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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.10.2023

Düster und spannend

Memoria
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Zoé Beck schreibt wirklich spannend und immer mit dem Tick Science Fiction, der glaubhaft macht, dass es genau so in nächste Zukunft kommen könnte. Diesmal begleiten wir Harriet, die sich in prekären Verhältnissen ...

Zoé Beck schreibt wirklich spannend und immer mit dem Tick Science Fiction, der glaubhaft macht, dass es genau so in nächste Zukunft kommen könnte. Diesmal begleiten wir Harriet, die sich in prekären Verhältnissen geradeso durchschlägt. Die Schere zwischen arm und reich ist weit offen, die einen shoppen Luxusartikel in abgeschotteten Malls, die anderen schuften und wohnen in Abrissruinen mit sporadischem Zugang zu Strom und Wasser. Es ist heiß, die Wälder brennen und Harriet trägt ein Geheimnis und seltsame Erinnerungen in sich. Durch die Begegnung mit einer älteren Dame wird sie aus ihrem täglichen Überlebensstupor gerissen und beginnt, den Zeichen nachzugehen, was sich als lebensgefährlich entpuppt. Wie weit kann Harriet ihren Erinnerungen trauen? Was hat sie vergessen? Eine ganze Menge anscheinend. Die Auflösung ist teilweise ein wenig krude, aber dennoch wurde ich aufs Beste unterhalten. Nicht einmal, dass ich mit der Heldin nicht richtig warmgeworden bin, hat mein Vergnügen getrübt. Das spricht für die Beck´sche Schreibkunst, von der ich seit „ die Lieferantin“ total überzeugt bin.
Toller Krimi.

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Veröffentlicht am 17.10.2023

Wilde Träume

Ich träumte von einer Bestie
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Ich hatte bisher noch kein Buch der Autorin gelesen, aber Cover und Schreibstil haben mich sofort angesprochen. Ihre Recherchen bringen die junge Iris, Datenforensikerin und wilde Träumerin nach Frankreich ...

Ich hatte bisher noch kein Buch der Autorin gelesen, aber Cover und Schreibstil haben mich sofort angesprochen. Ihre Recherchen bringen die junge Iris, Datenforensikerin und wilde Träumerin nach Frankreich und mitten hinein in die Vergangenheit ihrer Familie. Dort trifft sie auf den schönen Tomé, verliebt sich in Pierre und forscht zwischen Träumen und wahrem Leben nach einer Verbindung. Kernstück ist die Legende der Bestie. Gab es, gibt es sie wirklich? Oder ist, wie so oft, des Pudels Kern viel weniger magisch-mystisch, als vielmehr irdisch-traumatisch. Leider existierte schon immer schon die Tendenz, allzu Grausames , Unverstandenes zu Legenden zu spinnen. Hexen, Monster, der „böse“ Wolf, Verfluchte, Verwunschene. Transgenerationales Trauma ist auf jeden Fall ein spannendes Thema. Nina Blazon hat es zu einem spannenden, stimmungsvollen Roman verarbeitet.

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Veröffentlicht am 17.10.2023

Genauso!

Das Ich im Du
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Ein schönes, hilfreiches, gut gestaltetes Buch. Ratgeber zum Thema Beziehung gibt es wie Sand am Meer. Die Prämisse, eine erfüllte, glückliche Liebesbeziehung auf Augenhöhe zu führen, wenn wir nur dies, ...

Ein schönes, hilfreiches, gut gestaltetes Buch. Ratgeber zum Thema Beziehung gibt es wie Sand am Meer. Die Prämisse, eine erfüllte, glückliche Liebesbeziehung auf Augenhöhe zu führen, wenn wir nur dies, das und jenes „richtig“ machen ist allein schon ziemlicher Quatsch. Es ist klar, dass Beziehung nichts ist, was wir uns mit Wohlverhalten kaufen können. Und es ist auch nicht so, dass man es nur verstehen muss, dann klappt es schon. Nein! Es ist Arbeit und zwar kontinuierlich. Mir gefällt die Ehrlichkeit, der Bezug zum eigenen Leben der AutorInnen. Die Glaubenssatz-Arbeit ist sicher ein guter Schlüssel zur Lösung so manches Beziehungsproblems. Das Thema Gleichberechtigung im Besonderen hat mir mit am besten gefallen. Denn sie ist so unglaublich schwierig, vor allem wenn ein Paar Kinder hat. „Das Ich im Du“ ist sicher keine leichte Übung. Aber ich bin sicher, wenn man sich darauf einlässt, kann es eine wirklich gute Unterstützung sein. Zudem ist de Ratgeber gut zu lesen und angenehm strukturiert.

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Veröffentlicht am 20.09.2023

Für alle

Ent-Eltert euch!
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Eltern hat ja nun jeder/ jede. Deshalb ist die Zielgruppe dieses Ratgebers riesig. Denn wer von uns ist nicht auf irgendeine Art traumatisiert aus seiner Kindheit hervorgegangen. Wer hat sich wirklich ...

Eltern hat ja nun jeder/ jede. Deshalb ist die Zielgruppe dieses Ratgebers riesig. Denn wer von uns ist nicht auf irgendeine Art traumatisiert aus seiner Kindheit hervorgegangen. Wer hat sich wirklich erwachsen, dem Leben gestellt? Gerade wenn man selbst Kinder hat, oder bekommen will, ist es grundlegend wichtig, sich seinen Schatten zu stellen. Und genau darum geht es beim ent-eltern.
Die Autoren geben Fallbeispiele, die Triggersituationen zeigen, stellen Zusammenhänge her und klären auf, was zu tun und zu verstehen ist. Nicht immer fand ich die Gliederung und Reihenfolge stimmig, aber wer willens ist, kann hier viel mitnehmen. Ein wichtiges, geradezu universelles Thema, verständlich aufbereitet. Sicher ersetzt es keine Therapie, kann aber durchaus helfen, den einen oder anderen Beziehungsfallstrick zu lösen.
Auf geht‘s.

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Veröffentlicht am 04.09.2023

Prokrastination für Fortgeschrittene

Kleine Probleme
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Lars beim Spinnen seiner Gedankenschleifen, beim konsequentem Nicht-Handeln zuzusehen, tut weh. Und es ist witzig. Bisweilen genial-komisch, traurig, enervierend. Aber gut. Unfassbar, wie es die Autorin ...

Lars beim Spinnen seiner Gedankenschleifen, beim konsequentem Nicht-Handeln zuzusehen, tut weh. Und es ist witzig. Bisweilen genial-komisch, traurig, enervierend. Aber gut. Unfassbar, wie es die Autorin schafft, dieses Nicht-Tun fast zenartig zu beschreiben. Lars zieht es durch, sein ganzes Leben schon: er bringt einfach nichts zum Ende, versackt im „Wollen“, in großen Ideen vom perfekten Roman, dem Fünfstern-Menü, ohne jemals einen Stift oder einen Kochlöffel in die Hand zu nehmen. Und dann, eines Tages kurz vor Silvester gibt es diese vertrackte Alles-Oder-Nichts-Situation. Lars wird sie verlieren, die „beste Ehefrau von allen“, wenn es ihm nicht gelingt an diesem einen Tag bis Mitternacht einen 10-Punkte Plan abzuarbeiten. Noch dazu stehen schier unlösbare Aufgaben bevor. „Es gut machen,“ zum Beispiel. Wie soll er das schaffen?
Kleine Probleme sind in Wirklichkeit riesig. Und der Spaß bei Lesen, der ist es auch.

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