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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Eindrücklich, authentisch, lesenswert!

My take on me
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Im Nachhinein betrachtet, könnte wohl kaum ein Buchtitel passender sein als dieser.
Morten Harket, Frontman der Band AHA, beschreibt und berichtet über ein Teilstück seines Lebensweges, an dessen Ende ...

Im Nachhinein betrachtet, könnte wohl kaum ein Buchtitel passender sein als dieser.
Morten Harket, Frontman der Band AHA, beschreibt und berichtet über ein Teilstück seines Lebensweges, an dessen Ende er lernte sich selbst und sein Leben anzunehmen.

Das Buch beginnt und endet mit dem Konzert in Rio, doch im ersten Kapitel springt er zusätzlich noch etwas weiter zurück.
Diese kurze Rückbetrachtung (zwei Jahre vor Rio) machte mich sehr nachdenklich. Sie gab einen Eindruck davon wieder, welche Auswirkungen das Showbiz, und alles was damit zusammenhängt, haben kann. Unwillkürlich kamen mir andere Stars in den Sinn, denen es vermutlich ebenso ergangen sein dürfte, und ich fragte mich, ob die Sensationslust so etwas rechtfertigen darf.

Doch von diesen kurzen, wenn auch eindrücklichen Ausflügen abgesehen, beschreibt Morten Harket sein Leben. Von der glücklichen, unbeschwerten Kindheit, über Schulzeit, die nicht immer so unbeschwert war, bis hin zu seinen Erfahrungen, die er mit verschiedenen Bands machen durfte, bis er schließlich bei AHA ankam. Manchmal spielte auch der Zufall mit…
Es gab, wie wohl bei jedem Menschen, Höhen und Tiefen zu verkraften, es gab schöne und unschöne Erfahrungen. Trotzdem hatte ich nicht das Gefühl, dass dieses Buch eine Abrechnung darstellt. Vielmehr ist es eine Selbstreflexion mit der letztlichen Erkenntnis, dass er nun im Leben angekommen ist. Er beschreibt das sehr schön mit den Worten „An jenem Abend in Rio wurde ich erwachsen.“ (S. 256), da war er 31 Jahre alt.
Leider endet das Buch mit diesem Konzert in Rio. Ich hätte gerne aus seiner Sicht erfahren, was dann noch geschah, wie sein Leben weiter ging und heute aussieht. Er ist viel mehr als der angehimmelte Frontmann, der er nie sein wollte. Doch wie er selber schreibt, hätte das den Rahmen dieses Buches gesprengt.

Eindrücklich, authentisch, lesenswert!

Veröffentlicht am 23.02.2026

Macht Lust auf Teil 2

Royal Heist
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Ich hatte etwas Mühe in die Story hineinzufinden, da Sie sehr plötzlich anfängt und ich direkt im Geschehen war. Fand ich etwas ungewöhnlich für Romance, da ich zunächst keine Zeit hatte die Hauptfiguren ...

Ich hatte etwas Mühe in die Story hineinzufinden, da Sie sehr plötzlich anfängt und ich direkt im Geschehen war. Fand ich etwas ungewöhnlich für Romance, da ich zunächst keine Zeit hatte die Hauptfiguren auch nur im entferntesten kennenzulernen und mir ein Bild zu machen.
Trotzdem muss ich im Nachhinein zugeben, dass es spannend war, mal einen solchen Anfang einer Geschichte zu lesen. Außerdem legte sich dieses, anfangs befremdliche Gefühl relativ schnell und ich konnte gut in die Geschichte eintauchen.
Die Protagonisten wurden nach und nach eingeführt und gefielen mir sehr gut.
Die Rollen von Gut und Böse schienen relativ klar verteilt zu sein, allerdings stellte ich schnell fest, dass dies nur äußerlich so war. Immer wieder offenbarten Darcy, Spencer und Tristan Wesenszüge, die man nicht vorhersehen konnte. Die Charaktere, von denen ich ausgegangen war, dass sie stark polarisieren würden, taten ist plötzlich nicht mehr unbedingt und andersherum war es genauso. Ich fand diese Entwicklung äußerst spannend, zumal hier die Vergangenheit auch immer wieder eine große Rolle spielte.
In kleinen Rückblicken erfuhr ich, warum sich die Drei schon kannten, wie sie früher zueinander standen, warum sich der Kontakt verlor und was Sie heute antreibt.
Insgesamt war es einer sehr abwechslungsreiche Geschichte, mit interessanter Charakterentwicklung, wobei das Ende richtig Lust auf den zweiten Teil machte.

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Veröffentlicht am 08.11.2025

Kurzweiliges Krimidinner

Die Einladung – Mord nur für geladene Gäste
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Mit dem Krimi "Die Einladung" habe ich mich nochmal an Cosy Crime gewagt. Ein Genre, dass ich im Bereich Krimis/Thriller eher weniger lese.

Es geht gemächlich, aber auch interessant los und ich lernte ...

Mit dem Krimi "Die Einladung" habe ich mich nochmal an Cosy Crime gewagt. Ein Genre, dass ich im Bereich Krimis/Thriller eher weniger lese.

Es geht gemächlich, aber auch interessant los und ich lernte erstmal die Haupt-Charaktere kennen, mit denen ich am Anfang offen gestanden nicht ganz so gut zurecht kam.
Rosemary erinnert an Miss Marple. Sie ist sehr eigen, quirlig, spitzfindig und etwas bissig, was ihr bei den späteren Ermittlungen natürlich zugute kam. Mir war es manchmal etwas zu viel, aber über die Dauer gesehen, konnte ich mich letztlich trotzdem gut damit arrangieren. Addie, ihre Enkelin, mochte ich dahingegen von Anfang an. Sie musste ihre Stärken noch entdecken, tat das aber kontinuierlich über die Geschichte hinweg, was mir gut gefallen hat. Auch dass sie Spieleentwicklerin ist, kam der Geschichte zugute, denn diese war das reinste Krimidinner - relativ unblutig, aber mit mysteriösen Morden innerhalb einer sehr illustren Partygesellschaft.
Die Gäste hatten alle kleinere und größere Geheimnisse, die sie für den Mord verdächtig machten und es oblag Rosemary und Addie Licht ins Dunkel zu bringen. Dabei ergaben sich interessante, aufschlussreiche und manchmal auch lustige Gespräche, die nicht selten in einem Glas Alkohol endeten. Letzteres fand ich nicht immer ganz so passend, weil es mir hin und wieder zu viel war, habe es aber einfach mal hingenommen. Meinen Fokus richtete ich eher auf die Gäste, ihre Hintergrundgeschichten und das Finden des Mörders.

Insgesamt fühlte ich mich gut unterhalten und das miträtseln war spannend, wodurch ich kurzweilige Lesestunden hatte.

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Veröffentlicht am 18.09.2025

Für unterhaltsame Lesestunden

Erebos 3
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Es ist wieder da... und wie habe ich mich darauf gefreut 😍
Wie erwartet ist Erebos in einem flüssigen, gut lesbaren Stil verfasst, der mich ohne Mühe durch die Handlung trug.
Im Zentrum steht wiederholt ...

Es ist wieder da... und wie habe ich mich darauf gefreut 😍
Wie erwartet ist Erebos in einem flüssigen, gut lesbaren Stil verfasst, der mich ohne Mühe durch die Handlung trug.
Im Zentrum steht wiederholt Nick, der älter, reifer und von den Ereignissen der Vorgänger geprägt erscheint. Ihm zur Seite stehen einige Nebencharaktere, die ich diesmal aber leider etwas zu blass fand. Dadurch konnte ich nur bedingt eine Verbindung aufbauen, was der Lesefreude allerdings nur bedingt abträglich war, zumal die Figuren im Verlauf der Geschichte wider Erwarten doch noch etwas zulegten.
Gut fand ich, dass die Themenfelder Daten, Überwachung und digitale Kontrolle noch etwas mehr Raum einnahmen, als es in den Vorgängerbüchern der Fall war. Zumindest war das mein Eindruck und ich fand es sehr zeitgemäß.
Die Spannung innerhalb des Romans fand ich gut, allerdings hatte die Geschichte auch ihre Längen. Für mich kann ich nur vermuten das es daran lag, dass ein wirklicher Überraschungseffekt fehlte. Der hintere, finale Teil konnte es allerdings wieder rausreißen, was letztlich ein positives Gesamtbild hinterlies. Hier passierte noch eine ganze Menge, alles fügte sich zusammen, wurde nach und nach gelöst und auch wenn ich manchmal die Stirn runzeln musste, weil ich das eine oder andere als nicht ganz schlüssig empfand. Trotzdem packte mich das Ende sehr.
Jetzt bin ich gespannt, ob es vielleicht noch einen vierten Teil gibt. Ganz geschlossen war das Ende für mein Empfinden nicht.
Jugendlichen LeserInnen empfehle ich das Buch auf jeden Fall, man sollte allerdings mit Band eins beginnen. Die älteren LeserInnen, wie auch ich eine bin, könnten eventuell enttäuscht werden. Was mich anbelangt, so habe ich von Nick und Erebos vielleicht etwas viel erwartet. Nichtsdestotrotz hat mir das Buch unterhaltsame Lesestunden beschert.

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Veröffentlicht am 01.07.2025

Guter Auftakt der neuen Thrillerreihe von Max Seeck

Blindspiel
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Das Blindspiel ist eine Form des Schachs und genau darum geht es in diesem Thriller. Perfider Weise wird hier allerdings mit Menschen gespielt und Profiler/Galerist Milo soll der Polizei helfen den nächsten ...

Das Blindspiel ist eine Form des Schachs und genau darum geht es in diesem Thriller. Perfider Weise wird hier allerdings mit Menschen gespielt und Profiler/Galerist Milo soll der Polizei helfen den nächsten Mord zu verhindern und den Täter zu fassen.
Milo und sein Privatleben sind schon so eine Sache für sich. Er und seine Frau haben es nicht einfach miteinander, was im Verlauf der Geschichte immer wieder thematisiert wird. Auch Milos Vergangenheit und das Verhältnis zu seinen Eltern und dem Stiefvater werden in Rückblenden hin und wieder dargestellt. Manches ist für den vorliegen Fall relevant, anderes ist rein privat.
Nicht nur bei ihm sondern auch bei den anderen Protagonisten 'menschelt' es schon sehr und nicht alles bringt die Geschichte voran. Das muss man mögen. Mich hat es nicht so sehr gestört, weil die Figuren dadurch authentisch, wie aus dem wahren Leben gegriffen wirkten. Niemand ist perfekt.
Auffallend fand ich allerdings, dass die weiblichen Figuren eher stark hervorstachen, während die Männer mehr mit sich und ihren Unzulänglichkeiten/Komplexen zu kämpfen hatten. Liest man nicht oft.

Den Plot fand ich sehr gut. Es ging sehr spannend los, alles wirke aber noch etwas kryptisch. Doch die Geschichte entwickelte sich recht zügig, so dass ich erste Spekulationen anstellen konnte.
Durchgehend spannend war ca. das letzte Drittel. Hier konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Es gipfelte in einem würdigen Finale und leistete gute Aufarbeitung/Klärung der noch offenen Fragen.

Ein spannender, sehr gelungener Auftakt der neuen Thrillerreihe von Max Seeck, mit einem nicht vorhersehbaren Finale.

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