Kopflos in Neapel
Commissario Gaetano und der lügende FischMeine Meinung
Jedes Mal, wenn die Neapolitaner ihren Heiligen San Gennaro feiern, herrscht großer Trubel in der Großstadt, die Polizeieinsätze erfordert. Salvatore Gaetano erhält in seinem Büro Besuch ...
Meine Meinung
Jedes Mal, wenn die Neapolitaner ihren Heiligen San Gennaro feiern, herrscht großer Trubel in der Großstadt, die Polizeieinsätze erfordert. Salvatore Gaetano erhält in seinem Büro Besuch von einem total verängstigten Mann, der um sein Leben fürchtet. Der Turiner bittet Gaetano seine Wohnung zu überwachen, da in seiner Abwesenheit immer wieder eingebrochen wird. Gaetano nimmt die Sache erst mal nicht ernst, schickt aber dann trotzdem einen Kollegen hin, um nach dem Rechten zu sehen. Das ist wirklich nicht umsonst, da in der Wohnung ein kopfloser Mann an einem Tisch sitzt. In unmittelbarer Nähe ein Rucksack mit einem stinkenden Fisch ...
Es fiel mir ausgesprochen schwer, die richtigen Worte für dieses Buch zu finden. Fabio Nola hat hier einen durchaus interessanten Krimi geschrieben, dessen Spannung aber leider an zu detaillierten Nebensächlichkeiten gelitten hat. Auch unglückliche Formulierungen haben meinen Lesefluss gestört.
>>Im Lufthauch ihrer Flüsterstimme zitterten seine Wimpern. << Seite 263
Meiner Meinung nach sind viele unnötige Beschreibungen enthalten, die in einem Krimi nichts verloren haben. Ich fühlte mich abwechselnd genervt und gut unterhalten. Der Mordfall an sich ist wirklich spannend und einige Charaktere interessant.
In Neapel war ich noch nie; konnte mir die italienische Großstadt jedoch bildlich vorstellen. Hier hat der Autor alles richtig gemacht. Den Großstadtlärm hörte; hatte den Geruch von Abgasen in der Nase und spürte die Hitze auf meiner Haut.
Salvatore Gaetano war mir bedauerlicherweise sehr unsympathisch. Ständig nuschelte er und merkte sich nicht mal den Namen einer Mitarbeiterin. Sein Familienleben war mir zu sehr im Vordergrund.
Die Auflösung des Mordfalls konnte mich dann überzeugen und ich hatte, für die für den Mord verantwortliche Person, sogar eine gewisse Sympathie und vollstes Verständnis. Salvatore Gaetano kann aber die Lorbeeren nicht für sich einheimsen, da der wertvolle Hinweis von einem katholischen Pfarrer kam. Gaetano hatte sehr oft Nebensächlichkeiten im Kopf und konnte mich in keinster Weise überzeugen.
Fazit
Ich habe mich sehr auf diesen Krimi gefreut, konnte aber leider mit Commissario Gaetano nicht warm werden. Seine Gedankengänge und Ermittlungsverfahren fand ich nicht überzeugend. Trotz meiner Kritikpunkte gab es aber immer wieder etwas Spannung und die Beschreibungen von Neapel haben mir gefallen.
Danke, Fabio Nola.