Profilbild von Jazz

Jazz

Lesejury Star
offline

Jazz ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Jazz über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.09.2017

Zunächst top - danach kitschige Klischees

Die Zutaten zum Glück
0

Das Cover ist top gelungen. Man bekommt beim Lesen direkt Hunger.

Inhaltlich ist es einfach geschrieben, Man fliegt förmlich durch die Seiten. Die erste Hälfte ist wirklich gut gelungen. Durch die tollpatschige ...

Das Cover ist top gelungen. Man bekommt beim Lesen direkt Hunger.

Inhaltlich ist es einfach geschrieben, Man fliegt förmlich durch die Seiten. Die erste Hälfte ist wirklich gut gelungen. Durch die tollpatschige Art der Protagonistin wird einem gleich warm und leicht um das Herz. Leider nimmt meine Begeisterung mit der Zeit ab, da ab der Hälfte das Werk in viele Klischees und Unmengen von Kitsch fällt und nicht mehr raus kommt. Schade, denn eigentlich ist der Anfang 5 Sterne wert.

Veröffentlicht am 14.09.2017

Bridget Jones auf Reise

Nächster Halt: Thailand
0

Anfänglicher Eindruck: Es geht sehr mühsam und schleppend voran - leider. Noch reist sie nicht viel, sondern trauert und flennt - nervig.

Im mittleren Teil sind ein paar Witze und Schmunzler über die ...

Anfänglicher Eindruck: Es geht sehr mühsam und schleppend voran - leider. Noch reist sie nicht viel, sondern trauert und flennt - nervig.

Im mittleren Teil sind ein paar Witze und Schmunzler über die zunächst katastrophale Reise drin. Das Buch hält, was es verspricht: Brigdet Jones auf Reise.

Gegen Ende wird Protagonistin endlich mutig und entdeckungsfreudig und streicht einen Punkt nach dem anderen auf ihrer Liste ab.

Insgesamt: Leichter Roman, aus dem man recht wenige Lehren ziehen kann, die man nicht schon vorher weiß. Ein Werk, das nicht lange im Gedächtnis bleibt - schade. Und dennoch kenne ich mich gut genug, um zu wissen, dass ich die folgenden Bände sicher lesen werde. Chile und Indien - vielleicht kommt da ja dann etwas vom Eat, pray, love Flair.

Veröffentlicht am 14.09.2017

Für Menschen mit hartem Magen

Nichts bleibt
0

"Nichts bleibt" von Willi Achten ist ein Krimi über Franz, dessen Sohn schwer krank ist und sein Vater wird eines Nachts schwer überfallen und muss ins Krankenhaus.

Im Nachhinein muss ich sagen, dass ...

"Nichts bleibt" von Willi Achten ist ein Krimi über Franz, dessen Sohn schwer krank ist und sein Vater wird eines Nachts schwer überfallen und muss ins Krankenhaus.

Im Nachhinein muss ich sagen, dass der Titel wohl zu viel vom Inhalt verrät.


Franz sinnt auf Rache und macht die beiden Täter ausfindig, wobei er gleichzeitig alles versucht, um die Leben vom Sohn und Vater zu retten - inhaltlich sehr eindrucksvoll, bestialisch, realistisch, brutal, malerisch beschrieben. Mir eindeutig zu viel, um Abstand zu dem Werk zu bekommen. Ich weiß nicht, ob ich das Werk ein zweites Mal lesen werde. Derzeit tendiere ich zu einem Nein, denn es war einfach zu hart. Allerdings konnte ich aus dem Werk einige Lehren für mein Leben ziehen. Also für Menschen, die gern über die Wahrheit lesen und mit einem hart gesottenen Magen bestückt sind, ist das Werk sicher ein Liebling.

Veröffentlicht am 14.09.2017

Zu perfekt um wahr zu sein?

Liebe findet uns
0

Protagonisten: Heather als Vielbelesene hat eine ziemlich ungewöhnliche Studiumswahl getroffen und direkt einen super Job ergattert – das ist recht unwahrscheinlich (eigentlich bin ich nur neidisch). Weiterhin ...

Protagonisten: Heather als Vielbelesene hat eine ziemlich ungewöhnliche Studiumswahl getroffen und direkt einen super Job ergattert – das ist recht unwahrscheinlich (eigentlich bin ich nur neidisch). Weiterhin unrealistisch: Ich kenne keinen Typ „Jack“ in meinem Bekanntenkreis. Zwei Möglichkeiten: Ich habe einen zu kleinen Bekanntenkreis oder so ein Typ existiert zu selten. Und das zweite ist wohl wahrscheinlicher. Und, dass uns Hollywood und Romane etc. immer weismachen will, dass jede Frau solch einen Mann verdient und bekommen wird wirkt sich negativ auf die Bevölkerungsdichte in Deutschland aus, da immer mehr aufgrund dessen, dass sie dem Humbug Glauben schenken und nicht ihre Messlatte etwas herunterschrauben, Menschen single bleiben. Denn wir warten einfach umsonst.
Nun gut, das zu den beiden Protagonisten. Inhaltlich treffen sich die beiden auf einer Zugreise durch Europa – an manchen Passagen könnten sie eigentlich auch überall sein, denn manchmal reden sie so viel, dass man nur eine Zeile zur Reise liest – schade. Wirklich Reisefeeling kam bei mir nicht besonders auf. Außerdem ist zwischen ihnen über einen großen Zeitraum/zu viele Seiten nur Perfektion und Harmonie. Auf die Dauer kann das sehr öde wirken und ich habe mir beim Lesen die Notiz gemacht: „Die zwei langweilen mich und ich kann das Ende nicht erwarten“ Das muss etwa in der Mitte der 410 Seiten gewesen sein.
Doch dann kommt das Ende der Reise und Jack verschwindet spurlos – mitten in der Reise hatte er schon einmal für einen kurzen Zeitraum mit Heather Schluss gemacht. Meiner Meinung nach ist kein Mann der Welt es wert, ihm hinterherzulaufen – und vor allem, wenn er scheinbar so perfekt ist wie Jack – ohne jegliche Macken und Kanten (ziemlich langweilig und ich würde mir neben ihm wie ein Elefant in einem Porzellanladen vorkommen, der noch dazu nur Junkfood isst). Und wenn er dich einmal verlassen hat, wird er es auch ein zweites Mal tun (können – jederzeit). Deshalb verzeihe, aber nimm ihn nicht zurück. Denn er hat dich nicht verdient, da er dich nicht zu schätzen wusste.
Anschließend wirkt das ganze Werk gegen Ende wie ein klassischer Nicholas Sparks Roman. (Inzwischen war ich so genervt von beiden Charakteren, dass ich mir die Notiz gemacht habe: „Ich hoffe beide Protagonisten sterben wie in Romeo und Julia“. Kein Spoiler – das wird nicht geschehen!
Der Grund, warum Jack verschwindet: Nicht vorhersehbar, meiner Meinung nach ein bescheuerter Grund, aber ein guter im Nachhinein, akzeptabel sowie zerstörerisch.
Mein Rat an alle, die das Buch lesen wollen: Der Anfang war spektakulär. Ich war gebannt und träumerisch (Ich habe das Buch selbst auf einer Zugfahrt gelesen und hatte die Hoffnung, dass mir das Schicksal auch etwas hilft – na da – ein Typ hat sich beim Hinsetzen neben mich nicht halten können als die Bahn losgefahren ist und hat sein Gleichgewicht verloren und dabei gleichzeitig mein Buch aus meinen Händen gerissen – klasse! Anschließend folgte eine kurze Entschuldigung und ein langer, zu unterdrücken versuchter und versagter Lacher). Aber der Anfang ist zu gut gelungen, als dass es nicht lesenswert sei. Deshalb am besten einfach an einem Punkt aufhören zu lesen, der einem persönlich wie ein perfektes Ende erscheint und über die restlichen Seiten einfach hinwegsehen.

Veröffentlicht am 14.09.2017

Liebe aus der Sicht eines Mannes - von einer äußerst humorvollen Frau geschrieben

Big Rock - Sieben Tage gehörst du mir!
0

"Big Rock" von Lauren Blakely erzählt die Geschichte, wie aus besten Freunden zunächst "Freunde mit gewissen Vorzügen" wird. Details: Spencer, Playboy in New York, Mio-Erbe, aber natürlich auch stolzer ...

"Big Rock" von Lauren Blakely erzählt die Geschichte, wie aus besten Freunden zunächst "Freunde mit gewissen Vorzügen" wird. Details: Spencer, Playboy in New York, Mio-Erbe, aber natürlich auch stolzer Selfmade-Millionär durch eine App (ziemlich lustige, aber auch platte Idee dahinter), der mit seiner besten Freundin Charlotte eine Bar in New York betreibt. Um das Geschäft seines Vaters verkaufen zu können, mimt Spencer den guten Sohn und täuscht vor, seine wilde Vergangenheit ruhen zu lassen und ist offiziell mit Charlotte verlobt. Dieser kommt die Geschichte auch zugute, da ihr Ex-Freund, sie betrogen hat und wieder zurück will - in den Worten von Spencer "stalkt". Allerdings haben die beiden natürlich - wie sollte es anders möglich sein - diverse Regeln aufgestellt...die dann womöglich nicht eingehalten werden - ich will nicht zu viel verraten.


Sehr reizend an der Geschichte fand ich, dass die Rollen vertauscht wurden. In "Big Rock" wird die ganze Geschichte von Spencers Sichtweise erzählt. Die Geschichte - ich will bei der Wahrheit bleiben, ist wirklich seicht, vorhersehbar und schon unglaublich oft geschrieben, aber die abgewandelte Blickrichtung ist das Lesen wert - für die Lachmuskeln, denn leider ist Blakely eine Frau und kann sich nicht in die Gedankenwelt eines Mannes hineinversetzen - denn Gott bewahre, wenn Männer tatsächlich so sehr auf heiße Frauen fokussiert wären. Dann würden wir im Alltag nur noch sehr große Beulen in den Hosen der Männer sehen...