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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.02.2024

Enttäuschend

Disney Villains 1: Die Schönste im ganzen Land
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Der erste Band der Disney Villains Reihe erzählt die Geschichte der bösen Königin aus Schneewittchen und ihre Entwicklung von der Tochter eines Spiegelmachers bis hin zur Königin. Es ist bereits der zweite ...

Der erste Band der Disney Villains Reihe erzählt die Geschichte der bösen Königin aus Schneewittchen und ihre Entwicklung von der Tochter eines Spiegelmachers bis hin zur Königin. Es ist bereits der zweite Band der Reihe, den ich gelesen habe. Und was soll ich sagen, leider konnte mich auch dieser Band der Disney Villains Reihe nicht überzeugen. Zuerst einmal werde ich einfach nicht warm mit dem Schreibstil der Autorin. Wenn ich an Disney denke, fällt mir zuerst die märchenhafte Atmosphäre ein, die einen großen Teil des Zaubers ausmacht. Der Schreibstil der Autorin ist wenig märchenhaft, sondern wirkt eher kalt und unnahbar. Dies passt zwar insgesamt zu der Figur der bösen Königin, aber nicht zu der eigentlichen Geschichte. Die Figuren bleiben oberflächlich und unsympathisch und konnten auf mich keine Emotionen projizieren. Auch der Übergang zur liebenden Ersatzmutter, die sie für Schneewittchen ist, bis hin zu der eitlen bösen Königin, ist nicht richtig nachvollziehbar für mich. Trotz der wenigen Seiten des Buches musste ich mich wirklich durch die Geschichte arbeiten. Ich werde der Reihe noch eine letzte Chance geben und hoffe das aller guten Dinge drei sind.

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Veröffentlicht am 04.02.2024

Fade und oberflächlich

Die Spionin
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Wer kennt nicht den Namen Mata Hari? Doch wie wurde die junge Frau aus der holländischen Provinz zur berühmten Tänzerin und letztlich zur Spionin? In einem fiktiven Brief erzählt Mata Hari aus dem Gefängnis ...

Wer kennt nicht den Namen Mata Hari? Doch wie wurde die junge Frau aus der holländischen Provinz zur berühmten Tänzerin und letztlich zur Spionin? In einem fiktiven Brief erzählt Mata Hari aus dem Gefängnis heraus ihre bewegende Geschichte, die letztlich zu ihrem Untergang führte.

Die Geschichte von Mata Hari hat mich schon immer interessiert, deren Leben letztlich mit ihrem Tod als Doppelagentin endete. Die Geschichte wird zu Beginn aus der Sicht von Mata Hari erzählt, die aus ihrem Leben in einem Brief an ihre Tochter erzählt, während sie im Gefängnis auf ihre Hinrichtung wartet. Sie erzählt über ihren Weg als junge Frau, die einen gewalttätigen Mann heiratete und nach Freiheit und Selbstbestimmtheit strebte. Zunächst setzte sie dabei ihren Körper bei freizügigen Tänzen ein und letztlich zur Verführung der Männer. Ich bewundere Mata Hari für ihr Streben nach Eigenständigkeit, weitere Sympathien konnte ich für diese Frau jedoch nicht aufbringen. Die Geschichte der Mata Hari wird hier nur sehr oberflächlich erzählt und vieles nur angedeutet. Auch nach Lektüre des gesamten Buches habe ich nicht verstanden, wieso sie als Doppelagentin hingerichtet wurde. Viele Teile ihres Lebens, wie ihre Karriere als Tänzerin werden nur angerissen. Hier hätte ich mir eine viel ausführlichere Schilderung ihrer Lebensumstände gewünscht. Ich hatte nicht den Eindruck die Protagonistin nach Lesen des Buches zu kennen oder irgendetwas Neues über sie zu wissen. Leider blieb dieses doch bewegte Leben für mich fade und die Geschichte wenig spannend.

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Veröffentlicht am 23.09.2023

Überleben

Wilder Girls
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Seit mehr als einem Jahr steht das Mädcheninternat auf Raxter Island aufgrund einer bisher unbekannten Seuche unter Quarantäne. Bei den Mädchen des Internates führt diese Krankheit zu Mutationen und nicht ...

Seit mehr als einem Jahr steht das Mädcheninternat auf Raxter Island aufgrund einer bisher unbekannten Seuche unter Quarantäne. Bei den Mädchen des Internates führt diese Krankheit zu Mutationen und nicht selten auch zum Tod, während die Tiere und Pflanze der Insel verwildern und totbringend sind. Die einzigen Nahrungsmittel werden durch Boote vom Festland geliefert, doch diese reichen bei Weitem nicht, um alle zu ernähren. In so einer toxischen Umgebung ist das, was über Leben und Tod entscheiden kann, der Zusammenhalt. So sind Reese, Hetty und Byatt eine eingeschworene Gruppe von Freundinnen, die alles füreinander riskieren würden. Als Byatt verschwindet, tun Hetty und Reese alles, um sie wiederzubekommen und setzen damit Ereignisse in Gang, die zu ihrer aller Untergang führen könnten.

Die Geschichte startet mitten in der Quarantäne, die der Insel auferlegt wurde. Die Tox, wie die Seuche von den Mädchen genannt wird, hat beinahe alle Schülerinnen des Internates befallen und zu Mutationen oder deren Tod geführt. Der Fokus des Buches liegt auf der Geschichte von Hetty, Byatt und Reese, drei Freundinnen, die zusammen das Internat besucht haben und eine unzertrennliche Einheit bilden. Als Erzähler fungiert Hetty und in kurzen Abschnitten auch Byatt im Verlauf der Geschichte. Ich mochte den Zusammenhalt und die emotionale Stärke der Mädchen, vor allem in Anbetracht der Umstände auf der Insel. Leider fehlte es mir vor allem in der Beziehung zwischen Hetty und Reese, aber auch zwischen den anderen Charakteren an emotionaler Tiefe. Man muss wohl anmerken, dass die Geschichte selbst nichts für schwache Leserherzen ist, denn sowohl Gewalt als auch Tod, wenn auch nicht ausführlich beschrieben, spielen eine große Rolle in der Handlung. Dessen ungeachtet wirkte die Geschichte, trotz solider Story, auf mich zu oberflächlich. Gerade das Ende war mir viel zu offen und bringt die Geschichte nicht zu einem sinnvollen Abschluss. Auch die Kapitel in denen Byatt ihre Geschichte erzählt, empfand ich eher als langweilig und wenig voranbringend für die Handlung.

Insgesamt konnte mich das Buch leider nicht mitreißen. Mehr als eine solide Überlebensgeschichte über ein paar junge Mädchen war das Buch für mich leider nicht.

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Veröffentlicht am 06.08.2023

Endlich Urlaub

Das Hotel - ein Mysterythriller
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Endlich Urlaub – ein angenehmer, erholsamer Urlaub ist alles, was sich Alice wünscht. Da kommt ein Urlaubsresort auf einer abgelegenen Insel gerade recht, in welchem die Angestellten ihr jeden Wunsch von ...

Endlich Urlaub – ein angenehmer, erholsamer Urlaub ist alles, was sich Alice wünscht. Da kommt ein Urlaubsresort auf einer abgelegenen Insel gerade recht, in welchem die Angestellten ihr jeden Wunsch von den Augen ablesen. Doch irgendetwas scheint mit diesem Hotel nicht zu stimmen. Die Angestellten, die alles über Alice zu wissen scheinen, verschwommene Erinnerungen an ihre Vergangenheit und sogar ein verschwundener Gast, an den sich niemand zu erinnern scheint, bringen Alice dazu das paradiesische Hotel immer mehr zu hinterfragen. Ist dieser Ort wirklich das, was er zu sein scheint?

Beim Lesen des Klappentextes habe ich tatsächlich mit einer ganz anderen Art von Geschichte gerechnet, als ich letztlich bekommen habe. Die Anspielung auf ein verschwundenes Mädchen, an das sich niemand erinnern kann, klang für mich eher nach dem Genre Krimi/Thriller, welches ich nach Lektüre des Buches überhaupt nicht mehr dort einordnen würde. Ohne zu spoilern, empfand ich die Wendung und Auflösung der Ereignisse zwar überraschend, aber auch enttäuschend, weil sie nicht wirklich meiner Erwartung an das Buch entsprachen. Nachdem Alice recht schnell merkt, dass etwas in ihrem Urlaubsresort nicht stimmt, plätschert die Handlung langsam dahin bis die wirkliche Auflösung erfolgt. Einige Szenen enthielten mir zudem zu viele Wiederholungen, besonders was die Aktivitäten im Hotel betrifft. Alice als Protagonistin konnte ich für mich weder positiv noch negativ einordnen, die anderen Charaktere der Geschichte blieben eher blass. Selbst Aron tauchte nur auf, wenn es Alice genehm war. Ihre Beziehung wirkte auf mich sehr konstruiert und von seiner Vergangenheit erfährt man so gut wie gar nichts. Auch das Ende empfand ich als unbefriedigend, da es dieselben Routinen der Geschichte wiederholt. Mich konnte die Geschichte trotz der zugegebenermaßen überraschenden Auflösung nicht mitreißen.

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Veröffentlicht am 18.06.2023

Wichtiges Thema, schlechte Umsetzung

Die Geschichte des Wassers
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Norwegen 2017: Die 70-jährige Umweltaktivistin Signe hat den Kampf gegen die Zerstörung der Natur noch nicht aufgegeben. Nach vielen Jahren besucht sie das erste Mal ihre alte Heimat und muss feststellen, ...

Norwegen 2017: Die 70-jährige Umweltaktivistin Signe hat den Kampf gegen die Zerstörung der Natur noch nicht aufgegeben. Nach vielen Jahren besucht sie das erste Mal ihre alte Heimat und muss feststellen, dass das Eis ihres geliebten Gletschers abgetragen und als Eiswürfel in den Süden verkauft wird. Um den Verantwortlichen zur Rede zu stellen, begibt sie sich mit ihrem Segelboot auf den Weg nach Frankreich.

Frankreich 2041: Eine jahrelange Dürre zwingt die Menschen zur Flucht in den Norden. In eines der Auffanglager flüchten auch David und seine Tochter Lou auf der Suche nach ihrer Familie und Wasser. Auf ihrer Reise stoßen sie auf ein altes Segelboot versteckt in einem Garten. Signes Segelboot.

„Die Geschichte des Wassers“ ist der zweite Band des Klimaquartetts von Maja Lunde und behandelt die Bedeutung des Wassers für unser Leben. Dabei werden zwei Handlungsstränge in Gegenwart und Zukunft miteinander verknüpft, die die Auswirkung der Umweltzerstörung auf die Zukunft darstellen. Zu Zeiten von David und Lou ist die Erderwärmung so weit fortgeschritten, dass es kaum noch Trinkwasser gibt, da der Regen ausbleibt und sich die Wasserreserven erschöpfen. „Die Geschichte des Wassers“ behandelt insgesamt ein sehr wichtiges Thema, um das wir uns alle Gedanken machen sollten. Leider konnte mich die Handlung an sich aber in keiner Weise mitreißen. Sowohl David als auch Signe, die beide als Erzähler fungieren, waren mir in irgendeiner Weise sympathisch, sodass ich Schwierigkeiten hatte überhaupt eine emotionale Verbindung aufzubauen. Die Handlung selbst ist einfach nur langweilig. Man erfährt nichts über die Dürre oder Krise an sich, sondern nur über das Leben im Auffanglager beziehungsweise auf Signes kleinem Boot, welches beides furchtbar langweilig ist und absolut keine Spannung aufbauen kann. Signes Vergangenheit und ihre Beziehung zu Magnus hatten ebenfalls keinerlei Unterhaltungswert und es wurde schnell klar, dass die beiden überhaupt nicht zueinander passen. David hingegen benimmt sich dauerhaft wie ein überfordertes Kind. Auch die Verknüpfung der beiden Handlungsstränge wirkte vollkommen konstruiert, hier hatte ich mir ebenfalls deutlich mehr erhofft.

Insgesamt muss ich sagen, dass das Thema des Buches ungeheuer wichtig ist und wirklich zum Nachdenken, besonders über unseren Umgang mit der Umwelt anregt. Die Geschichte selbst war für mich jedoch einfach nur zäh und langatmig.

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