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Veröffentlicht am 24.11.2023

Spannend!

Der Wald
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Marcus Holland, Förster, Botaniker und Autor, ist mit seinem Sachbuch über die Intelligenz der Pflanzen auf Lesereise in den USA, wo ihn das Departement of Homeland Security um Hilfe bittet. Eine neue ...

Marcus Holland, Förster, Botaniker und Autor, ist mit seinem Sachbuch über die Intelligenz der Pflanzen auf Lesereise in den USA, wo ihn das Departement of Homeland Security um Hilfe bittet. Eine neue invasive Pflanze breitet sich aus, die nicht nur lebensgefährlich für Menschen, Tiere und andere Pflanzen ist, sondern auch allen Versuchen, sie auszumerzen, standhält. Man hofft, dass Holland als Pflanzenexperte eine Lösung finden kann.

Waverly Park ist Archäobotanikerin und, inspiriert von Texten Johann Wolfgang von Goethes, auf der Suche nach der Urpflanze, von der sie sich viele wichtige Erkenntnisse erhofft. Doch die Suche gestaltet sich schwieriger und gefährlicher als erwartet.

Ava Nahanee ist mit einer Gruppe Programmierer in Kanadas Wäldern mit einem neuen Projekt beschäftigt, das sich schließlich als lebensgefährlich erweist.

Drei Protagonist:innen, deren Perspektiven in diesem Roman abwechselnd erzählt werden, wobei die von Marcus Holland und Ava Nahanee im August 2023 starten, Waverly Parks jedoch bereits im Jahr 2016. Wie diese zusammenhängen, wird man im Laufe des Romans erfahren, wobei es manche mehr oder weniger überraschende Wendung gibt, die man zum Teil bei aufmerksamem Lesen auch selbst enttarnen kann, eine der Wendungen erscheint mir ein zudem etwas unglaubhaft. Neben den USA sind auch China, Kanada und Deutschland Schauplatz des Geschehens.

Der Roman ist sehr spannend, und wird durch die kurzen Kapitel und die häufigen Perspektivewechsel zusätzlich zum Pageturner. Tibor Rodes Satz, dass alles was absolut unglaublich klinge, wahr sei, kann man durchaus ernst nehmen, wie man auch seinem Nachwort entnehmen kann. Ich habe während des Lesens direkt ein bisschen gegoogelt, z. B. zur Urpflanze. Umweltschutz ist zudem ein aktuelles Thema, und damit auch die Frage, ob die Menschheit überhaupt überleben, oder lieber wieder Platz für Tiere und vor allem Pflanzen machen sollte. Im Roman kommt es, diese Frage betreffend, tatsächlich auch zu einer Gewissensentscheidung.

Manche Charaktere sind etwas tiefgehender gezeichnet, vor allem Marcus und Waverly, mir aber trotzdem nicht wirklich nahe gekommen, andere bleiben oberflächlich, vor allem, aber nicht nur, die Antagonisten. Verzichten hätte ich gut auf die Liebesgeschichte können, die in meinen Augen eher aufgesetzt wirkt und nicht nötig gewesen wäre. Etwas ärgerlich finde ich auch den Fehler/die ungenaue Formulierung im Klappentext, der/die sich erschließt, wenn man den Roman liest. Unterm Strich war mir der Roman am Ende thematisch auch ein bisschen zu überladen.

„Der Wald“ ist ein spannender (Öko)thriller, der mir zusätzlich neue Aspekte bzgl. der Pflanzenwelt vermittelte. Wahrscheinlich wird er daher noch ein bisschen nachhallen. Allerdings hätte ich mir Charaktere gewünscht, die mir näher kommen und einen etwas weniger überladenen Plot.

Veröffentlicht am 18.11.2023

Auch Band 3 versprüht wieder viel Zeitkolorit

Fräulein vom Amt – Spiel auf Leben und Tod
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1925: Baden-Baden ist Schauplatz eines internationalen Schachturniers, die Stadt ist voll mit Schachspielern und Schachbegeisterten, was wiederum auch Kriminelle anzulocken scheint, es gibt einige Diebstähle ...

1925: Baden-Baden ist Schauplatz eines internationalen Schachturniers, die Stadt ist voll mit Schachspielern und Schachbegeisterten, was wiederum auch Kriminelle anzulocken scheint, es gibt einige Diebstähle zu verzeichnen, in denen auch Ludwig Schiller, Almas Freund, ermittelt.

Alma Täuber, das Fräulein vom Amt, allerdings wird von ihrer Kollegin Friederike gebeten, den Todesfall ihrer Cousine Gertrude aufzuklären, die tot in der Waschtrommel der Wäscherei, in der sie arbeitete, gefunden wurde. Der ermittelnde Polizist geht von Unfall oder Suizid aus, doch für Friederike und Alma ist das nicht ganz stimmig.

Der dritte Band der Reihe bietet nicht nur einen Kriminalfall, der es in sich hat, sondern führt auch das private Leben der Charaktere weiter. Alma hatte sich eigentlich gegen eine Beziehung mit Ludwig entschieden, da dieser mehr möchte, und sie als verheiratete Frau ihren Beruf aufgeben müsste. Die Liebe ist aber stärker, ob Ludwig aber auf Dauer damit zufrieden ist, „nur“ eine Liebesbeziehung zu Alma zu unterhalten?

Almas Freundin und Mitbewohnerin Emmi Wolke hat diese Probleme nicht, sie lebt ihr Leben wie es ihr gefällt. Almas Cousin, der Medizinstudent Walter, unterstützt Alma bei ihren Ermittlungen und kann manches aus medizinischer Sicht beitragen. Neben ihm sind auch wieder Almas Eltern, ihr Bruder und ihre Großmutter von der Partie. Und natürlich trifft man auch Almas Kolleginnen wieder.

Der Fall ist relativ komplex, und bringt Alma auch wieder in Gefahr. Dass sie das Zeug zu einer guten Ermittlerin hat, kann man nicht abstreiten, doch als Beruf bleibt ihr das als Frau verwehrt – oder? Emmi hat da eine Idee, die sich vielleicht in einem der nächsten Bände entwickeln könnte. Das Leben als Fräulein vom Amt jedenfalls scheint auch keine Lebensaufgabe zu sein, die Entwicklung zum Selbstwählen ist schon in Gang.

Ich habe es sehr gemocht, wieder von Alma und ihrer Familie, ihren Kolleginnen, ihrer Vermieterin und ihren Freund:innen zu lesen, für mich ist der Kriminalfall ehrlich gesagt „nur“ spannendes Beiwerk. Gut gefällt mir auch die Einbeziehung des historischen Hintergrunds, nicht nur die politische, auch gesellschaftlich und technisch tut sich einiges (dazu gibt es auch ein lesenswertes Glossar). Der Roman versprüht viel Zeitkolorit, auch im privaten Rahmen.

Am Ende ist der Fall zufriedenstellend gelöst, der Weg dahin bietet – erwartungsgemäß – ein paar Überraschungen. Wie sich Almas berufliches und privates Leben weiterentwickelt, bleibt dagegen noch ein bisschen offen.

Auch Band 3 der Reihe habe ich wieder gerne gelesen, er versprüht wieder viel Zeitkolorit und lässt neben dem Kriminalfall genug Raum für das Privatleben der Charaktere.

Veröffentlicht am 10.11.2023

Spannender zweiter Band

Das Alberdon Komplott
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Die Inquisitorin Roslyn wird in der Stadt Alberdon zu einem merkwürdigen Todesfall hinzugezogen. Vor dem Haus des Stadtratmitglieds Marcus Remstieg wird ein Leiche gefunden, die Tote ist nicht eindeutig ...

Die Inquisitorin Roslyn wird in der Stadt Alberdon zu einem merkwürdigen Todesfall hinzugezogen. Vor dem Haus des Stadtratmitglieds Marcus Remstieg wird ein Leiche gefunden, die Tote ist nicht eindeutig menschlich, sondern weist auch drakuide Züge auf, und ist offenbar vom Balkon des Anwesens Remstiegs gefallen.

Die Drachenreiterin Jiana ist mit dem Zwerg Balduin und dem Drachen Elias nach Alberdon unterwegs, sie vermuten dort Rubilon, von dem sie hoffen, dass er ihnen weiterhelfen kann. Die Drachin Frasla trifft derweil in ihrer Höhle auf zwei Zauberinnen.

Der zweite Band nimmt den Faden der Geschichte des ersten Bandes „Die Ankunft des Drachen“ wieder auf, gleichzeitig wird in Alberdon eine neue Protagonistin etabliert, deren Fall sich möglicherweise mit den Geschehnissen des Vorgängerbandes verzweigen könnte, immerhin hat auch sie es mit einer Art Drache zu tun.

Es ist schön, die Charaktere aus dem ersten Band wiederzutreffen, aber ich finde es auch spannend, neue kennenzulernen, zumal man in dem Spinoff „Das brennende Einhorn“ bereits die Inquisition kennenlernen konnte. Inquisition, ja, das ist ähnlich unangenehm, wie man es sich vorstellt, wenn auch ein bisschen anders als man es von unserer Welt kennt. Roslyn ist jedenfalls keine wirklich sympathische Protagonistin, anders als Derek, der Kommissar der Stadtwache, mit dem sie eine komplizierte Beziehung hat. Ihn mochte ich ziemlich schnell.

Das Problem, das sich bereits im ersten Band ergab, bekommt hier ein paar neue Aspekte, allerdings fand ich es ein bisschen schwierig, alle Zusammenhänge zu verstehen, aber, da die Geschichte ja noch weitergeführt werden wird, kann sich das zukünftig wieder ändern. Ähnlich wie in Band 1 empfand ich die Erzählung manchmal etwas holperig, was der Spannung aber nur marginal Abbruch tut. Auch hier habe ich wieder mitfühlen können, vor allem Frasla und Balduin habe ich, bereits seit dem ersten Band, sehr ins Herz geschlossen.

Es bleibt spannend, und auch mit diesem Band ist das Rätsel noch lange nicht gelöst, der Fall um die Tote aber schon, so dass die Geschichte in sich einen Abschluss erhalten hat. Durch das Setting in der Stadt hat der Roman eine andere Dynamik als der Vorgänger.

Der zweite Chroniken der Drachenreiterin-Band bringt die Geschichte voran, fügt neue Aspekte hinzu und hält die Spannung weiterhin. Man sollte aber vorher zumindest den Vorgängerband gelesen haben. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergehen wird.

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Veröffentlicht am 31.10.2023

Der Finalband der achten Staffel

Buffy The Vampire Slayer (Staffel 8)
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Der finale Band der achten Staffel führt Protagonist:innen und Leser:innen wieder zurück nach Sunnydale bzw. dem, was davon noch übrig ist. Ein alter Widersacher kehrt unerwartet zurück, und am Ende muss ...

Der finale Band der achten Staffel führt Protagonist:innen und Leser:innen wieder zurück nach Sunnydale bzw. dem, was davon noch übrig ist. Ein alter Widersacher kehrt unerwartet zurück, und am Ende muss man jemanden betrauern, den man schon lange kennt.

Ja, dieser Band hat ein paar der Fragen, mit denen mich der letzte zurückließ, beantwortet, ganz zufrieden bin ich jedoch nicht. Die Staffel hatte ein paar großartige Bände, am Ende bin ich aber doch etwas enttäuscht, mir war das Ende einfach zu verwirrend. Nun, steht man wieder vor einer veränderten Welt. Natürlich bin ich nun trotzdem gespannt, wie sich alles weiterentwickeln wird.

Dieser Band ist etwas länger als die vorhergehenden, enthält zusätzlich ein Nachwort von Joss Whedon und, wie immer, eine Covergalerie (darauf freue ich mich jedes Mal).

Der Finalband ist okay, ich bin nach der teilweise sehr guten Staffel ein bisschen enttäuscht vom Ende, aber als Fangirl natürlich dennoch gespannt, wie es weitergeht.

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Veröffentlicht am 28.10.2023

Spannend und humorvoll

Der Schwur der Orks
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Die Ork- Brüder Balbok und Rammar sind nun Häuptlinge – und langweilen sich, immer nur trinken, essen und ihre Schätze bewundern, ist zwar eine Zeit lang ganz nett, aber auf Dauer? Zum Glück ruft eines ...

Die Ork- Brüder Balbok und Rammar sind nun Häuptlinge – und langweilen sich, immer nur trinken, essen und ihre Schätze bewundern, ist zwar eine Zeit lang ganz nett, aber auf Dauer? Zum Glück ruft eines Tages König Conwyn nach ihnen und hat gleich auch eine Aufgabe für sie – ein neues Abenteuer beginnt.

Den zweiten Band der Reihe um die beiden Brüder habe ich nun auch endlich gelesen, viel zu lange hat es seit Band 1 gedauert, doch es ist mir schnell gelungen, mich in Erdwelt wieder zu Recht zu finden. Balbok und Rammar vergisst man so schnell sowieso nicht, und auch einige Bekannte aus dem Vorgängerband sind wieder mit an Bord, z. B. Corwyn, Mensch und ehemaliger Kopfgeldjäger sowie Alannah, die Elfe Die neuen Weggefährten der Ork-Brüder dagegen sind größtenteils neue Charaktere, Conwyn hat sie, bis auf einen, aus freiwilligen Gefängnisinsassen rekrutiert, was auf den ersten Blick nicht unbedingt eine gute Wahl ist. Zwei Menschen, zwei Zwerge und ein Gnom werden Balbok und Rammar zur Seite gestellt – und nicht jeder davon erlebt das Ende der Geschichte.

Bezüglich der Antagonistenseite gibt es zunächst nur vage Vorstellungen, etwas Böses ist erwacht und hat sich im Osten eingenistet, die Gruppe soll auskundschaften, was sich dahinter verbirgt. Eine gewisse Ahnung, dass sich tatsächlich etwas Böses etablieren möchte, bekommt die Gruppe und wir Leser:innen als nicht nur Tote wieder auferstehen, sondern auch bisher unbekannte Wesen aus der Luft angreifen.

Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven, so reist man nicht nur mit Balbok und Rammar, sondern begleitet auch z. B. Corwyn – der Fokus liegt aber meist auf den Orks.

Am Ende gibt es zum einen eine Auflösung, das Böse betreffend, aber auch einen Cliffhanger, unsere Orks betreffend, der wahrscheinlich direkt auf den nächsten Band überleitet. Man darf gespannt sein.

Es macht Spaß Balbok und Rammar zu begleiten, die beiden sind unterschiedlich wie Tag und Nacht, und ihre Sprüche, aber auch teilweise ihre Handlungen brachten mich immer wieder zum Schmunzeln. Auch andere Charaktere sind gut gezeichnet, mir haben besonders die beiden Menschen in der Gruppe gut gefallen, die, trotz, oder vielleicht auch wegen der Nähe der Orks eine gewisse Entwicklung durchlaufen haben.

Als Bonus enthält der Band eine Karte von Erdwelt und Ausführungen zur Sprache der Orks inkl. wichtiger Wörter (im Grunde ein Glossar) sowie über Blutbier, inkl. Rezept.

Auch der zweite Band der Reihe hat mir gut gefallen. Die Ork-Brüder wachsen einem schnell ans Herz, bringen Humor ins Spiel und erleben spannende Abenteuer. Ich freue mich auf die weiteren Bände.

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