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Veröffentlicht am 22.03.2024

Gelungener Reihenauftakt

Season Sisters – Frühlingsgeheimnisse
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Im Reihenauftakt der Season Sisters von Anna Helford lernen wir die ersten Schwester Namens Spring kennen. Das junge Mädchen gerät auf die schiefe Bahn, wird mit Drogen erwischt und muss deshalb Sozialstunden ...

Im Reihenauftakt der Season Sisters von Anna Helford lernen wir die ersten Schwester Namens Spring kennen. Das junge Mädchen gerät auf die schiefe Bahn, wird mit Drogen erwischt und muss deshalb Sozialstunden ableisten. Hierbei lernt sie die alte Lady Sophia Fowler kennen, ja die beiden schließen sogar Freundschaft miteinander. Sophia, die einsam in London lebt, wurde von ihrer Familie, die auf einem Gut in Wales wohnt, verstoßen. Springs Neugier ist geweckt, sie möchte das Familiengeheimnis aufdecken und reist gemeinsam mit Sophia nach Wales, um die Gründe des Zerwüfnisses zu erforschen. Auf zwei verschiedenen Zeitebenen, Kapitel weise wechselnd zwischen Gegenwart und Vergangenheit lernen wir Sophias spannende Geschichte kennen, die fast 150 Jahre zurück reicht und so einiges an spannenden Einblicken zutage fördert. In sehr flüssigem Schreibstil nimmt uns die Autorin mit in diese Geschichte, bei der zwar leider die eigentliche Protagonistin Spring Season, obwohl namensgebend für das Buch, viel zu kurz kommt. Auch werden einige Konflikte, vor allem im Teil, der in der Gegenwart spielt, zu schnell und harmonisch und dadurch stellenweise oberflächlich wirkend, gelöst, etwas mehr Widerstände, Ecken und Kanten, auch bei der Lovestory um Spring und ihre große Jugendliebe Ethan, hätten das Ganze vielleicht noch etwas spannender gestaltet. Trotz der Kritikpunkte fühlte ich mich gut unterhalten, und freue mich auf jeden Fall schon jetzt auf den nächsten Teil der Reihe, der im Sommer erscheint. Ganz sicher muss ich die Fortsetzung der Schwestern Geschichte unbedingt lesen!

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Veröffentlicht am 07.01.2024

Extrem blutiger und mega spannender Thriller

Agonie (Milosevic und Frey ermitteln 2)
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Da ich bereits den ersten Band aus der Feder des Autorenduos, das sich hinter Lea Adam verbirgt mit großer Begeisterung gelesen hatte, war nun der Nachfolger ein absolutes Muss! Und das will schon etwas ...

Da ich bereits den ersten Band aus der Feder des Autorenduos, das sich hinter Lea Adam verbirgt mit großer Begeisterung gelesen hatte, war nun der Nachfolger ein absolutes Muss! Und das will schon etwas heißen, denn normalerweise bin ich eigentlich gar kein Fan von derart blutigen Thrillern! Diesmal muss sich das Ermittlerteam Jagoda Milosovic und Vincent Frey um den Fall einer brutal ermordeten Tierschützerin kümmern. Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig, spannend und mitreißend, man kann das Buch eigentlich nicht aus der Hand legen! Die Geschichte bringt viel Informationen rund um Massentierhaltung, Fleischindustrie und alles, was damit zusammenhängt, und was man als Konsument gar nicht wissen möchte, und was dennoch so wichtig ist, an die Öffentlichkeit zu gelangen. Auch über das Privatleben der beiden Kommissare erfahren wir als Leser wieder sehr viel, was ich persönlich gerne mag, und weshalb ich diese Reihe auch so schätze. Das Cover hat einen hohen Wiedererkennungswert, ähnelt in seiner Gestaltung dem ersten Teil, auch das finde ich gut gelungen!

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Veröffentlicht am 28.12.2023

Ein Leben lang muss man lernen zu lieben

Untreue
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Untreue" war mein erstes Buch von Paulo Coelho, und ich hatte zugegebenermaßen recht hohe Erwartungen, denn dem Autor eilt natürlich sein enormer Bekanntheitsgrad, ja Weltruhm voraus. Insofern war ausgerechnet ...

Untreue" war mein erstes Buch von Paulo Coelho, und ich hatte zugegebenermaßen recht hohe Erwartungen, denn dem Autor eilt natürlich sein enormer Bekanntheitsgrad, ja Weltruhm voraus. Insofern war ausgerechnet dieser Titel vermutlich nicht unbedingt die beste Wahl, mit seinem Werk zu starten, doch davon lasse ich mich definitiv nicht abschrecken, denn der Schreibstil und die psychologische Finesse von Coelho konnte mich trotz der schwierigen für mich sehr unsympathischen Protagonistin überzeugen! Im Mittelpunkt der Geschichte steht die 31jährige Linda, die auf den ersten Blick alles zu haben scheint, was man sich für ein "perfektes Leben" wünscht. Sie ist angeblich mit ihrem Traummann verheiratet, hat zwei Kider mit ihm, ist beruflich erfolgreich, arbeitet als bekannte Journalistin und zumindest materiell scheint es ihr an nichts zu fehlen. Doch in ihrer Ehe vermisst sie die Leidenschaft und dies führt bei der jungen Frau zu einer ernsthaften Depression. Sie betrügt ihren Ehemann mit Ihrer Jugendliebe, die sie bei einem Interview wiedertrifft. An dem Zwiespalt, in den sie diese Affäre stürzt, die nun beginnt, scheint die Protagonistin zu zerbrechen. Das ganze ist aus Lindas Perspektive in der Ich-Form erzählt, und der Leser erlebt hautnah, wie die Hauptfigur immer weiter in einer Spirale der inneren Zerrissenheit kaputt zu gehen scheint. Stellenweise war ich zugegebenermaßen genervt von Linda und ihrer egoistischen Art, sich in alles rein zu steigern scheint, dass es mir manchmal schwer fiel, das Buch wieder zur Hand zu nehmen, deshalb war ich anfangs geneigt, hier schlechter zu bewerten. Doch der schnörkellose Schreibstil Coelhos und seine psychologische Finesse, wie er es schafft, den Leser in die kranke Gedankenwelt der Protagonistin eintauchen zu lassen, haben mich dennoch derart beeindruckt, dass ich unbedingt zeitnah noch mehr von diesem Autor lesen muss, um zu erfahren, wie er sich anderen Themen nähert.Außerdem haben mich seine Ausführungen zum Thema Untreue, die er in Form der Gedanken Lindas zum Ausdruck bringt, sehr beschäftigt und werden dies vermutlich auch noch länger tun. Aus diesen Gründen vergebe ich 3.5 auf vier aufgerundete Sterne.

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Veröffentlicht am 02.11.2023

Familiäre Zeitreise der besonderen Art

Endstation Malma
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Alex Schulman widmet sich in seinem neusten Roman "Endstation Malma" einmal mehr dem Thema toxische Familienbeziehungen, und das auf eine originelle, wenn auch nicht durchweg unbedingt leicht zu verstehende ...

Alex Schulman widmet sich in seinem neusten Roman "Endstation Malma" einmal mehr dem Thema toxische Familienbeziehungen, und das auf eine originelle, wenn auch nicht durchweg unbedingt leicht zu verstehende Art und Weise. Ich finde es tatsächlich nicht einfach, zu dieser Geschichte eine Rezension zu schreiben, werde es dennoch versuchen. Verschiedene Mitglieder einer Familie machen sich mit dem Zug auf die Reise zum fiktiven Ort Malma, diese Reise steht stellvertretend für die Suche nach Antworten auf Fragen, die sich die einzelnen Charaktere in Bezug auf ihren eigenen Lebensweg stellen. Anfangs noch unabhängig voneinander gestartet führt der Autor die einzelnen Handlungsstränge nach und nach zusammen, inwieweit die verschiedenen Erlebnisse der Protagonisten miteinander verknüpft sind, war stellenweise für mich nicht immer leicht zu durchschauen. Die achtjährige Harriet startet mit ihrem Vater, dann reist Oskar mit sowie Tochter Yana. Alle verarbeiten auf der Reise mit dem Zug beziehungstechnische Traumata, Verletzungen, die ihnen durch andere Familienmitglieder zugefügt wurden. Für mich blieb als Mantra vor allem die Macht der Erwachsenen stehen, durch toxisches Fehlverhalten, den gesamten Lebensweg der Kinder emotional negativ zu beeinflussen. In Malma erhoffen sich alle Reisenden Lösungen ihrer Probleme doch gelingt dies in meinen Augen nicht unbedingt. Ich war stellenweise tatsächlich verwirrt angesichts der Zusammenhänge, die nicht unbedingt immer leicht zu durchschauen sind, trotzdem hat Alex Schulman durch seinen beeindruckenden Schreibstil auf mich eine Sogwirkung ausgeübt, der ich mich nur schwer entziehen konnte und immer weiter lesen musste. Trotz der Schwierigkeiten hat mir das Buch von allen, die ich bisher von ihm gelesen habe, am besten gefallen, vielleicht weil ich den Plot am originellsten fand. Eine Meinung muss sich tatsächlich jeder Leser selbst bilden. Von mir gibt es auf jeden Fall eine absolute Empfehlung für eine Familiengeschichte,der etwas anderen Art!

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Veröffentlicht am 17.10.2023

Geschichte um eine junge Frau am Abgrund

Die Einladung
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Da ich bisher noch nichts von Emma Cline gelesen hatte, war ich sehr neugierig auf dieses Buch! Im Mittelpunkt von "Die Einladung" steht die 22jährige Alex, die sich ihr Leben damit "verdient", sich von ...

Da ich bisher noch nichts von Emma Cline gelesen hatte, war ich sehr neugierig auf dieses Buch! Im Mittelpunkt von "Die Einladung" steht die 22jährige Alex, die sich ihr Leben damit "verdient", sich von einer Einladung zur nächsten zu hangeln, sie lässt sich von reichen älteren Männern aushalten. Warum sie nichts Eigenes auf die Beine stellt, nicht mit eigener Hände Arbeit ihren Lebensunterhalt bestreitet, hat sich mir zugegebenermaßen nicht erschlossen. Dazu kommt man als Leser leider an die Protagonistin nicht nahe genug heran. Sie ist quasi eine Antiheldin, die recht unsympathisch daher kommt. Als sie aus ihrer WG raus fliegt, da sie Mietschulden hat, folgt sie einem reichen Kunsthändler in sein Sommerhaus in den Hamptons. Simon sieht sie jedoch nur als austauschbares Anhängsel, da sie außer ihrer jugendlichen Schönheit nichts zu bieten hat. Nach einem Vorfall auf einer Feier setzt er sie am nächsten Morgen vor die Tür, und Alex ist quasi obdachlos. Wir erleben mit, wie sie sich mehrere Tage versucht, bei irgendwelchen Parties einzuschleichen, um ein Dach über dem Kopf zu haben. Besitzen tut die junge Frau nur eine Tasche mit wenigen teuren Kleidungsstücken, die ihr Gönner ihr gekauft hat. Alex ist berechnend, oberflächlich, manipuliert ihr Umfeld, immer nur zum eigenen Vorteil. Ist sie überhaupt zu tieferen Gefühlen fähig? Darüber war ich mir tatsächlich bis zum Schluss nicht sicher. Einerseits komplett unsympathisch, andererseits möchte man sie schütteln, damit sie endlich ihr Leben in die Hand nimmt und in den Griff bekommt. Gefehlt hat mir die Begründung, warum Alex so geworden ist, wie sie sich dem Leser zum Zeitpunkt der Handlung in der Gegenwart zeigt. Denn von alleine wird kein Mensch so, davon bin ich überzeugt. Emma Cline hat diese Story in sogartigem Schreibstil verfasst. Leider habe ich mich von der Autorin mit dem in meinen Augen allzu offenen Ende etwas allein gelassen gefühlt. Aber vielleicht passt auch dies irgendwie zu Alex' stellenweise aussichtslos erscheinenden Situation? Ein etwas anderes Buch, dem ich trotz seiner nicht abzustreitenden Skurrilität viele Leser wünsche!

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