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Gerhard

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.01.2026

Amüsant

Die Reise ans Ende der Geschichte
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Der Roman „Die Reise ans Ende der Geschichte“ von Kristof Magnusson ist eine spannende, amüsante und sehr unterhaltsame Zeitreise in die Geschichte nach der Zeit des Kalten Krieges. Dieter Germeshausen ...

Der Roman „Die Reise ans Ende der Geschichte“ von Kristof Magnusson ist eine spannende, amüsante und sehr unterhaltsame Zeitreise in die Geschichte nach der Zeit des Kalten Krieges. Dieter Germeshausen arbeitet als Doppelagent zusammen mit dem jungen Dichter Jakob Dieser. Die Grenzen sind offen, Deutschland ist wieder ein Land, der Ost-West-Konflikt beendet und Germershausen möchte einen letzten Deal abschließen, bevor er sich in den Ruhestand begibt. Magnusson schreibt sehr kurzweilig über das Geschehen in der damaligen Zeit. Er arbeitet die Eigenschaften seiner Charaktere gekonnt heraus und es entsteht eine spannende Geschichte über Spionagetätigkeit und die politische Lage in den 90er Jahren. Der Roman ist sehr amüsant, abwechslungsreich und lebt durch die gegensätzlichen Charaktere von Germershausen und Dieser.

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Veröffentlicht am 19.02.2024

Missbrauch

Ein falsches Wort
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Auf den Roman " Ein falsches Wort " von Vigdis Hjorth bin ich durch das eindrucksvolle und gut gestaltete Buchcover aufmerksam geworden, das schon durch das allein sitzen einer Person abseits der Familie ...

Auf den Roman " Ein falsches Wort " von Vigdis Hjorth bin ich durch das eindrucksvolle und gut gestaltete Buchcover aufmerksam geworden, das schon durch das allein sitzen einer Person abseits der Familie zeigt, dass es in diesem Roman um Probleme in einer Familie geht.
Vigdis Hjorth schreibt in ihrem neuen Werk über eine zerrüttete Familie, die besonders schwer nach dem Tod des Vaters zu tragen kommt.
Es entspannt sich ein Erbstreit zwischen der Protagonistin Bergljot und ihren Geschwistern.
Der Vater hat den Geschwistern zwei Ferinehäuser vermacht und Bergljot dabei ausgelassen.
Bergljot fährt nach über zwanzigjähriger Abwesenheit nach Hause und dort kommt es zu einem Eklat, weil sie endlich erzählt, weshalb sie so lange Jahre nicht mehr den Kontakt zur Familie gesucht hatte.
Sie wurde als Kind von ihrem Vater missbraucht und die Mutter hat dazu geschwiegen.
Vigdis Hjorth schreibt sehr emotionsvoll und man kann die Qualen ihrer Protagonistin sofort spüren.
Ein sehr anspruchsvoller Roman, der zum Nachdenken anregt.

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Veröffentlicht am 24.01.2024

Familienspur

Spur und Abweg
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In seinem autobiografischem Roman " Spur und Abweg " schreibt der
junge Autor Kurt Tallert über die Verfolgungsgeschichte seines halbjüdischen
Vaters während der Zeit des Nationalsozialismus und verfolgt ...

In seinem autobiografischem Roman " Spur und Abweg " schreibt der
junge Autor Kurt Tallert über die Verfolgungsgeschichte seines halbjüdischen
Vaters während der Zeit des Nationalsozialismus und verfolgt dabei tiefliegende Spuren
bis hin zu seiner Urgroßmutter, die wie alle anderen jüdischen Familienmitglieder ins
Konzentrationslager gebracht wurde.
Kurt Talert ist das jüngste von vier Kindern und sein Vater war bei seiner Geburt mit 58 Jahren
schon relativ alt.
Die Vergangenheit hat seinen Vater zeitlebens beeinträchtigt und verfolgt.
Das hat sich auch auf sein Familienleben ausgewirkt. Er hat seinem Sohn einiges über seine
Vergangenheit erzählt, jedoch blieben für Kurt noch viele Fragen offen.
Er beginnt nach dem Tod seines Vaters zu recherchieren und macht sich auf die Suche nach der
Geschichte seiner Familie.
Der Roman ist emotional geschrieben und hat mich sehr zum Nachdenken gebracht.
Besonders die Tatsache, dass die Geschichte der Eltern auch noch das Leben der Kinder
beeinflusst und bestimmt.

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Veröffentlicht am 29.12.2023

Freundschaft

Der Schacherzähler
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Judith Pinnows Roman "Der Schacherzähler" ist ein wunderschöner, herzerwärmender Roman um die Freundschaft eines ältereren einsamen Mannes zu einem hyperaktiven kleinem zehnjährigen Jungen.
Der Protagonist ...

Judith Pinnows Roman "Der Schacherzähler" ist ein wunderschöner, herzerwärmender Roman um die Freundschaft eines ältereren einsamen Mannes zu einem hyperaktiven kleinem zehnjährigen Jungen.
Der Protagonist Walter lebt nach dem Tod seiner Frau allein und einsam in seinem Haus. Er kommt in seinem Leben nur durch ein genau durchgetaktestes tägliches Lebensritual einigermaßen zurecht.
Bis er durch Zufall bei seinem täglichen Schachspiel im Park, den Jungen Janne kennenlernt, der aufgrund seiner Hyperaktivität viele Probleme in der Schule hat.
Die beiden freunden sich nach und nach an und Walter, der sich gegenüber Janne und seiner alleinerziehenden Mutter "Oldman" nennt, bringt Janne das Schachspielen bei. Eine ganz besondere Freundschaft entsteht.
Neben Jannes und Oldmans Problemen, geht die Autorin auch auf die kleineren und größeren Probleme ihrer anderen Buchfiguren ein. Das macht den Roman noch interessanter und lesenswerter.
Der Roman hat mir vom Anfang bis zum Schluss ausgezeichnet gefallen .

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Veröffentlicht am 25.10.2023

Nicht nur für Pferdeliebhaber

Das Gemälde
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Der Roman von Geraldine Brooks Das Gemälde beruht zum größten Teil auf wahren Tatsachen ( das Pferd Lexington hat es wirklich gegeben) und hat mich von Anfang an mitgenommen und begeistert.
Das Hauptthema ...

Der Roman von Geraldine Brooks Das Gemälde beruht zum größten Teil auf wahren Tatsachen ( das Pferd Lexington hat es wirklich gegeben) und hat mich von Anfang an mitgenommen und begeistert.
Das Hauptthema dieses Romans ist das Rennpferd Lexington, das Mitte des 19. Jahrhundert das erfolgreichste Rennpferd und nach seiner Erblindung ein berühmter Zuchthengst war.
Lexington wird von dem Sklaven Jarret betreut und trainiert und mehrfach von dem Maler T. J. Scott gemalt.
Im Jahre 1954 taucht eines dieser Bilder, auf dem Jarret zusammen mit Lexington abgebildet ist, wieder auf.
2019 findet ein junger Doktorand (Theo) dieses Gemälde im Sperrmüll und macht sich auf die Suche nach dem
damaligem Künstler.
Er trifft dabei auf Jess, eine Wissenschaftlerin für Knochenfunde, die das Skelett von Lexington in einer Lagerhalle gefunden hat und nun analysiert.
Selten hat mich ein Roman so fasziniert. Man erfährt viel über das damalige Leid der Sklaven und die
schrecklichen Umstände, in denen sie leben mussten.
Auch das es immer noch Rassismus in den USA gibt, wird nicht außer Acht gelassen.
Ich kann diesen Roman nur empfehlen.

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