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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.11.2017

Coming of Age vor Horrorkulisse

Palast der Finsternis
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„Hier unten klingt die Stille anders. An der Erdoberfläche ist Stille etwas Großes, Volles. […] Hier ist die Stille verschlossen und gespannt.“ (S. 147)

Zusammenfassung. Eine Gruppe Jugendlicher, eine ...

„Hier unten klingt die Stille anders. An der Erdoberfläche ist Stille etwas Großes, Volles. […] Hier ist die Stille verschlossen und gespannt.“ (S. 147)

Zusammenfassung. Eine Gruppe Jugendlicher, eine Reise nach Frankreich und ein unterirdischer Palast, damit beginnt Stefan Bachmanns „Palast der Finsternis“. Doch was darauf folgt, das überrascht jeden einzelnen der Beteiligten: Hinter den Türen des Palastes lauern Fallen und sehr bald weiß niemand mehr, wem er trauen kann, und wie er aus diesem Palast der Finsternis entkommen soll.

Erster Satz. Ich hörte, wie es gebaut wurde, Vaters geheimes Versailles, ein Palast unterhalb eines Palastes, ein Reich aus Gold und Kristall, verborgen in den Wurzeln Frankreichs.

Cover. Das größte Plus des Covers ist die schicke, glänzende Optik. Abgesehen davon ist das Bild vor allem ein Traumbild, dessen Zusammenhang mit dem Inhalt des Romans sich mir nicht so ganz erschließt. Aber hübsch ist es!

Inhalt. Bis die Geschichte wirklich richtig in Gang kommt, dauert es zugegebenermaßen eine Weile – dann jedoch ist sie spannend, rasant und jedes Kapitel endet so, dass man auf keinen Fall jetzt schon aufhören kann, sondern auf jeden Fall wenigstens noch ein Kapitel lesen muss. Das erinnert fast ein wenig an die Serien dieser Zeit, die uns nach jeder Episode in der Überzeugung zurücklassen, dass wir noch weiterschauen müssen, um das nächste Geheimnis zu lüften.
Ein wenig zu sehr erinnert der Aufbau des Buchs und Palastes, einige Fallen und einzelne Szenen an Das Phantom der Oper und Filme wie Cube, Resident Evil oder Der Exorzist, aber man kann das Rad ja nicht immer wieder neu erfinden. Und wenn man darüber hinwegsieht, dann hat man mit dem Palast der Finsternis wirklich spannenden Jugendhorror, den man eigentlich nur ungern wieder aus der Hand legen möchte.

Personen. An den Figuren wird vielleicht deutlich, dass das Buch ein Jugendbuch ist: Besonders Anouk, aus deren Perspektive wir einen Großteil der Geschichte erleben, hat einen ausgeprägten Hang zum düster Gucken, der Überzeugung, dass niemand es so schwer haben kann wie sie selbst, und zu dem Gefühl, alles zu wissen. Mein Lieblingssatz in dem Zusammenhang: „Hast du das gehört, Bruder? Du bist tot. Anouk hat es gesagt, und sie weiß alles.“ (S. 336)
Aber vielleicht sind diese Überzeugungen das Privileg von Teenagern und man muss darüber etwas mehr hinwegsehen, als es mir gelungen ist. Und Anouks zynisches, sarkastisches Verhalten in akuten Gefahrensituationen hat uns auch mehr als einmal zum Lachen gebracht.
Ein weiteres Manko: Eine der Figuren ist derartig überflüssig, dass man ihre Existenz beinahe optischen Gründen mit Blick auf eine Verfilmung zuschieben möchte. Wer das Buch schon gelesen hat, sollte darauf kommen können, um wen es geht – allen anderen möchte ich das an dieser Stelle nicht verraten.

Fazit. Auch wenn der Palast der Finsternis kein Wunderwerk an innovativen Ideen ist, auch wenn die ein oder andere Figur mich bisweilen sehr tief hat durchatmen und das Buch einen Moment zur Seite legen lassen, ist es empfehlenswert für jeden, der Lust auf ein kleines bisschen Coming of Age vor spannender, nahezu filmisch anmutender Horrokulisse hat.

Veröffentlicht am 11.09.2017

Als Bilderbuch gut, als Kochbuch weniger

It's Market Day
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Das Buch. „It’s Market Day“ ist ein großes Bilder-Geschichten-Kochbuch, das nicht nur aufs Kochen Lust macht, sondern auch darauf, die verschiedensten Märkte zu besuchen und Menschen kennen zu lernen.
In ...

Das Buch. „It’s Market Day“ ist ein großes Bilder-Geschichten-Kochbuch, das nicht nur aufs Kochen Lust macht, sondern auch darauf, die verschiedensten Märkte zu besuchen und Menschen kennen zu lernen.
In jedem Kapitel, das je einen der großen Märkte Europas behandelt, bekommen wir zuerst in Textform einen Eindruck, der von Marktfotos unterstützt wird; schließlich dann gibt es einige zum Teil landesspezifisch inspirierte Rezepte.

Die Aufmachung. Das Papier, die Zeichnungen und die Fotos sowie auch die Kombination aus den letzten beiden haben mir richtig gut gefallen. Ein Buch, das Märkte thematisiert, hat aber natürlich praktisch schon gewonnen, schließlich ist das Farbenfrohe, das einen Markt so wundervoll macht, auch auf Fotos gut zu erkennen.
Und das Buch riecht so unheimlich fantastisch!

Die Hintergrundgeschichten. Möglicherweise ist „It’s Market Day“ das interessante Kochbuch, das ich je gelesen habe. Die verschiedenen Konzepte einzelner Markthallen wie der Halle Neun in Berlin werden erklärt, sodass man beinahe das Gefühl hat, man läse ein Sachbuch über Märkte – wenn es sich etwas weniger wie eine Dauerwerbesendung anfühlte. Natürlich soll dieses Buch Lust darauf machen, Märkte zu besuchen, aber zwischendurch war mir der gute Mann ein wenig zu überenthusiastisch.
Etwas mehr gestört als das hat mich dann aber der teils etwas hölzerne Stil. Ja gut, es ist „nur“ ein Kochbuch, aber wenn man sich schon extra jemanden ranholt, der die Texte schreibt (wenn ich das hinten im Buch richtig verstanden habe), dann kann der doch auch richtig gute Texte schreiben – oder etwa nicht?

Die Rezepte. Während ich mich zunächst daran gefreut habe, wie viele lecker aussehende Gerichte sich zwischen den gut duftenden Buchseiten finden, bekam meine Freude recht schnell einen Dämpfer. Zum einen sind die Rezepte zum Teil doch sehr aufwändig (es wird wohl nicht passieren, dass ich selbst Bratwürstchen herstelle), vor allem sind die Zutaten aber gar nicht unbedingt so leicht zu besorgen. Ich habe sicherlich eine halbe Stunde suchend im örtlichen Real verbracht und musste ihn dann doch verlassen, ohne alle Zutaten für die Sesam Wings gefunden zu haben.
Den Rest gegeben haben sie mir dann allerdings in der Umsetzung: Die Anweisungen sind zum Teil nicht eindeutig und/oder nicht vollständig, die Schwierigkeitseinteilung erschließt sich mir beim besten Willen nicht und meine bisherigen Umsetzungsversuche waren eher frustrierend.

Fazit. Die Aufmachung dieses Buchs gefällt mir richtig gut, auch die Hintergrundgeschichten über die einzelnen Märkte sind echt gut. Schade, dass mich die Rezepte einfach bisher nicht überzeugen konnten, unabhängig davon, ob es an mir oder an ihnen lag.

Veröffentlicht am 09.06.2017

Was ist Wahrheit, was ist real?

Der Brief
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„Die Realität ist eine Frage der Wahrnehmung, nicht der Wahrheit.“ (S. 51)

Zusammenfassung. Marie lebt ein Leben, das sie liebt, mit der Frau, die sie liebt und eigentlich ist alles ganz wunderbar - bis ...

„Die Realität ist eine Frage der Wahrnehmung, nicht der Wahrheit.“ (S. 51)

Zusammenfassung. Marie lebt ein Leben, das sie liebt, mit der Frau, die sie liebt und eigentlich ist alles ganz wunderbar - bis sie einen Brief bekommt, der scheinbar von ihrer früheren besten Schulfreundin verfasst wurde, jedoch aus einer anderen Realität zu kommen scheint. Wessen Leben ist es, von dem sie Auszüge erfährt, die ihr so fremd und zugleich so seltsam vertraut vorkommen?

Erster Satz. Es war der 26. Mai, als ich den Brief bekam.

Inhalt. Als ich das Buch zum ersten Mal in den Händen hielt, war ich überrascht, weil es mir so schmal vorkam. Ein Blick auf die letzten Seiten bestätigte meinen Eindruck: 220 Seiten sind für einen Roman mit einer solch speziellen Idee nun wirklich nicht besonders viel. Und auch beim Lesen blieb mein kritisches Auge bestehen, denn während mir schon die Idee hinter der Geschichte richtig gut gefallen hat und mich auch ihre Fortführung im Prinzip überzeugen konnte, so blieb die ganze Sache trotzdem weniger spannend als erwartet und weniger intensiv als gehofft. Ich wurde das Gefühl bis zum Ende nicht los, dass die Autorin einen echt guten Einfall gehabt hat und dann wahnsinnig schnell dadurch rauschte, mit welchem Ziel auch immer.
Hinzu kam der Schreibstil, der besonders in den Briefen in meinem Ohr ein wenig hölzern klang (das besserte sich jedoch im weiteren Verlauf); und auch das Ende kam für mich zwar überraschend und dadurch irgendwie cool, ließ mich aber leider trotzdem auch irgendwie unzufrieden zurück. In meinem Kopf war das Buch noch nicht fertig, mir blieben zu viele Fragen offen.
Diese Kritikpunkte konnten durch die wirklich spannende Idee nur teilweise gerettet werden.

Personen. Wirkten neben Marie auch die allermeisten Figuren ganz nett, so fehlte ihnen doch für meinen Geschmack ein Fünkchen Charakter: Ich wurde das Gefühl nicht los, dass sie alle bloß die Bühne boten für die Geschichte, die um Marie und ihr Leben erzählt wurde, und das ist irgendwie schade.
Marie selbst machte diesen Eindruck etwas weniger, allerdings wird auch sie mir wahrscheinlich nicht lange im Gedächtnis bleiben (jedenfalls nicht wegen ihres Charakters).

Lieblingsstellen. „Wie uninspirierend wäre das Leben, hätte es keine Geheimnisse mehr.“ (S. 88)

Fazit. Irgendwann vor kurzem habe ich von einem Krimi geschrieben, der in meinen Augen viel Potential verschenkt hat. Nach der Lektüre dieses Romans weiß ich: Ich hatte keine Ahnung, wovon ich redete.
„Der Brief“ liest sich viel zu schnell weg, was schade ist, weil die Idee mir so gut gefiel. Er lässt Möglichkeiten für spannende Situationen einfach so liegen und sorgt auf die Weise dafür, dass ein spannender Roman beinahe belanglos erscheint.
Allerdings ist mein hartes Urteil durch die hohen Erwartungen beeinflusst, die ich im Vorfeld hatte, und das kann man dem Buch ja nun auch nicht vorwerfen. Und so komme ich insgesamt zu dem Fazit, dass Carolin Hagebölling hier ein Roman mit einer coolen Idee gelungen ist, der noch sehr viel cooler gewesen wäre, wenn er seine Möglichkeiten voll ausgeschöpft hätte.

Veröffentlicht am 23.04.2017

Was, wenn alles ganz anders ist?

Das Buch der Spiegel
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Zusammenfassung. Es beginnt mit dem Manuskript eines gescheiterten Autors und entpuppt sich als verspätete Mordermittlung: Das Buch der Spiegel liefert einen Krimi und verpackt ihn in ungewöhnlich erzählten ...

Zusammenfassung. Es beginnt mit dem Manuskript eines gescheiterten Autors und entpuppt sich als verspätete Mordermittlung: Das Buch der Spiegel liefert einen Krimi und verpackt ihn in ungewöhnlich erzählten einzelnen Episoden. Dabei kann man nie so ganz genau wissen, wer nun lügt und wer die Wahrheit sagt - wie auf der Rückseite schon steht: „Die Wahrheit des einen ist die Lüge des anderen“.

Erster Satz. Ich bekam das Schreiben im Januar, als alle in der Agentur sich noch von ihrem Festtagskater zu erholen versuchten.

Inhalt. Es fällt mir schwer, diesen Roman in eine Kategorie einzuordnen, denn obwohl hier ein Mordfall aufgerollt wird, fehlt ihm die nervenaufreibende Spannung, um ein Krimi zu sein. Ich hatte zwischendurch eher den Eindruck, die Geschichte plätschere so dahin, und häufig lag das Buch eine ganze Weile unbenutzt neben mir, weil ich nicht so begierig darauf war, weiter zu lesen. Das ist irgendwie schade!
Denn auf der anderen Seite gefällt mir die Idee des Romans und auch seine Umsetzung wirklich ausgesprochen gut: Die Erzählweise war mir in dieser Form neu und konnte mich (trotz mangelhafter Spannung) überzeugen.

Personen. Sehr gut gefallen hat mir die wiederkehrende Unzuverlässigkeit der Protagonisten und die Unsicherheiten, wem man glauben kann und wer nur auf seinen eigenen Nutzen aus ist; wer alles preisgibt, was er zu wissen glaubt oder weiß, und wer (mit guten Absichten?) lügt. Etwas anstrengend fand ich jedoch die schiere Masse relevanter Charaktere, die Chirovici dem nichtsahnenden Leser um die Ohren haut. Da hatte ich zwischendurch tatsächlich Schwierigkeiten, dem Handlungsverlauf zu folgen und im Kopf zu behalten, wer nun gleich weswegen von Interesse für die Recherchen und Ermittlungen ist.

Fazit. Leider muss ich sagen, dass ich von diesem Roman mehr erwartet hatte, obwohl ich meine Erwartungen nicht in Worte fassen kann. Die Spannung, das Sitzen auf der Stuhlkante, das nicht-ansprechbar-Sein, all das fehlte mir zu einem wirklich packenden Werk.
Was ich jedoch bekam: Eine faszinierende Geschichte darüber, wie anders Dinge sein können, die wir nur von außen sehen; wie wenig wir zum Teil von außen sehen; und wie falsch das sein kann, was wir aufgrund unserer eigenen Erfahrungen, Gedanken und Ängste in das interpretieren, was wir von außen sehen.

Veröffentlicht am 06.04.2017

Abenteuerliche Flucht

Weit weg ist anders
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„Sie musste sich nicht beeilen, sie musste… Einfach gar nichts.“ (S. 189)

Zusammenfassung. Christel Jacobi und Edith Scholz teilen einige wenige Eigenschaften – beide sind sie nicht mehr die jüngsten, ...

„Sie musste sich nicht beeilen, sie musste… Einfach gar nichts.“ (S. 189)

Zusammenfassung. Christel Jacobi und Edith Scholz teilen einige wenige Eigenschaften – beide sind sie nicht mehr die jüngsten, beide verbringen sie einige Zeit in einer Reha-Klinik auf Usedom – und vor allem teilen sie ihre Abneigung gegenüber der jeweils anderen. Wie es trotzdem passieren kann, dass sie sich plötzlich auf einer gemeinsamen Fahrt quer durch Deutschland wiederfinden, wieso sie dabei mehr als einmal praktisch auf der Flucht sind und wen oder was sie dabei finden? Davon erzählt dieser Roman.

Erster Satz. Die Lampe hing zu hoch und warf mehr Schatten als Licht in den langen Wohnungsflur.

Cover. Häufig ist das Cover nicht besonders spannend und erwähnenswert, in diesem Fall jedoch möchte ich kurz meiner Irritation Worte verleihen: Mir ist nicht ganz klar, was das durchaus hübsche Cover mit dem Inhalt zu tun haben sollte. Vermutlich steht der Bus fürs Verreisen im Allgemeinen und Berliner Sehenswürdigkeiten kann man immer mal zeigen, aber abgesehen davon? Hm. Vielleicht kann mir das ja jemand erklären.

Inhalt. Dieses Buch hätte deutlich vorhersehbarer ausfallen können als es im Endeffekt passiert ist – Story und Charaktere hätten das zweifellos hergegeben. Stattdessen werden wir mitgenommen auf eine Reise quer durch Deutschland, auf der lange nicht alles glatt läuft, an der aber mindestens die beiden Hauptfiguren noch ein ganzes Stückchen wachsen.
Was mich etwas traurig gemacht hat: So ganz rein kam ich irgendwie nicht. Vielleicht lag das daran, dass ich den Eindruck hatte, es gäbe einen Hauch zu viele Zeitsprünge: Dadurch lag der Fokus auf dem, was wirklich wichtig war, doch zwischen durch fehlten mir ein paar Kleinigkeiten.

Personen. Nachdem ich vor kurzem „Meer Liebe auf Sylt“ gelesen habe und leider nicht so begeistert werden konnte, war mir zu Beginn auch hier etwas bang, denn von der Idee her – zwei ältere und sehr gegensätzliche Damen stoßen aufeinander und raufen sich irgendwie zusammen – ist es gar nicht so weit auseinander. Was mir allerdings hier deutlich besser gefallen hat: Obwohl die Charaktere sehr extrem gezeichnet wurden, waren sie glaubwürdig und (weitgehend) nachvollziehbar, ich hatte nicht den Eindruck, in ein wandelndes Klischee zu laufen. Die Zwischentöne veränderten sich etwas subtiler, die Figuren waren nicht so platt wie sie es hätten werden können und vor allem war am Ende nicht alles gut und Friede Freude Eierkuchen.
Trotzdem fiel es mir schwer, mich mit den Charakteren zu identifizieren, und das ließ mich ein wenig unzufrieden zurück. Ich weine sonst IMMER mit den Figuren mit, wieso haben mich diese nicht so gepackt? Keine Ahnung, ehrlich. Oh, und eines noch: Leute, redet miteinander. Das macht vieles so viel einfacher.

Fazit. „Weit weg ist anders“ bietet nette Unterhaltung, die für meinen Geschmack etwas tiefer hätte gehen können, etwas mehr hätte berühren können. Aber ich mochte die Glaubwürdigkeit (trotz der extremen Charakterisierungen!) der Figuren und der Handlung und heutzutage ist es schon viel, wenn ich nicht nach wenigen Seiten von Handlungen und Gedanken der Protagonisten genervt bin.
Also keine uneingeschränkte Leseempfehlung, aber wer vom Klappentext angesprochen wird, der wird wohl nicht enttäuscht werden.