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Veröffentlicht am 16.04.2024

Konnte mich nicht überzeugen

Lichtjahre im Dunkel
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Leo Ahorn betreibt schon seit Ewigkeiten mehr schlecht als recht einen Schreibwarenladen. In letzter Zeit hat er versucht Geld aufzutreiben, um dem Laden neuen Schwung zu verleihen. Umso erstaunlicher ...

Leo Ahorn betreibt schon seit Ewigkeiten mehr schlecht als recht einen Schreibwarenladen. In letzter Zeit hat er versucht Geld aufzutreiben, um dem Laden neuen Schwung zu verleihen. Umso erstaunlicher ist es, dass Leo Ahorn von einen Tag auf den anderen plötzlich spurlos verschwunden ist. Seine Frau verhält sich auf der Suche nach ihrem Mann zunächst sehr zurückhaltend und engagiert erst Tage später den Privatdetektiv Tabor Süden, damit er sich nach ihm umschaut. Tabor Süden recherchiert im persönlichen Umfeld des Vermissten und stößt dabei auf ganz unterschiedliche Menschen, die irgendwie ein Teil von Leo Ahorns Alltag waren. Aber hilft ihm das, den Mann wiederzufinden?

Der mehrfach ausgezeichnete Autor Friedrich Ani konnte mich bereits mit einigen seiner Romane begeistern, so dass ich mich mit viel Vorfreude und einer entsprechend hohen Erwartungshaltung in sein neues Werk "Lichtjahre im Dunkel" gestürzt habe. Er erzählt die Geschichte um den Privatdetektiv Tabor Süden und Oberkommissarin Fariza Nasri in seinem eigenwilligen und manchmal etwas sperrigen Schreibstil, der aber oft mit seine individuellen Art und Weise Tiefe erzeugt und überzeugen kann. In dem vorliegenden Buch sprang bei mir aber leider niemals so ganz der Funke über. Das Ganze wirkte auf mich sehr langatmig und der Spannungsbogen konnte aus meiner Sicht niemals so richtig aufgebaut werden. Die Tätigkeiten der Ermittler standen dabei völlig im Hintergrund, Hauptaugenmerk wurde hier auf die beteiligten Protagonisten und deren Einzelschicksale gelegt und es war schon der große Zufall von Nöten, um dann zum Ende hin doch noch eine Auflösung präsentieren zu können.

Insgesamt konnte mich der aktuelle Roman (weniger Kriminalroman) von Friedrich Ani nicht überzeugen und ich musste mich schon ein wenig durch die langatmige Geschichte kämpfen. Der besondere und von mir wertgeschätzte Erzählstil des Autors sorgt letzten Endes dafür, dass ich das Buch mit drei von fünf Sternen bewerte. Ich hoffe, der nächste Anlauf mit Friedrich Ani wird mich mehr fesseln...

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Veröffentlicht am 19.11.2023

Verwirrende Geschichte

Das Nachthaus
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Richard ist mit seinem Freund unterwegs und die beiden hecken ein paar Streiche aus. Als sie eine willkürliche Nummer in einer Telefonzelle wählen ereignet sich irrationales und Richards Freund ist plötzlich ...

Richard ist mit seinem Freund unterwegs und die beiden hecken ein paar Streiche aus. Als sie eine willkürliche Nummer in einer Telefonzelle wählen ereignet sich irrationales und Richards Freund ist plötzlich verschwunden. Niemand glaubt Richard seine Geschichte und er steht unter Verdacht, seinen Freund in den reißenden Fluss gestoßen zu haben. Die einzige die zu ihm hält ist seine Klassenkameradin und Schwarm Karen. Die beiden versuchen dem Rätsel auf die Spur zu kommen und landen dabei im gruseligen und halb verfallenen Nachthaus. Hat Richard eine Chance hier seinen Freund wiederzufinden?

Ich habe bereits einige Thriller aus der Feder des erfolgreichen norwegischen Autors Jo Nesbo gelesen und war jedes mal begeistert von seinen fesselnden und clever inszenierten Geschichten. Mit viel Vorfreude und einer hohen Erwartungshaltung bin ich in sein neues Werk gestartet. Er erzählt die Geschichte in seinem gewohnt flüssig zu lesenden Schreibstil, bei dem ein Buch schnell zum Page-Turner werden kann. Die Geschichte hat mich dann aber überrascht, denn sie war völlig anders als erwartet. Sie enthielt plötzlich fantastische Elemente, die das Buch in eine Art Horror-Roman wandelte. Jo NEsbo bewegte sich hier aus meiner Sicht auf den Pfaden eines Stephen Kings, der gerne Geschichten um problembehaftete Jugendliche schreibt, ohne aber bei mir ein ähnliches Schauergefühl zu erzeugen. Der Spannungsbogen war durchaus gegeben, konnte mich aber nie so richtig fesseln. Es war für mich eher die Frage, wohin die Geschichte führen würde. Sie ist wirklich in ihrer Art unvorhersehbar und am Ende lässt mich das Finale auch noch mit einigen Fragen zurück.

Insgesamt konnte mich "Nachthaus" nicht voll und ganz überzeugen. Eine nette Idee, die hier vom erfahrenen Autor professionell umgesetzt wird, aber ich bin mit ganz anderen Voraussetzungen an das Buch herangegangen, so dass ich doch ein wenig enttäuscht wurde. Ich rate daher jedem, der das Buch lesen möchte, sich mit dem Inhalt auseinanderzusetzen um zu beurteilen, ob er für einen solchen Roman offen ist. Meine Bewertung ist drei von fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 03.10.2023

Durchwachsener Start einer neuen Krimi-Reihe

Die Spur der Aale
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Staatsanwältin Greta Vogelsang wird während ihres Bereitschaftsdienstes zu einem Tatort beordert. Die Leiche eines Mannes schwimmt im Main und sie stellt sich als den Zollbeamten Lars Mathissen heraus. ...

Staatsanwältin Greta Vogelsang wird während ihres Bereitschaftsdienstes zu einem Tatort beordert. Die Leiche eines Mannes schwimmt im Main und sie stellt sich als den Zollbeamten Lars Mathissen heraus. Dies lässt Greta Vogelsang nachdenklich werden, denn genau dieser Lars Mathissen hat kurze Zeit vorher versucht, Kontakt zu ihr aufzunehmen, um über mögliche Schmuggleraktivitäten zu berichten. Kann es wirklich ein unglücklicher Unfall gewesen sein, dem der Zollfahnder zum Opfer gefallen ist, oder hat hier jemand nachgeholfen? Mit einem unguten Gefühl ausgestattet, macht sich Greta Vogelsang auf die Suche nach einem vermeintlichen Mörder...

"Die Spur der Aale" ist der Auftaktband einer neuen Krimi-Reihe um die engagierte und sympathische Staatsanwältin Greta Vogelsang. Der Autor Florian Wacker erzählt die Geschichte in einem temperamentvollen und gut zu lesenden Schreibstil. Der Spannungsbogen wird mit dem rätselhaften Tod des Zollbeamten direkt zu Beginn des Buches aufgebaut. Die schleppenden Ermittlungsarbeiten konnten diesen aber aus meiner Sicht nicht über die ganze Länge des Buches aufrecht erhalten. Leider fehlte mir ein wenig der Tiefgang in der Geschichte, so dass es mir sehr schwer fiel, eine Bindung zu den Protagonisten und der Handlung aufzunehmen. Die Auflösung war nachvollziehbar, aber für mich nicht ganz überzeugend, so dass mich der Kriminalroman insgesamt nicht überzeugen konnte.

Insgesamt ist "Die Spur der Aale" der Auftakt einer neuen Krimi-Reihe, die aus meiner Sicht noch ein wenig Luft nach oben hat. Der Schreibstil hat mir grundsätzlich gut gefallen, die Geschichte konnte mich aber nicht richtig packen. Ich bewerte das Buch daher mit drei von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 23.09.2023

Leider etwas enttäuschend

Meine Männer
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Die siebzehnjährige Brynhild arbeitet in Norwegen auf einem Hof als Aushilfskraft. Sie verliebt sich in den Sohn des Hofherren und erlebt ihre ersten sexuellen Erfahrungen und Ekstasen. Als sie feststellt, ...

Die siebzehnjährige Brynhild arbeitet in Norwegen auf einem Hof als Aushilfskraft. Sie verliebt sich in den Sohn des Hofherren und erlebt ihre ersten sexuellen Erfahrungen und Ekstasen. Als sie feststellt, dass sie schwanger ist, sieht sie sich in der Zukunft an der Seite des Mannes, den sie über alles liebt. Dieser reagiert aber ganz anders, schlägt Brynhild und sie verliert das Kind. Verzweifelt wendet sie sich zunächst an ihre Eltern und von dort an ihre Schwester in den USA. Auch hier ist ihr Glück nur von kurzer Dauer und es reift etwas in ihr, was noch einigen Männern zum Verhängnis werden soll.

Der Klappentext von "Meine Männer" klang sehr ansprechend und gerade die angekündigte einzigartige Sprachkraft der norwegischen Autorin Victoria Kielland hat mein Interesse geweckt. Ich bin daher mit einer hohen Erwartungshaltung in das aus meiner Sicht gelungen und wertig gestalte Buch gestartet und war zunächst auch sehr angetan. Victoria Kielland erzählt die Geschichte in einem an einigen Stellen durchaus poetisch wirkenden Schreibstil, war aber auch ein wenig gewöhnungsbedürftig. Mehr gestört hat mich aber, dass die Autorin für mich nur an der Oberfläche blieb, als sie über das bemitleidenswerte Schicksal der jungen Norwegerin Brynhild berichtet hat. Die wirklichen inneren Konflikte einer Person, die sich zur ersten Serienmörderin in den USA entwickelt, bleiben unerwähnt und die Erzählung beschränkt sich auf die Anreihung von Bekanntschaften die nach den ersten sexuelle Kontakten mit dem Tod der Männer enden. Ich hatte schon ein wenig mehr Tiefgang erwartet, so dass mich das Buch auch nicht wirklich fesseln konnte.

Insgesamt bin ich schon ein wenig enttäuscht, auch wenn "Meine Männer" ein Erzähltalent der norwegischen Autorin mehr als nur andeutet. Ich glaube, dass hier sicherlich noch deutlich mehr möglich gewesen wäre und würde daher sicherlich noch einmal ein Buch aus der Feder von Victoria Kielland lesen. Insgesamt bewerte ich den Roman mit drei von fünf möglich Sternen.

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Veröffentlicht am 26.08.2023

Dystopie mit Luft nach oben

London Black
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Im Jahre 2027 ereilt die Stadt London ein schrecklicher Terroranschlag. Die Stadt wurde mit einem Nervengift überzogen, welches 10% der Bevölkerung das Leben kostete. Die Vulnerablen konnten nur mit einem ...

Im Jahre 2027 ereilt die Stadt London ein schrecklicher Terroranschlag. Die Stadt wurde mit einem Nervengift überzogen, welches 10% der Bevölkerung das Leben kostete. Die Vulnerablen konnten nur mit einem sehr raren und kostspieligen Medikament am Leben gehalten werden. Dieses Glück hatten nur wenige der Betroffenen, unter anderem DI Lucy Stone. Zwei Jahre später bekommt sie die Chance für sich selbst eine Rechtfertigung zu erarbeiten, zu den Ausgewählten zu gehören. Der Forscher Flinders Cox, der an einem Antidot zur Rettung der restlichen Vulnerablen arbeitete, wurde ermordet und Cox leitet die Ermittlungen. Hier handelt es sich aber um einen Wettlauf mit der Zeit, da das bisherige Medikament an Wirkung verliert...

Mit "London Black" hat Jack Lutz einen dystopischen Roman veröffentlicht, der einen beängstigenden Blick in eine mögliche Zukunft wirft. Er erzählt die Geschichte in einem etwas sperrigen Schreibstil, der zu beginn aus meiner Sicht gewöhnungsbedürftig war. Der Lesefluss wurde durch eingeschobene Gedanken der Protagonisten, welche kursiv gedruckt wurden, für mich immer wieder gestört. Nichts desto trotz baut Jack Lutz durchaus ein realistisches Szenario um den zerstörerischen Terroranschlag auf, was dem Buch einen sehr düsteren Hintergrund verleiht. Der Spannungsbogen wird mit dem Tod des Forschers klassisch zu Beginn des Buches aufgebaut und über die Ermittlungen über die gesamte Länge des Romans aufrecht gehalten. Gerade der Mittelteil beinhaltete allerdings für mich einige Längen, die es zu überwinden galt. Das Finale liefert zwar eine nachvollziehbare Auflösung, lies bei mir aber einige Fragen offen.

Insgesamt konnte mich "London Black" nicht überzeugen. Grundsätzlich handelt es sich beim Grundaufbau der Geschichte um eine tolle Idee und dem Autor gelingt es auch eine entsprechend bedrückende Atmosphäre aufzubauen. Die Protagonisten hingegen waren aus meiner Sicht ein wenig schwach charakterisiert, so dass es mir schwer fiel, eine Bindung aufzubauen, auch die offenen Fragen in der Auflösung sorgen bei mir für eine Bewertung von lediglich drei der fünf möglichen Sterne.

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