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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.09.2023

Mutige Frauen

Eifelfrauen: Das Haus der Füchsin
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Brigitte Riebe Eifelfrauen Das Haus der Füchsin Wunderlich 2023

Das Buch Eifelfrauen spielt in der Zeit von 1920 bis 1938. Johanna Fuchs, eine Fabrikantentochter aus Trier, erbt das Haus ihrer vermeintlichen ...

Brigitte Riebe Eifelfrauen Das Haus der Füchsin Wunderlich 2023

Das Buch Eifelfrauen spielt in der Zeit von 1920 bis 1938. Johanna Fuchs, eine Fabrikantentochter aus Trier, erbt das Haus ihrer vermeintlichen Tante, dem schwarzen Schaf der Familie. Ihre „Eltern“ wollen nicht, dass sie das Erbe annimmt. Johanna ist neugierig und wohnt „Probe“ in dem Haus, füttert die Tiere, lernt selbst zu waschen, den Haushalt zu machen und sich selbst zu finden. Sie ist künstlerisch begabt, was sie noch nicht wusste.

Ich kannte die Autorin Brigitte Riebe von den Ägyptenbüchern, die ich früher sehr gerne und oft gelesen habe. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, als ich bei Instagram, durch Helgas Bücherparadies, das Buch Eifelfrauen – Das Haus der Füchsin gewonnen habe. Samt tollen Lesezeichen und einer wunderschönen Fuchsbrosche.

Der Schreibstil von Brigitte Riebe gefällt mir, so war ich gleich – per Kopfkino – in dem Buch. Es hat mich mitgerissen, so dass es in der üblichen Zeit ausgelesen war. Ich mag die Protagonisten, sie sind gut gezeichnet bzw. beschrieben. Vor allem Johanna und ihre Mutter sind meine mutigen Lieblinge. Ich habe mitgelitten. Es wurde sehr gut skizziert, wie aus einer reichen Fabrikantentochter eine junge Frau wurde, die ihr Leben allein bestreitet und ihren Unterhalt selbst verdient. Zugleich ist das Buch irgendwie humorvoll und so konnte ich einige Male herzhaft lachen. Die Zeit wurde sehr gut porträtiert, so dass ich alles gut nachvollziehen konnte. Vor allem die Zeit der Geldentwertung und die Nazizeit.

Die Farben des Covers passen gut in die historische Zeit. Toll fand ich das Inhaltsverzeichnis der wichtigsten Figuren. Insgesamt gesehen, finde ich das Cover nicht so gut, weil die Johanna im Buch ganz anders aussieht und die Frau auf dem Cover – für meinen Geschmack - zu modern ist.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
„Eifelfrauen - Das Haus der Füchsin“ ist ein sehr einfühlsamer, mit einer Portion Humor versehener Roman. Dazu gefielen mir das Historische und die Protagonisten, so dass ich mir alles gut vorstellen konnte.
5 Feensternchen.

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Veröffentlicht am 29.09.2023

Akzeptiert werden

Endlich frei! Der queere Coming-out-Ratgeber
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Marco Schättin Endlich Frei der queere comming out ratgeber humboldt 2023



Marco Schättin hat den queeren Coming-out-Ratgeber: Endlich frei! Geschrieben. Es gibt viele Geschichten von Leuten, die zur ...

Marco Schättin Endlich Frei der queere comming out ratgeber humboldt 2023



Marco Schättin hat den queeren Coming-out-Ratgeber: Endlich frei! Geschrieben. Es gibt viele Geschichten von Leuten, die zur queeren Community gehören. Dazu gibt es noch Tipps.

Die meisten Seiten handeln von Menschen, die von ihrem Coming Out berichten. Da ich mehrere liebe Menschen im Bekanntenkreis habe, die zu dieser Community gehören, habe ich mich bei Lovelybooks auf dieses Buch beworben. Wobei ich mich manchmal frage, ob wir nicht alle irgendwie quer sind?! Ich akzeptiere alle Menschen, allerdings wollte ich sie besser verstehen lernen. Dank diesem Buch habe ich mich mehr damit befasst, als je zuvor.

Ich finde es gut, dass es solche Bücher gibt, auch wenn ich es schade finde, dass es solche Bücher geben „muss“. Das Cover ist wunderschön und passt klasse zu diesem Buch. Die Geschichten der Menschen die von ihrem Coming out erzählen, fand ich sehr interessant. Vor allem, weil sie sich oft mehr Gedanken machten und es besser ankam, als sie sich vorstellen konnten. Dieses Sachbuch ist schön und unterhaltsam geschrieben. Man kann es gut lesen und wird gut informiert.

In unserem Land wird meist in normal und nicht normal unterschieden. Aber was ist normal? Eigentlich ist das die Definition für die Leute, die in der Mehrheit sind. Aber sagt das was über ihren Charakter aus? Nein! Ich beurteile die Menschen nach ihrem Benehmen den Menschen gegenüber und dem Charakter der Menschen. Da ist es mir egal, welcher Community sie angehören, ob sie queer sind oder nicht. Mein Eindruck ist, dass queere Menschen meist etwas sensibler und freundlicher sind, als andere. Bei manchen Menschen, wie Alfred Biolek sah man das nicht und bemerkte es auch nicht an Anhieb. Für andere, wie z.B. Dirk Bach, scheint es eine Art Markenzeichen (gewesen) zu sein.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Ein tolles Buch, das ich jemandem weitergebe, dem es hoffentlich hilfreich zur Seite steht. 5 Feensternchen.

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Veröffentlicht am 29.09.2023

Borkum Krimi mit Lokalkolorit

Mordseebrand
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Emmi Johannsen Mordsee Brand Ein Borkum Krimi Lübbe 2023


Als die Bimmelbahn entgleist, kauft Caro grad in der Drogerie ein. Sie hört Lärm und versucht ihren Hund loszumachen, weil die Bahn auf sie zukommt. ...

Emmi Johannsen Mordsee Brand Ein Borkum Krimi Lübbe 2023


Als die Bimmelbahn entgleist, kauft Caro grad in der Drogerie ein. Sie hört Lärm und versucht ihren Hund loszumachen, weil die Bahn auf sie zukommt. Glücklicherweise passiert ihr dann nicht noch mehr. Aber der Lokführer ist tot und ein paar Fahrgäste geschockt. Caro Falk und Jan Akkermann ermitteln im vierten Fall…

Band Eins der Serie kannte ich, damals wusste ich noch nicht, dass Emmi Johannsen das Pseudonym von Christine Drews ist. Von ihr kannte ich bis dahin nur einen super Münsterkrimi. Das Debüt der Borkum-Krimis fand ich interessant, aber nicht so megatoll.

Das Buch fängt gleich so brisant an. Mit dem Bimmelbahnunfall, dem Schietwetter, Caros Problemen ihren Hund Aila loszumachen und dem toten Lokführer. Gleich zu Anfang hat es so viel Lokalkolorit, dass man sich vorstellen kann, dass man auf einer Insel ist. Was mir sehr gut gefällt, in vielen anderen (vor allem Fehmarnkrimis) gibt’s nicht mal so viel Lokalkolorit im ganzen Buch. Da ich noch nie auf Borkum war, klingt es für mich authentisch.

Auch das Cover ist schön und scheint ein Bild von der Insel Borkum zu sein. Es passt wunderbar. Innen ist ein gemaltes Bild von der Insel mit den Stationen, die für den Krimi wichtig sind. Jedes Kapitel fängt mit einer Möwe an. Eine Eins mit Sternchen.

Dieses Mal war mir Caro sympathischer. Nils – ihr Ex- kommt zu Besuch. Der, der ihr in Band 1 die Bankkarte gesperrt hatte, obwohl sie sich und ihren gemeinsamen Sohn Justin ja durchbringen muss. Dieser Nils versucht Jan – Caros besten Freund und Ermittlungskumpel – zu vergraulen. Das „private“ Ende zwischen den Dreien ist lustig. Da möchte man gleich in Band 5 einsteigen und gucken, was denn die Beiden dazu sagen. Justin zettelt eine Schlägerei an, was Caro nicht recht ist, aber er verteidigt sie ja. Da kommt wieder der Lokalkolorit hervor – kleine Insel – Dorf-wo-sich-jeder-kennt. Dass aber Hinnerk nichts gesagt hat, und Caro vorgewarnt hat, fand ich schade. Er hatte wohl ein schlechtes Gewissen.

Der Krimi ist auch sehr spannend. Mit dem Prolog und immer wieder zwei, drei Seiten, wo der Mörder Selbstgespräche führt. Irgendwann hätt ich wissen müssen, wer es ist. Doch leider habe ich das nicht herausbekommen. Auch dann den Verdacht auf einen falschen Toten zu streuen, fand ich sehr gut gemacht. Für mich war es sehr spannend. Ich fand es dann schade, aber auch sehr plausibel.
Also ich denke, es sollte ein Cosy Crime sein, da wünsche ich mir noch ein bisschen Humor. Das ist aber das Einzige, was ich bei diesem Krimi kritisieren kann.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Ein sehr spannender Krimi, mit viel Insel-Lokalkolorit und sympathischen, authentischen Charakteren. 5 Feensternchen.

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Veröffentlicht am 16.09.2023

Hauptmann Dominik Dornach und seine Frauen

Solothurn hüllt sich in Schweigen
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Christof Gasser Solothurn hüllt sich in Schweigen 2023


DD hat wieder einen sehr spannenden Fall. Vanessa Kurth, die Informantin der Polizei, wird tot aufgefunden. Der hinterbliebene Kater benötigt einen ...

Christof Gasser Solothurn hüllt sich in Schweigen 2023


DD hat wieder einen sehr spannenden Fall. Vanessa Kurth, die Informantin der Polizei, wird tot aufgefunden. Der hinterbliebene Kater benötigt einen neuen Dosenöffner. Die Kollegen entscheiden sich - zur Freude von Pia, die sich schon lange eine Katze wünscht - für DD. Natürlich kannte Pia Vanessa. Und so ist sie gleich mittendrin in den Ermittlungen.

Der Schreibstil ist so klasse, dass ich gleich per Kopfkino im Buch war und feierte ein wunderbares Wiedersehen mit den Protas. Pia und Jana sind meine beiden absoluten Lieblinge. Wobei ich auf Jana sehr lange warten musste, bis ich begriffen hatte… ähm ja, das solltet ihr selber lesen! Auch Angela war wieder da, dafür gab es eine neue Staatsanwältin, die mit ihrem Sohn Ronnie eingeführt wurde. Pia lernte ihn unabhängig davon kennen und fand ihn sofort sympathisch. Was natürlich gut in die Geschichte passt. Jedenfalls mit den Protas hatte ich wieder meinen Spaß und war sehr begeistert, vor allem von den Frauen in dem Krimi. Das ist eigentlich umso erstaunlicher, weil der Autor ja ein Mann ist.

Der Lokalkolorit war natürlich auch enthalten, viel geschichtliches, allerdings ging das bei mir unter, weil es so viel Spannendes mit sooooo vielen Charakteren gab. Sehr viele neue und viele Alte. Da wünscht man sich ein Inhaltsverzeichnis, aber dann wäre Jana, nicht vertreten gewesen. Oder zwei mal.

Der Krimi selber ist wieder mit viel Kritik an der Politik. Der Autor bringt es klar auf den Punkt, dass die Politik total versagt. Auch mit hochaktuellen bzw. brisanten Themen, wie dem Krieg in der Ukraine, Mafia, deutsch-arabische Clankriege, Drogen und Umgang mit Frauen im Bordell. Es scheint auch alles sehr gut recherchiert zu sein, denn es klingt glaubwürdig und es passt alles ausgezeichnet zusammen. Der Autor hat einen kontinuierlichen Spannungsbogen, der in ein brisantes und perfektes Highlight mündet, bei dem man die Luft anhalten muss, weil es dann doch „Tote“ geben muss und man es als Leser nicht möchte. Danach ist man aber wieder total begeistert vom Ausgang der Geschichte. Mehr möchte ich nicht verraten.

Das Emons-Cover ist sooooooooooooooo toll.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
10 Feensternchen für diesen tollen, spannenden, Schweizer Emonskrimi von Christof Gasser.

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Veröffentlicht am 15.09.2023

Kochen im Backofen find ich cool

Kochen mit Christina
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Christina Bauer Kochen mit Christina Löwenzahn 2023

Christina hat mich ja schon mit einem ihrer Backbücher überzeugt, dass wir ständig nutzen, um Brot zu backen. Nun hat sie uns mit einem Buch überrascht, ...

Christina Bauer Kochen mit Christina Löwenzahn 2023

Christina hat mich ja schon mit einem ihrer Backbücher überzeugt, dass wir ständig nutzen, um Brot zu backen. Nun hat sie uns mit einem Buch überrascht, in dem sie im Backofen kocht. Was für eine geniale Idee.

Es gibt einige Sachen, die habe ich bisher nicht im Backofen gemacht, zum Beispiel Knödel, aber es ist deutlich eine Alternative, weil man nebenher immer was anderes tun kann, wenn man Sachen im Backofen hat. Milchreis im Backofen ist für all jene, denen die Milch immer verbrennt auf dem Herd, von daher ist es eine gute Idee. Es dauert halt viel länger.

Am meisten hat mich das Spätzlerezept auf Seite 100 überrascht. Oh nein, man macht das nicht im Backofen, aber ich hatte es schon befürchtet. Dafür kann man Reis im Backofen machen. Das ist genial. Es dauert zwar mit 30 bis 40 Minuten länger, aber ich finde das total praktisch, so bleibt der Herd sauber.

Mir gefällt der Schopfbraten (Seite 82), weil man da die Kartoffeln direkt im Ofen mitkocht. Das Roastbeef Seite 89 und der Salat auf Seite 161 finden wir toll. Ich hätte das nie ausprobiert zu machen, aber dank Christinas Kochbuch, suuuuper. Auch die gefüllten Pizzastangen auf Seite 171 gefallen uns total. Seite 107 die Quetschkartoffeln machen wir nun öfters. Das knusprige Knoblauchbrot auf Seite 112 hat uns auch überzeugt. Auf Seite 118 kommt mein neues Lieblingsrezept Tomatensuppe aus dem Ofen, so einfach, aber megalecker. Vor allem zügig zubereitet und man hat danach eine saubere Küche. Und sooooooo lecker. Auf Seite 126 kommt das Speckknödelrezept. Bisher haben wir die immer im Topf gemacht und ich war skeptisch, aber das geht und so lecker.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Das Buch Kochen mit Christina von Christina Bauer aus dem Löwenzahnverlag hat mich total positiv überrascht und ich hab megaviele neue Anregungen gefunden. 10 Feensternchen für das Behalti.

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