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Veröffentlicht am 27.11.2023

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Starling Nights 1
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Mabel hat in ihrem Leben schon viel durchgemacht mit ihren 20 Jahren und sich durch Intelligenz und Ehrgeiz ein Stipendium für Cambridge erarbeitet. Hier hat sie ihre beste Freundin Zoe kennengelernt, ...

Mabel hat in ihrem Leben schon viel durchgemacht mit ihren 20 Jahren und sich durch Intelligenz und Ehrgeiz ein Stipendium für Cambridge erarbeitet. Hier hat sie ihre beste Freundin Zoe kennengelernt, die aus reichem Hause stammt und das Studium auch genießen möchte. Deshalb begleitet sie Zoe immer mal wieder zu Partys, auch wenn das nicht ihr Ding ist. Doch die letzte Party ist äußerst merkwürdig. Die Jungs sind arrogant und behandelt sie wie Eigentum und die sonst so forsche Zoe ist seltsam abwesend. Mabel flieht in ein Zimmer, wo sie auf einen mysteriösen jungen Mann trifft. Bald findet sie heraus, dass diese Studenten einer geheimen Verbindung angehören - und dass in ihrem Umkreis jede Menge Todesfälle passieren. Schon allein, um ihre Freundin zu schützen, beschäftigt sich Mabel bald mehr mit der Verbindung, als sicher für sie ist: sowohl für ihr Herz als auch ihr Leben.

Gleich vorneweg: Für eine so junge Autorin ist der Schreibstil wirklich hervorragend. Sie weiß mit Worten umzugehen und kann schöne Bilder zeichnen. Auch mag ich ihre Protagonistin Mabel, die nicht gleich den Verstand und ihren Mut verliert, sobald ein hübscher Typ auf sie abfährt. Und eigentlich wäre das auch eine richtig gute Geschichte gewesen, denn Niemeitz versteht es auch, uns auf den Campus und ins Uni-Leben mitzunehmen. Das Problem ist leider, dass sie kein Ende findet und so zieht sich die Geschichte spätestens ab der Mitte wie ein Kaugummi, der unter einer Schulbank klebt. Diese ewigen Andeutungen, um was es sich bei den Staren handelt, waren irgendwann auch nicht mehr spannend, sondern einfach nur noch nervig.

Und als dann die Auflösung kam, war zumindest ich irgendwie ... enttäuscht ist der falsche Ausdruck. Eher irritiert. Ich bin davon ausgegangen, es mit einem normalen NA zu tun zu haben, aber plötzlich kommt ein winziger Fantasyanteil. Ich lese gern Fantasy, auch NA-Fantasy, aber hier fühlte es sich so unpassend an. Für ein Fantasybuch war es zu wenig Fantasy, für ein NA eindeutig zu viel, zu spät, zu ... hm. Tatsächlich würde mich sogar interessieren, wie es im zweiten Band weitergeht, allerdings habe ich da das Problem, dass ich keinen Bock auf den Protagonisten habe. Ich sag's mal so: Würde der brennend vor mir liegen und ich stünde mit 50 Eimern Wasser daneben, dann würde ich einfach zuschauen, wie er brennt. Ja, so gut gefallen hat er mir in diesem Buch.

Die Autorin selbst werde ich wohl im Auge behalten: Ich mag ihre Ideen und ihren Schreibstil. Allerdings finde ich, dass das Lektorat die überbordende Masse ihres Geschriebenen verknappen sollte. Manchmal ist weniger mehr und hat dann einen deutlich höheren Impact.

Veröffentlicht am 13.11.2023

Locked Room Mystery

Mrs Potts' Mordclub und der tote Bräutigam
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Mrs Potts und ihre beiden Freundinnen Suzie und Becks sind richtig kleine Berühmtheiten in dem kleinen, englischen Ort, in dem sie leben, seit sie im letzten Jahr den Mord an Mrs Potts Nachbar geklärt ...

Mrs Potts und ihre beiden Freundinnen Suzie und Becks sind richtig kleine Berühmtheiten in dem kleinen, englischen Ort, in dem sie leben, seit sie im letzten Jahr den Mord an Mrs Potts Nachbar geklärt haben. Deshalb ist es vielleicht nicht gar so überraschend, dass Marlows reichster Mann Sir Peter Bailey bei ihr anruft und sie zu seiner Hochzeit einlädt. Sie hat das Gefühl, dass er Todesangst hat, aber bevor sie der Sache auf den Grund gehen kann, stirbt der Mann während der Feier einen Tag vor der Hochzeit. Ein schwerer Schrank hat ihn erschlagen, ausgerechnet in seinem eigenen Zimmer, das er mit dem einzigen Schlüssel verschlossen hat, der dazu existiert. Dennoch, Mrs Potts ist davon überzeugt, dass es Mord war! Und was ist eigentlich mit Becks los? Und wer verschlüsselt Nachrichten in Kreuzworträtseln?

Vorneweg: Ich fand den Fall geringfügig besser als den ersten. Das macht das Buch immer noch nicht wirklich gut. Man merkt, dass der Autor eigentlich Drehbuchschreiber ist und daher keine wirkliche Ahnung vom Autorenhandwerk hat. Er wechselt fröhlich zwischendrin die Perspektive, wie es ihm gefällt. Davon abgesehen kommen die Offenbarungen der Mrs Potts immer recht plötzlich und es werden irgendwann am Ende Dinge genannt, die auch den aufmerksamen Leser schon eher auf die Lösung hätten bringen können. Ganz gut gefallen haben mir die beiden Nebenstränge mit den Kreuzworträtseln und Becks, aber allgemein gesehen ist es immer noch kein Vergleich mit Agatha Christie oder dem Donnerstagmordclub - es fehlen Charme und Raffinesse.

Veröffentlicht am 02.11.2023

Familienbingo

Die mörderischen Cunninghams. Irgendwen haben wir doch alle auf dem Gewissen (Die mörderischen Cunninghams 1)
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Ernie Cunninghams Familie ist ziemlich schräg. Sein Vater war ein Kleinkrimineller, der von der Polizei erschossen wurde, seine Mutter, eine Bankangestellte, schoss auf einen Bankräuber und sein Bruder ...

Ernie Cunninghams Familie ist ziemlich schräg. Sein Vater war ein Kleinkrimineller, der von der Polizei erschossen wurde, seine Mutter, eine Bankangestellte, schoss auf einen Bankräuber und sein Bruder wurde wegen Mordes verurteilt. Schuld daran war Ernie, der Michael angezeigt hat. Jetzt also soll er zu einem Familientreffen mit allen Verwandten und angeheirateten Verwandten in den verschneiten australischen Alpen. Das wäre trotz des kühlen Verhaltens seiner Mutter und der Tatsache, dass Michael an diesem Wochenende entlassen wird, ganz nett - zumindest, bis die erste Leiche auftaucht. Oder auftaut? Abtaucht? So oder so: Ernie wird noch gewaltig ins Schwitzen kommen, bis hier alles gelöst ist.

Ich habe mich einfangen lassen von der Werbung: Eine Mischung aus Donnerstagsmordclub und Knives out sollte es sein. Und ja, ganz falsch ist das wohl auch nicht. Aber andererseits fehlt diesem Buch alles, was der Donnerstagsmordclub und zum großen Teil auch Knives out im Überfluss haben: Charme und Humor. Zumindest ich komme mit dem Humor hier nicht klar, er erscheint mir arg forciert und unlustig. Ein Problem habe ich auch mit den Charakteren. Mit dezenten Abstrichen sind mir hier alle furchtbar unsympathisch, sodass ich nicht mal mitfiebern konnte. Der Schluss war dann ganz nett, aber ich fand die Geschichte furchtbar zäh und habe lange gebraucht, um sie zu beenden.

Veröffentlicht am 25.10.2023

Trekkingtour

Skogen Dynasty (Crumbling Hearts, Band 1)
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Norah Svendsen lebt mit ihren Großeltern irgendwo in der Natur Norwegens, wo sie geführte Trekkingtouren anbieten. Früh hat sie ihre Eltern verloren, deswegen und weil sie auf einer Tour einer der männlichen ...

Norah Svendsen lebt mit ihren Großeltern irgendwo in der Natur Norwegens, wo sie geführte Trekkingtouren anbieten. Früh hat sie ihre Eltern verloren, deswegen und weil sie auf einer Tour einer der männlichen Teilnehmer schlecht behandelt hat, versucht sie alle Menschen auf Abstand zu halten.

Aleksander "Sander" Skogen ist der Erbe einer Keksdynastie. Schon immer musste er machen, was für die Familie am besten war. Um sich irgendwie selbst zu schützen, hat er sich eine hochmütige Attitüde zugelegt. Als ein Video viral geht, das ihn sexueller Belästigung bezichtigt, soll er für eine Weile von der Bildfläche verschwinden - und wo ginge das besser als auf einer zweiwöchigen Trekkingtour? Als er und Norah sich begegnen, sprühen die Funken, doch es steht zu viel zwischen ihnen.

Der Anfang war wirklich angenehm zu lesen. Norah und Sander präsentierten sich als anständige, sympathische Leute und es wurde eine herrlich heile Welt während der Tour mit einer netten Auswahl an Nebenfiguren. Was mich bereits da schon gestört hat, war die Wahl eines Sexvideos als Aufhänger für Sanders Abtauchen. Spätestens nach der Causa Lindemann hätte ich mir hier mehr Sensibilität gewünscht. Dennoch, bis zum Ende der Tour gefiel mir das Buch gut. Allerdings änderte sich das im letzten Drittel. Norah, die bisher als starke Frau gezeigt wurde, mutierte zu einem verheulten, feigen Mädchen, das mir mit ihrer Art nur noch auf die Nerven ging. Und auch an Sanders Stelle hätte ich wohl ganz anders auf die Enthüllung des Großvaters reagiert. Allgemein wurde hier in ziemlich eindeutige Aussagen und Situationen genau das Gegenteil hineininterpretiert, das hat mich mega genervt.

Pluspunkte: Sämtliche auftretenden jungen Männer waren hochanständig. Minuspunkte: nerviges letztes Drittel.

Veröffentlicht am 20.10.2023

New London

Witches of New London 1. Sunblessed
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Reva ist eine junge Winterhexe, die ihrer Welt den Rücken gekehrt hat, um als Detektivin unter Menschen zu leben. Als immer wieder junge Frauen sterben und die Zeitungen schon voll sind von den "Jack-the-Ripper"-Schlagzeilen, ...

Reva ist eine junge Winterhexe, die ihrer Welt den Rücken gekehrt hat, um als Detektivin unter Menschen zu leben. Als immer wieder junge Frauen sterben und die Zeitungen schon voll sind von den "Jack-the-Ripper"-Schlagzeilen, kehrt sie auf Befehl ihres Vorgesetzten nach New London zurück, um dort Nachforschungen anzustellen. Dabei trifft sie auch auf Gabriel Winterstein, dem charismatischen Oberhaupt einer anderen Adelsfamilie, der ihr vor Jahren das Herz gebrochen hat. Doch wenn Reva etwas herausfinden will, muss sie mit Gabriel zusammenarbeiten und dabei aufpassen, dass sie nicht nur von der rassistischen Hexengemeinde, sondern auch ihr Herz von Gabriel gefährdet wird ...

Ich habe mich eindeutig von "Detective Witch", Jack the Ripper und London Crime dazu verleiten lassen, etwas anderes zu erwarten. Was ich nicht unbedingt lesen wollte, war eine ziemlich viktorianisch angehauchte rassistische Hexengesellschaft - auch wenn hier der Rassismus und die Diskriminierungen sehr gut dargestellt wurden - und eine Second Chance Liebesgeschichte. Einerseits ist Reva nicht gar so anstrengend, was ihr Dahinschmelzen beim Auftauchen ihres Beinahe-Ex angeht, andererseits hat mich dieser Beinahe-Ex wirklich, wirklich genervt und ich bin sowieso ein absoluter Gegner von Second Chances, ganz besonders, wenn das Herzbrechen aus so seltsamen Gründen passiert. Aber okay. Es war gut geschrieben und Reva baut zwar meiner Meinung nach zu viel Mist und überlegt zu wenig, aber sie hat mega coole Freundinnen und eine echt coole Familie, was mir sehr gefallen hat. So richtig packen konnte mich der Fall selbst nicht und ich glaube auch nicht, dass ich die Reihe weiterverfolgen werde, Cliffhanger hin oder her.