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Veröffentlicht am 29.09.2023

Not so Big in Japan

Die Melodie von rotem Ahorn
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Für Nick ist es eine unliebsame Dienstreise, die ihn unerwartet in das Heimatland seiner Mutter führt. Neuland, neues Land, eine unbekannte Sprache, eine unbekannte Vergangenheit. Nagoya, eine Millionenstadt, ...

Für Nick ist es eine unliebsame Dienstreise, die ihn unerwartet in das Heimatland seiner Mutter führt. Neuland, neues Land, eine unbekannte Sprache, eine unbekannte Vergangenheit. Nagoya, eine Millionenstadt, so weit weg von zuhause. Dennoch sieht Nick auch die Chance, die sich ihm bietet. Eine Chance, mehr zu erfahren und ein wenig mehr zu sich selbst zu finden.

Lisa hingegen hat den Weg in dieses Land völlig frei gewählt. Sie will ihren Master in Biochemie abschließen und hat dank der Uni auch guten Anschluss gefunden. Doch ihr Weg hat sie auch weg geführt aus ihrem bisherigen Leben.

2 aus 2,2 Millionen und der freie Lauf des Schicksals.

"Die Melodie von rotem Ahorn" bietet eine Reise in das Land der aufgehenden Sonne. Zwischen bekannten Gerichten und Gerüchten lernt der Leser auch kulturelle Besonderheiten kennen und so etwas mehr Einblick und Verständnis für Land und Leute.

Über den kompakten Reiseführer hinaus knüpft der Autor aus wenigen Gemeinsamkeiten der Protagonisten das Netz einer umfangreichen Geschichte. So findet sowohl Nicks Leben seinen Platz, als auch Lisas Story und die Verbindung der beiden. Mit mal komödiantischen, mal ernsthaften Episoden vergeht Seite um Seite zügig.

Auch charakterlich sind Lisa und Nick sehr verschieden, irgendwie dienen die beiden sich auch gegenseitig als "Reiseführer". Ich denke durch die Unterschiede findet man in dem einen oder anderen Charakter sich ein bisschen selbst wieder, was es einfach macht, einen Zugang zur Geschichte zu bekommen.

Mir hat die Kombination aus persönlicher Komponente und Ländernote gefallen und ich fand auch die Verknüpfung gelungen, die wohl auch dazu geführt hat, dass das innere - ich nenn es mal - Gesicht der beiden durchkommt.

Ich würde das Buch insbesondere für Leser empfehlen, die gerne einen Geschichte wollen, die auf Augenhöhe stattfindet. Also im Sinne davon, dass die zwei Hauptdarsteller gleichberechtigt Input liefern.

Btw: manchmal kommt man weiter, wenn man sich einfach treiben lässt ;)

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.10.2023

Business as usual

Alaskan Boss - Plötzlich verlobt
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Isabelle ist auf dem Weg in die Wildnis. In einem Flugzeug. Bei Temperaturen bei denen die Hölle zufrieren könnte. Ihr Ziel: Alaska. Captivity. Mitten im Nirgendwo.

Das Schicksal hat seinen Lauf genommen, ...

Isabelle ist auf dem Weg in die Wildnis. In einem Flugzeug. Bei Temperaturen bei denen die Hölle zufrieren könnte. Ihr Ziel: Alaska. Captivity. Mitten im Nirgendwo.

Das Schicksal hat seinen Lauf genommen, denn sie sitzt nun an der Seite von Trace Shanahan, ihrem neuen Mandanten, in dessen Maschine mit Anflug auf den örtlichen Flughafen. Oder eher vielleicht eher Flughäfchen.

Mit dem Fall, dessen Stimmung mit einem Brummbären zu vergleichen ist, fällt es ihr sichtlich schwer der Situation etwas positives abgewinnen zu können. Wäre nicht irgendwo im Hinterkopf ihre Chance auf eine Partnerschaft in der Kanzlei, für die sie arbeitet. Nach Stunden der Qual endlich wieder auf sicherem Boden nimmt das eigentliche Chaos erst richtig Fahrt auf und die Peinlichkeiten auf den ersten Metern sind weit von der Spitze des Eisberges entfernt.

"Alaskan Boss" wirkt auf den ersten Blick nicht wie eine brandneue Geschichte. Karrierefrau landet in der Einöde, mit unumgänglichen Umgang mit eigenbrötlerischem Einheimischen. Schon zu Beginn schafft es die Geschichte um Izzy und Trace aber, mit viel Fantasie und Humor, den Leser abzuholen und in die Welt aus Schnee und Eis zu entführen. Der Humor hat dabei so viel Energie, dass es nicht nur für Schmunzler sondern Lacher reicht. Die Autorin schafft es durch die eingebrachten Beschreibungen, ein Bild des Örtchens zu zeichnen und bietet mit allerhand detaillierten Nebendarstellern ein gutes Rundumpaket.

Insbesondere Trace trägt sein eigenes Paket an Ballast und macht es Izzy nicht einfach, auf den Fall konzentriert zu bleiben. Zwischen den kalten Füssen und heißen Gedanken verstecken sich in diesem Buch aber auch einige wichtige Lebenshilfen, die der ein oder andere Leser vielleicht mitnehmen kann. Wenn er sie denn erkennt. 😉

Das Buch ist trotz des Umfangs schnell zu lesen und wird auch nicht zäh oder spielt mit permanentem Stimmungswechsel.

Als Lesezeit bietet sich der Winter an, aber man kann ja auch bei 35 Grad Abkühlung gebrauchen. 😄

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  • Handlung
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  • Gefühl
Veröffentlicht am 27.12.2024

Wenn das Licht den Schatten trifft

Ivy und die Magie des Poison Garden
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Ivy ist im Modus "bockiger Teenie". Denn ihre Mutter hat sie aufgrund ihrer beruflichen Reisen zu ihrem Großvater in dessen weit abgeschiedenes Domizil abgeschoben. Natürlich freut man sich da wahnsinnig ...

Ivy ist im Modus "bockiger Teenie". Denn ihre Mutter hat sie aufgrund ihrer beruflichen Reisen zu ihrem Großvater in dessen weit abgeschiedenes Domizil abgeschoben. Natürlich freut man sich da wahnsinnig drüber, wenn dann auch noch der Handyempfang einen auslacht. Einziger Lichtblick bei ihrem herrischen, grantigen Opa ist Finn, ein Junge aus der Gegend, der hin und wieder im Garten aushilft. Garten, Garten... da war ja was. Nicht nur das Herrenhaus hat etwas mystisches an sich, auch der Garten birgt scheinbar eine Vielzahl von Geheimnissen. Doch während ihr Großvater sie eingehend darauf hinweist, dass sie dort nichts zu suchen hat, ist ihr als würde der Garten selbst eine andere Meinung haben.

Zunächst besticht "Ivy und Magie des Poison Garden " durch eine kreative Verpackung. Die Illustratorin bietet bereits beim ersten Blick eine Vorschau auf die Bandbreite der Geschichte. Auch im Buch wartet eine Vielzahl liebevoller, detailreicher Sehenswürdigkeiten auf den Leser.

In der Geschichte selbst war es für mich ein Ausflug in verschiedene, bekannte Anekdoten mit einer ordentlichen Portion eigener Fantasie. Mit Finn an ihrer Seite erkundet Ivy sowohl das Anwesen als auch viele der Geheimnisse um Carlton Manor. Nicht nur Freundschaft und Familienbande sind zentrale Themen des Buches, auch der Umgang mit Tier- und Pflanzenwelt findet seinen Platz. Das Abenteuer, das die Geschichte umhüllt, ist keineswegs dem vielleicht ersten Eindruck nach ein einschlägiges Kinderbuch. Die Komplexität der Geschichte sowie deren Ausläufer bieten in jedem Fall für Jugendliche älter als 10 Jahre genügend "Wohlfühlatmosphäre". Und auch Erwachsene dürfen sich über ausreichend altersgerechten Input freuen.

"Ivy und die Magie des Poison Garden" bietet somit das Potenzial, als Familienlektüre Groß und Klein mit einer fantasievollen, abenteuerreichen Reise zu begeistern. Neben dem Stempel der Autorin bietet das Buch zugleich einiges an Allgemeinwissen, so dass auch auf spielerische Weise mehr als nur die Geschichte hängen bleibt.

Der Titel ist für mich somit eine klare Empfehlung an eine große Bandbreite Leser, wenn sie sich denn ihrer Fantasie hingeben wollen 😉

Es handelt sich um den ersten Band einer Reihe, der aber auch alleinstehend gelesen werden kann.

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  • Fantasy
Veröffentlicht am 03.09.2023

Family Portrait

Love and Hockey: Jack & Penny
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Jack hat gerade erst wieder den Kontakt zu seinen Geschwistern zurück bekommen, doch heitere Familienwelt gibt es noch lange nicht.

Ein Lied, das auch Penny singen kann. Immer der Außenseiter in der Familie, ...

Jack hat gerade erst wieder den Kontakt zu seinen Geschwistern zurück bekommen, doch heitere Familienwelt gibt es noch lange nicht.

Ein Lied, das auch Penny singen kann. Immer der Außenseiter in der Familie, nie gut genug, die Erwartungen nicht erfüllt, peinlich, umgezogen... Die Rückkehr aus Südamerika fällt ihr schwer.

Ein bisschen Ablenkung findet sie in dem attraktiven jungen Mann, der sie das letzte Stück ihrer Reise begleitet. Nicht ahnend, dass es kein kurzes Stelldichein sein soll.

Neben den Auseinandersetzungen nach außen bringen auch die eigenen Dämonen Jack & Penny an ihre Grenzen. Blöd nur, wenn man sich keine Schwäche leisten kann, ohne Angriffsfläche zu bieten. Doch wie wird man dieser Bürde Herr? Und was, wenn der einzige Mensch der dich verstehen kann, nur dein Mitarbeiter ist? Wie weit willst du gehen, um dein Ziel zu erreichen? Und was ist es eigentlich, dein Ziel?

Im dritten Band von Love and Hockey, wird altbekannt mit neu kombiniert. Während Jack langsam seinen Platz findet, spült es Penny als Besitzertochter neu ins Spiel. Ein gewisser Schlagabtausch darf wie in den anderen Bänden und wie natürlich auch die sportliche Komponente nicht fehlen. 😄 Allerdings wird die Finger-weg-Beziehung auf eine neue Ebene gestellt. Neben tiefgründigen Einblicken in die Leben der Protagonisten gibt es auch wieder einiges amüsantes. Spaß macht der Band auf alle Fälle, wenngleich ich auf eine tierische Anekdote wirklich hätte verzichten wollen. 😬

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Veröffentlicht am 25.08.2023

A little more action Baby

Love and Hockey: Matt & Maddie
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Nachdem Maddies Schwester beim örtlichen Eishockeyteam angeheuert hat, kommt Maddie unfreiwillig in den Genuss selbige kennenzulernen. Maddie wollte eigentlich nur Möbel. Aus einer unverhofften Begegnung ...

Nachdem Maddies Schwester beim örtlichen Eishockeyteam angeheuert hat, kommt Maddie unfreiwillig in den Genuss selbige kennenzulernen. Maddie wollte eigentlich nur Möbel. Aus einer unverhofften Begegnung wird eine Freundschaft und als Maddie eine Hand in der Not braucht, ist Matt zur Stelle. Doch irgendwie sieht Maddie mehr als andere und würde bald gerne das Farbspektrum verstellen. Matt ist sorglos und frei von Verpflichtungen. Und doch gibt es da einiges außerhalb seiner Reichweite, das augenscheinlich nicht zu ihm passt.

Als zweiter Teil von Love and Hockey ist "Matt&Maddie" für mich harmonischer als der erste Band. Wenn mir auch hier die männliche Rolle wieder besser gefällt als die weibliche, deren Motive und Handlungen ich nicht immer nachvollziehen kann. Die Story um die Story ist originell und mit einigen pfiffigen Nebencharakteren gespickt. Irgendwie kann man sich die Geschichte auch gut als Serie oder Film vorstellen. Mir hat sie jedenfalls gut gefallen, wenn auch ein bisschen wohl anders aus meiner Feder gekommen wäre. :D

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