenne dich nie im Streit

The Castaways
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Inhalt:
Die Schwestern Erin und Lori wollen sich gemeinsam auf den Fidschi-Inseln erholen. Bei einem Zwischenstopp kommt es zum Streit zwischen den Beiden und nur Lori fliegt weiter zu dem Urlaubsziel. ...

Inhalt:
Die Schwestern Erin und Lori wollen sich gemeinsam auf den Fidschi-Inseln erholen. Bei einem Zwischenstopp kommt es zum Streit zwischen den Beiden und nur Lori fliegt weiter zu dem Urlaubsziel. Doch das Flugzeug kommt nie an. Für Erin bricht eine Welt zusammen und sie recherchiert täglich, um herauszufinden, was passiert ist. Zwei Jahre später taucht der Pilot der Maschine schwer erkrankt auf. Sofort macht sich Erin auf den Weg zu den Inseln, um ihre Schwester zu suchen. Was ist damals passiert, gibt es noch Hoffnung ihre Schwester lebend zu finden?

Meine Meinung:
Das Buch erschien bereits unter einem anderen Cover und mit dem Titel „Der Ozean unserer Erinnerung“ im Juli 2022.
Die Geschichte wird aus zwei Ebenen erzählt. In der Gegenwart erleben wir Erin, wie sie verzweifelt versucht herauszufinden, was mit dem Flugzeug und seinen Passagieren passiert ist. Die zweite Ebene, betitelt mit „Damals“ erzählt dem Leser von Lori, wie das Flugzeug abstürzt und was dann passiert.
Beide Schwestern bedauern ihren Streit und vermissen sich. Dies konnte ich sehr gut nachvollziehen und erinnert mich auch an den Spruch, den mir mein Vater mitgegeben hat: „Trenne dich nie im Streit, denn du weißt nicht, ob man sich noch mal wiedersieht.“
Einmal angefangen, konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Seite um Seite fieberte ich mit den Protagonisten mit und musste unbedingt wissen, wie es letztendlich ausgeht.
Lebt Lori noch oder nicht?
Lucy Clark beschreibt in ihrem flüssigen Schreibstil sämtliche Emotionen so, dass ich mich gut hineinversetzen konnte, ja, regelrecht spürte. Spannend bringt sie die einzelnen Personen so in Position, dass ich gerätselt habe, wer etwas zu verbergen hat und warum. Wieder einmal konnte mich Lucy Clark davon überzeugen, dass Sie es versteht einen spannenden Roman zu schreiben.

Fazit:
Lucy Clark liefert wieder einmal einen spannenden Roman, voller Emotionen, der mit kleinen Cliffhängern zum Weiterlesen animiert.

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Veröffentlicht am 29.04.2021

Gottes Wille?

Dein ist das Reich
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Zum Inhalt:
Die evangelische Diakonissenanstalt Neuendettelsau bildet Missionare aus und entsendet diese ins „Kaiser-Wilhelm-Reich“ nach Papua-Neuguinea unter Ihnen Heiner Mohr, das elfte Kind einer Bauernfamilie, ...

Zum Inhalt:
Die evangelische Diakonissenanstalt Neuendettelsau bildet Missionare aus und entsendet diese ins „Kaiser-Wilhelm-Reich“ nach Papua-Neuguinea unter Ihnen Heiner Mohr, das elfte Kind einer Bauernfamilie, der dort eine Kokosplantage für die Mission verwaltet, sowie den abenteuerlichen Missionar Johann Hensolt. Während Heiner nach 9 Jahren seine Verlobte Marie, die einst davon träumte Ärztin zu werden bevor man sie Heiner versprach, nachholt macht Johann bei einem Heimaturlaub die Bekanntschaft mit Nette, die eigentlich zurück nach Amerika wollte. In diesem neuen unbekannten Land kreuzen sich kurz die Wege dieser vier Menschen, jenseits der Zivilisation in der sie als Weiße die Macht haben und versuchen ihren Auftrag in gutem Glauben zu erfüllen. Eine schwierige Aufgabe in Zeiten von zwei Weltkriegen und einem unsicheren Frieden in denen es neue Aufbrüche und Abschiede gibt und sich politische und emotionale Verstrickungen entwickeln.

Meine Meinung:
Cover und Titel haben mich nicht sofort angesprochen, aber der Klapptext weckte meine Neugier. Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig, da es Zeitsprünge mitten im Abschnitt gibt, die wörtliche Rede nicht sofort klar erkennbar ist und auch bei den Protagonisten sprunghaft gewechselt wird, dies hat mich aber nicht in meinem Lesefluss beeinträchtigt. Die Erzählerin ist eine Nachfahrin der beiden Missionarsehepaare, die zuerst nichts von den Geschichten hören will, im Erwachsenenalter aber umso mehr nachfragt, konstruiert und dabei das Ganze mit kritischen Auge betrachtet.
Der Autorin Katharina Döbler gelingt es anhand dieses ungewöhnlichen Familienromans von 1913 bis 1948 interessant zu erzählen wie die Missionare in ihrem christlichen Sendungsbewusstseins gehandelt haben und welchen Einfluss die politischen Strömungen und Rassismus auf ihr Leben nahm. Es war kein einfaches Leben und hatte auch Auswirkungen auf ihre Kinder, die zum Schulbesuch zurück nach Deutschland geschickt wurden und dadurch in eine Identitätskrise gerieten. Heiner zeichnet sich durch seinen Fleiß aus, während Marie nach immer höheren strebt. Johannes ist neugierig, träumt von einer landvölkischen Kirche, er versucht die christliche Botschaft in der Sprache und den Denk- und Lebensformen der Papua anzupassen (hier musste ich an den Missionar Christian Keyßer denken, dessen Lied auch in dem Buch erwähnt wird). Nette ist aufgeschlossen und beobachtet vieles kritisch. Ein durchweg bewegendes, interessantes und faszinierendes Buch das sich mit einem verschwiegenen Kapitel deutscher Geschichte befasst und mich dazu anregt mehr darüber zu lesen.

Fazit:
Ein interessantes nicht oft erwähntes Stück Geschichte in einem ungewöhnlichen Familienroman.

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Veröffentlicht am 29.03.2021

So ist das Leben

Kleine Wunder überall
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Zum Inhalt:
Perfektionismus lautet Charlottes Lebensmotto und so hat sie alle Hände voll zu tun mit ihrer Familie, die aus ihrem Mann Markus und ihren beiden Kindern Merle und Finia besteht und ihrer Arbeit ...

Zum Inhalt:
Perfektionismus lautet Charlottes Lebensmotto und so hat sie alle Hände voll zu tun mit ihrer Familie, die aus ihrem Mann Markus und ihren beiden Kindern Merle und Finia besteht und ihrer Arbeit in der Werbeagentur ihres Mannes. Als plötzlich ihre Mutter Barbara vor der Tür steht, fällt Charlotte aus allen Wolken, schließlich endete deren letzter Besuch in einem Fiasko zudem hat Charlotte noch immer nicht verwunden das Barbara ihren Vater und sie vor Jahren in Stich gelassen hat, um ihr Leben auf Lanzarote zu verbringen. Als sie erfährt das Barbara krank ist kann sie sich ihrem Pflichtbewusstsein nicht entziehen und so lernt Charlotte auf einem steinigen Weg nicht nur die Vergangenheit neu kennen, sondern muss auch ihr eigenes Leben neu überdenken und bemerkt dabei das es viele kleine Wunder gibt, die man im Alltag nur allzu leicht übersieht.

Meine Meinung:
Das Cover ist ein toller Blickfang mit seinen Ginkgo-Blättern die herunterfallen und der weißen, geschwungen Schrift des Titels.
Charlotte war mir am Anfang nicht gleich sympathisch und ich fand sie mit ihrem Perfektionismus und das sie keine Arbeit abgeben kann schon etwas nervig, wobei ich mich bei genauerem Hinsehen selbst manchmal darin erkannte. So erkennt man seine eigenen Fehler. Ihre negative Einstellung gegenüber ihrer Mutter konnte ich gut nachvollziehen. Barbara, Charlottes Mutter, wirkte am Anfang einfach nur unmöglich mit ihrer chaotischen aber dennoch liebevollen Art. Charlottes Mann Markus war für mich zuerst schwer einzuschätzen und ich wusste nicht wohin die Reise geht. Stück für Stück zog mich aber der Roman in seinen Bann.
Die im Klapptext erwähnte Reise nach Paris ist etwas irritierend, da der Leser sich auf eine längere Passage einstellt, die jedoch nur kurz stattfindet und nicht im Buch überwiegt. Dafür gab es aber andere Komponenten die das Ganze abrundeten. Die Schriftstellerin Katrin Lankers schreibt so realistisch über die Protagonisten und die Situationen wie es im wirklichen Leben ist/sein kann. Überrascht hat mich der unerwartete Tiefgang der Geschichte die in einem wunderschönen Schreibstil geschrieben ist. Das Verhältnis des Lesers zu den Protagonisten entwickelt sich mit dem Buch Stück für Stück, so waren mir zum Schluss Charlotte und vor allem Barbara richtig ans Herz gewachsen. Kein Wunder dass mich das Finale dann so emotional berührt hat.

Fazit:
Ein realistischer Roman in einem wunderschönen Schreibstil mit Tiefgang und Gefühl.

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