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veronique

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.11.2025

Fehlende Connection

House of the Beast
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Um ihre schwer erkrankte Mutter zu retten, opfert Alma ihren Arm. Doch als ihre Mutter es trotzdem nicht überlebt, schwört sie Rache und hat dabei einen mächtigen Gott an ihrer Seite.
Die Geschichte klingt ...

Um ihre schwer erkrankte Mutter zu retten, opfert Alma ihren Arm. Doch als ihre Mutter es trotzdem nicht überlebt, schwört sie Rache und hat dabei einen mächtigen Gott an ihrer Seite.
Die Geschichte klingt zunächst vielversprechend und Michelle Wongs Schreibstil ist wortgewaltig und teilweise nichts für schwache Nerven. So findet auch Gewalt Einzug in ihr Buch. Und dennoch fehlte mir etwas, dass ich mich in dieser düsteren, detailreichen Welt in die Protagonistin Alma einfühlen konnte, mit ihr eifern konnte. Und das, obwohl Alma sehr viel miterleben muss.
So bleibt die Handlung zu keinem Zeitpunkt auf der Strecke. Ständig passiert etwas Neues und Unerwartetes. Wiederum interessant machen es insbesondere die anderen Figuren, von denen man als LeserIn nicht weiß, ob man ihnen trauen kann. Ständig habe ich mich diesbezüglich hin- und hergerissen gefühlt.
Wer ausgeklügelte Fantasy mit unvorhersehbaren Wendungen sucht, der ist hier genau richtig.

Veröffentlicht am 21.09.2025

Verschenktes Potenzial

Immortal Consequences – Die Blackwood Academy Trials
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Nach dem Tod gelangen die Menschen in den Äther, einem Durchgang, wo ihre Seelen geerntet werden müssen. Tag für Tag verrichten Wren, August und zahlreiche weitere Gestorbene diese Arbeit. Doch Trials ...

Nach dem Tod gelangen die Menschen in den Äther, einem Durchgang, wo ihre Seelen geerntet werden müssen. Tag für Tag verrichten Wren, August und zahlreiche weitere Gestorbene diese Arbeit. Doch Trials bieten einen Aufstieg, den jeder zu gerne erreichen würde…
Dieser Auftakt einer Reihe wird aus mehreren Sichten erzählt, wobei jedoch lediglich die Perspektive jener gezeigt wird, die an den Trials teilnehmen möchten. Hier hätte ich mir gewünscht, noch tiefer in das Leben an der Blackwood Academy durch verschiedene Sichten beispielsweise schon Aufgestiegener abtauchen zu können. Dennoch muss die Vielseitigkeit der Figuren gelobt werden, wodurch ich sie auch strikt auseinanderhalten konnte.
Während das Buch mit dem Enemies-To-Lovers Trope beworben wird, lies sich die Anziehung verschiedener Figuren für mich nicht nachvollziehen. Eher wirkte es so, als müsste dort noch eine Liebesgeschichte hineingepresst werden, damit sich das Buch besser verkaufen lässt.
Während die erste Prüfung kurzweilig war, zogen sich die weiteren Prüfungen in die Länge und es erweckte den Eindruck, als würde es gar kein Ende mehr nehmen. Schade um die verlorene Dynamik, denn durch den Plottwist relativ am Ende dieses Buches stellt die Autorin unter Beweis, dass es nicht so hätte sein müssen. Der letzte Teil hat viele Fragen zu den Figuren und zur Blackwood Academy an sich aufkommen lassen.
Wenn also der Mittelteil deutlich kürzer gehalten wäre, hätte die Spannung permanent beibehalten werden können. Wirklich schade, allerdings kann ich mir aufgrund des offenen und rasanten Endes vorstellen, dem zweiten Teil noch eine Chance zu geben.

Veröffentlicht am 17.11.2024

Originell, aber nicht greifbar

The Killer Profile
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Midnight Jones arbeitet bei Necto, einem modernen BioTech- Unternehmen, wo sie auf Basis durchgeführter Tests Profile auswertet. Eines Tages kann sie ihren Augen kaum trauen, denn sie erhält das in der ...

Midnight Jones arbeitet bei Necto, einem modernen BioTech- Unternehmen, wo sie auf Basis durchgeführter Tests Profile auswertet. Eines Tages kann sie ihren Augen kaum trauen, denn sie erhält das in der Realität noch nie dagewesene K-Profil…
Der Einstieg ist rasant, an Brutalität und Explizitheit wird hier nicht gespart. Neben den Szenen des Täters lernt man Midnight Jones besser kennen, die in den starken Machtgefällen ihrer Firma gefangen ist. Sie ist durchweg authentisch, an ihrer Art reizt mich, dass sie immer wieder ihre Grenzen austestet. Parallel zeichnen sich weitere Handlungsstränge ab, die im letzten Drittel des Thrillers zusammengeführt werden.
Eine Wendung habe ich jedoch vermisst. Es steuert ziemlich geradlinig auf die Auflösung zu, wodurch ich nicht in einen Sog gekommen bin und es sich gezogen hat. Das dystopisch angehauchte Setting hätte noch mehr Originalität und Tiefe vertragen.
Bei mir ist der Funke leider nicht gänzlich übergesprungen, dennoch hat das Buch mir Inspirationen und ein paar unterhaltsame Lesestunden beschert.

Veröffentlicht am 05.11.2024

Weniger glaubhaft als der Vorgänger

Shine Like Midnight Sun (Strong Hearts 2)
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Hierbei handelt es sich um den zweiten Teil einer Dilogie. Es ist empfehlenswert, den ersten zuvor zu lesen, da die Handlung nahtlos fortgesetzt wird. Aron leidet unter der Erkrankung seines Herzens und ...

Hierbei handelt es sich um den zweiten Teil einer Dilogie. Es ist empfehlenswert, den ersten zuvor zu lesen, da die Handlung nahtlos fortgesetzt wird. Aron leidet unter der Erkrankung seines Herzens und auch für Lilly ist die Situation nur allzu bekannt sowie schmerzlich.
Es ist deutlich zu spüren, wie Arons Lebensfreude nachlässt und er ein ambivalentes Verhalten zeigt. Er muss sich mit der neuen Situation arrangieren, was häufig dazu führt, dass er ihm nahestehende Personen von sich stößt. Zudem ist der Roman mit vielen dramatischen Szenen gespickt, die mir etwas zu viel waren. Während der erste Teil mich sehr berührt hat, war es hier over the top, sodass ich an der Glaubhaftigkeit zweifeln musste.
Zum Ende hin wirkte es so, als hätte die Autorin in ihr gewohntes Muster zurückgefunden, sodass ich dort emotional wieder abgeholt wurde. Des Weiteren wurden viele Themen am Rande angestoßen, die mich begeistert haben. Davon als auch von einem Nebencharakter, den man in diesem Teil kennenlernt, hätte ich am liebsten noch mehr gelesen.
Abschließend kann ich die Reihe jedem empfehlen, der Fan von tiefgründigen Geschichten ist und für schmerzhafte, traurige Themen bereit ist.

Veröffentlicht am 16.09.2023

Queere Liebesgeschichte trifft Geheimnis

Brynmor University – Geheimnisse
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Samuel beginnt sein Studium an der Brynmor University – jedoch nicht wegen des Lernens willen, sondern weil er ergründen will, was hier von zehn Monaten mit seinem Bruder Philipp passiert ist. Dabei lernt ...

Samuel beginnt sein Studium an der Brynmor University – jedoch nicht wegen des Lernens willen, sondern weil er ergründen will, was hier von zehn Monaten mit seinem Bruder Philipp passiert ist. Dabei lernt er unerwartet den attraktiven Connor kennen, weshalb sich sein Fokus verschiebt.
Der lockere Schreibstil hat mir geholfen, bereits ab den ersten Seiten in die Geschichte abzutauchen. Samuel präsentiert sich als neugieriger, unnachgiebiger junger Mann, der für seine Wünsche und Interessen einsteht. Dafür ist ihm kein Hindernis zu hoch. Connor dagegen ist etwas anders geartet, zurückhaltender, aber ist seinen FreundInnen treu ergeben.
Die Liebesgeschichte hat sich in einem authentischen Tempo entwickelt. Daneben wurde das Geheimnis um Philipp nicht aus den Augen verloren und hat sogar Einfluss auf das Verhältnis zwischen Samuel und Connor genommen. So wurde man auch Stück für Stück zu Wahrheit geführt. Als das Geheimnis um Philipp gelüftet wurde, machte sich jedoch etwas Enttäuschung in mir breit, da es für mich zu einfach war und vor allem zu vorhersehbar.
Insgesamt war mein persönliches Highlight die aufgeschlossene queere Liebesgeschichte. Diese konnte mich über das enttäuschende Geheimnis hinwegtrösten.

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