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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.12.2017

Herrlich emotional

Unsere Tage am Ende des Sees
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Inhalt:

Als Hanna nach über fünfundzwanzig Jahren ihrer Mutter gegen über steht, keimen wieder die alten Erinnerungen auf, die sie eigentlich vergessen wollte.

Als sie damals ihren Heimatort verließ ...


Inhalt:

Als Hanna nach über fünfundzwanzig Jahren ihrer Mutter gegen über steht, keimen wieder die alten Erinnerungen auf, die sie eigentlich vergessen wollte.

Als sie damals ihren Heimatort verließ und ein neues Leben begann, verlor sie auch ihre erste große Liebe, ihren Alexander.
Diese Gedanken quälen sie nun erneut. Denkt er vielleicht noch an sie, begegnen sie sich irgendwann an ihrem Platz am Ende des Sees? Wird sie wieder ein normales Leben, auch mit ihrer Mutter führen können?

Plötzlich schlägt das Schicksal für Hanna erneut hart zu...



Meine Meinung:

Es ist gar nicht so einfach in Worte zu fassen wie bewegend diese Geschichte doch ist. Gerade auch für mich persönlich, denn viele Szenen bis hin zum Tod von Gabi erinnern mich sehr an meine Vergangenheit mit meiner Mutter. Aus diesem Grunde konnte ich auch meine Tränen einfach nicht zurückhalten und es fiel mir sehr schwer die letzten Seiten noch durch zu lesen.

Linda Winterberg hat es nun zum dritten Mal geschafft mich in eine Welt zu entführen, die realistischer wirkend nicht sein könnte und die einfach auch zum Nachdenken anregt. Die Gefühle, die sie beim Schreiben vermitteln möchte kommen immer zu 100% bei mir an. Ich kann kaum die Seiten überfliegen ohne nicht selber meinen Emotionen zu erliegen. Ich leide mit den Protagonisten mit, ich lache mit ihnen und ich erkenne mich manchmal sogar selbst.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, emotionsgeladen, sehr detailliert, recht einfach gehalten, aber extrem mitreißend und immer für eine Überraschung gut.

Auch wenn eine Person nur kurz auftaucht, schafft sie es meistens schon in mein Herz zu gelangen und dieses Talent haben nicht wirklich viele Autoren. Die Warmherzigkeit der Protagonisten muss man einfach spüren und ebenso die Warmherzigkeit des Schreibstils.

Da man aber zu Anfang das Gefühl hat die Geschichte kommt nicht wirklich voran und auch stellenweise ein wenig uninteressant wirkt, hatte ich erst Bedenken, dass "Unsere Tage am Ende des Sees" nicht mit den beiden anderen Romanen der Autorin mithalten können, aber weit gefehlt.

Auch hier kann man auf zwei Zeitebenen ausdrucksstark miterleben, wie ein Mensch sich entwickeln und was das Leben für eine Richtung einschlagen kann. Auch die tiefe Liebe zwischen Hanna und ihrem Alex lässt einem niemals los. Eine Liebe kann stark sein und solch eine tiefe Verbundenheit wünscht sich wohl jeder.



Fazit:

Eine wunderbar anrührende und sehr emotionale Geschichte zwischen einer Tochter und ihrer Mutter. Absolut empfehlenswert und für mich besonders bewegend, deswegen muss ich einfach

4,5 Sterne

vergeben !

Veröffentlicht am 13.09.2017

Träume, Hoffnung, Liebe und Trauer vereint

Solange die Hoffnung uns gehört
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Inhalt:

Die Angst vor dem NS-Regime zwingt die Jüdin Anni dazu, ihre Tochter Ruth mit einem Kindertransport nach England zu schicken. Kurz darauf bricht in Deutschland der Krieg aus und Anni kann das ...


Inhalt:

Die Angst vor dem NS-Regime zwingt die Jüdin Anni dazu, ihre Tochter Ruth mit einem Kindertransport nach England zu schicken. Kurz darauf bricht in Deutschland der Krieg aus und Anni kann das Land nicht mehr verlassen. Als Sängerin darf sie nicht mehr auftreten, in der gesamten Stadt ist sie nicht mehr gerne gesehen und so bleibt ihr nichts anderes übrig ihr Schicksal zu akzeptieren, auch wenn sie damit rechnen muss niemals wieder ihre Tochter in den Arm nehmen zu können. Wie wird es Ruth damit ergehen und hält Anni ihre Situation lange genug aus? Wird sich nach Ende des Kriegs doch noch alles zum Guten wenden?


Meine Meinung:

Wenn man ein Buch zuklappt und erstmal nicht wieder in die Realität zurückkehren kann; wenn man zunächst seine Gedanken ordnen muss und sogar die Tränen noch nicht versiegt sind, dann hat man einen aufwühlenden, zarten, voller Trauer und doch hinreißenden Roman von Linda Winterberg gelesen. Diese Autorin schafft es nun schon zum zweiten Male, dass ich am liebsten niemals hätte aufhören wollen mich in ihre Werke zu vertiefen und mich in die Art und Weise des Erzählens zu verlieben. Die Emotionalität und die Tiefe des Handelns und auch die Hauptcharaktere selber können einem nur faszinieren und lassen einem kaum noch los.

Höchstens das Ende kam mir zu abrupt und ein wenig gefühlskälter rüber, aber das kann auch daran liegen, dass die vorhergehenden Ereignisse schon genug an Gefühlen und Unendlichkeiten der Liebe gespickt waren. Dennoch hätte ich gerne ein etwas ausführlicheres Ende verspüren mögen.

Mit dieser Geschichte wird einem erst wieder so richtig bewusst, wie wichtig es ist, niemals die Hoffnung zu verlieren und an seinen Träumen und an seinem Leben fest zu halten. Ich freue mich schon auf die nächsten Bücher der Autorin, die ich mit Sicherheit alle sehr bewusst und mit Eifer verschlingen werde.


Fazit:

Ein gelungener Roman über Träume, Hoffnungen, Liebe und die Trauer. In einer Zeit, die voller Schmerz und Ungerechtigkeit vieler Menschen gegenüber geprägt wurde. Mit herausragenden und ausführlich gezeichneten Hauptcharakteren und einem Schreibstil, der einem mit reißt. Für mich wieder mal ein Highlight und deswegen hat "Solange die Hoffnung uns gehört" ganze

4,5 Sterne

verdient !

Veröffentlicht am 13.02.2023

Der Sohn des Hauptverdächtigen

Totes Moor (Janosch Janssen ermittelt 1)
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Inhalt:

Als man die Leiche einer jungen Frau im Moor entdeckt, ist es für Janosch Janssen erstmal ein großer Schock. Der Kommissar kann nicht glauben, dass seine damals verschwundene Jugendliebe Mathilda ...

Inhalt:

Als man die Leiche einer jungen Frau im Moor entdeckt, ist es für Janosch Janssen erstmal ein großer Schock. Der Kommissar kann nicht glauben, dass seine damals verschwundene Jugendliebe Mathilda endlich gefunden wurde und erst recht nicht, dass er mit der Ermittlerin zusammenarbeiten soll, die dafür verantwortlich ist, dass sein Vater Selbstmord beging. Denn sie betitelte ihn 2009 als den Hauptverdächtigen in diesem Fall.


Meine Meinung:

Das Cover des Buches hat mich sofort angesprochen, denn ich mag düstere aussagekräftige Bilder die auf einen guten Roman hinweisen, sehr gerne. Der Schreibstil des Autors empfand ich als recht flüssig, locker, leicht und angenehm zu folgen. Kein großer Schnickschnack, sondern einfache Worte und interessante Fakten tragen dazu bei, dass man dieses Buch einfach schlecht aus der Hand legen kann.

Der Fall war an sich recht spannend dargelegt und mir gefielen vor allen Dingen die kleinen kurzen Einblicke in die Vergangenheit. Wie es sich für einen guten Kriminalroman gehört, werden die Aufklärungen erst zum Ende hin bekannt und waren auch nicht schon von Anfang an absolut klar. Auch wenn es natürlich wieder keine überraschenden Wendungen oder Vorhersehungen gab, die mich hätten vielleicht mal aufhorchen lassen, so hat es doch extrem viel Spaß gemacht diesen Debutroman zu lesen..

Ich persönlich finde es zwar immer etwas schade, dass man zum Ende hin doch wieder genau weiß, wie es ablaufen wird und man immer mit den gleichen Abgängen bedient wird, aber so ist es wohl wahrscheinlich in diesem Genre allgemein gültig.


Fazit:

Ein solider Kriminalroman mit spannendem Verlauf und interessanten Charakteren. Schöner leichter Schreibstil und toller Wortwahl. Ich schätze, ich werde auf jeden Fall die weiteren Fälle des doch außergewöhnlich jungen Kommissar gerne verfolgen und freue mich eigentlich doch schon sehr auf den nächsten Roman. Wer gerne in dieses Genre hineinschnuppern möchte, dem kann ich "Totes Moor" wärmstens empfehlen. Da ich enorm viel Freude beim Lesen hatte, vergebe ich auch gerne gute


4 Sterne!!

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.01.2023

harmonischer Roman mit kriminellem Flair

Fräulein Anna, Gerichtsmedizin (Die Gerichtsärztin 1)
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Inhalt:

Anna Zech hat nur einen Traum: Sie möchte gerne in die Gerichtsmedizin und dort zur Aufklärung der Todesursachen beitragen. Doch ist dies 1912 nicht nur außergewöhnlich so wird sie auch zuerst ...

Inhalt:

Anna Zech hat nur einen Traum: Sie möchte gerne in die Gerichtsmedizin und dort zur Aufklärung der Todesursachen beitragen. Doch ist dies 1912 nicht nur außergewöhnlich so wird sie auch zuerst nicht ganz ernst genommen. Und dies widerfährt ihr beim Kennenlernen des Skandalreporters "Fritz von Weynand".
Doch als man die Leiche einer einst sehr berühmt-berüchtigten Edeldame entdeckt, werden die Beiden zu einem Team und kommen der Spur des Täters nicht nur nahe, sondern werden auch Zeugen schlimmer Machenschaften der feinen Münchner Gesellschaft.


Meine Meinung:

Mir gefallen Cover mit Charakteren aus der Vergangenheit extrem gut. So bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden und trotz dessen, dass ich nicht angenommen habe, dass sich die Geschichte, die sich darin verbirgt, mir so gut gefallen könnte, wollte ich es einfach lesen.

Der Schreibstil ist extrem locker, leicht und verführerisch. Ich will damit sagen, dass man die Leidenschaft zwischen den Protagonisten spürt, obwohl doch eigentlich nichts passiert. Und dies lese ich selten, besonders in so einem einfachen Wortwechselspiel, wie die Autorin es perfekt gemeistert hat. Man muss auch beide Charaktere, "Anna" sowie "Fritz" sofort ins Herz schließen, auch wenn er zunehmend ein Hallodri widerspiegelt.

Die Story an sich ist nichts besonderes, auch hält sich die Ermittlungsarbeit um das Verbrechen eher im Hintergrund, so tendiere ich dazu wagemutig festzustellen, dass dieser Roman eher einer Heimatstory ähnelt und auch so aufgebaut ist. Dennoch hatte ich viel Spaß beim stöbern, beim miträtseln und beim Verfolgen der Charaktere, welche gut detailliert beschrieben wurden. Einzig der Plot hätte ausgereifter sein dürfen. Aber alles in allem ein harmonischer, spannender Roman mit kriminellem Flair.


Fazit:

Die Autorin schafft es Leidenschaft zu entfachen auch ohne das Genre in dieser Richtung einzuschlagen. Die Wortwahl ist präzise, prägnant und dennoch leicht zu lesen. Der Schreibstil gestaltet sich locker und leicht und man fliegt nur so durch die Seiten.
Wer gerne historische Romane liest und einen leichten Einschlag a la Miss Marple mag, wird sicher mit diesem Buch gut bedient werden. Ich hatte eine Menge Spaß und vergebe deswegen gerne ganze

4 Sterne !!

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Veröffentlicht am 06.12.2022

dramatisches Schicksal der Rosenbaums

Die Wiege der Hoffnung
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Inhalt:

Im schönen Berlin 1935 betreibt Familie Rosenbaum seit Generationen eine Apotheke. Luise, ihre Tochter aber verfolgt ganz andere Ziele. Sie verdingt sich als Kunsthändlerin und versucht dadurch ...

Inhalt:

Im schönen Berlin 1935 betreibt Familie Rosenbaum seit Generationen eine Apotheke. Luise, ihre Tochter aber verfolgt ganz andere Ziele. Sie verdingt sich als Kunsthändlerin und versucht dadurch flüchtenden Juden zu helfen, ihre Besitztümer hoch zu handeln. Als es für sie und ihrer großen Liebe Emilio brenzlig wird müssen auch sie die Flucht antreten.

Meine Meinung:

Die hübsche junge Frau auf dem Cover dieses Buches wird auch im inneren fast perfekt dargestellt. Man begleitet sie Jahre durch ihren Schmerz, ihr Leid, ihre Traurigkeit und Herzlichkeit. Dennoch regten sich bei mir kaum irgendwelche Empfindungen beim Lesen, denn die Autorin hat es leider nicht geschafft für mich eine eindringliche Atmosphäre zu schaffen. Dafür war der Schreibstil mir zu flach. Zudem kommt hinzu, dass man das Gefühl hatte, sie würde versuchen die schlimmen Tragödien mit stumpfsinnigen Aussagen zu übertünchen. Daher kamen bei mir in keinster Weise große Emotionen auf. Schade, denn die Geschichte an sich war äußerst interessant und ich habe sie gerne verfolgt. Mir fehlte aber das gewisse Etwas und die direkte Nähe zu den Charakteren. Sie waren mir fast ausschließlich egal. Die Wärme, die Genauigkeit ihrer Darstellungen haben mir enorm gefehlt.

Fazit:

Die schlimmen Ereignisse des zweiten Weltkrieges ziehen mich immer wieder an. Ich möchte mich mehr und mehr darüber informieren und nicht hinwegsehen. Dieser Roman trägt dazu bei, sich vor Augen zu führen wie dramatisch sich vieles abgespielt hat. Der Schreibstil ist locker und leicht, man kann sich sofort in die Geschichte hineinfallen lassen. Aber leider nicht der erste Roman, der in mir kaum Emotionen auslösen konnte. Dafür war mir die Sprache der Autorin oder vielleicht der Übersetzerin nicht gehoben genug. Dennoch konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen und es wird sicher noch lange nachhallen. Und somit vergebe ich dann auch noch gerne ganze

4 Sterne !!

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