Profilbild von Sunny2908

Sunny2908

Lesejury Star
offline

Sunny2908 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Sunny2908 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.11.2024

Das Chaos wird kommen

Heart & Shadow
0

Rah ist eine Wächterin und wird in die Hauptstadt von Sartin geholt, um der Regierung zu helfen das dortige Chaos zu verringern. Denn seit einiger Zeit gibt es gefährliche Tierwesen, geladen mit chaotischer ...

Rah ist eine Wächterin und wird in die Hauptstadt von Sartin geholt, um der Regierung zu helfen das dortige Chaos zu verringern. Denn seit einiger Zeit gibt es gefährliche Tierwesen, geladen mit chaotischer Energie, die die Stadt und ihre Bewohner angreifen. Als Wächterin hat Rah die Fähigkeit, diese Energie aus ihnen zu ziehen. Nach einiger Zeit trifft sie auf Irin, der sie bittet, ihn auf seiner Reise zu begleiten, aber kann sie ihm trauen? Sie muss es wohl selber herausfinden.

Shina ist keine Wächterin, sie durchläuft die Ausbildung zum Astral, gemeinsam mit ihrer besten Freundin Mae. Doch seit dem Tod ihrer Mutter, verhält sich Mae eigenartig. Sie zieht sich immer weiter zurück. Shina macht sich Sorgen um sie, da ihr Verhalten auch den den Rauswurf für sie bedeuten könnte. Doch dann macht sie eine Entdeckung und stellt ihr gesamtes Wissen in Frage.

Ich war sehr gespannt auf das Buch, da es mein erstes High Fantasy Buch der Autorin ist.
Ich habe etwas Zeit gebraucht, um die Welt zu verstehen, aber danach fand ich sie wirklich interessant.

Die Kapitel wurden abwechselnd aus der Sicht von Rah und der von Shina geschrieben.
Die beiden Perspektiven sind sehr unterschiedlich und verfolgen ihren eigenen Weg.
Mir hat das gut gefallen und die Spannung hat sich dadurch verteilt.
Manchmal waren mir die Kapitel jedoch zu kurz, da es dann schwer war, in eine Perspektive richtig einzutauchen, wenn sie nach fünf Seiten schon wieder zu Ende war. Zum Ende hin wurde das aber zum Glück besser.

Rah ist eine sehr strake Frau und ihre Fähigkeiten sind außergewöhnlich. Ihre ganze Arbeit war ziemlich spannend. Doch auch sie hat ein Geheimnis, das niemand entdecken darf. Sobald sie Irin kennenlernt, fällt ihr das Verstecken noch schwerer.
Irin ist ein verschlossener Mensch und gibt nicht gerne etwas über sich preis, gleichzeitig wirkte er manchmal etwas herablassend und bestimmend.
Das alles zusammen, hat ihn nicht sonderlich sympathisch gemacht, Rah hingegen mochte ich sehr.
Zwischen den beiden entwickeln sich nach und nach Gefühle, die aber für mich nicht immer ganz greifbar waren.

Shina will vor allem ihren sehr strengen Eltern gefallen. Wegen ihnen durchläuft sie ihre Ausbildung zum Astral. Sie lebt das Leben so, wie sie es ihr vorgelebt haben und trifft dadurch Entscheidungen, die sie ohne ihren Einfluss vielleicht nie getroffen hätte.
Mae ist sehr zurückgezogen und auch wenn das mit der Zeit besser wird, hatte ich nie richtig das Gefühl sie zu kennen. Über sie erfährt man, was den Charakter angeht, am wenigsten, dadurch kann man aber auch nichts negatives über ihre Persönlichkeit sagen.

Die einzelnen Handlungsstränge hatten ihre Höhen und Tiefen. Im Mittelteil hat es sich manchmal gezogen und mir sind zu viele Fragen offen geblieben, deren Antworten mir insgesamt mehr Verständnis für die Geschichte gegeben hätten.
Aber die Welt und das Konzept von Wächtern und Astralen, haben mir gut gefallen und ich sehe sehr viel Potenzial für den zweiten Band, den ich auch definitiv lesen möchte.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Fantasy
Veröffentlicht am 10.10.2023

Stürmische Weihnachten

Mord kennt keine Feiertage
2

Nachdem sich Chief Inspector Timothy Smart eigentlich schon im wohlverdientem Weihnachtsurlaub gesehen hat, bekommt er einen dringenden Anruf von seinem Freund Robin Chandler. Dieser bittet ihn nach Crannock ...

Nachdem sich Chief Inspector Timothy Smart eigentlich schon im wohlverdientem Weihnachtsurlaub gesehen hat, bekommt er einen dringenden Anruf von seinem Freund Robin Chandler. Dieser bittet ihn nach Crannock Hall zu kommen, denn dort wittert er ernste Gefahr.
Smart möchte seinem Freund helfen und fährt nach Crannock Hall, ein Anwesen auf einer einsamen Insel, die dem Lord Bainbridge gehört.
Dort wütet bald nicht nur ein Sturm, auch ein Mord sorgt für Unruhe.

Mord kennt keine Feiertage war ein fesselnder Krimi, mit einigen Wendungen.
Wie sowohl der Titel, als auch der Klappentext verraten, spielt das Buch kurz vor Weihnachten.
Dieser Umstand wird auch einige Male erwähnt, aber eine richtige Weihnachtsstimmung kam dennoch nicht auf. Es wirkte eher winterlich. Aber vermutlich ist es auch nicht leicht, solch eine Stimmung aufkommen zu lassen, wenn es hauptsächlich um Mord geht.

Die fehlende Weihnachtsstimmung hat der Geschichte aber nicht geschadet.
Mit Timothy Smart als Protagonisten, wurde es nie langweilig.
Er ist ein schon etwas älterer Herr, aber noch sehr clever und ein guter Inspector.
Seine Art hat dem Buch die manchmal fehlende Leichtigkeit gegeben. Er hat sich nicht verstellt, auch wenn er für manche Eigenarten, komische Blicke zugeworfen bekommen hat.

Bei allen anderen Charakteren hat mir manchmal eine richtige Persönlichkeit gefehlt.
Viele wurden allein durch ihren Beruf definiert, hatten aber sonst wenige Merkmale, anhand derer man sie unterscheiden konnte bzw sie einzigartig erscheinen ließen.
So gab es zum Beispiel zwei Hausmädchen, die ich kaum auseinander halten konnte.

Das Setting wiederum fand ich toll ausgearbeitet. Sowohl das Anwesen, als auch die Insel selbst, wurden toll beschrieben und die winterliche Jahreszeit, kam sehr gut rüber.

Die Story rund um den Mord, fand ich zu Beginn sehr spannend, allerdings hatte ich ab circa der Hälfte eine Vermutung, was die Auflösung betrifft, welche sich auch bestätigt hat. Zumindest was einen Teil der Geschichte betrifft.
Die Hinweise in diese Richtung, waren irgendwann sehr greifbar und teils offensichtlich.
Dennoch eine interessante Lösung.

Fazit: Ein Krimi mit winterlichem Setting und einem sympathischem Inspector, welcher für gute Unterhaltung sorgt.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 27.04.2026

Eine Liebeserklärung an Liebesgeschichten

The Romance Rivalry
1

Irene liebt Liebesgeschichten und alles was dazu gehört.
Ihre Liebe teilt sie mit ihren Hunderttausenden Follower:innen, die sich immer gerne ihre Rezensionen lesen oder ansehen.
Alles läuft super, bis ...

Irene liebt Liebesgeschichten und alles was dazu gehört.
Ihre Liebe teilt sie mit ihren Hunderttausenden Follower:innen, die sich immer gerne ihre Rezensionen lesen oder ansehen.
Alles läuft super, bis sie einen neuen Konkurrenten hat: Aiden Jeon.
Er läuft ihr immer mehr den Rang ab und provoziert sie, indem er immer die gleichen Bücher wie sie liest und bewertet.
Doch es kommt noch schlimmer.
Kaum ist Irene an ihrem College angekommen, trifft sie unerwartet auf Aiden und er wird zudem noch ihr Partner bei einem wichtigen Projekt.
Kann es eigentlich noch schlimmer werden?
Oder vielleicht doch eher besser, weil Aiden gar nicht so schlimm ist wie erwartet?

Ich habe mich sehr auf das Lesen gefreut.
Irene ist begeisterte Leserin und liest vor allem Romance Bücher und das ist auch großer Bestandteil der Geschichte.
Für Leser:innen die ebenfalls gerne in diesem Genre lesen, gab es daher viele kleine Insider, wie Tropes oder bestimmte Begriffe, die einem in der Buchwelt geläufig sind.
Der gesamte Aufbau des Buches wirkte wie eine Liebeserklärung an das Genre und das ist sehr gut gelungen.

Die Handlung selber konnte mich aber leider nicht komplett überzeugen.
Mir fiel es sehr schwer eine Verbindung zu Irene aufzubauen.
Sie wurde als eine Person beschrieben, die ich beim Lesen nicht erkennen konnte.
Ihre Handlungen waren widersprüchlich und auf Dauer anstrengend, weil sich einiges wiederholt hat.
Auch ihre Beziehung zu Aiden konnte mich leider nicht erreichen.
Die meiste Zeit wirkte sie auf mich sehr oberflächlich, nur um dann ein rasantes Tempo anzunehmen.
Aiden als Charakter mochte ich leider auch nicht so gerne, vielleicht hängt das zusammen.
Lediglich ein paar Nebencharaktere haben mir echt gut gefallen.
Die Idee der Handlung habe ich insgesamt verstanden und sie klang auch vielversprechend und wenn es ausschließlich darum gehen würde, ob das Romance Genre gut repräsentiert worden ist, dann wäre die Antwort auch ganz klar ein Ja.
Leider blieben dafür ein paar andere wichtige Dinge auf der Strecke.

Es tut mir auch total leid das zu sagen, gerade weil ich zu Beginn noch dachte, dass das ein richtig gutes Buch werden kann.
Mich hat es leider während des Lesens mehr und mehr verloren und das Ende konnte mir dann auch nicht mehr zusagen.
Was ich aber nicht unerwähnt lassen möchte ist der Schreibstil, der wirklich toll war und den Einstieg in die Geschichte sehr leicht gemacht hat.
Die Charaktere sind alle ca. 18 oder 19 Jahre alt, ich bin 24, vielleicht würde das Buch jüngeren Leser:innen eher gefallen als mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 21.03.2026

Hätte mir mehr Spannung gewünscht

Liars all around me
1

Ich mochte das Buch grundsätzlich gerne, aber inhaltlich war es trotzdem ganz anders, als ich es mir vorgestellt hatte.
Nach dem Klappentext und auch den ersten Kapiteln, bin ich davon ausgegangen, dass ...

Ich mochte das Buch grundsätzlich gerne, aber inhaltlich war es trotzdem ganz anders, als ich es mir vorgestellt hatte.
Nach dem Klappentext und auch den ersten Kapiteln, bin ich davon ausgegangen, dass es sich hauptsächlich darum drehen würde, wer für den Mord und die anonymen Nachrichten verantwortlich ist.
Zuerst waren diese Fragen auch im Fokus, aber der hat sich dann nach und nach verschoben und zwischenzeitlich wirkte es dann mehr wie ein Romance Buch.

Avery und Ryle hätten unterschiedlicher nicht sein können.
Von außen betrachtet, lebt Avery das perfekte Leben mit einem großen Haus, erfolgreichen Eltern und einer Mengen Geld, das komplette Gegenteil von Ryles Leben.
Die Realität sah aber ganz anders aus und das kam sehr gut rüber.
Ryles Familie hat zwar nicht viel Geld, aber dafür gegenseitige Liebe ohne Einschränkungen und damit in so manch einer Hinsicht "reicher" als Avery.
Ich mochte diese Vergleiche gerne, weil sie zeigen, dass Geld und ein guter Ruf nicht alles sind im Leben.

Die Auflösung kam dann sehr plötzlich und nahm eine andere Wendung als gedacht, die vielleicht etwas mehr Vorarbeit gebraucht hätte.
Ich bin aber generell nicht unzufrieden.
Insgesamt habe ich einfach mit einer anderen Storyline gerechnet, aber das bedeutet nicht, dass diese schlecht war, nur eben nicht das, wonach ich gesucht habe.
Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass es gerade jüngeren Leser:innen (Teenagern) bestimmt gefallen würde und ein guter Einstieg wäre für Bücher dieser Art.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.01.2026

Drei Freundinnen

Spielverderberin
0

Nach vier Jahren treffen Sophie, Lotte und Romy wieder aufeinander.
Früher waren sie mal Freundinnen, doch dann haben sie den Kontakt zueinander verloren.
Doch wie ist es dazu gekommen?

Die Grundidee ...

Nach vier Jahren treffen Sophie, Lotte und Romy wieder aufeinander.
Früher waren sie mal Freundinnen, doch dann haben sie den Kontakt zueinander verloren.
Doch wie ist es dazu gekommen?

Die Grundidee der Geschichte hat mich sehr angesprochen.
Eine Freundschaft ging zu Ende, aber wieso ist das passiert, wenn sie einander eigentlich immer noch am Herzen liegen?
Mit der Umsetzung hatte ich jedoch meine Schwierigkeiten.

Das Buch spielt auf zwei Zeitebenen, in der Gegenwart, als sich die Freundinnen wieder treffen und in der Vergangenheit vor vier Jahren, ihr letztes Jahr an der Schule.
Die Freundschaft zwischen Sophie, Lotte und Romy war ganz anders als erwartet.
Es gab weniger eine Freundschaft zu dritt und eher Zweierkonstellationen die sich immer wieder verändert haben.
Aus Sophie und Lotte wurden Lotte und Romy und schließlich Romy und Sophie.
Doch als sie sich vier Jahre nach ihrem Abschluss wieder im Heimatdorf treffen ist klar, egal welche Konstellation es betrifft, alle sind stark belastet, durch Schuld, Schmerz, Zweifel und vieles bleibt ungesagt.
Nach dem Treffen ist Romy nicht mehr zu erreichen und in Sophie, die Protagonistin des Buches, macht sich Anspannung breit.
Sie nimmt jedes kleine Detail unter die Lupe und beginnt sich erneut mit den Geschehnissen von damals auseinanderzusetzen.

Auch andere Themen fanden ihren Platz in der Geschichte, doch gerade die Themen in der Gegenwart haben für mich nicht ganz harmoniert.
Sie waren nicht uninteressant, dennoch habe ich mich gefragt, warum sie wichtig für genau dieses Buch waren.
Ich konnte es leider nicht erkennen, aber andere Leser:innen vielleicht schon.
An dem Lesefluss hat das allerdings nichts geändert.
Den Schreibstil empfand ich als angenehm und sehr leicht und schnell zu lesen.

Am Ende blieben viele Fragen offen.
Zum Teil hatte ich das bereits erwartet, insgesamt war es jedoch mehr als gedacht und mir persönlich zu viel.
Fragen aus der Vergangenheit konnten geklärt werden, zum Großteil, doch alles was sich in der Gegenwart ergeben hat wurde offen gelassen.
Dadurch das ich manche Handlungsstränge ohnehin schon überflüssig fand, gefiel es mir noch weniger, dass diese nicht mal ihren Abschluss gefunden hatten.
Es ließ mich etwas unzufrieden zurück.

Fazit: Ein Buch über Freundschaft und Veränderungen, das für mich am Ende zu viele Fragen ungeklärt zurückgelassen hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere